Zurück aus der Kur

Schwer das ganze in Worte zu fassen. So schwer, weil ich mir mehr erhofft hatte und viele Erkenntnisse sehr Schmerzen und ein dickes Fragezeichen aufwerfen.

Ich habe einerseits vielen positiven Eindrücken dort erleben dürfen aber ich bin auch mit vielen offenen Themen und Fragen nach Hause „entlassen“ worden. Mir wurde im Abschlussgespräch von psychosozialer Seite gesagt, das ich eigentlich stationär gehen sollte. Eigentlich alleine. Die Traumatas / Trauergeschichte wollten sie hier nicht aufmachen, weil sie Angst hatten, das ich zu instabil werde. Auch soll ich schauen, ob ich nicht emotional abhängig von der Therapeutin bin und ich deshalb das Gefühl habe nicht in die Tiefe zu kommen. Ich soll fragen ob ich evtl. nicht ein anderen Therapeut suchen soll der mit Traumata und Tod / Trauer mehr Erfahrung hat,…

Das ganze habe ich zwar schon ziemlich am Anfang realisiert, das ich dort falsch bin, das ich mit meinen Problemen dort zu komplex bin und das sie in einer so großen Einrichtung da gar nicht ran gehen können von der Personalkapazität aber dennoch hatte ich Hoffnung mir selbst helfen zu können, wenn ich nur mal wieder schaffe runter zu fahren und eine Auszeit zu haben.

War natürlich nicht so, denn es war einfach zu laut und zu viele Menschen und eben eine Mutter Kind Kur, wo auch das Kind Bedürfnisse hat. Angefangen im eigenen Apartment. Draußen, über einem, auf dem Flur – oft Gerenne und Geschreie,… Oder die Reinigungskräfte, die ja nur ihre Arbeit machen – aber man dann flüchtet, weil sie zu zweit im Apartment rumflitzen. Im Speisesaal, wo Kinder ohne Aufsicht rumrennen, schreien, ans Büffet gehen,… ohne das die eigenen Mütter etwas auf die Kinder achten. In den Anwendungen – Gruppen sehr viele Leute, was für mich oft zu viel war. Kein Kinderfreier Rückziehort – auch in der Cafeteria Kinder, die alleine rumflitzen.

Mag sein das es jetzt enorm Kinderfeindlich scheint. Ja, ich habe selber eine Tochter. Jedoch sollte doch jeder etwas auf das Miteinander achten. Und Kinder die nicht raus dürfen, weil es die Mutter zu windig findet toben eben dann dort, wo andere Ruhe suchen. In der Cafeteria, im Speisesaal, im Apartment,… Ich bin mit meiner Tochter viel ans Meer gelaufen, oder in die nächsten Orte, oder war Schwimmen,… Aber manchmal habe ich mich einfach mal nach Ruhe gesehnt.

Die Therapeutin, die ich im Laufe der Kur bekam war toll. Sie hatte eine herzliche, direkte Art. Sie konnte in kurzer Zeit Knackpunkte erkennen und regte zum Grübeln an. Sei es das magische Band zu meinen Eltern, aber auch das mit der Therapie, das es an der Zeit wäre dort zu schauen wie ich weiter komme, das mich manche Dinge nicht mehr so aus der Bahn schmeißen. Das war sehr schmerzlich zu realisieren und hängt mir auch jetzt noch arg nach.

Ich fühle mich, wie so oft im Leben überrumpelt, hilflos, voller Schmerz.

Themen wie die unbearbeitete Trauer wegen dem Tod meiner Oma (besser gesagt Ziehmutter), das unlösbare magische Band zu meinen Eltern, das Kompensieren der Gefühle durch Essen und die enorme Zunahme waren sehr prissante und stark gegenwärtige Probleme wo ich auch nicht wirklich Hilfe in dieser Klinik erfuhr.

Ich habe den Abstand und die Zeit mit meiner Tochter genossen, jedoch habe ich meine Kurziele hier nicht erreichen können. Die Klinik war viel zu groß für mein unruhiges Seelenleben. Erst in der Halbzeit schaffte es mein Körper aus dem Hamsterrad durch die Quarantäne meiner Tochter runter zu fahren. Jedoch kompensierte ich dann, da ich da dann plötzlich stark mit meinen Problemen und Gedanken und Gefühlen konfrontiert wurde.

