Meine Notizen – mein Erarbeitetes zu Gewaltfreier Kommunkikation Teil 1:

Meine Notizen und Erarbeitetes zu dem Buch: „Respektvoll miteinander leben“ von S.Hart und V. Kindle Hodson

Was habe ich selbst von meinen Eltern gelernt? Was haben sie zu mir gesagt? (Habe ich überhaupt die Hälfte dessen gehört)?

Auch ich habe nicht wirklich viele positive Erfahrungen und Erlebnisse, da viel auf Sätze mit: „du musst,…“ „du sollst…“ „Wenn du nicht, dann…“  „aber“…

Auch habe ich immer wieder das Gefühl, das ich meine Kindheit kaum noch kenne, und wenn dann eher negatives oder anhand von Bildern. Auch kommen immer wieder Gefühle hoch, die zu alten Situationen gehören und in dem Moment gerade gar nichts zu tun haben. Das sind Gefühle wie Wut und Ärger, Schuld und Scham.

 Ich habe bei vielem gesagt, das ich das nie so machen möchte wie meine Eltern, und doch mache ich doch Dinge zum Teil gleich in der Erziehung, was ich eigentlich nie wollte. Wie ich manche Dinge gehasst habe und nun? – ich bin nicht besser. Die alten Muster sind super schwierig zu durchbrechen.

 Von meinen Eltern gelernt habe ich:

–         man muss „christlich“ sein, an Gott glauben, beten, beichten, zur Kirche gehen, Freitags darf man kein Fleisch essen, kein Sex vor der Ehe… (oft in Verbindung mit Schuld und Scham, aber auch Wut und Ärger)

–         nicht in Kino, Disco, Party gehen zu dürfen, abends nicht weg zu dürfen

–         Alkohol und Zigaretten nicht sein dürfen, Essen schon

–         Nicht studieren zu dürfen, weil sie mich nicht finanziell unterstützen können, aber mein Bruder wird seit 6-8 Jahren finanziell monatlich unterstützt – und nicht zu knapp!

–         Man darf nicht seine Meinung äußern, immer schön ja sagen und dankbar sein

–         Man darf nicht widersprechen

–         Man muss sparen – und ich kann es immer noch nicht *schäm*

–         Man muss anderen helfen und muss seine Bedürfnisse hinten anstellen.

–         Man darf keine Gefühle zeigen, darf nicht impulsiv sein

–         Über Tod wird nicht gesprochen

–         Man darf niemand heiraten, der nicht katholisch ist.

–         Man muss vorsichtig sein, mit wem man über was redet.

–         Leuten zu misstrauen          

–         Und und und

 

Notizen:

Eltern haben die Möglichkeit, Beispiel und Modell für das zu sein, was ihre Kinder leben und lernen sollen…

Das Ziel ist, authentisch und in Klarheit mit dem zu Leben, was für einen wichtig und wahr ist! Nicht die Perfektion!

Eventuell kann es befreiend sein, das Ideal der perfekten Eltern aufzugeben.

 Das zu Hause soll ein sicherer Ort sein, an dem Kinder die Lektionen für das tägliche Leben lernen, man Bedürfnisse wahrnimmt und berücksichtigt und das in wechselseitiger Beziehung.

 Das Zuhause ist die Grundlage für alle späteren Beziehungen.

 Ein liebevolles zuhause ist frei von Angst, der Quelle aller Konflikte.

Was bedeutet für mich Kooperation?

Bevor ich mich mit Gfk auseinandergesetzt habe, war ich der Meinung das Kooperation bedeutet: du machst was für mich und ich mach etwas für dich. Jedoch bringt mich es schnell aus der Bahn, wenn meine Tochter viel Widerspricht. Da merke ich dann das kleine Kind in mir, das super wütend wird, was sich dann auch oft in meiner Lautstärke oder meiner – Wortwahl widerspiegelt. Auch gibt es zum Teil Rachepläne – ich weiß albern – wie ich das Verhalten meinem Kind „heimzahlen“ könnte.

 Es ist in meinem Verständnis von Kooperation leider viel Druck dahinter. Wenn, dann… Bevor du…. musst du… Im Endeffekt treffe ich oft die Entscheidungen und mein Kind muss sich fügen.

In der Gfk bedeutet Kooperation, das man zusammen arbeitet. Echte Kooperation kann nicht erzwungen werden. Zwang missachtet die Bedürfnisse des Gegenübers und hat Widerstand, Auseinandersetzungen, verletzte Gefühle, Kämpfe, Bestrafungen zur Folge.

Wann und unter welchen Umständen könnte bei meinen häuslichen Operationen das Ko- wegfallen?

–         unter Zeitdruck, Stress

–         wenn es mir nicht gut geht und ich keine Kraft und Geduld habe

–         wenn ich das Gefühl habe irgendjemand etwas beweisen zu müssen (Perfektionismus)

 

Und wenn das Ko- wegfällt – was sind die Folgen meines Handelns?

–  kaum mehr Blickkontakt

–  ich werde laut

–  drohe z.T. mit Konsequenzen

– Distanziere mich

 

Welche Punkte könnten zur Kooperation in meinem Zuhause beitragen?

–         meine Familie in Entscheidungen mit einbeziehen

–         Wenn mir etwas am Verhalten des Gegenübers auffällt – sagen was ich sehr und was ich denke das es sein könnte… und die Antwort des Gegenübers abwarten

 

Notiz zu dem Buch:

Wenn Eltern lernen, Kooperation in ihren Familien zu leben, werden sie für ihre Kinder, für andere Eltern und Gemeindemitgliedern zu Modellen der Veränderung.

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4 Gedanken zu „Meine Notizen – mein Erarbeitetes zu Gewaltfreier Kommunkikation Teil 1:

    • Danke 🙂 Gesundheitlich vom Infekt her bin ich wieder relativ okay. Psychisch bin ich noch am wanken. Depressive Verstimmung ist sicher mit dabei und eben viele Sorgen, Ängste,… auch spielt da meine Medikamentenreduktion sicher auch eine Rolle. Ich mache das aber nicht alleine. Mein Hausarzt und meine Psychiaterin sind involviert. Ich bin so froh, das das Lyrica nun komplett raus ist. Das macht sooooo viel am Gewicht und auch sonst am Körper. Und es macht abhängig. Das ist eben auch der Knackpunkt wieso ich gerade wohl labil bin und am wanken bin. Wenn ich DBT / Achtsamkeit und co. nicht machen würde, wäre ich sicher wieder weg vom Fenster und in einem viel größeren Sumpf. Durch die ganzen Therapieelemente halte ich mich relativ gut.

      Okay man ist verwöhnt, wenn man die auf´s inzwischen länger erlebt und auch genießt, als eben die „downs“. Wichtig ist von dem Positiven zu zehren. Fällt mir oft nicht leicht, aber ich bemühe mich.

      Wie geht es dir denn? Allles soweit okay? LG desweges

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