Die lieben Arbeitskollegen *Ironie off*

Im Moment bin ich gerade wieder emotional ziemlich geladen und hacke auf mir rum, weil ich so doof bin und emotional so instabil.

Wieso kann ich nicht bei solchen Dingen einfach ruhig bleiben und schlagfertig? Wieso kann ich nicht denen mal klipp und klar sagen, das sie mit mir das nicht machen dürfen?

Was ist das Thema. Die Arbeitskollegen.

Die Arbeitskollegen, die einem das Wort im Mund umdrehen, bzw. zu ihren Dingen nicht stehen.

Arbeitskollegen, die in mir „Gefahr“ wittern, weil ich viel Input brauche und es auch schnell begreife. Und Dinge zügig abarbeite, weil ich nicht ständig Raucherpause mache, oder mit Kollegen in anderen Abteilungen tratsche. Ich arbeite mein Ding und gut ist.

Arbeitskollegen, die geschnallt haben, das ich mich nicht alleine da stehen lasse und mobben lasse. Ich mir bei Bedarf Hilfe hole durch unsere Chefin und sie da ein Auge drauf hält.

Arbeitskollegen, die wollten das ich den Dienstplan schreibe für den nächsten Monat und so was von Angst um ihre Stunden haben obwohl sie noch über 50 Plusstunden haben. Und ich um die 20. Und dann um jeden Dienst gefeilscht wird, obwohl klare Ansage von oben besteht. Stunden müssen abgebaut werden! Und dann bekommt man noch an den Kopf geknallt, das man nicht so kindisch sein soll wenn man nicht einssieht sich aktuell am PC einzuloggen wegen den Stunden. Wenn die Cheffin schon sagte, darum geht es nicht und es ist nicht notwendig. Und dann trotzdem als die Cheffin weg ist weiter darauf rumhackt und mich versucht zu zwingen.

Fakt ist, ich hab alles genau berechnet und das mehrfach. Fakt ist, ich bin es zuvor mit der Chefin durchgegangen und sie findet es gut, Fakt ist die Arbeitskollegen versuchen mich wo es geht zu „ärgern, provozieren, verunsichern“. Fakt ist, ich bin gestern eingesprungen, weil jemand krank war, obwohl ich selbst bis zu meinem Dienst Fieber bis auf 39°C entwickelt habe und mein Kind, als es von der Schule nach Hause kam krank war und sogar gebrochen hat und ich nicht gesagt habe ich muss heim (nur kurz nach Absprache mit der Chefin, um ihr Medizin zu geben- und das waren keine 20 min). Fakt ist, das ich auch heute nicht kommen hätte müssen. Aber ich bin gekommen weil ich Pflichtbewusst bin und das trotz Fieber. Und dann muss ich mich von vorne bis hinten ankotzen lassen.

Ich weiß nicht ob es gut war, aber ich habe die zwei gerade so stehen lassen und hab denen einen schönen Mittag gewunschen und bin gegangen. So was muss ich mir nicht bieten lassen.

Und jetzt sitze ich daheim und grüble und haben einen Hass über mich und meine Instabilität, das man mir emotional leider schnell ansieht wenn es mich trifft. Mir stehen dann Tränen in den Augen. Das ist mir so peinlich weil es absolut nicht professionell ist und eben wieder Futter für diese v.a. eine Arbeitskollegin.

Wann hört denn dieser Mist auf Arbeit endlich auf. Ich will doch nur meine Arbeit tun und eben gute Arbeit machen. Und wenn man gute Arbeit macht dann haben sie einem auf dem Kicker. Doofes Konkurenzdenken!

 

8 Gedanken zu „Die lieben Arbeitskollegen *Ironie off*

  1. Das mit den Tränen und den Emotionen kommt vielleicht daher, dass du schon als Kind in solchen Situationen und hilflos warst. Jetzt als Erwachsene ist in der entsprechenden Situation das Kind wieder offenbar. Du wirst wieder zu dem Kind, als das du dies schon einmal erlebt und erlitten hast. Und plötzlich bist du wieder wehrlos, gelähmt, keiner klaren Gedanken fähig. Das kann man aber im Rollenspiel mit dem Psychologen üben. Solange du nicht nachgibst und immer wieder dein Recht einforderst und durchsetzt, kann kein Mobbing draus werden, weil sie merken, es geht mit dir nicht und dadurch bekommen deine Mitarbeiter Respekt. Wenn du nachgibst hauen sie erst Recht drauf. Alles jetzt ein wenig überspitzt dargestellt. Für einen selbst sind die Dinge ja viel größer als für die andern, was natürlich auch zu Zwangsdenken und Schlaflosigkeit führen kann. Ich jedenfalls bin voll auf deiner Seite und unterstütze dich aus der Ferne. Die bist im Recht und musst dir deswegen kein Kopf machen. Lenk dich einfach etwas ab und erzähl es jemandem, der zuhört. Das Bloggen ist schon eine Erleichterung .. Freundschaftliche Grüße aus Offenbach sendet dir Sven 🙂

    • Danke dir Sven. Ja, es ist das Kind in mir. Und dummerweise will ich es da einfach nur los haben. Will klar denken und handeln können und der einen Person endlich mal klar ins Gesicht sagen, dass das nicht geht und sie erstmal das Problem bei sich suchen soll. Denn sie ist nicht zufrieden und sucht den Suendbock.
      Ich habe leider schon mehrfach mobbing durch. Auch in dieser Firma. Es ist ein Kampf wenn man sich wehrt. Es kostet viel Kraft. Habe beim letzten Mal lange Kämpfen müssen bis mir geglaubt wurde, aber ich hab es geschafft, die andere würde gekündigt.

