Über mich

Über mich:

Was gibt es zu mir zu sagen?

Ich bin aktuell 32 30 Jahre alt, verheiratet, habe eine 6 fast 8 jährige Tochter.

Mein seelischer Zusammenbruch ist noch gar nicht so lange her.

Im Oktober 2007 wurde das erste Mal von einem Arzt diagnostiziert, das was mit mir nicht stimmt. Damals lief ich erstmal als Burn Out, bekam mein erstes Antidepressiva – damals Opipramol – und wir beantragten eine Mutter Kind Kur. Ich bekam wieder mehr Energie, machte Sport, nahm fast 20 kg ab und setzte eigenmächtig im April 2008 das Antidepressiva ab.

Das ging auch eine Weile gut, bis ich im Oktober 2010 völlig dekompensierte. Diesmal wusste ich von damals, das ich wieder in einer Depression drin steckte, aber diesmal um einiges heftiger als damals. Ich ging freiwillig zum Hausarzt. Der verschrieb mir wieder Opipramol, gleichzeitig kümmerte ich mich jedoch auch um eine Fachfrau. Ich ging freiwillig zu einer Psychiaterin, da es mir echt schlecht ging. Diesesmal war alles sehr sehr zäh. Ich hatte kaum noch Energie, aber wollte weiter die heile, gesunde Welt wiederspiegeln. Meine Psychiaterin wollte, das ich mich krank schreiben lasse – für mich kam das nicht in Frage. Sie stellte die Medis um, aber nichts wirklich gar nichts scheinte anzuschlagen. Citalopram, Trimipramin, Remargil, Venlafaxin,…

Da mich auch enorm  Suizidgedanken plagten wollte sie, das ich in eine Klinik geh. Ich? Klinik? Neeee!  Ich hatte so Angst davor, das sie mich einsperren, mich mit Medis gegen meinen Willen voll pumpen, die Außenwelt von meinen Schwächen erfährt. Was würden wohl die leute im Ort von mir denken und über mich sagen, was sollte ich denn meinen Arbeitskollegen sagen? Ich arbeite im medizinischen und für u.a. psychisch Kranke und selbst bin ich auch jemand von denen!? Hilfe, das geht nicht! Nicht für mich!

Um weiter funktionieren zu können überedete ich meine Psychiaterin mir Tavor zu verschreiben. Nach längerem überreden willigte sie ein, verwies aber immer und immer wieder auf die enorme Gefahr der Abhängigkeit. Mir war das zu dem Zeitpunkt extrem egal. Ich nahm das Zeug, um einfach weg zu kommen von diesem enormen Gegrübel. Ich konnte funtionieren, als Mutter, als Ehefrau, auf Arbeit. Es ging gut. Natürlich wurde der Bedarf an Tavor auch immer mehr. Meine Psychiaterin brauchte ich nicht fragen, ob ich es nochmals verschrieben bekam. Ich ging zu meinem Hausarzt. Dort bekam ich es ohne Probleme! Ich wusste das das dort gut funktioniert. So rutschte ich also zu meiner schweren depressiven Episode auch noch in eine Benzodiazepinabhängigkeit!

Im Dezember 2010 ging es dann gar nicht mehr. Meine Psychiaterin überredete mich, in eine Klinik zu gehen. Ich wurde in die Uniklinik eingewiesen und dort auf die geschlossene Station der Psychiatrie. Meine Psychiaterin redete von paar Wochen. Aus diesen paar Wochen wurden 5 Monate!!! Aus der Einweisungsdiagnose: schwere depressive Episode wurde:

  • z.N. Benzodiazepin Entzug / Benzodiazepinabhängigkeit F13.2
  • rezidivierende Depression, ggw. schwere Episode F33.2
  • emotional instabile Persönlichkeit / Borderline F60.31

Die Diagnose Borderline bekam ich offiziel, nach einer ausführlichen Testung im April 2011. Anfangs habe ich mich sowas von gewehrt gegen diese Diagnose. Ich und Borderline!? Aber ich hatte echt ein gutes Pflege- und Ärzteteam, welche mich unterstützen und ich lernte die Diagnose anzunehmen und auch sie zu akzeptieren! Ich glaube auch, dass das nötig war um überhaupt fähig zu sein eine Therapie zu beginnen!

Ich meldete mich also an, für die stationäre DBT Therapie, die 14 Wochen dauern sollte. Diese Uniklinik war die erste, die diese Therapie in Deutschland einführte.  Im November 2011 – Februar 2012 machte ich diese Therapie. Klar war es nicht einfach, wer sagt auch schon, das es einfach ist, sein Verhalten, dass auch irgendwie als Schutzfunktion seit Kindheit fungierte, zu ändern! Aber es hat sich gelohnt. Ohne das alles weiß ich nicht, ob ich noch am Leben wäre.

Denn mein Borderline-Leben  ist wirklich

ein Seiltanz auf einem Drahtseil in schwindliger Höhe!!!

13 Gedanken zu „Über mich

  1. guten Morgen,du Liebe 🙂
    deinen Blog habe ich abonniert…In vielen Dingen erkenne ich mich selbst wieder.
    Auf Grund meiner Nervenerkrankung kann ich nicht mehr arbeiten gehen.Litt unter Psychosen (2) und unter etlichen tiefen Depressionen.
    Bei den WeightWatchers bin auch ich,unter gleichem Namen…
    Drück dich mal lieb und wünsche einen angenehmen Tag,liebe Grüße von Kati.

  2. Ich habe dich für den „Liebster Blog Award“ nominiert. Schau doch einfach mal auf meinem Blog den Artikel dazu an.
    Liebe Grüße!

  3. Danke fuers folgen.
    Ich finde Deinen Blog sehr interessant und sehe auch paralellen.
    Wuensche Dir ein schoenes Wochenende!

    • Vielen Dank dir. Können wir gerne tun. Bin im Moment nur nicht immer die schnellste beim zurück schreiben da ich gerade sehr viele Baustellen habe. Lg desweges

  4. Hab gerade erst ein bisschen auf deiner Seite gelesen, finde es toll, ich mache auch dbt und merke, dass es mir echt weiter hilft. 👍

    • Ja Dbt ist echt gut. Jedoch komme ich mit meiner Essstörung gerade nicht weiter. Bin in ner Klinik angemeldet.

      Gerade bin ich dabei mich wieder mehr meinem Material zu widmen und ins Reine zu schreiben.

      Kämpfe gerade arg mit der Emotion Wut. Meine Arbeitskollegin bringt mich regelmäßig auf die Palme. 😦

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