Therapiemüde!?

Ich hatte das Thema schon mal (siehe hier: Therapiekoller) und so ähnlich ist es nun wieder. Nur dieses Mal habe ich es selbst als solche nicht realisiert, obwohl es auch schon paar Wochen so geht.

Meine Therapeutin sprach es beim letzten Mal an, als ich nicht so recht es geschafft habe Fragen zu beantworten. Ich merkte nur das sich innerlich etwas streubt aber ich wusste nicht was.

Seit der letzten Therastunde war es dann so, das mich das Thema nicht mehr in Ruhe lies und ich darüber nach dachte. Bin ich wirklich Therapiemüde? Will ich mit der Therapie aufhören? Ist mir was zu viel? Oder zu wenig? Liegt es an mir? Liegt es an der Therapeutin? Bin ich zu faul zur Therapie?

Fakt ist, ich bin im Moment recht schnell erschöpft. Ich habe wenig Zeit für mich. Was sich jedoch in der Schulzeit wieder ändert.

Ich wünsche mir mehr Zeit für mich.

Ich wünsche mir Ruhe.

Ich wünsche mir, das man meine Grenzen respektiert und nicht ständig „gefühlt“ überschritten werden. – Das hat aber nichts mit der Therapie zu tun, oder doch? Denn genau das ist glaube ich der Knackpunkt. Das Thema Glaubenssätze und Vergangenheit, Ursprungsfamilie, Abgrenzung gegen der Ursprungsfamilie.

Und so bald mir die Gefühle zu heftig, zu viel werden, dann versuche ich Mittel und Wege zu finden um zu FLÜCHTEN!

Sei es Flucht aus der Therapie in Form von Pause – wieder Gras über die Gefühle wachsen zu lassen in Form von Fettpölsterchen oder auch in Form von  Therapieabbruch- a la Schubladen schließen. (Was ich jedoch erst in der letzten Therapiestunde so gesehen hatte.- Damals ging es das erste Mal richtig in die Tiefe (Tod meiner Oma / Thema Sexualität wurde kurz drüber geblickt) mit der anderen Therapeutin und Schwubs war ich wieder im Selbstverletzungsmodus / und auch dann im „kein Vertrauen mehr“, und co. mich alleine fühlen, im Stich gelassen fühlen,…

Ich glaube ich habe Angst davor bei mir und meinen Gefühlen zu sein und zu bleiben! Solange es nur kurz ist und nicht zu intensiv, bekomme ich das inzwischen hin. Aber wenn es zu schmerzhaft und intensiv wird bin ich weg. Entweder in Form von Dissoziation oder in Kombination mit Aggieren und der Flucht.

Meine Vermeidungsstrategien? Thema wechseln, ablenken in jeglicher Form, Bücher lesen, mich mit Problemen anderer beschäftigen,… Nur nicht zu lange und zu intensiv sich mit mir selbst auseinander setzen.

Auch hatte ich gelesen, das es manchmal solche Phasen gibt, kurz bevor es einen Durchbruch gibt. Zurückblickend stimme ich dem zu. Und auch dieses Mal war wohl das der Fall. Die letzte Therapie-Stunde hat sehr viel in mir bewegt. Und ich hoffe ich komme endlich dem Kern etwas näher und kann dann irgendwann auch mal mit manchen Dingen abschließen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s