Borderline und Familienplanung

1. Wie viele Kinder hast du? 1 Mädchen mit 7 Jahren

 

2. Bist du Alleinerziehend oder in einer Partnerschaft? Ich bin verheiratet seit 8 Jahren
3. Wie verlief die Schwangerschaft in Bezug auf Borderline? Borderline war damals noch gar nicht diagnostiziert. Mit Depressionen hatte ich auch in der Schwangerschaft zu kämpfen, sagte aber niemand etwas davon. War mir viel zu peinlich.
04. Wie empfandet ihr eurer Borderline während der Schwangerschaft? (gar nicht / stärker / schwächer)

Puh, die Depression einiges stärker, Impulsivität war auch stärker. Gedanken an S***** oder SVV war so gut wie gar nicht da, bzw. SVV wurde nicht ausgelebt.
05. Was hat sich für dich in Bezug auf Borderline verändert, seit du das/die Kind/er hast? Lange hatte man nichts bemerkt, alles lief unterschwellig ab, v.a. in mir selbst. 2007 sagte ich wegen der Depression erstmals etwas beim Arzt. Ich bekam Medikamente. 2008 ging ich in Mutter-Kind-Kur.

Bis 2010 war es ein auf und ab, Ende 2010 kam dann die große Krise. Mit heftigsten suizidalen Gedanken und SV. Auch Die Essstörung nahm wieder enorm zu. Ich war insgesamt 8 Monate ohne meine Tochter stationär. Seit 2013 bin ich so gut wie SV frei, auch Fressattacken sind sehr selten geworden.

Wie offen ich mit SV und meinen Gefühlsschwankungen umgehe hat sich verändert. Ich rede offener über meine Bedürfnisse und auch Erkrankung. Sie weiß, das ich mir selber die Narben zugefügt habe.

Ich kämpfe viel in meiner eigenen Therapie für / wegen meiner Tochter, das sie eine bessere Kindheit hat wie ich. Auch hält sie und mein Mann mich am Leben. Sie geben mir einen Sinn.
06. Was machst du wenn du in einem Tief steckst? An mich denken, für mich sorgen und auch um Hilfe bitten.

 

Sei es beim Arzt wegen Krankschreibung, das ich wenigstens das berufliche weg habe und mich um mich und die Familie kümmern kann aber auch die Medis wieder aufdosieren bis es wieder passt.

 

Meinen Mann um Unterstüzung bitten. Mit ihm über die Dinge reden.

 

Skillen, Bloggen, für die Therapie aufschreiben
07. Merken deine Kinder wenn es dir schlecht geht? Wenn ja, wie geht ihr damit um? Ja, leider auch dann wenn ich es nicht äußere aber sie es unterbewusst sieht. Sie bringt mein seelisches Chaos dann nach außen, hört wenig auf mich, stellt Dinge an,… – Sie wird dann zum Teufel.

Inzwischen kann ich besser damit umgehen. Ich nehme es war, das es sicher wieder mit mir zu tun hat und versuche es auszuhalten. Jedoch ist es nicht immer einfach, wenn es einem nicht gut geht. Auch versuche ich ihr dann zu erklären, das dass nichts mit ihr zu tun hat, sondern das es mir nicht gut geht, ich sie trotzdem lieb habe.
08. Wirst du deinen Kindern von deiner Borderline Erkrankung erzählen? Sie weiß es schon, seit sie 6 Jahre alt war.
09. Bist du selbstverletzend, wenn ja, wie erklärst du es deinen Kindern? Inzwischen würde ich klar nein sagen. Der Drang ist da, mich zu verletzen, wenn es kriselt, aber bis jetzt schaff ich es seit 1 Jahr gut ohne. Wenn, dann endet es eher mit essen. Ich habe mir das BL Buch für Kinder geholt, da wird das Gefühlschaos mit einer Waschmaschine im Schleuderprogramm erklärt. Das hat meine Tochter. Seit sie weiß, das ich es selbst war, will sie auch nicht mehr ständig mit wenn ich dusche.
10. Was ist in deinen Augen das Größte Problem mit Borderline und Kindern?

–         Das Kinder ständig Grenzen austesten möchten und man selbst damit oft überfordert ist.

–         Das man seine Kindheit nicht an das Kind weiter geben möchte, es besser machen möchte und doch auch nur Mensch ist und Fehler macht.

–         Die Impulsivität, Schwierigkeiten mit den Gefühlen hat, weil sie einen Überrollen und auch Zwischenmenschlich sicher nicht das Beste Vorbild für das Kind ist.

–         Bei mir ist es oft die Angst, das meine Tochter durch mich einen psychischen Knacks abbekommt!!!

 
11. Wie versuchst du, dass Problem zu lösen?

–         Eigene Therapie

–         Z.T. Erziehungsberatung

– Offene, wertschätzende Kommunikation

– Ich für mich habe beschlossen keine weiteren Kinder zu bekommen. Nicht nur wegen den Medikamenten, v.a. auch weil ein Kind reicht. Ich möchte diesem Kind meine Liebe geben und Erziehung ist nicht einfach.

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