18 Gedanken zu „Zurück aus der Kur

  1. Hmhmhm….auch ebenso auf die Gefahr hin Kinderunfreundlich zu klingen….das würde mich so was von nerven….bei so einer Klinik bei der viele Mütter mit Kindern gebucht sind, sollte eigentlich eine Kinderbetreuung angeboten werden…..Da hat man als Mutter Ruhe und die Kinder sind sicher aufgehoben, betreut und bespaßt. Stationärer Aufenthalt wäre hier echt das beste….aber die Theorie und die Praxis…tja da scheidet sich alles….Kannst ja dein Kind nicht für 3 Monate auf irgend ein Abschiebgleiß schicken…..Wie alt ist Deine Tochter?….Wenn sie alt genug ist kannst Du es vielleicht noch mal in Erwägung ziehen…..bis dahin helfen Dir hoffentlich die Tipps der Kur…..Harter Weg😦

    • Es gab Kinderbetreuung, nur eben auch Mütter die ihre Kinder nicht abgeben wollten und aber auch mit anderen Muttis quatschen wollten. So tobten diese eben rum😦
      Meine Tochter ist 8 Jahre. Sie ist schon recht selbstständig. Jedoch steht mein Mann teilweise um 4 Uhr auf um 4.30 Uhr verlässt er zum Teil das Haus und kommt erst gegen 18.30 Uhr oder 19 uhr nach Hause.😦 Das ist einfach zu lange.

  2. Ich merke das bei mir daheim, auch wenn man das nicht vergleichen kann. Der Kindergarten hinterm Haus ist super, das Getrampel von oben nicht. Es sind nicht per se Kinder, sondern Menschen generell und das, was von ihnen ausgeht. Das Lachen von Duzenden ist irgendwie fröhlich und harmonisch. Sind es nur ein paar, die auch noch rennen, wird es akustisch unruhig und das wirkt sich auf die eigene Psyche aus. Das spürt man selbst am Herzschlag und Puls.

    Nein, es ist nicht kinderfeindlich, wenn man sich danach sehnt, dass die Eltern Rücksicht auf die Umwelt nehmen, weil das sollten sie eigentlich machen und den Kindern beibringen und vorleben.

    Sorry, falls das zu weit vom Thema entfernt war.

  3. Schade, dass du dich nicht so gut erholen konntest. Ich hab keine Kinder, mag aber Kinder und arbeite ja auch mit Kindern, dennoch: Wenn es mir schlecht geht, mag ich auch keine Kinder um mich haben. Sie sind mir zu laut und zu unberechenbar. Ich kann gut nachvollziehen, dass dir das zu viel war. Ich wünsche dir, dass du auf anderem Weg zu Entspannung und Ruhe kommst.

    • Danke dir. Ich hoffe so sehr auf Januar. Überstundenabbau. Ich muss nur die Hälfte der normalen Stunden arbeiten. Vorausgesetzt es wird niemand krank. Aber es bedeutet ein Lichtblick. Mann wieder arbeiten, Tochter wieder in der Schule und ich Zeit für mich, aleine!
      Und der Schnee kommt auch. Dann kann ich hoffentlich mal meine Langlaufski ausprobieren🙂

  4. Und was sagen die Kinder? Wer fragt diese? Wer fragt sie nach ihren Bedürfnissen, ob sie sich wohlfühlen mit der Mutter in der Kur, ob sie da überhaupt hin wollten, ob ihnen der Papa fehlt, die Freunde, das Umfeld? Wer fragt die Kinder.

    Nur aus stabilen Kindern werden stabile Erwachsene und Kinder sind niemals an iwas Schuld, denn sie wurden nicht gefragt, ob sie in die Welt gesetzt werden wollen. Ich liebe Kinder und meine Nachbarskinder sind täglich laut, aber das gehört zum Leben: Das ist das Leben🙂

    Willkommen zurück!

    • Danke dir. Die Kinder wollen raus, sich bewegen, die Mütter wollen einerseits ihre Kinder nicht in die Kinderbetreuung geben aber andererseits sich auch nicht mit den Kindern beschäftigen sondern schnattern. Schnattern über ihre Probleme. Die Kinder zählen da bei vielen nicht! Leider!

