Ein Schritt aus dem Sumpf

… pssst leise, nicht das es gleich wieder vorbei damit ist.

Heute habe ich mich dazu gezwungen, das Haus mal etwas aufzuräumen. Da kann ich doch bissel stolz sein.

Durch das geputzte war mein Gedankenchaos auch etwas weniger, bzw. ich konnte den unangenehmen Emotionen etwas entgegensetzen. Ich bin stolz, das ich dem SV Druck auch so gut widerstehen kann. Da passt ja das Übungsthema langfristige Stresstoleranzskills aus der Skillsgruppe super dazu. Einmal eben radikale Akzeptanz zu der Imaginationsübung von Montag im Einzel, leichtes Lächeln wende ich auch oft an, da es mir im Moment durch die unangenehmen Gefühle eigentlich nicht danach ist und ich merke wie ich v.a. im Kiefer, HWS und Schulterbereich total angespannt bin. Entscheidung für einen neuen Weg und innere Bereitschaft übe ich täglich. Im Moment wär es mir super lieb mit dem Kopf durch die Wand zu gehen und endlich den Mist ausknipsen, aber nein – DBT ist angesagt. Ich will mich ja ändern. In der Geduld muss ich mich aber noch seeeehhhhrrrr üben!

Gestern war ein Tag, wo ich echt dachte ich muss zur Krisenintervention. Das war echt nicht mehr schön. Ich fühlte mich total allein gelassen und nicht verstanden. Ich hab das Gefühl ich kann mit niemand richtig reden. Ich brauche soooo lange bis ich mal schaffen das belastende raus zu lassen.
Mein Mann meinte nur, als ich sagte mir geht es im Moment gesundheitlich nicht so gut – „Wann geht es dir überhaupt mal gut!?“ – Das saß! Gefühlsmäßig ist und bleibt er einfach ein Trampel. Na wenn er nicht den Unterschied sieht, was ich in der Therapie schon geleistet habe!? Das macht mich echt traurig.

In letzter Zeit hör ich öfter (jetzt abgesehen von meinem Mann) – meinst nicht, das es nun bald mal gut ist mit Therapie!? Bringt die überhaupt was? Das bringt mich dann auch ins wanken und lässt mich wieder mal denken, ja, ich sollte einfach mein Leben so im Griff haben ohne Therapie, ohne Medis, ohne Ärzte. Das setzt mich innerlich unter Druck, ich hab das Gefühl ich muss schnell machen, schnell alles aufarbeiten, schnell gesund sein,…. Ich fühle mich verfolgt, verfolgt von den Erwartungen anderer, verfolgt von meinem inneren Kritiker, meinem ES. Für mich die Botschaft: Ich kann nichts, ich muss schneller, besser sein,….

2 Gedanken zu „Ein Schritt aus dem Sumpf

  1. lass dich nicht unter Druck setzen. (meine klinik-therapeutin wurde mal in ihrem ehrgeiz und erfolgsdruck bei der supervision durch die leitende psychologin gebremst, weil diese sah, dass ich mir schon genug druck selbst mache und es so nur noch schlimmer wird. das scheint bei dir ähnlich zu sein). Es kommt nicht darauf an, wie du das schaffst. dass du etwas gegen SVV-Druck machst ist wichtig. Und es ist schön zu lesen, dass es so gut gelang diesmal 🙂

  2. Danke dir. Ja das mit dem selbst Druck machen ist so eine Sache. Meine Thera nennt das Thema „viel“. Ich muss „Viele Infos haben“, „es muss meines erachtens alles perfekt sein“,…. Da hat sie schon recht.

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