Auswirkungen bei meiner Tochter durch den langen Klinikaufenthalt

Was sich gerade enorm bei meiner Tochter herauskristallisiert ist ein schweres Verlusterlebnis durch meine zwei langen Klinikaufenthalte.

Bei meiner akuten Einweisung Ende 2010 war sie gerade mal 4 Jahre alt.

Sie klammert sehr an mir und hat massiv Schwierigkeiten Kontakte zu anderen zu knüpfen.

Im Juli stand nun auch der erste Landschulheim Aufenthalt bevor. Das beschäftigte sie schon Wochen davor.  Sie ging auch ohne große Probleme mit jedoch bekam sie recht schnell Heimweh. Die Lehrer versuchten sie immer wieder aufzuheitern, jedoch gelang es ihnen nicht. Meine Tochter verweigerte dort das Essen. Anstelle von Akzeptanz

der Lehrer erntete sie Drohung von Strafarbeit.
Jetzt ist es so das sie nirgends mehr lange hin will. Nicht mal für paar Stunden. Bei der letzten Ergotherapie hat sie sogar erbrochen weil sie sich so reingesteigert hat.

Sie sagte erst vor paar Tagen das sie Angst hätte das ich sterben könnte wenn sie weg wäre. Das hat mich ganz schön geschockt!

Ich weiß nicht wie ich ihr die Angst nehmen kann und ich fühle mich so was von schuldig, weil ich sie so lange alleine ließ. Nur ohne Klinikaufenthalte wäre es definitiv nicht gegangen!

Noch im August habe ich einen Termin bei einer Kinderpsychologin. Ich werde sie wegen den schulischen Problemen testen lassen. Ich hoffe ich finde auch ein Therapieplatz für sie, daß sie es schafft die Ängste loszuwerden.

7 Gedanken zu „Auswirkungen bei meiner Tochter durch den langen Klinikaufenthalt

  1. Mach dir keine Vorwürfe. Sei für sie da. Nimm die Ängste ernst und lass sie ihre Ängste durch positive Erlebnisse verändern. Liebevolle, konstante Bestätigung, dass du auch noch da bist wenn sie weg war.
    Ihr schafft das :-*

  2. du Arme. Ich kann mir vorstellen, dass dich das belastet.
    Aber ich finde, dass es richtig ist, dass du dich um DICH kümmerst, nur wenn es dir wirklich gut geht, kannst du dich auch gut um deine Tochter kümmern, deshalb mach dir keine Vorwürfe wegen dem Klinikaufenthalt.
    Gut, dass du für deine Tochter zusätzlich Hilfe bekommst, das wird sie entlasten und dich auch, denke ich.

      • Ah – okay. Ja – das ist wirklich schon ungewöhnlich. Ich hab
        als Kind auch sehr oft und häufig den Gedanken gehabt, dass
        meine Mutter stirbt. Und dass ich das nicht überlebe… so im
        Nachhinein denke ich – dass das auch sehr viel daran lag,
        dass vieles nicht ausgesprochen war zwischen uns beiden.
        Aber das musste noch Jahre warten – bis es dazu kam… dann
        ließ diese Angst aber nach.🙂 ich drück dir jedenfalls die Daumen.

  3. Ich nochmal🙂

    Ich will dich jetzt nicht mit Infos fluten, aber diese hier ist doch zu wichtig: Hochsensibilität wird wohl vererbt – es könnte sein, dass deine Tochter auch hochsensibel ist. Ich habe auf meinem Blog eine Linkliste zu verschiedenen Themen zusammengestellt, u.a. Hochsensibilität bei Kindern:

    https://hochsensibel1753.wordpress.com/links/

    Vielleicht findet ihr euch wieder…

    Alles Liebe,
    Julia

  4. Danke dir🙂 Sag mal, ohne das ich jetzt bei dir nachlese. Kann man das auch richtig psychologisch testen?
    Mein Mann bekam 2012 ADHS im Erwachsenenalter diagnostiziert. Er findet aber das noch mehr dahinter stecken muss. Er ist noch viel extremer wie ich. Er hatte schon den verdacht auf Autismus oder so.

    Unsere Tochter ist auch extremer wie ich. Und ähnelt sehr meinem Mann. Im Moment lass ich sie ja gerade auf ADS / ADHS, Dyskalkulie und LRS testen auch Depression wird „abgeklopft“. Sie ist was Gerüche, Lautstärke, Licht,… anbelangt sehr empfindlich.

    LG desweges

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