  5. Das Abschlussgespräch war bestimmt anstrengend, mit allen Fragen, die es aufgeworfen hat? Aber eigentlich finde ich es gut, wenn man mit einer „To-Do“-Liste nach Hause geht. Immerhin zeigt das auch, dass es einen Weg nach vorn gibt und wie dieser Weg aussehen könnte.🙂

    Eine Kur ist in meinemn Augen wirklich nicht der richtige Ort, eine längere Behandlung durchzuführen. Dafür braucht es auch bestimmte äußere Faktoren – vor allem das Personal, wie du schreibst. Da finde ich es besser, wenn die Einrichtung sagt: Das geht hier nicht, als wenn sie irgendetwas aufreißen und dann scheitern.

    Ich wünsche dir viel Kraft, deinen weiteren Weg zu gehen.🙂 DIe Kur war ja nur eine Zwischenstation.🙂

    • Danke dir. Ja, die Kur kann das nicht leisten, oder eben nicht eine Mutter Kind Kur sondern mindestens eine Reha über 4-6 Wochen. Da war ich obwohl ich das wissen hätte müssen sehr blauäugig und habe mich von dem Angebot in der Broschüre täuschen lassen.
      Die Zeit ist keine verlorene Zeit. Wer weiß wo ich wäre ohne diese Auszeit!?
      Sie hat mir nur nicht das gebracht was ich mir erhofft habe. Ich habe mir erhofft schneller den Seelenmüll loszuwerden zu bearbeiten. Und eben dann zu hören das die 3 Wochen nichts gebracht haben war im ersten Moment heftig und eben zu wissen ich sollte in Naher Zukunft nochmals länger irgendwo hin und möglichst alleine.

      Ich warte nun erstmal den Arztbrief ab und rede mit meiner Psychiaterin. LG desweges

    • Ziemlich Autopilot mäßig. Ich funktioniere eben unter sehr viel Anspannung. Bin froh das Weihnachten rum ist. Silvester ist nicht schlimm, nur Weihnachten. Das stresst mich immer. Arbeite da am liebsten und dieses Mal hatte ich recht viel frei an den Tagen.
      Hab meiner Therapeutin mal gemailt, das ich das Gefühl habe nicht weiter zu kommen. Sie meinte ich soll weiter machen. Ich bin immer noch der Meinung das ich gerade nicht will und irgendwie resigniert habe. Sie empfahl mir das Buch „Die Kunst sich wertzuschätzen“ von Heinz Peter Röhr. Da bin ich dran am Lesen.
      Etwas Erleichterung bringt der Gedanke, das ich im Januar nur die Hälfte der normalen Arbeitsstunden arbeiten muss (Überstundenabbau). Ich weiß da hab ich Zeit für mich, da mein Mann wieder arbeitet und meine Tochter wieder in der Schule ist.
      LG desweges

      • Das mit dem Januar hört sich erstmal sehr gut an. Stimmt ja, im Moment sind Ferien und deine Tochter ist Zuhause, das ist ja auch eine zusätzliche Aufgabe die Kraft kostet.
        Dass die 3 Wochen Kur ist jetzt keine wirkliche Entlastung, also dauerhafte, das ist verständlich. Und es war ja wohl auch nicht so gut organisiert vom Lärmpegel der Kinder her usw. Wie soll das entspannen oder groß Entlastung bringen?!
        Würdest du sagen, dass es dir auf irgendeiner Ebene etwas helfen konnte?
        Was war besonders schlimm für dich an Weihnachten? Meins war auch schlimm weil ich nicht hin wusste mit meiner Wut und es dann bloß verpennt habe. Hatte also keinen äußeren Stress, den du sicher hattest?!
        Mir ist bewusst geworden, dass psychische Krankheiten vorallem deswegen so furchtbar schlimm sind, weil es sich um ein Energieproblem handelt. Ich weiß nicht ob du es auch kennst aber ich fühle mich permanent in einer Ausnahmesituation was mein Stress- und Energielevel angeht. Das Energiefeld ist ganz weit unten und man spielt die ganze Zeit nur Feuerwehr und kümmert sich um die allernötigsten Dinge, die nicht mehr aufzuschieben sind. Aber es reicht irgendwie nie um in einen Zustand zu kommen, wo man ausgeglichen ist und aus der emotionalen Fülle heraus handelt. Man muss sich für jeden Scheiß unglaublich anstrengen und wünscht sich die ganze Zeit Entlastung, dass man mal endlich endlich durchatmen kann.
        Ich glaub das ist so kennzeichnend für Depressionen und andere dieser Krankheiten. Permanent im psychischen Ausnahmezustand, die Energie immer ganz unten.
        Da hilft eine 3-wöchige Auszeit nicht weil es in einem drin ist, diese ganze angestaute Energie, die nicht fließen kann. Man muss immer nur kämpfen, kämpfen, kämpfen. So ist es bei mir.
        Und ich glaube langsam dass dieses Problem mit der Energie viele Probleme im Außen nach sich zieht (Geld, Materielles, Job). Weil man ja nur nach dem nötigsten greifen kann und nie die Kraft hat, auch mal etwas abzulehnen und auf was besseres zu warten.
        Keine Ahnung, ob du weißt was ich meine?!
        Ich bin selbst gerade dabei, diese Mechanismen die dahinter stecken, zu verstehen.
        Und meine bisherige Erkenntnis ist, dass man, um aus diesem Energietief rauszukommen, sich an Leute dran hängen muss, denen es besser geht, die im „Reichtum“ leben. Weiter weiß ich auch noch nicht. Es hat aber auch mit Wertschätzung sich selbst gegenüber zu tun, dein Buch ist also eine gute Idee.
        Sorry für den langen Text.
        Liebe Grüße

