Allein und ich hab mal wieder der Koller

Mein Mann ist seit langem mal wieder unterwegs, Tochter ist im Bett, Kater ist nicht da, draußen sturmt es und meine Anspannung ist wieder super weit oben.

Wieso schaff ich das nicht – dieses doofe „Allein sein“ Gefühl unter Kontrolle zu bringen. Geh doch auch arbeiten, oder fort. Da geht es mir gut. Aber wenn ich hier so „alleine“ zu Hause bin. Das geht gar nicht!!!

Ablenken – ist wohl angesagt! Hoffentlich kommt er bald zurück. Nicht das ich ihm das nicht gönne, aber das Gefühl ist so unerträglich.

 

 

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9 Gedanken zu „Allein und ich hab mal wieder der Koller

  1. ich hab zwar andere tiefs, mache aber gerade super Erfahrungen mit: Hand auf die brust ( unters Shirt) tief atmen und mir selber im flüsterton mut zusprechen. dann geht bei mir die Anspannung wie eine welle vorbei. ich finde es großartig wie du hier so authentisch schreibst! alles liebe, puja 🙂

    • Danke dir 🙂 Heute ist es schon wieder weg. Gestern hab ich es gut durch ablenken geschafft. Dein Tipp kenne ich als „EFT“ – hab aber in diesem Moment es nimmer geschafft. Anspannung war zu hoch. Hab dann noch Dinge im Haushalt erledigt. LG desweges

      • cool, da gibt’s also sogar nen namen zu. ich find ja meine Methode hört sich völlig bescheuert an, nur wenn man verzweifelt ist probiert man sogar das mal aus… 🙂 schön das es dir besser geht! LG

      • Ja so ging es mir auch. Hab es bei meiner Thera gelernt. Inzwischen kann ich bei „tief“ Schnee auch einhändig Auto fahren 😉 Hatte immer totale Angst vor dem fahren bei viel Schnee und bei uns ist es eben gut bergig. LG desweges

  2. Darf ich fragen, was so schlimm daran ist?
    Vermisst Du Deinen Mann so sehr? Hast Du Verlustängste?
    Oder fürchtest Du Dich alleine?
    Ich verstehe das nicht, denn ich bin sehr gerne alleine… daher ist es reine Neugier…

    • Hm, es gehört zum Krankheitsbild. Dieses „Allein sein“ Gefühl ist enorm wenn mein Mann länger weg ist. Komischerweise aber auch nicht wenn er Arbeitet. Da ist er auch super lange weg. Es ist wenn er was für sich unternimmt, jemand besucht. Ist schwer zu beschreiben. Und wenn eben dann Ruhe einkehrt ist dieses Gefühl kaum zu bändigen. Sicher hat der Sturm draußen dort auch viel zu diesem Gefühl beigetragen. Bin auch ein Angsthase 😉

      • Schwierig für mich zu verstehen.
        Hat das Gefühl was mit Angst (also sowas wie Monster unterm Bett… sorry… will es nicht verharmlosen… kann es nur nicht besser beschrieben… ) zu tun? Oder mit Eifersucht… also Verlustangst?

      • Torenia – schau mal das hatte ich mal hier eingestellt – weiß nicht wie das geht mit den Klicks (wie du das immer machst). Also hab ich es kopiert.

        Es hat sicher etwas mit Angst zu tun. Das dumme ist, das ich da ins Gefühlskarusell (ist auch im Blog) rutsche oder in etwas altes (Verlustängste) und mich da dann richtig reinsteigere. Eifersucht ist es nicht. Ich gönn ihm es, wenn mein Mann mal was anders sieht – aber dieses „nicht um Hilfe bitten können“, „nicht reden können wenn es einem drum ist“, mit dem alten Haus, der Holzheizung alleine sein, verantwortlich sein – das ist zu viel. Muss dazu sagen das ich was „Feuer“ betrifft ziemlich traumatisiert bin. Ursprung ist bis jetzt noch nicht wirklich bekannt. Keine Erinnerung! Ich hoffe du verstehst es nun besser. Sonst frag nach! LG desweges

        „Allein sein zu müssen ist das schwerste, allein sein zu können das Schönste.“
        Hans Krailsheimer

        Definition:
        Für sich sein. Man ist ganz auf sich gestellt. Man kann sich mit niemand austauschen, um Rat fragen. Man kann seine Gefühle und Gedanken mit niemand teilen.

