Komorbiditäten

Was sind Komorbiditäten?

Als Komorbidität oder Begleiterkrankung (engl. comorbidity) werden in der Medizin ein oder mehrere zusätzlich zu einer Grunderkrankung (Indexerkrankung) vorliegende, diagnostisch abgrenzbare Krankheits- oder Störungsbilder bezeichnet (Doppel- oder Mehrfachdiagnose). Komorbiditäten können, müssen aber nicht – im Sinne einer Folgeerkrankung – ursächlich mit der Grunderkrankung zusammenhängen. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Komorbidit%C3%A4t

Viele Menschen, die Borderline haben, haben noch andere Begleiterkrankung. Je nach dem wie viele das sind, ist die Diagnostik zum Teil recht schwierig.

Ich wurde mit einer schweren depressiven Episode im Dezember 2010 eingewiesen. Erst gegen Ende des 5-monatigen Aufenthalts wurde auch noch Borderline diagnostiziert.

Ich habe zu meiner Grunderkrankung emotional instabile Persönlichkeit – Borderline Typ auch Begleiterkrankungen. Das sind bei der Entlassung 2012 folgende gewesen:

Rezidivierende depressive Episoden

z. N. Benzodiazepinabhängigkeit

v.a. ADHS im Kindesalter mit Residualsymptomatik im Erwachsenenalter

Essattacken bei anderer psychischer Störung

PCOS

Adipositas permagna

Arterielle Hypertonie

Allergisches und Belastungsasthma

Welche Komorbiditäten sind auch heute – 2014 noch vorhanden – wie geht es mir aktuell damit?

Noch „zu kämpfen“ habe ich mit: den depressiven Episoden. Sie sind jedoch nicht mehr stark ausgeprägt. Ich kann mit ihnen ganz gut umgehen. Auch bin ich immer noch mit Antidepressiva eingestellt. Da sind wir aber am ausschleichen.

Mit den „Benzos“ habe ich zum Glück nichts mehr am Hut. Auch habe ich wirklich nur noch in hammermäßigen Krisen das verlangen danach. Aber auch da weiß ich mit umzugehen.

Der ADHS / ADS Verdacht macht mir öfter zu schaffen weil einfach Chaos herrscht. In mir, wie um mich herum. Ich habe mühe mich zu strukturieren, Dinge fertig zu machen, an Dingen dran zu bleiben. Mein „Perfektionismus“ und mein „viel“ spielen da auch eine große Rolle.  Ich versuche es zu akzeptieren. Es fällt mir aber noch sehr schwer.

Bei den Essattacken / Adipositas gab es eine sehr gravierende Veränderung. Ich habe in den fast 2 Jahren 48 Kilo abgenommen und ich habe endlich das Gefühl – ich habe es im Griff. Die Essattacken, die ich nun hin und wieder habe sind „nichts“ im Vergleich zu früher. Auch die Eingruppierung bei Adipositas ist eine ganz andere. Von Grad 3 zu Grad 1 !!!

Mein PCO und die Insulinresistenz haben sich dank Metformin auch gebessert. Mein Zyklus ist wieder regelmäßig. Auch meine Blutwerte sind um einiges besser.

Bluthochdruck habe ich noch – aber auch da wurde an den Medikamenten etwas verändert. Die Wassertablette ist seit einem viertel Jahr raus. Das Blutdruckmedikament brauche ich aber noch.

Asthmatische Beschwerden habe ich eigentlich fast ausschließlich noch in der Pollenzeit. Sonst gibt es da kaum noch Auffälligkeiten.

 Wie ihr sieht hat sich auch hier vieles zum Positiven verändert 🙂

 

Mai 2014:

Mit der Essstörung, der Depression kämpfe ich wieder vermehrt. Leider. Mir ist klar, das es immer wieder auf und abs geben wird.

Aktuell kam noch die Diagnose Alpträume und PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) hinzu. Nicht das es langweiligt wird, oder? Geahnt hatte ich es schon länger, das aber so zu lesen war doch noch mal was anderes.

 

Was können andere Komorbiditäten zu Borderline sein?

–  Drogenmissbrauch, Alkoholmissbrauch anderer Substanzmissbrauch

–  Posttraumatische Belastungsstörung

–  Magersucht

–  Ess- und Brechsuch

–  Binge Eating

–  Suizidalität

–  Angststörung

–  Dissoziative Störung

–  Schlafstörungen,…

3 Gedanken zu „Komorbiditäten

  1. ein Zusammenspiel aus Anorexia nervosa und bulimia nervosa,
    psychosoziale Angststörung
    in der Kindheit war auch ADS diagnostiziert
    mittlere bis schwere Depressionen
    und seit ca.einen dreiviertel Jahr ist jetzt eine emotionalinstabilitätsstörung ( Jugendform des Borderlines ) diagnostiziert

  2. Eine andere häufige Komorbidität besteht zur „Schwesterstörung“ der selbstunsicher-vermeidenen (oder ängstlich-vermeidenden) Persönlichkeitsstörung – die Grenzen zwischen beiden sind fließend. Bei der selbstunsicheren PS steht die Angst vorm Verlassenwerden bzw. nicht mehr gemocht werden und die Angst vor Bewertungen noch mehr im Vordergrund…

    • Wenn die Borderline Testung durchgeführt wird werden die ganzen Persönlichkeitsstörungen abgeklopft. Ich habe auch Selbstunsichere, negativistische,paranoide sowie in Akzenten zwanghafte und depressive Persöhnlichkeitsstruktur. Laut der Testung 2011.

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