      • Ich dachte mir das mir die Kur sofern was bringt weil ich endlich mal Abstand zu dem „Band“ zwischen mir und meinen Eltern habe und diese nicht die ganze Zeit fordern können und ich vielleicht endlich eine Lösung für dieses Problem erhalte / finde.
        Zudem erhoffte ich mir Antrieb *Lach* das ich endlich mal wieder in die richtige Spur bezüglich des Sportes, der Ernährung und des Gewichtes komme. Auch da hat sich leider nicht wirklich was getan, den mein Akku ist eben leer – oder wieder leer, weil mich das Außen so sehr fordert und ich eigentlich meine Energie für mich und meine Baustellen bräuchte. Das einzigste was ich gerade in dieser Hinsicht zu Hause versuche: gesünderes Essen, wieder Punkte nach WW zu zählen und eben meine Schritte pro Tag wenigstens über 5000 zu halten (was aber schon super anstrengend ist).
        Von der Erkältung, bzw. Lunge / Asthma her bin ich positiv überrascht nach Hause. Erstens wurde ich super auf den Kopf gestellt. Habe Allergietest erhalten, Lungenfunktionstest, Peak Flow Messung täglich und ich wurde mit Spray richtig eingestellt. Das ist nun ne Phasentherapie über 6 Monate dann sollte es gut sein, so das ich kein Cortison, bzw. kein Spray mehr brauche.
        Auch tat mir das Meer sehr gut. Ich habe es genossen das dort so wenig bis gar nichts los war. Das war der Ort wo ich mich zurückziehen konnte. Das einzigste, es war sehr wenig und kalt. Deshalb auch nicht ewig lange am Stück machbar. Habe super schöne Bilder gemacht. Die werde ich mir nun pö a pö (da kostspielig) auf Leinwände drucken lassen und mit anderen Keilrahmenbilder mit Muscheln auf Gips ins Bad hängen. Mal schaun, vielleicht kann ich auch hier noch Bilder einstellen.
        Das Nordic Walking machte ich ja bereits zu Hause hin und wieder, bin deshalb auch immer alleine los. Die Stöcke waren ein Traum. Die von Leiki – genial. Da muss man nicht ständig aus der Schlaufe raus, die kann man abklipsen um zu fotografieren oder sich die Nase putzen,…
        Auch hab ich wohl durch die Kur mein Schmerzschub wieder gut überstanden umd im Moment echt wenig Probleme. Ich hoffe es bleibt lange so. Hab mir auch Hanteln zugelegt und ich will (wenn Antrieb und Zeit *hust) diese Übungen weiter machen.
        Auch wär ich sicher ohne Kur jetzt irgendwann richtig zusammengebrochen weil ich echt einfach nimmer konnte und ich ja aber Dank Glaubenssätze das mir nicht eingestehen darf. Durch die Kur und die 3 Wochen Auszeit musste ich wenigstens 3 Wochen nicht arbeiten und konnte etwas mehr an mich und meine Tochter denken. Die fremde Umgebung und das Fehlen meines Mannes als Sicherheitsanker erschweren das ganze jedoch wieder.

        Die Vorträge von der Klinikleitung waren genial und ich hoffe ich kann davon zeren und auch was umsetzen. Auch die Mädels mit denen ich zusammen war.

