Depressiven Loch

In so einem tiefen Loch war ich schon lang nicht mehr. So langsam fällt es mir schwer dies Auszuhalten. Zumal mir die Gefühle die ich habe mir schwer zu schaffen machen.
Dieses Mal ist eben nicht leere. Dieses Mal ist so viel Trauer, Hoffnungslosigkeit da.
Der Verlust meiner Oma vor über 20 Jahre wird immer mehr spürbar. Und das ich seit da niemand mehr habe der so meine Emotionen erwidern kann. Sie fehlt mir. Es fehlt mir mit ihr heute zu reden. Zu reden wie es mir heute geht, was ich heute mache, was ich erreicht habe, einfach Reden. Einer der mir zuhört….

Meine Eltern können das nicht. Meine Eltern sind so oberflächlich. Ich schaffe es nicht mit ihnen über meine Bedürfnisse und Gefühle zu sprechen. Auch bei meinem Mann schaffe ich es nicht.

Ich habe niemand mit dem das geht. Da kommt gleich mein inneres, das versucht die Gefühle zu unterdrücken, zu bekämpfen, klein zu halten, zu ersticken.

Ich bin kein Mensch der leicht Freundschaften knüpft. Bekannte habe ich, aber Freunde? Welche die man wirklich Freund nennen kann!? Ich habe Angst das es mir zu viel und zu nah wird.

Ich bin gerade in nem bitteren Kampf mit mir und meinem Perfektionismus, der das Ist nicht akzeptiert und am Verlust, an gerne haben wollen sich festkrallt. 

Und dieser Kampf schlaucht. Ich kann nachts trotz Medikament nicht schlafen, wache auf, habe Alpträume und morgens komme ich nicht aus den Federn wenn ich nicht zur Arbeit muss.

11 Gedanken zu „Depressiven Loch

    • Ja, hab ich schon mal versucht jedoch ist das bei mir recht gefährlich das ich da „Abstürze“ und die Vollkrise bekomme. Deshalb habe ich mich nicht mehr dran getraut. Sobald ich mich bissel gefangen habe möchte ich das mit der Familienaufstellung machen.

  1. Das kommt mir wahnsinnig bekannt vor. Auch ich biete mich als Gesprächspartner an, auch wenn mir bewusst ist, dass das so nichts wird.
    Geh doch eventuell mal auf den Friedhof, rede dort mit ihr. In Gedanken oder laut.
    Ich wünsche dir Kraft dich aus diesem Loch zu befreien, wieder herauszuziehen.

    • Danke auch dir. Mir tut es schon gut hier zu schreiben und Tipps und Feedback zu bekommen.
      Friedhof vermeide ich ziemlich – zu emotional. Jedenfalls dort wo sie liegt. Hier in unserem Ort gehe ich auf den Friedhof und kümmere mich um das Grab von meinem Schwiegervater. Ihn habe ich leider aber auch nie kennengelernt, dadurch ist es nicht so emotional.
      Ich denke das ich eben gerade voll im Trauerprozess stecke, den ich immer versucht habe zu verdrängen.

  2. nach meinem gefühl erlebst du etwas sehr wichtiges, kommst dir und deinen gefühlen näher.
    ich schick dir eine herzensumarmung für deine trauer, einsamkeit und schmerz. und wünsche dir, ihnen raum geben zu können.

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