03.05.2013 Wieder etwas berrappelt…

… solangsam kann ich mich von den Geschehnissen am Montag etwas distanzieren und bekomme hier in meine Alltagsverpflichtungen wieder etwas Struktur.

Dieses Auf und Ab ist sehr anstrengend. Sobald eine baustelle wieder etwas behoben ist kommt die nächste. Naja, eigentlich weiß ich ja, das meine Tochter sehr feine Antennen hat. Ich weiß nur nicht, wie ich manchmal mit ihrer Reaktion umgehen soll. Im Moment hat sie wieder soziale Schwierigkeiten in der Schule. Sie bockt häufig, hält sich nicht an Anweisungen. Sind klare Machtspielchen, die sie hier zu Hause auch immer wieder versucht. Ich fühle mich in der Hinsicht aber oft ohnmächtig.

Okay remember – vor dem Gefühl Ohnmacht steht ein anderes Gefühl. Hm, Ärger, oder sogar Eifersucht? Ich hätte mir das früher nie erlaubt. Hätte viel zu viel Angst vor meinem Vater und seinen Strafen gehabt. (kindlicher Anteil in mir – mit Eifersucht)
Ärger – Ich versteh nicht das sie nicht kapiert, wie wichtig Schule ist. Ich weiß nicht was ich tun soll, das sie kapiert, das sie sich so das Leben kaputt macht. Konsequenzen finde ich keine passenden, bzw. ziehen nicht. Sicher steckt da auch Angst dahinter. Sollte wohl das auch mal mit The Work überprüfen!?

Dann kommt sicher noch Scham hinzu. Wenn es darum geht über das Problemverhalten meiner Tochter mit der Lehrerin zu sprechen und auch Angst vor evtl. Konsequenzen. Da fühl ich mich vällig in einer symbiotischen Beziehung mit meiner Tochter. Habe da echt das Gefühl, das es dann / da um mich geht – obwohl es ja nicht stimmt. Es geht um meine Tochter.

In der Therapie haben wir angesprochen, das es zwei Arten gibt wie man in einer Beziehung sein kann. Zum einen der narzistische bzw. nehmende Anteil und der empathische Anteil und das das je nach Beziehung (gehen ja sehr viele Beziehungen im Leben ein z.B. Arbeit, Kind, Eltern, Freundin, Lehrer,…) auch unterschiedliche Anteile in einem sein können. Damit meine ich. man kann mal der narzistische Anteil sein, mal der empathische Anteil.

Ich habe das dann für mich mal analysiert und es tat mir super weh zu sehen, das ich auch öfter der narzistische Anteil bin. Genau der Anteil, den ich früher immer so verabscheut hatte, weil er mich so verletzt hatte!

In der Beziehung zu meiner Tochter bin ich definitiv der narzistische Anteil und das tut so weh. Ich will das nicht, ich tu es aber trotzdem öfters. Und oft sehr versteckt mit Worten.

In der Beziehung zu meinem Mann bin ich der empathische Anteil. Da bekomm ich oft Dinge ab.

Auf Arbeit bin ich auch eher der empathische Anteil. Außer, gegenüber den Patienten bzw. Kindern, wenn es um einhalten von Regeln geht dann kann auch der narzistische Anteil da sein.

Zu meiner Mutter bin ich der narzistische Anteil, zu meinem Vater bin ich der empathische Anteil.

Diese Liste könnte ich sicher noch eine ganze weile fort setzen.

Ein Gedanke zu „03.05.2013 Wieder etwas berrappelt…

  1. ich finde auch immer wieder dinge in mir, die ich am liebsten nicht sehen/haben will. den brocken, dass ich genauso viel verachtung gegenüber menschen in mir trage, wie mein vater, hab ich noch nicht geschluckt. und wenns dann aber um die eigene tochter geht… puh… das stell ich mir sehr schwer vor.

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