        Also wie du siehst. Es gibt schon einige Punkte die auch etwas besser geworden sind, aber eben nicht meine Ziele die mein Arzt bzw. auch ich für die Kur hatte. An die Themen die mich nicht loslassen wurde nicht gegangen. Der Tod meiner Oma vor über 20 Jahre. Zu instabil, nicht vor Weihnachten, die Trauergruppe würde mich zu arg triggern,… hieß es. Natürlich klappt es mit dem Gewicht gerade auch nicht, da eben psychisch zu viel im Argen ist. Anstelle an SVV a la schneiden mache ich eben gerade Essen. Essen von Kohlenhydrate und Süßem. Gefühle wegessen. Rational weiß ich das das nicht geht, aber kurzzeitig bringt das eben ERleichterung und leider ein schnelles Plus auf der Waage.

        Weihnachten war früher selten schön. Oft wurde rumgestresst und gestritten und wir wurden in die Kirche gezwungen. Wo ich Auszog dachte ich es wird anders, aber mein Mann ist auch Weihnachtsgeschädigt und so gar keine Lust auf Baum, Feiertage und co, so das auch seine Laune nie die Beste an den Feiertagen ist. So mit habe ich meine Hoffnung begraben. Ich versuche für unsere Tochter trotzdem bissel was vom Weihnachtsbrauch umzusetzen, aber viel ist es eben nicht. Auch arbeite ich wie gesagt lieber, dann bekomme ich nicht die schlechte Stimmung mit. Auf Arbeit ist das Feeling ganz anders. Man ist in nem anderen Umfeld, alle sind in einem anderen Umfeld. Das merkt man. Auch schwingt da sicher wie du auch sagst alte Wut und Groll mit. Man ist traurig, weil man es nicht so schön wie andere Erleben durfte. Die Kindheit hat einen zu arg geprägt. Auch feiern meine Eltern kaum noch Weihnachten. Sie gehen in die Kirche das wars. Dieses Jahr hatten sie nicht mal ein Christbaum aufgestellt oder die Wohnung geschmückt. Brötchen wurden noch nie wirklich gebacken. Waren dort am 1. Feiertag. Haben sie zum Raclett Essen eingeladen. Haben alles besorgt und gerichtet. Das war ganz okay, aber eben schwingt da altes mit, was mich in Anspannung versetzt und ich es auch nicht genießen kann.

        Ja, das mit der Energie hast du sehr gut beschrieben Das passtz haargenau! Danke dir. Hätte ich nicht so erklären können. Ich sag zu meinem Arzt auch, das es mir nicht reicht was ich an Jahresurlaub habe. Ich bräuchte einiges mehr. Auch packe ich es nicht 4 Jahre auf die nächste Mutter Kind Kur warten zu müssen. Dieses Mal hatte ich es nach 2 Jahren beantragt. Das war schon fast zu spät. Nach 1- 1,5 Jahren müsste ich wieder beantragen, das ich es ohne Klinik schaffe.

        An andere Leute hängen um aus dem Tief rauszukommen ist glaube ich verkehrt. Vielleicht materiell gesehen, vom Geld her und so ja, aber das andere muss von einem selbst kommen. Man muss seinen Selbstwert selbst aufbauen. Vergangenheit , Vergangenheit sein lassen und so schwer es auch fällt den Schmerz nocheinmal durchleben und annehmen, verzeihen und loslassen. Man muss Zufrieden sein mit dem was man hat und nicht dem hinterhertrauern was man nicht hat. Das lern ich immer mehr zu verstehen mit dem Buch. Klar ist es auch noch ein gewaltiger Schritt zwischen Theorie und Praxis, aber wir schaffen das!
        Ganz liebe Grüße desweges

      • Dann hat dir die Kur ja doch einiges gebracht, was dich auch noch weiterhin begleiten wird.
        Verstehe schon, dass man dem Kind zuliebe doch sehr bemüht ist, Weihnachten schön sein zu lassen. Für Kinder ist es einfach ein besonderer Zauber.
        4 Jahre warten auf die nächste Kur?! Das finde ich auch ziemlich lang und unmöglich. Kannst du dir denn vorstellen, nochmal alleine eine zu machen?
        Aber das was ich so lese, zeigt mir ja schon, dass du echt viel Zuhause umsetzt und machst für dich, Respekt dafür.
        Du hattest ja geschrieben, dass du das Gefühl hast, es geht gerade nicht weiter aber ich finde es liest sich anders. Dass du sehr viel tust und schaffst.
        Mit dem Essen kenne ich leider zu gut, die Kompensation. Irgendwas braucht die Seele einfach .

