Gefühl Traurigkeit

Ja, ich hab schon lange nichts mehr aus den DBT Modulen und den Gefühlen veröffentlicht. Jetzt wird es mal Zeit ;-) Da ich dieses besagte Gefühl gerade enorm durchkaue - es lerne zu spüren und zu fühlen, wollte ich das auch mit euch teilen. Wie es scheint komme ich solangsam, wirklich langsam hinter den Grund meiner Essstörung, Depression, etc. Die Verluste, die ich in der Kindheit erlebt habe nagen heute noch an mir. Sei es die unerfüllten Bedürfnisse meines inneren Kindes nach Liebe, Geborgenheit, Sicherheit,... Aber auch der Tod meiner Oma (Ersatzmutter) vor über 20 Jahren nagt bös an mir.

Traurigkeit

 Definition:

Traurigkeit ist eine belastende Emotion, die auf einem negativen – meist schcksalhaften  – Ereignis gründet und eine tiefe Betroffenheit enthalten kann. Pierer´s Universal-Lexikon  von 1863 schreibt dazu, Traurigkeit ist “ das allgemeine, lebhafte, wenn auch nicht durch eine bestimmte, im Augenblick eben vorhandene Ursache erregte Schmerzgefühl…“ (aus Wikipedia)

Grundlage:

  • kann Teil einer Trauerreaktion sein
  • kann entstehen durch soziale Ablehnung
  • durch verfehlen eines persönlichen Ziels
  • Folgegefühl von Enttäuschung

Traurigkeit kann entstehen durch:

  •  Tod einer nahestehenden Person;
  • Krankheit
  • Behinderung
  • Vermissen von Heimat, einer bestimmten Lebensphase, Rollenwechsel
  • lebensbedrohlichen Zustände nahestehender Personen;
  • die Liebe (zum Beispiel unerfüllte Liebe, Probleme mit bestehenden Beziehungen oder Sehnsucht);
  • Erfolglosigkeit
  • Verarbeitung des Urschmerzes, seine Bedürfnisse als Kind nicht erfüllt bekommen zu haben

Trauerprozess:

  1. Phase: Schock auf Grund Verlust eines lieben Menschen; Nicht-wahrhaben-wollen, Isolierung
  2. Phase: Je nach dem Emotionen wie Zorn, Wut, Aggression, Angst über den Betroffenen. Viele Betroffene werden in dieser Phase von Depression und / oder Schlafstörung heimgesucht.
  3. Phase: Der Trauernde beschäftigt sich intensiv mit seiner Situation und beginnt zunehmend die Realität zu akzeptieren.
  4. Man öffnet sich wieder gegenüber der Außenwelt und sieht neue Perspektiven trotz seines Verlustes.

Trauer ist in der Gesellschaft etwas womit man nicht so wirklich umgehen kann

Typische Auslöser und Interpretationen:

Gedanken wie:

  • „Ich werde von etwas getrennt, mit dem ich eine innige Beziehung habe.“
  • „Ich verliere etwas / jemand“.
  • „Ich vermisse …“
  • Gedanken an den Tod eines nahestehenden Menschen
  • Gedanken an Verlust im Leben

 Ein Ereignis, ging anderes als erwartet aus.

Man rechnet fest damit, das man was bekommt. Wenn das dann nicht zutrifft kommt man von Enttäuschung über Wut auch gerne zur Traurigkeit.

Wahrnehmung:

  • fühlt sich wie gelähmt, teilnahmslos
  • möchte sich den ganzen Tag im Bett verkriechen
  • Gefühl von Verzweiflung, Zerrissenheit, Entsetzen , Wut
  • Später oft Gefühl von Leere und Sinnlosigkeit
  • Gefühl man kann mit dem Weinen nicht aufhören.
  • Unfähig die Natur wahrzunehmen
  • Alles wirkt leer und abgestorben
  • Fühlt sich müde, energielos und erschöpft
  • Schwierigkeiten überwältigen einen
  • Atemlosigkeit, Schwindel, Benommenheit
  • Herumsitzen, nichts tun
  • Sich langsam und schwerfällig bewegen
  • Eine in sich zusammengesunkene, schlaffe Körperhaltung
  • Wenig bis überhaupt nicht reden
  • Sich von Kontakten mit anderen Menschen zurückziehen
  • Nicht lächeln, Mundwinkel hängen lassen
  • Trübsal blasen
  • Nur / überwiegend negativ denken
  • Mit langsamer, leiser und monotoner Stimme sprechen
  • Schlaflosigkeit, Schlafstörung, Alpträume
  • Störung der Immunfunktion
  • Erhöhte Mortalität

