Wusste gar nicht das es hier Buschtrommeln gibt

… seit vorgestern weiß ich, das es sowas hier geben muss.

Und das ganze hat mich noch mehr in inneres Chaos und Selbstagression versetzt. Hatte einen „Weinanfall“ vom feinsten. Und musste wirklich aufpassen das ich den Handlungsimpulsen nicht nachgebe.

Das Problem des Ganzen, es ist immer noch da. Trotz Skills, trotz Beruhigungsmedikament!!! Das Medikament habe ich seit seit über 2 1/4 Jahre nicht mehr genommen. Steh völlig neben mir. Hirnlos und doch nicht Gedankenlos. Müde ohne Ende! War die Dosis zu hoch? Damals hatte ich ja auch noch fast 50 kg mehr.

Zu den Buschtrommeln: Ich habe vorgestern eine Mail von meiner Therapeutin bekommen. Sie hat wiederum eine Mail von meiner Psychiaterin bekommen.

In ihrer Mail stand folgendes:

„…heute habe ich den Bericht von Frau xxx bekommen.
Der klang nun aber nicht so optimistisch –
ich würde Ihnen empfehlen, die Therapiepause nicht so lang zu machen,
und z.B. übernächste Woche, Di um 12h noch einen Termin wahrzunehmen.
 
Ich bitte um eine Rückmeldung, gbf. um eine Verhaltensanalyse…. „
 
Ich war sauer, so was von sauer. Wieso können mich nicht alle in Ruhe lassen? Jetzt muss ich schon dieses doofe Antidepressiva wieder erhöhen, merk kein Stück bis jetzt von der Erhöhung und dann nun auch noch diese Kommunkiation hinter meinem Rücken! Reicht es nicht wenn ich mir selbst Gedanken mache, ob ich meine Thera um einen Termin bitten soll oder nicht? Fühl mich so kontrolliert. Das kann ich gar nicht haben. Vor allem nicht dann wenn es mir „nicht so gut geht“.  Sonst stört es mich sicher weniger.
 
Ich weiß das ich Probleme habe Hilfe anzunehmen. Um etwas zu bitten, Nein oder auch Ja zu sagen. Aber zu viel Lenkung von außen, Meinungen, was auch immer, nerven  mich genauso!!!
 
Da kommen wieder Gefühle wie Schuld, Scham, Wut, Ärger hoch… die mich überwältigen und mein Hirn lahm legen. Ich fühle mich unfähig! Unfähig mein Leben zu meistern!
 
Auch sind da massiv Ängste da, das ich wieder vor einem Klinikaufenthalt stehe. Das geht gar nicht!!! Wegen meinem Job, meiner Tochter, meinem Mann….
Und die Angst davor ist riesig. Ich seh einige Parallelen zu damals wenn ich mir das Bewusst mache. Täuscht es mich, täuscht es mich nicht? Ich will manches vielleicht nicht zugeben. In mir brodelt es aber. Oder bin ich da in einem alten Film? Ich hab mich damals sooooo lange gewehrt. Außerhalb hat es kaum jemand mitbekommen wie dreckig es mir geht. Ich habe gearbeitet, wie immer.
 
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9 Gedanken zu „Wusste gar nicht das es hier Buschtrommeln gibt

  1. versteh ich gut. war nicht besonders professionell. trotzdem. ich glaube da steht weniger Bevormundung als einfach persönliches Interesse und sorge um dich im Vordergrund. das bedeutet, es gibt menschen, die wissen wie sehr du kämpfst und dir hilfe anbieten wollen. ich glaube es ist wichtig, jetzt erstmal ruhe in die geschichte zu bringen. mein tip: lass dich für 2 tage krankschreiben und komm zur ruhe. damit kannst du längere Ausfallzeiten und die gefürchtete Klinik sicher vermeiden. versuche die Anspannung runterzufahren, wie, das kannst nur du am besten wissen. ich würde laufen laufen laufen und viel schlafen. wenn nötig mit medis. du schaffst das!!!!!! glaub an deine Fähigkeiten!!!!!! ich verwette meine nicht vorhandene kohle darauf das du mit viel geduld und Selbstliebe wieder aus dem loch herauskommst!!!!!! dicke Umarmung von einer, die auch immer wieder krisen überstehen lernen muss!