        Grundlage:
        – Ist nur ein Zustand und kein Gefühl und nichts Negatives
        – Einsamkeit ist z.B. ein Gefühl. Du kannst dich in mitten von hunderten Leuten einsam fühlen. Es ist letztlich vollkommen egal, was um dich herum passiert – Einsamkeit ist ein Gefühl, dass in dir entsteht und lebt. Ein sehr unangenehmes Gefühl, dass wohl jeder kennt.
        – Einsamkeit: beschreibt den Zustand, sich innerlich abgeschottet zu fühlen. Wir fühlen uns keinem Mitmenschen wirklich nah. Uns fehlt die Bindung zu Menschen, um mit ihnen unsere Erlebnisse, Gedanken und Gefühle teilen zu können.
        – sehnen nach Liebe und Geborgenheit

        – Angst vor dem Alleinsein: Entstehung oft in der Kindheit durch:
        o Verlusterfahrung
        o ein langer Krankenhausaufenthalt
        o Überbehütung
        o Vernachlässigung durch die Eltern
        o Wenn wir in Kindheit nicht gelernt haben uns selbst zu genügen oder uns selbst zu beschäftigen
        – bewusstes Allein sein ist wichtig um uns selbst Näher zu kommen und um uns Auszeit vom Stress zu nehmen. Auch ist es wichtig um Abstand zu einer emotional aufreibenden Sache zu bekommen.

        Typische Auslöser und Interpretationen:
        – ich bin ganz auf mich gestellt
        – ich kann mich nicht austauschen, nicht um Rat fragen
        – ich muss die Stille aushalten
        – ich bin mit meinen Gedanken und Gefühlen allein
        – ich bin unfähig etwas mit mir anzufangen
        – Angst vor dem Alleinsein, vor den Gefühlen und Gedanken
        – Erinnerungen / Schuldgefühle
        – zu hohe Erwartungen an andere Menschen / an das Umfeld
        – das Gefühl wertlos zu sein / nicht gemocht zu werden
        – Scham- und Schuldgefühle
        – Angst vor anderen Menschen, vor Verletzungen durch diese

        Wahrnehmung:
        – Ich bin alleine
        – Ruhe / Stille
        – Keiner hat Zeit für mich

        Körperreaktion:
        – Unruhe
        – Unwohlsein / Übelkeit
        – Anspannung

        Handlungsdrang:
        – Jemand an sich binden / klammern
        – jemanden kontrollieren
        – jemand da haben wollen, damit man sich nicht alleine fühlt
        – mit jemand reden / Gefühle und Gedanken teilen

        Häufiges Folgegefühl:
        – Angst / Furcht
        – Einsamkeit
        – Traurigkeit
        – Hilflosigkeit / Ohnmacht
        – Scham
        – Innere Leere

        Wann ist dieses Gefühl gerechtfertigt?
        Es ist ja eigentlich gar kein Gefühl, sondern nur ein Zustand, daher ist es nie gerechtfertigt!?

        Wie kann man diesem Gefühl entsprechend sinnvoll handeln?
        In dem ich eine annehmende, nicht bewertende, achtsame Grundhaltung einnehme.

        Wie kann man das Gefühl abschwächen?
        a) entgegengesetztes Handeln:
        – unter Leute gehen
        – etwas unternehmen
        – sich ein soziales Netzwerk aufbauen
        – sich etwas gutes tun / angenehme Aktivität ausüben
        – dem Partner etc. Freiräume geben / vertrauen lernen

        b) entgegengesetztes Denken:
        – Wieso fühle ich mich Allein? Verhalten analysieren
        Angst vor dem Alleinsein?
        Viele Menschen haben Angst vor dem Alleinsein. Wenn es Ihnen auch so geht, dann ist es vielleicht sehr hilfreich, dass Sie sich einmal bewusst mit Ihrer Angst beschäftigen.
        Fragen Sie sich z.B.:
        Wovor genau habe ich Angst?
        Vor Gefühlen?
        Vor schlechten Stimmungen?
        Davor, dass ich immer allein bleiben werde?
        Sind es Erinnerungen an vergangene Ereignisse, die wieder in mir aufkommen?
        – evtl. Skill: Vorsicht Falle (wenn alte, starre Emotionen)
        – Glaubenssätze hinterfragen / überprüfen
        – Imaginationsübung (sicherer Ort, wohlwollender Begleiter,…)
        – An Situationen denken, die ich alleine schon gemeistert habe
        – „EFT“ / energetische Psychotherapie / „Auch wenn ich mich Allein fühle, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin“

        c) Entgegengesetzte Körperhaltung:
        – sich aufrichten
        – Arme, Hände locker lassen
        – etwas tun, „aktiv“ sein
        – ruhige, tiefe Atemzüge
        – leichtes Lächeln (wenn für sich stimmig)

        Das Alleinsein ist der Schlüssel hinaus aus der Einsamkeit! Nutze die Zeit mit dir!!!

        By: A.R. 2013

      • Oh. *schluck*
        Das hört sich in der Tat beängstigend an. Das tut mir sehr leid. Ich hoffe, Du findest einen Weg damit klarzukommen… *drück dich*

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