 Körperreaktion:

  • Schonhaltung, Kopf hängen lassen
  • Erschöpfungsgefühl
  • Weinen
  • Klagen
  • Müdigkeit
  • Energieverlust
  • Schmerzen oder taubes Gefühl in Brust oder Unterleib
  • Schluckprobleme
  • Atemnot
  • Verdauungsbeschwerden
  • Appetitlosigkeit
  • Unruhe
  • Das Gefühl von Fremdheit (Derealisation) erleben; das Gespür für sich selbst verlieren (Depersonalisation); Gefühl von Taubheit

Handlungsdrang:

  • Rückzug aus Verantwortung und Beziehung
  • Aber gleichzeitig auch Signal an die Umwelt – tröste mich, kümmere dich um mich
  • Vermeidungsverhalten
  • Hilfloses Handeln
  • Trübsal blasen
  • Grübeln
  • Mürrisch sein

 Häufiges Folgegefühl:

  • Heftige Wut, Ärger
  • Selbsthass
  • Rachegedanken
  • Schuld
  • Sehnsucht
  • Einsamkeit

 Wann ist dieses Gefühl gerechtfertigt?

Es ist gerechtfertigt, wenn tatsächlich ein Verlust besteht oder wenn man z.B. in der Therapie alten, noch nicht betrauerten Verlust akzeptiert. Wenn man z.B. erkennt, das die Kindheit schreckliche Erlebnisse beinhaltet und man Geborgenheit, Sicherheit und Erfüllung seiner Bedürfnisse nicht erlebt hat.

Die meisten Probleme entstehen durch Vermeidung von Trauer. Wenn die Trauer durchlebt wurde, löst sie sich von selbst auf.

Wie kann man diesem Gefühl entsprechend sinnvoll handeln?

Man sollte dem Prozess Zeit einräumen und sich darauf einlassen.

Auch sollte man sich selbst Rücksicht zugestehen. Das in diesen Momenten, alles etwas mühsamer / langsamer erledigt wird. Und dass das völlig in Ordnung ist!

 Wie kann man das Gefühl abschwächen?

a) entgegengesetztes Handeln:

– die Trauer auf bestimmte Orte und Zeiten begrenzen

– Erinnerungen aus dem Alltag entfernen, in dem man Wohnung umräumt, Fotos entfernt,…

– Diese evtl. an einem besonderen Platz aufbewahren, wo man nicht immer drüber stolpert

b) entgegengesetztes Denken:

– Ich gebe dem verlorenen einen Platz in meinem Herzen

– An die gemeinsame Zeit zurück denken.

– Die Person kann durch einen selbst weiterleben.

– Daran denken, das wir alle den gleichen Weg gehen werden.

– über spirituelle Verbindung weiter Kontakt halten

– Daran denken, das es evtl. tieferen Sinn gibt, der noch im Verborgenen liegt.

c) Entgegengesetzte Körperhaltung:

– aufrechte Körperhaltung

– leichtes Lächeln

– tiefe Atmung

 

by: A.R. 2014

Quellen: Wikipedia, Interaktives Skillstraining für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie

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Skill: Um etwas Bitten

Checkliste – zum Skill:

um etwas Bitten

 –          Weiß ich alles notwendige um meine Bitte zu unterstreichen (siehe Orientierung auf das Ziel)

–          Weiß ich was ich genau möchte? Ziel?

