Aktueller Stand der Dinge

Hallo zusammen,

Es tut mir echt leid das ich mich gerade so rar mache. Aber es ist gerade viel. Zu viel! So oft wie ich in den letzten Tagen in Tränen ausgebrochen bin gab es so gut wie noch nie. Ich fühle mich überfordert! Ja das kann man sagen. So viele Baustellen, die mir meine Energie rauben…

Wo fange ich an? Angefangen hat alles im Endeffekt schon bevor mein Mann ins Krankenhaus musste.

Zum einen habe ich aktuell immer noch um die 100 wenn nicht mehr Überstunden bei 75% (30h- Woche). Dann ist mein Vater in Reha und wird auch verlängert und ich das einzige Kind hier in der näheren Umgebung (30 min) wo nach meiner Mutter schauen kann.

Vorsicht Trigger!!!: Am Abend vor der OP von meinem Mann habe ich ganz spät abends erfahren das sich meine Nachbarin das Leben genommen hat. Das war ein richtig übler Schock, zum einen weil ich mich in ihre Situation hinein versetzen konnte, da sie die gleichen Diagnosen hat wie ich, zum anderen nun auch die andere Seite so krass mitbekomme, da sie auch ein Kind hat was nun ohne Mutter aufwachsen muss,…  Und ständig seh ich ihre Wohnung, ihr Auto,… weil sie wirklich direkt daneben wohnte!

Auch die Sorgen um mein Mann. Geht alles gut? Am OP Tag stand ich wieder mal völlig neben mir! Ich konnte nicht sitzen, ich musste was tun, aber Konzentration hatte ich auch keine. Dann nicht zu wissen wie es gelaufen ist… Erst spät abends konnte ich nach mehreren Irrläufern mit meinem Mann ganz kurz telefonieren, wobei ich dort auch gemerkt hatte, das er starke Schmerzen haben muss…

Der Tag nach der OP musste ich erstmal arbeiten. Nachmittags sind wir zu ihm. Auch da hatte er noch massive Nervenschmerzen, was sich jedoch im Verlauf etwas gelegt hat. Er kann nun wieder laufen aber Schmerzfrei ist er noch lange nicht. Da geht dann wieder bei mir das Kopfkino – wird alles gut? Wie lange muss er noch dort bleiben?,…

Und dann hier der Alltägliche Wahnsinn in dem ich immer wieder zusammen breche (psychisch). Angefangen  von Wasserpumpe die im Keller kaputt ging und uns Grundwasser in Keller drückt. Ich hatte davor mit Pumpe und co. noch nie was am Hut. Jetzt musste ich. Also, alte Pumpe raus, außeinander bauen, neue montieren. Das nächste Übel ist der viele Schnee. Anfangs noch mehr matschig und schwer, inzwischen große Mengen an Pulverschnee. Habe versucht die Schneefräse zu starten. Fehlanzeige, Motor würgte immer wieder ab. Also alles von Hand. Und unsere Grundfläche um das Haus ist leider nicht klein! Inzwischen habe ich mich nochmal dran gewagt. Inzwischen habe ich verstanden wie ich sie zum Laufen bekomme. Gott sei Dank. Denn heute Nacht hat es nochmal locker 30 cm wenn nicht mehr Neuschnee hingehauen. Auch das ist noch nicht alles. Wir heizen nur mit Holz. Da muss ich täglich auch mehrere Körbe holz in Keller tragen. Und dann sind da auch noch die ganzen Telefonate die nach meinem Mann fragen, Kind, Tiere, Haushalt und auch das Arbeiten. Abends bin ich immer so fix und alle das ich zur gleichen Uhrzeit wie unsere Tochter schlafen gehe.

Ich hoffe ihr habt es Verstanden, da es doch recht viel in der kurzen Zeit war. Erst heute kam ich mal dazu den Christbaum auf den Speicher zu räumen und wieder etwas aufzuräumen. Bei dem Wetter (viel Schnee) wollte ich nicht noch durch die Gegend fahren, ich hoffe meine Mutter war nicht traurig. Und da ist das nächste Problem. Sie kann leider keine Gefühle zeigen. Und ich fühle mich schuldig weil ich abgesagt habe.

 

 

13 Gedanken zu „Aktueller Stand der Dinge

  1. Das ist wirklich unglaublich, mit was du dich alles herumschlagen musst. Dafür meinen Respekt, denn trotz der Tränen schaffst du es trotzdem dich um alles zu kümmern. Vielen würden das nicht schaffen. Deinem Mann wünsche ich alles Gute und eine rasche Genesung. Lass den Kopf nicht hängen. Du machst das großartig!

    • Danke dir. Ich muss es eben akzeptieren und schauen das es läuft. Und man wächst auch mit jeder Situation. Auch die Tränen sind wohl ein Fortschritt. Die Emotionen werden nicht nur aufgegessen sondern raus gelassen ohne dysfunktionales Verhalten. Lg desweges

      • Das ist wirklich sehr gut. Ich habe auch Erfahrung mit dem Unterdrücken von Emotionen. Es stimmt. Jede Träne zeigt Fortschritt. Bei mir endete es immer mit einer unerträglichen Leere. Es wechselte immer zwischen Wut und der kompletten Leere. Es ist wunderbar, wenn man lernt, nicht alles herunterzuschlucken, sondern es herauszulassen. Du machst das großartig. Weiter so🙂

  2. Es hört sich nach richtig viel Stress bei dir an. Ich wünschte ich könnte etwas aufbauende sagen, nur weiß ich leider nicht was:/ außer; ich denke an dich. Vielleicht hilft es dir ein kleines bisschen, das du weißt das du nicht ganz alleine bist und jemand an dich denkt ♡
    Ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen ♡♡♡

  3. WOW – heftig, was bei Dir abgeht. Mir geht es aber auch zur Zeit ähnlich und ich kann vieles nicht greifen. Falle immer wieder in ein Tief und versuche dann wieder hoch zu kommen. Ich wünsche Dir ganz ganz viel Kraft!!!! Fühle Dich mal ganz lieb grdrückt….
    Ich für meinen Teile schiebe alles von mir, was nicht unbedingt sein muss. Ob es der richtige Weg ist, weiß ich allerdings nicht…. Wünsche Dir aber alles Liebe und schön, mal wieder was zu lesen von Dir! Fühle Dich gedrückt!!! Dein Keksi

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