Fragen / Antwort zu Borderline & Komorbidität

Borderline und Komorbiditäten

1.Welche Komorbiditäten hast du?

  • Depression
  • Benzodiazepinabhängigkeit derzeit abstinent
  • Ängste
  • Essstörung / Adipositas
  • ADS / ADHS

2. Wann wurden die Komorbiditäten diagnostiziert? Zusammen mit Borderline oder eher/später?

2007 wurde ich auf meinen Wunsch gegen eine depressive Episode und Ängste mit einem AD behandelt.

2010 kam ich  wegen einer schweren Depression in die Klinik. Dort wurde dann die Benzodiazepinabhängigkeit diagnostiziert und 4 Monate später – noch während des Klinikaufenthaltes – wurde Borderline diagnostiziert.
3. Haben die Komorbiditäten sich geändert im Laufe der Zeit?

Ne, bzw. die Ängste sind durch Lyrica ganz gut im Griff. Und durch meine ganze Latte an Medikamenten merkt man mein ADS / ADHS auch nicht wirklich viel.
4. Was hast du dafür getan das sie sich verändert haben?  Therapie
5. Welche Strategien hast du erlernt/ Was ist dein bester Skill?

Ich denke die DBT bringt mir diesbezüglich recht viel.

Achtsamkeit hilft mir zu erkennen, wenn es mir zu viel wird. Mit Achtsamkeit schaffe ich es auch aus Panikattacken raus. Ich schaffe es dadurch mich nicht fest an meine Körperwahrnehmungen zu haften, sondern meinen Blick nach außen zu richten.

Auch kann ich durch die DBT ab und an mal was sehen, das positiv läuft.

Auch hilft mir der Skill „radikale Akzeptanz“ mich nicht in negativ Spiralen zu verstriken, die nur unnötig Kraft kosten.
6. Kannst du Kontrollverluste frühzeitig abwenden?

In der Regel schon, außer wenn mich ne üble Panikattacke nachts erwischt. Da geht es dann nur noch um Schadensbegrenzung.

Auch schaffe ich es bei Medikamentenreduktion selbst gut festzustellen, wenn etwas so nicht geht. Merke wenn ich depressiv, oder wegen den Ängsten vermehrt einbreche.

 

7. Wie reagiert deine Umgebung auf deine Komorbiditäten?

Ganz okay. Ich gehe relativ offen damit um. Es gibt kein anderer Umgang wie bei Borderline.
8. Wo ist für dich die Grenze zu sagen, das Symptom gehört noch zum Borderline oder ist schon eine Komorbidität?

Hm? Ich glaube das ist schwierig. Deshalb werden sicher manche Komorbiditäten zuerst erkannt und dann erst die Problematik der Borderline Störung.

Wichtig ist doch nicht unbedingt die Grenze, sondern, das man das, was einen belastet auch durch Therapie / Medikamente angegangen werden kann. Ich denke aber das Betroffene vielleicht mit der Diagnose Depression, oder Ängste,… besser leben können, als mit der Diagnose Borderline. Ich finde das Borderline immer noch heftiger stigmatisiert ist wie Depression oder Ängste oder so!

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