Fähigkeit der anderen Person:

–          Kann sie mir geben was ich will? (Ganzheitliche Betrachtungsweise)

Freie Entscheidungsmöglichkeit:

–          Hat die Person freie Entscheidungsmöglichkeit?

–          Kann sie überhaupt zusagen oder hat jemand Macht über sie und beeinflusst die Situation?

Zeitpunkt:

            – Ist es ein guter Zeitpunkt für die Bitte? (In Ruhe, Blickkontakt…)

Die Beziehung zur anderen Person / Zuständigkeit:

–          Ist das, was ich möchte, der Beziehung angemessen?

–          Ist die Person gesetzlich oder moralisch verpflichtet mir zu geben was ich möchte?

(Interpersonelle Kreise – Personen können auch Kreise wechseln)

Rechte:

–          Bin ich befugt der anderen Person zu sagen, was sie zu tun hat?

–          Hindern mich eigene Erwartungen oder Grundannahmen (Falle ich zur Last? Gehe ich eine Verpflichtung ein?)an der Bitte?

Beziehung – Gegenseitigkeit:

–          Gebe ich der Person ebenso viel, wie ich es von ihr wünsche?

–          Bin ich bereit auch etwas zu geben, falls sie ja sagt?

(Hier geht es um die Balance zwischen geben und nehmen)

Ziele:

–          Ist die Bitte wichtig für langfristige Ziele?

Auswirkung:

–          Wird Zurückhaltung zum jetzigen Zeitpunkt die Situation entspannen, aber auf Dauer zu Problemen führen?

(Evtl. werden Grundannahmen von außen bestätigt)

 

Selbstachtung:

–          Verhalte ich mich kompetent?

 

Quelle: Interaktives Skillstraining für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie, A.R 2014

 

Das ganze noch als PDF – wer mag: Checkliste – um etwas bitten

Skill: Um etwas Bitten – meine Gedanken dazu

Modul: zwischenmenschliche Fertigkeiten

Skill: Um etwas Bitten – meine Gedanken dazu

Das ist genauso schlimm oder noch schlimmer wie Nein sagen, oder?

Ja, so sehe ich das. Wieso?

Vieles liegt auch da in alten Grundannahmen und Glaubenssätzen a la „ich bin nichts wert“, „ich bin ein Versager“,…. In der Angst aufzufallen, verwundbar zu sein. Das andere denken, das man nichts auf die Reihe bekommt. Am Perfektionismus – alles alleine gemeistert zu bekommen, was auch immer.

In der Bitte zeige ich Schwäche. Das ist mit einem Haufen von unangenehmen Gefühlen verbunden, die mich dann regelrecht auffressen. Sei es die Scham, die Schuld, die Angst, und es gäbe da sicher noch mehr zu nennen.

Die Angst vor dem Abgelehnt zu werden vor dem Anderen, ein Nein zu kassieren. An den bereits zuvor durchdachten absurden Gedanken was der Andere sagen und denken könnte.

Meine Ex-Freundin hatte zum Beispiel die Angewohnheit nicht ihre Bitte konkret vorzutragen, sondern immer über eine „Vor(an)frage“ mich zu fangen. Hast du da Zeit? – Somit weiß sie das ich da nichts vorhabe – und sie hat mich gleich auf der Beziehungsebene, wenn ich nun die Bitte für diesen Tag ablehne. Ich fühle mich schuldig und schaffe nicht nein zu sagen. Es brauchte sehr lange, bis ich diese Taktik überhaupt wahr nahm.

Wie man dem entkommt, interessiert euch vielleicht auch!? In dem ich erst mal eine Gegenfrage stelle wie z.B. „Wieso, um was geht es?“ steh ich nicht mehr in Bedrängnis.

Eine Bitte zu stellen heißt aber eigentlich MUT, Mut sich was zu trauen, was über die Jahre untergegangen ist. Was man in der Kindheit auf Grund von negativen Erfahrung abgeschafft hat. Als Schutz nicht weiter verletzt zu werden.

