Skill: Orientierung auf Ziel – Teil 1

Den Skill: Orientierung auf Ziel, Beziehung und Selbstachtung , teile ich in 3 Teile ein, damit es kein ganz soooo langer Artikel wird.

Hier geht es nun um Teil 1 von 3 –

Skill Orientierung auf das Ziel

Was brauche ich um ein Ziel erreichen zu können?

–         Zum einen brauche ich ein Ziel – Ist dies realistisch gesteckt?

–         Wie kann ich dieses Ziel erreichen? Durch Verhandlung mit dem Gegenüber (solange es auch andere betrifft), durch das ich Bitten oder Forderungen stellen.

In dem DBT Skills Manual von Bohus und Wolf gibt es dazu eine Art „Checkliste“: Die 3 „was“ B´s und die 3 „wie“ B´s:

Nun zu den „was“ B´s – Was ich tue:

1. Ich beschreibe, die momentane Situation so genau wie möglich, damit evtl. Missverständnisse ausgeräumt werden können. Am Besten begebe ich mich da in die Meta-Ebene, die Vogelperspektive – was sehe ich von dort, wenn ich auf die Situation hinabblicke? Wichtig ist es das unter dem Aspekt der Achtsamkeit zu tun – das heißt nicht zu bewerten und sachliche Informationen, ohne Gefühle!

2. Jetzt geht es darum Bitten oder Wünsche klar zum Ausdruck zu bringen – auch Ablehnungen sollten klar formuliert werden!

3. Wichtig ist während der Beschreibung und der Bitte, den Gesprächspartner gut zu beobachten und positive Reaktionen zu bemerken und evtl. zu validieren. Dadurch fühlt sich auch der Gesprächspartner bestärkt. Validieren bedeutet, das Gesagte des Gegenübers zu unterstreichen und zu würdigen.

Auch können Sätze wie: „Wenn du … sagst, macht das mit mir …“; „Habe ich dich getroffen?“ ; „Liegt es an dem, oder an etwas anderem?“ – sehr hilfreich sein.

Bei den 3 „wie“ B`s geht es um das Wie und die Gesprächsführung:

1. Ich beharre auf meinem Wunsch oder auch meiner Absage. Angriffe durch das Gegenüber / Bedrohungen werde ich ignorieren. Am Besten sucht man sich ein Mantra – einen positiven Satz, den man sich immer und immer wieder sagt.

Mir reicht da oft einfach nur – „ich darf meine Meinung vertreten – ich darf das!“

2. Ich beeindrucke mein Gegenüber durch meine Selbstsicherheit! Ich bereite mich auf das Gespräch vor – das bedeutet ich überlege mir Argumente – lass mir aber auch durch den Kopf gehen, wie das Gegenüber evtl. reagieren könnte und bereite mich dafür vor. Auch bleibe ich ruhig – und atme tief und ruhig. Meine Körperhaltung bleibt aufrecht und locker, ich konzentriere mich auf das „leichte Lächeln“ – das ist das Lächeln, dass das Gegenüber nicht sehen muss. Das kann gut vor einem spiegel geübt werden.

3. Bieten – Oft kann das Ziel nicht uneingeschränkt erreicht werden. Deshalb ist es oft nötig zu überlegen, welchen Kompromiss ich eingehen kann, ohne an Selbstachtung zu verlieren! Ich muss bereit sein zu verhandeln!

Mir muss vornherein klar sein: a) Wie weit gehe ich Kompromisse ein?

 b) wo bleibe ich standhaft?

 Quelle: Interaktives Skillstraining  für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie.

A.R 2013

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