Gefühl: Ohnmacht

Da ich durch meine Therapeutin in der letzten Stunde darauf gebracht wurde wollte ich mir dieses Gefühl doch mal genauer anschauen. Habe dann einiges gelesen und mir das wichtigste / für mich passende zusammengeschrieben.

Ohnmacht

Die eigene Ohnmacht
Die eigene Ohnmacht wird häufig mit Macht und Mobbing an
andern kompensiert, statt die Führung seines eigenen Lebens
in die Hand zu nehmen.

(© Monika Minder/ http://www.lebensweisheiten.net/zitate-lebensweisheiten/zitate-ohnmacht.html)

Definition:
Ohnmacht ist das Gefühl von Hilflosigkeit und mangelnden Einflussmöglichkeiten im Verhältnis zu etwa den eigenen Wünschen, subjektiv angenommenen und objektiven Notwendigkeiten oder dem Überlebenswillen. Ohnmachtsgefühle können mit Angst, Wut und Frustration einher gehen.

Grundlage:
– Ohnmacht ist ein emotionaler Zustand, der dann auftritt, wenn starke Emotionen nicht in Handlung umgesetzt oder aufgelöst werden können.
– Voraus geht diesem Gefühl das stärker Werden des vorausgehenden Gefühls wie Angst, Wut, Scham, Eifersucht, Ekel oder aber auch wenn man jemand zu sehr liebt und dieser dies nicht sieht.
– Demnach kommt es zu Ohnmachtsgefühl, wenn man dem Handlungsimpuls eines starken Gefühls nicht folgen kann und es nicht schafft dieses vorausgehende Gefühl abzuschwächen oder auch diesen Zustand zu akzeptieren.
– „Nach Erich Fromm neigt der „bürgerliche Mensch“ dazu, Ohnmachtsgefühle auf verschiedene Weise zu kompensieren:
· durch Ergreifen eines Berufes mit einer Machtposition (vgl. Gewaltmonopol des Staates)
· durch Anschaffung eines Haustieres, über das Macht ausgeübt werden kann
· durch Machtausübung über den (Ehe)-Partner oder die eigenen Kinder
· allgemein durch die Machtausübung über Schwächere
Ohnmachtsgefühle können demnach eine Ursache für Sadismus sein. Nicht nur einzelne Menschen, sondern auch eine Gesellschaft könne sich ohnmächtig fühlen (vgl. Massenarbeitslosigkeit). Dies kann eine Ursache für Kriege bzw. Diktaturen sein (vgl. Zeit des Nationalsozialismus → Adolf Hitler als Diktator in der Rolle des Allmächtigen, der den Menschen Lösungen für ihre Probleme (Arbeitslosigkeit usw.) versprach). „ (Quelle: Wikipedia)

Typische Auslöser und Interpretationen:
Eine andere starke angenehme oder unangenehme Emotion, die nicht abgeschwächt werden konnte.
– „Ich kann sowieso nichts machen“
– „Ich bin machtlos“
– „Ich kann durch meinen Willen nichts erreichen“
– „Ich bin so wütend, aber was hilft das schon?“

Wahrnehmung:
Mischung aus Verzweiflung, Hilflosigkeit und Wut, die sehr rasch schwanken können.
– hohe Anspannung
– gleichzeitig resigniert sein
– sich wie gelähmt fühlen
– man fühlt sich verlassen

Körperreaktion:
– Pulsanstieg
– Herzklopfen
– muskuläre Anspannung
– innere Unruhe
– Schwankung zwischen Erschöpfung und starker Erregung

Handlungsdrang:
– Das Gefühl der Ohnmacht so rasch wie möglich beenden.
– Man möchte was tun.
– Man schwankt zwischen Flucht, Angriff und Resignation.

Ausdruck:
Körperausdruck signalisiert Verzweiflung

Häufiges Folgegefühl:
Erschöpfung

Wann ist dieses Gefühl gerechtfertigt?
Nur dann, wenn ihnen oder jemand, der ihnen sehr nahe steht, tödliche Gefahr droht, aus der es kein Entrinnen gibt. (Ist äußerst selten!!!)

Wie kann man diesem Gefühl entsprechend sinnvoll handeln?
Das Gefühl ist fast nie berechtigt, dadurch auch keine sinnvolle Handlung möglich.

Wie kann man das Gefühl abschwächen bzw. vorbeugen?
Achtsames wahrnehmen der vorangehenden Emotion und nach diesem Handlungsimpuls reagieren oder entgegengesetzes Handeln, Denken, Körperreaktion um dieses vorausgehende Gefühl abzuschwächen.

Oft gibt es für das vorausgehende Gefühl:
a) eine Lösung
b) die Möglichkeit der (radikalen) Akzeptanz

By: A.R. 2013,
Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Ohnmacht_(Psychologie),
Interaktives Therapieprogramm für Borderline Patienten, Bohus/Wolf, Schattauer-Verlag

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2 Gedanken zu „Gefühl: Ohnmacht

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