 Helfen heißt auch Interesse am anderen zu haben. Jemand der Hilfe braucht zu unterstützen und für einen Moment eine Gemeinschaft sein. Aus dem Helfen heraus entseht Dankbarkeit des Gegenüber was wiederum ein gutes Gefühl einem selbst gibt.

Um etwas Bitten bekomme ich sicher nicht im Hochstressbereich hin, einer Anspannung von 70% hin. Bei einer Anspannung von 30-60 ist es sicher machbar. Das ganze braucht Übung, aber hilft mit der Zeit ungemein.

Inzwischen schaffe ich das schon bei richtig schwierigen Themen, wie die Beantragung einer sozialpädagogischen Familienhilfe beim Jugendamt, oder bei sonst einer Behörde. Klar läuft das noch nicht spontan ab. Es braucht Vorbereitung, Bedenkzeit, ein Abwägen des Für und Widers – aber ich trau mich!  🙂

Skill: Nein sagen

Skill: Nein sagen  

Was ist das Ziel dieses Skills? Überlegt und freiwillig nein oder ja sagen, weil man es selbst möchte.

Checkliste zum Nein – Sagen

–   Ist die Bitte des anderen klar und deutlich formuliert?

– Was ist das genau, was ich tun soll? (Eine Arbeit, ein Gefallen, soll ich etwas geben?,…)

–  Weiß ich evtl. was ich ablehnen werde?

Meine Fähigkeit:

–          Will ich der Person das geben oder tun, was sie möchte?

–          Wie viel Zeit, Lust, Kraft und Energie habe ich gerade selbst dafür?

–          Was muss evtl. Leiden oder zurücktreten, wenn ich der Bitte nachkomme?

–          Wer ist es, der mich um einen Gefallen bittet?

 Freie Entscheidungsmöglichkeit:

–          Hat die Person Macht über mich? (Vorgesetzter,…)

Zeitpunkt:

–          Ist es ein günstiger Zeitpunkt nein zu sagen? (Oder doch lieber unter vier Augen, oder persönlich und nicht am Telefon, …)

Wichtig ist es das Anliegen, der anderen Person fertig anhören und sie Ausreden lassen!

Rechte:

–          Würde ein Nein, die Rechte der Person verletzen? (z.B. in der Erziehung)

–          Bin ich verpflichtet der Person das zu geben, was sie von mir möchte?

Zuständigkeit:

–          Liegt die Bitte innerhalb ihrer Befugnis?

–          Betrifft die Bitte mich direkt und kann ich es entscheiden? Oder muss ich andere hinzuziehen, die es mitentscheiden müssen, weil es sie auch betrifft?

–          Beziehung – Gegenseitigkeit:

–          Ist die Bitte der Beziehung angemessen?

–          Was ist seine Motivation für die Bitte?

–          Bin ich der Person einen Gefallen schuldig?

–          Tut die Person viel für mich?

Realitätsprüfung! – evtl. darüber mit Person sprechen, verhandeln

Ziele:

–          Sind mir die möglichen Konsequenzen bewusst?

–          Ist die Ablehnung wichtiger wie die Beziehung?

–          Werde ich evtl. unangenehme Gefühle haben, weil ich nein gesagt habe? Kann ich damit umgehen?

–          Steht ein Nein im Konflikt mit langfristigen Zielen? (siehe Orientierung auf Beziehung, Ziel und Selbstachtung)

–          Wird Zurückhaltung zum jetzigen Zeitpunkt die Situation entspannen aber auf Dauer zum Problem führen?

Selbstachtung:

–          Was sagt mein Bauchgefühl / Intuition?

 

Manchmal ist es sinnvoll zuvor den Skill „Vorsicht Falle“ anzuwenden oder auch ein Gefühlsprotokoll zu schreiben.

Angst vor Konsequenzen beim Nein sagen drängen uns z.T. dazu nein oder ja zu sagen. Oft stecken irgendwelche Glaubenssätze und Grundannahmen aus der Vergangenheit dahinter, das einem das „NEIN“ schwer fällt.