    • Danke dir ❤ Krankschreiben ist bei mir auf der absoluten No-Go Liste. Die Angst den Job zu verlieren ist zu groß.
      Zum Glück habe ich aber dieses Wochenende frei und kein Dienst. Geh es etwas ruhiger an. Das tut auch schon mal gut. Einfach etwas mehr Zeit zu Hause. Auch versuch ich für die nächste Woche nur das nötigste an Terminen zu machen.
      Auch fang ich wieder mit Spannungskurve / Diary card an. Ich denke es wird wieder Zeit dafür. Brauchte ich lange Zeit nicht mehr, aber jetzt denke ich ist es sinnvoll.
      Ja laufen tut eigentlich gut. Da ich gerade aber auch wieder ein Schiss Hase bin ist das gerade nicht das Beste. Bin im Moment sehr schreckhaft. Steh schnell neben mir (Dissoziation). Wenn es wieder besser ist, mach ich das wieder. Heute musste der Stepper und der Haushalt herhalten 😉
      Ja Selbstliebe. Die ging gerade wieder etwas verloren. Bin aber wieder an dem Thema. Auch hab ich das Buch. "Sei gut zu dir, wir brauchen dich" aus dem Regal gefischt und schmöker drin. LG desweges

  2. du packst das. auch wenn es nie so scheint, idt das bestimmt eine phase und nicht für immer. wann hast du denn den termin beim betriebsarzt? halt durch, du bist es wert und ich knuddel dich jetzt mal gaaaaanz doll *knautsch* 🙂

    • Danke dir ❤ Ja, ich weiß es geht vorüber. Das seh ich wenigstens immer noch. Das war früher nicht. Versuche auch jeden Tag positive Momente aufzuschreiben. Auch wenn es nicht viele solcher Momente sind. Es gibt doch etwas. So auch die lieben Kommentare hier!
      Betriebsarzttermin habe ich immer noch nicht ausgemacht. Habe Angst davor. Zum einen ist das ein Mann, zum anderen weiß ich nicht ob er untersucht, was er macht, was er fragt. Das macht mir Angst. Sehr viel Angst. Dann muss ich auch noch mit dem auto dort hin fahren. Der arbeitet in ner Klinik weiter weg. Find das alles total doof. Konnte mich 7 Jahre drum drücken und nun nicht mehr. Doof! Naja, vielleicht sollte ich das wirklich auf die To Do Liste für die kommende Woche setzen. Ihm anrufen und ein Termin vereinbaren!? Der Termin muss ja nicht nächste oder übernächste Woche sein. Kann auch im März sein. Dann ist die Krise vielleicht auch wieder hinter mir!?
      LG desweges und ein Knuddel zurück 😉

      • und, hast du angerufen? übrigens klingt das, was du schreibst so, als würdest du auto fahren genauso hassen wie ich…?

      • *Hüstel* Dem Betriebsarzt hab ich noch nicht angerufen. Werde es aber auf die To Do Liste schreiben. Bin nun aber 14 Tage ohne Pause auf Arbeit – jeden Tag. Vielleicht wird es deshalb auch erst nach dieser heftigen Zeit. Aber nächste Woche sieht es trotz Dienst schon entspannter aus als diese Woche. Es wird sicher. 🙂
        Das Auto fahren an sich hasse ich nur zeitweise. Ich bin ein Schisshase im Schnee und im Dunkeln. Ansonsten fahre ich gewohnte Strecken gerne. Autobahn etc. ist aber nicht so meins. Das Stadtfahren war mit dem alten Auto horror, da es öfters mal aus Jucks abstellte. Das brachte mich natürlich auch in Anspannungszustände und Panik.