        Dass mit dem Dranhängen an andere ist vielleicht das falsche Wort. Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll.
        Ich glaub es ist eine Mischung aus so vielen Faktoren.
        Mit sich selbst gut umgehen ist ein Punkt. Sich aber auch von der positiven Lebensweise bzw. eher dem Gefühl mittragen lassen, was andere haben. Und die Menschen meiden, die einen energetisch runterziehen. Das ist sicher sehr schwer aber ich glaube wenn es einem selbst so schlecht geht, kann man auch niemandem helfen dem es genauso oder noch schlechter geht.

      • Ja, die Kur hat mir vielleicht (sicher sogar) was gebracht nur eben nicht was ich / der Arzt wollte. Sicher bringt es immer etwas wenn man für sich das Beste daraus macht. Selbst aktiv werden ist ganz wichtig. Ich bin so jemand, der das dann auch durchzieht. Abbruch ist nicht. Hab ja schon am zweiten Tag gesehen, das auf meine Ziele nicht eingegangen wird und habe mir deshalb neue gesucht. Das ich die nicht erreicht habe lag eben an der Psyche. Trotzdem habe ich versucht das Beste daraus zu machen und mich einzulassen auf das was da ist.

        Nur denke ich das es für die Krankenkasse so viel Geld gekostet hat und eigentlich nicht das gebracht hat was beabsichtigt war. Und vielleicht nochmals ein Aufenthalt in naher Zukunft nötig ist, der ja auch Geld kostet.

        Wegen meinem Arbeitgeber habe ich nicht mehr so Angst. Kündigen geht nicht mehr so einfach, da ich ja jetzt endlich und überraschend ein Festvertrag erhalten habe🙂 Ja ich kann mir vorstellen nochmal alleine eine Kur zu machen, aber das möchte ich gut geplant haben. Es ist nicht einfach, da meine Tochter ja erst 8 ist und Schulprobleme hat und mein Mann unter der Woche 13-14 Stunden außer Haus ist.
        Mutter Kind Kur gibt es eigentlich nur alle 4 Jahre genehmigt. Ich habe sie vorzeitig durch bekommen.

        Das gerade ich nicht weiter komme ist nicht das ich nicht was tue und probiere das es besser wird. Ich meine damit in der Therapie. Ich dümpel immer an den gleichen Themen rum und komme nicht in die Tiefe. Ich selbst blockiere da, lenke zu anderen Themen und die Therapeutin bekommt dann nicht unterstützend die Kurve zurück. Die Therapeutin dort in der Klinik meinte ich solle hier nun die Therapie beenden. Sie glaubt das ich inzwischen in ner Therapeutenabhängigkeit bin. Ich mag die Therapeutin, finde sie macht es gut. Ich will sie nicht verletzen. Die Therapeutin dort meinte es wäre wichtig an die Traumatas in der Kindheit zu gehen (Tod der Oma und co.)

        Habe ihr auch ne Mail deswegen geschrieben. Ich kann mal das ganze als neues Thema hier im Blog schreiben das auch andere vielleicht Kommentare dazu abgeben da ich mit der Lösung noch nicht glücklich bin.

        Ja, ich verstehe was du meinst mit den Menschen im Umfeld. Wir brauchen solche, die optimistisch sind und recht zufrieden. Es dürfen auch welche sein mit Problemen, aber sie dürfen uns damit nicht belasten. Wie sagt Röhr so schön. Zufriedenheit findet man nur in sich selbst, aber klar geht es uns besser in einem Umfeld die das Leben.

      • Ich kann halt nur von mir sagen, dass ich sehr stark von den Stimmungen meines Umfelds abhängig bin und mich da nicht entziehen kann. Also bei mir ist es auch die Familie, die meine Energie total aufsaugt. Und ich werde das jetzt ändern. Bin schon lange in diesem Prozess und habs aber nie durchgehalten wirklich mal Kontakt abzubrechen, sei es nur vorrübergehend. Ich hoffe, es jetzt zu schaffen.
        Wg. der Therapie: Wenn du bei den Themen blockierst, bist du vielleicht noch nicht bereit um das anzugehen?
        Therapeutenabhängigkeit kann ich mir nicht wirklich etwas drunter vorstellen aber es ist gut, wenn du das Thema ansprechen kannst mit deiner Therapeutin. Vielleicht ist dann genau das dein Thema gerade?!
        Liebe Grüße

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