Das zeigt, das es oft nicht damit getan ist den Skill Nein sagen zu üben. Hier geht es oft auch um Glaubenssätze und Umgang mit Gefühlen.

Ein wichtiger Bestandteil dieses Skills ist es zu Warten. Sich Zeit geben für die Entscheidung. Dazu gehört es auch um eine Bedenkzeit zu Bitten und auch auf diese zu bestehen.

Wenn es zum Nein kommt, muss dieses auch nicht ausführlich begründet werden. Denn: ICH habe ein RECHT NEIN zu sagen!!!

So wird man auch ernster genommen und der Selbstwert kann wachsen 😉

NEIN ist nicht automatisch etwas gegen einen persönlich. Oft gibt es gute gründe für das Nein, welche wir nicht immer sehen. Evtl. kann man später nochmals darüber reden und die Gründe erfragen damit man es besser versteht. Schreien bedeutet kein automatisches „NEIN“ – der Gegenüber weiß durch die Emotionalität nicht was Sache ist. Es zeigt nur die Unsicherheit und man ist nicht Glaubwürdig!

 Anbei die Checkliste als PDF zum Ausdrucken: Checkliste Nein sagen

Quelle: Interaktives Skillstraining für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie, 5 Tipps zum Nein sagen von Tanja Konnerth (Zeitzuleben)

A.R 2014

Modul: Zwischenmenschliche Fertigkeiten – Skill: Nein sagen – meine Gedanken dazu

Modul: Zwischenmenschliche Fertigkeiten – Skill: Nein sagen – meine Gedanken dazu

Ich weiß, das ich mich hier schon ewig nicht mehr mit Modulneuigkeiten und Skills gemeldet habe. Das Leben in der Realität fordert mich ganz schön. Familie, Arbeit und meine Mitmenschen fordern mich immer noch sehr, denn Fakt ist: manche Skills fallen mir immer noch sehr schwer und dazu gehören v.a. Skills aus den Modulen zwischenmenschliche Fertigkeiten und Selbstwert. Diese 2 Module sind mir auch noch nach 3 Jahren DBT ein Graus.

Das soll nicht heißen das ihr es gar nicht erst versuchen sollt anzuwenden, nein, es bedeutet eher, das dass eben ein langwieriger Prozess ist, der es aber Wert ist anzugehen!

Zu einem meiner Knackpunkte gehört eben auch das Nein sagen. Ich habe eben ein Helfersyndrom. Ich versuche immer und überall alles retten zu wollen und biete mich einerseits schon selbst an oder eben andere fragen mich und ich sag mal wieder „JA“ statt entweder zu sagen „ich brauche kurz Bedenkzeit“ oder ein deutliches „NEIN“.

Und das macht wieder deutlich was an meinem Selbstwert. Das nagt. Denn im Nachhinein sehe ich den Fehler. Denn ich habe keine Zeit für mich und das was mir wichtig ist, da ich überall springe und meine Bedürfnisse übergehe.

 An was liegt das?

–         ich möchte niemandes enttäuschen / verletzen,

–         ich will nicht egoistisch wirken

–         ich möchte Harmonie

–         ich möchte nicht abgelehnt / verlassen werden

–         ein Nein löst viele Glaubenssätze und unangenehme Gefühle in mir aus

–         das Gefühl diese unangenehme Gefühle nicht aushalten zu können

– Angst vor Konsequenzen

 

Skill Orientierung auf die Selbstachtung – Teil 3 von 3

 Skill Orientierung auf die Selbstachtung – Teil 3 von 3

Wie kann ich meinen Selbstwert stabilisieren?

Vieles davon gehört auch in das Modul Selbstwert. Das sind Skills wie:

  • Fairer Blick
  • Inseln
  • Frust ausbalancieren
  • Arbeit an den Glaubenssätzen
  • Validieren

 

Wichtig ist es seine Bedürfnisse achtsam wahr zu nehmen und dementsprechend zu handeln. Auch ist es wichtig seine Werte und Überzeugungen zu respektieren und ein positives Gefühl zu sich selbst zu entwickeln.