        LG

  3. Ich glaube, dass das ganz normal ist, dass sich die Psychotherapeut, Psychiater, Krankenkasse, Taggeldversicherung und was weiss ich noch alles untereinander austauschen. Irgendwann im Verlauf Deiner Krankengeschichte wirst auch Du etwas unterschrieben haben, in dem Du Dein Einverständnis gibst, dass die Informationen ausgetauscht werden dürfen.
    Mal ganz ehrlich: was ist denn so schlimm daran, wenn sich Deine Psychiaterin Gedanken um Dich macht? Ich persönlich finde das eigentlich ganz schön. Denn – seien wir ehrlich – es geht Dir ja wirklich nicht so gut. Und ich finde es positiv, dass Deine Therapeutin merkt, dass das so ist. Und Dir ihre Hilfe anbietet. Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche. Im Gegenteil. Es ist ein Zeichen von Stärke. Aber wem sage ich das. Das weisst Du ja selber auch! Du bist nicht fremdbestimmt. Denn es ist DEINE ENTSCHEIDUNG, ob Du das Angebot annimmst, oder nicht. Auch die Erhöhung des AD ist freiwillig. Du MUSST das NICHT tun. Zwingen kann Dich niemand dazu. A propos AD: Du weisst ja, dass es ein paar Tage bis zu ein paar Wochen dauern kann, bis die Erhöhung der Dosis spürbar ist.
    Hey, Kopf hoch. DU bestimmst Dein Leben. Und auch, wenn es Dir im Moment nicht so gut geht – Du schaffst das. Versuche, etwas runterzukommen. Gönne Dir ein paar Pausen. Meditiere. Male. Schau zu Dir. Sag Deiner Familie, dass Du etwas mehr Zeit für Dich brauchst. Sie werden es verstehen. Versuche nicht, künstlich stark zu sein – Du tust Dir und Deinem Umfeld nichts Gutes damit.
    Ich schicke Dir viel Energie und liebe Grüsse
    Charlotte

    • Danke liebe Charlotte <3. Ja das mit den Informationen was ich. Zumal es vor nicht allzulanger Zeit um den Verlängerungsantrag ging. Da hab ich das unterschrieben. Da sie jedoch in der Regel frägt ob sie einen Bericht an den Hausarzt , Thera schicken soll und ich das so gut wie immer ablehne, da ja nichts ist, und sie dieses Mal nicht mal fragte war ich doch sehr irritiert.
      Klar ist es gut, wenn man doch durch die Maske sieht das er mir nicht gut geht. Mit dieser Realität konfrontiert zu werden war jedoch für mich hart. Ich wollte es nicht wahr haben. Solangsam setzt sich das alles und ich kann es pö a pö versuchen zu akzeptieren.
      Ich habe meiner Therapeutin auch eine Mail geschrieben mit den Fakten was bei mir Sache ist, aber auch, das ich gerade echt in Zeitnot bin – und das schon hart genug ist, wenn es einem nicht sonderlich geht – da ich unter der Woche / Wochenends so gut wie täglich arbeite und dann auch noch Termine mit meiner Tochter habe. Ich hab ihr aufgeschrieben wann ich Dienst habe. Der vorgeschlagene Termin geht leider gar nicht, da ich da Urlaubsvertretung mache. Vielleicht sieht sie ja in meinem Terminplaner eine Lücke, die bei ihr auch passen würde. Da sie sicher zu Hause den Terminplaner nicht hat, wird es sicher Montag oder Dienstag bis sie antwortet.
      Schlimm am sich Gedanken machen ist daran eigentlich nichts. Wenn da nicht irgendwelche Glaubenssätze in meinem Kopf herumkreise würden. Eben, diese doofe Schuld, Scham, etc. kommt da voll zum Zug. Ich darf das nicht annehmen, ich bin das nicht wert,…. ich zeige so nur, das ich nicht ohne Hilfe kann,…
      Das mit dem Antidepressiva sah ich auch ein, dennoch ist die Panik groß, das das Gewicht nun auch wieder in die Höhe geht. Auch das ich wieder mehr Medis nehmen muss. Hab doch erst ein halbes Jahr oder so die Wassertablette durch die Reduktion abgesetzt. Und ich nimm immer noch genug Zeugs.
      Meine Familie merkt meine Stimmung auch schon. Bin ein HB Männchen. Ganz schnell auf 180. Meine Tochter tut mir da am meisten Leid, da mein Antrieb ziemlich fehlt. War gerade froh, das heute im Ort Jugendliche etwas für dieses Alter anboten und ich so 3 Stunden für mich hatte. Auch da kommen eben wieder so Schuldgefühle hoch. Ich bin eine unfähige Mutter, ich mache so lange bis sie auch einen psychischen Knax ab hat,…. das tut so weh!
      LG und danke für deine Worte. desweges

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