07.05.2013 Wann hört das denn auf?

… ich kann echt nimmer. Das ist emotionale Folter!!!

Von Tag zu Tag kommen andere Dinge hoch, andere Dinge werden an mich ran getragen und ich habe das Gefühl, das ich nur noch Bimbo für alles bin!

Meine Mutter ist sich am überlegen, ob sie bei einem der nächsten cholerischen Anfälle meines Vaters die Koffer packt und zu ihren Geschwistern oder ihrer Mutter zieht und das ohne mit meinem Vater zu sprechen – nur nen Zettel auf den Tisch legen und da mischt sich ihre Schwester wieder ein. Aber: zum einen packt es meine Mutter nicht alleine, sie ist zu sehr in das ganze verstrickt. Und zum anderen weiß ich nicht was sich dann mein Vater tut. Er ist sowas von impulsiv und jetzt schon völlig durch den Wind, ich weiß echt nicht. Ich mache hier gerade echt nen Spagat und alte Gefühle die ich schön verdrengt habe brechen heraus. Irgendwie kann ich ja meine Mutter verstehen, oder ich verstehe sie nur zu gut! Ich weiß echt nicht wie sie das über Jahrzehnte mit sich machen lassen hat können. Sicher ist ihre psychische Erkrankung durch das ganze Beziehungsgeflecht mit entsprungen. Aber da gibt es eben noch meinen Vater, der absolut anti – Therapie ist, er sowieso keine psychische Erkrankung hat (was er aber sicher hat) und eben sehr impulsiv ist und ich ihm viel zu trauen würde. Und dann hänge ich ja irgendwie doch an beiden oder bin so verstrickt das es sowas von weh tut und ich echt fertig bin. (Jepp das ganze war gestern – als mir meine Mutter deshalb anrief)

Und dann heute:
Anruf von meinem Vater. Meiner Mutter würde es so schlecht gehen und sie würde wieder so schlecht Luft bekommen. Ich: Habt ihr den Arzt angerufen / informiert, oder den Rettungswagen; Vater: nö – soll ich? Wie ist denn die Nummer? ICH: 19222 Das kann ich doch nicht, sollen wir nicht doch lieber abwarten !? (Einwurf von mir: Wua, Hilfe, das kann doch nicht wahr sein oder? )

Ich: Was wollt ihr nun? Hausarzt versuchen zu erreichen oder RTW? Vater: schweigen – ich probier es beim Hausarzt. Nach paar Minuten Anruf: Ich erreich ihn nicht – was nun? Dann bleibt sie doch hier, oder nicht? Hm, doch RTW? Machst du das? Ich: Ja

Jepp und nun ist sie Unterwegs in die Klinik. Und ich hab immer noch Gefühls- und Gedankenchaos.

Besonders weil mein Vater gerade eben noch meinte ob ich nicht zum Packen kommen könnte. Er weiß nicht wo was ist. Hatten wir das nicht vor paar Wochen erst? Und nun zu dieser Zeit (nach 22 Uhr) – ich hab hier auch noch Familie und meine Verpflichtungen.

Der Wahnsinn – den habe ich gerade hier! – Wer möchte was ab?

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2 Gedanken zu „07.05.2013 Wann hört das denn auf?

  1. uih, liest sich nach starken abhängigkeiten und verantwortlichkeiten. ich lese einen vater der nicht ins handeln kommt, weil du kompensierst.
    mir fällt dazu eine eigene situation ein, mit einer vor einiger zeit sehr nahen freundin. ihr ging/geht es sehr schlecht. ich immer in der helferrolle, ohne es zu merken. sie, kontinuierlich in der passiven rolle. ich konnte an ihrer seite nicht mehr sein. war aber von schuldgefühlen geplagt. mein widerstand ihr zu begegnen wurde immer größer, bis ich es wirklich nicht mehr konnte. ich bin sehr wütend auf sie geworden, weil ich mich ausgesogen gefühlt habe. war immer total fertig nach treffen. dann hab ich erkannt, dass ich es bin die sich aussaugen lässt, die die verantwortung nicht loslassen kann und das ich ihr damit überhaupt nicht helfe, da sie selbst ja nicht aktiv werden musste. das war schwer zu akzeptieren, dass ich sie in not alleine lassen muss, weil nur das sie in bewegung bringt oder auch „stürzen“ lässt. sie aber eben jene erfahrungen für sich braucht, um für sich selbst lernen zu können verantwortung zu übernehmen. schwerer prozess. weiß nicht ob das deiner situation ähnelt.

    • Oh, ja. Die Situation hat sehr Ähnlichkeit mit meiner.

      Ich weiß nur nicht wie ich da raus kommen soll. Sie verlassen sich immer so auf mich. Sie nehmen mich so ein. Ohne meinen Mann, der da hin und wieder Grenzen zieht, wäre ich da verloren.

      Ich kenne dann nur sie, meine Eltern, da ich dann „hörig“ bin und nicht mehr ich selbst. Ich weiß ja oft selbst nicht wer ich bin, aber sowas bringt mich absolut ins wanken.

      Danke, das du über deine erfahrung geschrieben hast. ❤

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