Auch hier hat Bohus und Wolf uns eine Checkliste an die Hand gegeben – die Fair-Skills:

Fairness: Sei fair zu dir, wie zu anderen Menschen auch

Rechtfertige dich nicht dauernd!

Entschuldige dich nicht für alles!

Jeder darf um etwas Bitten und eigener Meinung sein!!!!

 Akzeptanz: Akzeptiere deine Entscheidung und lass dich nicht davon abbringen!

Innere Werte: Opfere nicht deine Wertvorstellungen. Das ist kein Ziel und keine Beziehung wert!

 Realität: Vermeide es zu lügen!

Vermeide es dich hilflos zu geben wenn du es nicht bist

Vermeide es zu übertreiben!

 Quelle: Interaktives Skillstraining für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie.

A.R 2013

 

Skill Orientierung auf die Beziehung – Teil 2 von 3

Hier geht es nun um Teil 2 von 3 –

Skill Orientierung auf die Beziehung

Ziel dieser Orientierung ist es: die Beziehung Aufrecht zu erhalten oder zu verbessern! Während ich versuche mein Ziel zu verfolgen und meine Selbstachtung trotzdem wahre.

Die Checkliste nach dem Skills Manual werden für das Beziehungsorientierte handeln von Bohus und Wolf hierfür LIVE Fertigkeiten genannt:

Lächeln:               Sei freundlich und liebenswürdig.

Formuliere Ärger höflich in einer „Ich“ Botschaft anstelle einer „Du“ Botschaft.

Vermeide verbalen oder körperlichen Angriff!

Interesse zeigen:          Zeige Interesse an deinem Gegenüber

                            Höre ihm zu ohne zu unterbrechen oder ins Wort zu fallen!

Validieren:            Zeige dem anderen, das du seine subjektive Sichtweise verstehst! Das heißt NICHT, das du das für das einzig richtige und wahre halten musst oder es gut heißt!!! Man anerkennt nur die subjektive Sichtweise des anderen!

Easy nehmen:         Lächle leicht! (siehe anderer Skill)

                            Sei humorvoll!

                            Schmeichel wenn nötig

                            Und besänftige!

Das positive: Unter diesen Fertigkeiten leidet dein eigener Selbstwert nicht! Aber es trägt enorm für eine entspanntere Beziehungsatmosphäre bei!

Quelle: Interaktives Skillstraining  für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie.

A.R 2013

 

Einführung – Orientierung auf Ziel, Beziehung, Selbstachtung

Im Modul Zwischenmenschliche Fertigkeiten geht es wie man schon erahnen kann um die Interaktion mit anderen. Mir fällt das oft sehr schwer. Das ist ein Bereich, der trotz den vielen Übungen noch schwer fällt und immer wieder ins wanken bringt. Sei es familiäre Konflikte. Da sind v.a. Gefühle zu meiner Ursprungsfamilie, die mich ins wanken bringen aber auch Konflikte mit meinem Mann oder meiner Tochter. Meine Tochter ist, wie ich es schon öfter erwähnt habe mein Spiegel meine Seele. Sie übersetzt mein seelisches Befinden nach außen hin. Und das eben immer dann, wenn ich etwas nicht wahr haben will, überspielen will, weil es mich emotional ziemlich mitnimmt. Im Moment ist es die Arbeit und dadurch ist sie im Moment auf der Ebene wieder sehr aktiv und ich am Limit. Okay inzwischen weiß ich das ja und kann etwas lockerer damit umgehen, aber anstrengend bleibt es.

Weitere zwischenmenschliche Konfliktfelder können sein:

–         Arbeit / Arbeitskollegen

–         Nachbarschaft

–         Freunde

–         Aber auch Dienstleistungsunternehmen etc. können welche werden

Auf was kommt es in zwischenmenschlichen Beziehungen an?