      Ich weiß auch, dass ich das innere Kind erstmal umsorgen muss, damit es in solchen Situationen nicht ungefragt zu Wort meldet und seine Emotionen ausdrückt. Finde das nur verdammt schwer, weil mich diese Emotionen so erdrücken.

      Hab versucht Distanz zu gewinnen, in dem ich gebloggt habe und konnte heute abend auch nochmals mit meiner Chefin telefonieren. Sie steht hinter mir. Das ist gut zu wissen.

      • Das klingt positiv. Ich schrieb kürzlich: Machst du deine Arbeit gut, wirst du von den Kollegen gemobbt, machst du deine Arbeit schlecht, wirst du vom Chef gemobbt. Es ist schon eine Zwickmühle, wenn man sich wirklich einbringen und nicht nur sein Soll erfüllen will. Du suchst Bestätigung und Anerkennung auch auf der Arbeit. Die anderen versuchen immer nur, ihren Vorteil zu ergreifen, haben teilweise schon innerlich gekündigt, haben resigniert, sie denken nicht mehr an das Wohl der Firma, nur noch an ihr eigenes .. Gute Nacht wünscht dir Sven ..

      • Der Spruch ist gut 😉 So in etwa ist es. Man kann es nie recht machen. Zumal mir eben die Arbeit Spaß macht. Es ist mein Ding. Das einzigste was eben ist – was auch meine Therapeutin sagt, das ich da unterfordert bin, da es groß keine Fortbildungen gibt und ich Input brauche. Aber der Job ist eben mit Familie vereinbarbar – zumal mein Mann zeitweise – je nach Ort der Arbeit bis zu 13 Stunden außer Haus ist.
        Der Wechsel in eine andere Abteilung mit mehr PC Arbeit und auch mehr anderen Aufgaben hat mir den Input gebracht. Ich kapiere es schnell, zu schnell. Mache meine Arbeit korrekt. Und das nervt die anderen, vor allem die eine.
        Arbeit ist für mich die Abwechslung zur Famlie. Das brauche ich um ausgeglichen zu sein. Klingt vielleicht komisch, ist aber so.
        Mit dem resigniert haben hast du sicher auch recht. Aber sollte jeder für sich schauen und für sich sorgen. Seit meinem langen Klinikaufenthalt tu ich das. Grund das es soweit kam war sicher unter anderem auch das mich der Unmut mancher Mitarbeiter mitnahm. Inzwischen hab ich das weg. Ich lass mich da nimmer runter ziehen. Mehr wie Smalltalk gibt es nicht und das ist gut so.

  2. Ach das ist ja ätzend. als wenn arbeiten nicht schon schlimm genug wäre. Ich hab jetzt zwar körperlich schwere Arbeit aber viel mit Männern. Und wir arbeiten auf Druck da die Pakete ja alle pünktlich rausmüssen. Da wird es oft hitzig und man schnauzt sich oft an. Und das tut verdammt gut. Nach der Schicht ist dann alles vergessen. Wenn aber mal viel Frauen in der Abteilung sind wird wieder rumgezickt. Mein Mann hat vor einigen Jahren in unserer Firma eine reine Männerabteilung verlassen und musste eine übernehmen mit 70% Frauen. Kannst Dir vorstellen wie er geschimpft hat über das rumgezicke. Ich war früher auch in einer Firma mit vielen Frauen. Ätzend diese Intrigen. Das war auf jeden Fall das
    beste. Einfach stehen lassen.

    • Ja, mit Männer zu arbeiten ist da sicher einfacher als ausschließlich mit Frauen. Jedoch das Anschnauzen wäre nichts für mich und Stress auf dauer auch nicht. Da bin ich wohl psychisch zu instabil.

      Meine Chefin meinte im Nachhinein nun nur zu mir, ich bin ja auch gegangen und hab sie im Stich gelassen. Mir war es auch zu „doof“. Das was sie gemacht haben war genau richtig. Sie hatte ein schlechtes Gewissen, weil sie mich alleine unter den Weibern lies als es um den Dienstplan ging.

      Jemand der einen versteht; das man nicht alleine da steht – das tut sehr gut! LG desweges

      • Ja am Anfang hab ich mich auch schwer getan mit dem anschnauzen da ich ja aus dem dienstleistungsgewerbe kam. Aber Männer hören nicht wenn du die nicht anschnauzt. Jetzt hören sie auch so auf mich. aber erstmal muss man die Ellenbogen einsetzen. ich glaube das wäre auch was für dich. das stärkt das Selbstbewusstsein immens. Ich war und bin auch immer noch schüchtern aber ich kann jetzt besser damit umgehen. Gibt es nicht so Kurse die einem das Schreien erlauben. Geh mal in den Wald und schnauz mal einen Baum so richtig an. vielleicht hilft das? Lg

  3. Rumschreien ist nicht das was mir liegt. Das macht mir Schuldgefühle. Und was kann im Wald schon der arme Baum dafür 😉 Stehe eher auf gewaltfreie Kommunkiation. Nur leider haben viele Menschen davon noch nichts gehört (siehe Arbeit).

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s