–         meistens gibt es ein Ziel, ein Wunsch oder ein Bedürfnis das beide Parteien haben

–         es gibt eine Beziehungsart. Zum Teil eine sehr feste Beziehung, in einer Partnerschaft, zum Teil eine oberflächliche als Beispiel beim Arzt – der Arzt bekommt Geld für seine Leistung und ich bekomme eine Untersuchung, damit ich Gesund bleibe

–         dann gibt es noch einen dritten Bereich, der oftmals sehr unterschätzt wird. Die Selbstachtung. Wie geht es mir während des Kontaktes mit den Gegenüber. Wie fühle ich mich davor, währenddessen, danach? Gebe ich klein bei, weil ich einen sehr geringen Selbstwert habe oder kann ich dem gegenüber stand halten?

Vor jeder zwischenmenschlichen Situation, die für einen kritisch erscheint – man darüber nachgrübelt – Bauchgrummeln,… hat – sollte man sich deshalb im klaren sein, was denn das eigene Ziel dieses Kontaktes ist. Vor allem vor Bewerbungsgesprächen, Krisengesprächen,… ist es sinnvoll.

Nicht jedes Glied (die 3 Punkte von oben) kann gleichermaßen stark verfolgt werden, da es sonst zu keinem Ergebnis kommen wird. Wo  setze ich meine Prioritäten?

–         Wie wichtig ist es mir mein Ziel durchzusetzen?

–         Wie wichtig ist mir die Beziehung mit meinem Gegenüber? Was soll diese Person nach dem Gespräch über mich denken?

–         Wie möchte ich mich während des Gesprächs und danach fühlen? (hier geht es um die Selbstachtung)

Insgesamt habe ich 100% zu vergeben. Nun ist es an der Zeit diese zu verteilen! Auch ist wichtig dran zu denken, das ich mir nur Gedanken über meine 50% machen kann; der Anteil von mir und meinem Gespräch und Verhalten. Das von meinem Gegenüber kann ich nicht beeinflussen!

 Quelle: Interaktives Skillstraining  für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie.

A.R 2013

Glaubenssätze

Glaubenssätze sind Lebensregeln, die Menschen für wahr halten und sie es wird gedacht, das sie auf einen selbst zutreffen und auf die Welt. Sie geben uns Kontinuität und Sicherheit. Grundannahmen sind oft unbewusst. Sie sind in unserem Unterbewusstsein fest verankert.  Diese Glaubenssätze und die damit verbundenen Bewertungen und Verhalten spielen sich automatisch ab. Es sind automatische Habdlungsabläufe.

„Wer nicht hören kann, muss fühlen.“

„frechen Kinder bekommen nichts.“

„ Ich werde nur geliebt, wenn ich Leistung bringe.“

Laut dem Buch „Bring endlich Licht ins Dunkle deiner Glaubenssätze“ von Siranus Sven von Staden wird gesagt, dass wir im Laufe eines Tages maximal  5% bewusst wahrnehmen. Mindestens 95% laufen völlig unbewusst ab.

In der DBT / Psychotherapie nennt man solche, oft  unbewusst wirkenden Tyrannen, (einschränkende) Glaubenssätze. Sie sind ein zentrales Thema, hindern uns doch oft an der Verwirklichung von Zielen oder sorgen dafür, dass die eigene Meinung nicht geäußert und kontroverse Standpunkte nicht vertreten werden. Um nur ein paar Auswirkungen zu nennen.

Andere Bezeichnungen für die Tyrannen können Glaubenssätze, kleiner Kerl im Ohr, innerer Schweinehund, innerer Kritiker, Saboteur, Teufelchen, ,… sein.

Glaubenssätze müssen nicht negativ sein. Sie können auch hilfreich sein. Es sind Überzeugungen die auf komplexen inneren Denkprozessen und Erfahrungen beruhen. Sie drücken aus, was wir für wahr halten. Glaubenssätze haben einen starken Einfluss auf unser Denken, Fühlen und Verhalten.

Wenn sie uns jedoch, wie oben beschrieben hindern etwas zu tun oder zu lassen; wir tun etwas nicht oder sehen nur eine einzige Möglichkeit oder Vorgehensweise dann sind diese Glaubenssätze „negativ“, da sie uns blockieren. Dann drehen wir uns in einem Hamsterrad und jeder Versuch rauszukommen scheitert. Dann sollten sie auf ihre Realität im „Hier und Jetzt“ überprüft werden. Es gibt sicher einige hinderliche Glaubenssätze, die in der Tiefe des Unterbewusstseins für uns (noch) gar nicht zugänglich sind. Es sind eine Art „blinder Flecken“.

Beziehen können sich die hinderlichen Glaubenssätze:

a)     auf die eigene Person: „Dafür bin zu alt.“,

b)     auf die Beziehung zu anderen „Immer muss ich alles alleine machen.“ oder

c)      auf die Welt als solche „Dieser Planet steht am Rande des Zusammenbruchs, das macht doch keinen Sinn mehr.“

Der Ursprung solcher Glaubenssätze liegt oft in der Kindheit. Wir übernehmen die Sprüche der Erwachsenen um uns herum und halten sie für wahr. Auch als Erwachsene übernehmen wir Glaubenseinstellungen oder Lebenskonzepte, beispielsweise vom Partner oder von Vorgesetzten. Das passiert im Normalfall unbewusst. Glaubenssätze prägen  unsere Erwartungen – und entsprechend dieser bewerten wir alles. Sie sind Interpretationen und Verallgemeinerungen aus früheren Erfahrungen sowie individuellen Theorien, warum etwas so und nicht anders ist und sind Grundlage des alltäglichen Handelns und für den Einsatz der Fähigkeiten.

Früher waren wir von unseren Eltern abhängig. Wir brauchten sie, damit wir überleben konnten. Heute jedoch sind wir Erwachsen, sind für uns alleine verantwortlich. Wir können nun Glaubenssätze hinterfragen, um- bewerten und neue Glaubenssätze einüben!

Es gibt zwei Arten von Glaubenssätzen:

–         Regeln: Ursache-Wirkung („wenn…, dann…“, „Weil…“) und Komplexe Äquivalenzen („X bedeutet Y“)

–         Annahmen: „Es ist nun mal so…“, „Die Menschen / Das Leben…“, „Man kann/darf/soll/muss/ist (nicht) …“, „Ich bin…“

–         Echte Glaubenssätze halten wir für so wahr, dass es schwer ist, sie als solche zu entdecken.(„Es weiß doch jeder, dass…“).

Wie werden Glaubenssätze geprägt:

–         durch Wiederholung, was dann zu Gewohnheit wird.

–         durch Autoritäten (Eltern, Lehrer, Chef,…) und deren Aussagen. Alles was ein Kind in den ersten 6 Jahren hört, sieht oder auf irgendeine andere Weise wahrnimmt geht direkt in sein Unterbewusstsein.

–         durch andere Prägungssituationen / Erfahrungen

Wofür sind Glaubenssätze wichtig?

Sie geben und schaffen uns Sicherheit. Neue, andere Sätze können Angst machen, da unsere bisherige Identität fehlt.

Glaubenssätze helfen uns dabei, Informationen rasch und sicher einzuordnen und schnell darauf zu reagieren(automatischer Handlungsablauf). So geben sie unserem Leben Stabilität und Kontinuität und sichern unser Überleben.

So müssen wir uns zum Beispiel nicht überlegen, ob der Stein, den wir fallen lassen, nach oben oder nach unten fällt, und uns auch nicht jeden Tag neu davon überzeugen, was passiert, wenn wir keinen Filterbeutel im Staubsauger installieren.

Glaubenssätze stützen sich auf:

–         Entscheidungen

–         Erinnerungen

–         Einstellung

–         Sie geben ein Gefühl von Sicherheit

–         Sie sind eine Realitätsstrategie?

Selbsterfüllende Prophezeiung: Wer es für unmöglich hält, ein Ziel zu erreichen, wird immer scheitern, selbst wenn sich außenstehende bemühen, ihn von der Erreichbarkeit zu überzeugen.

Positive Erfahrungen und Überzeugungen sind Ressourcen und Energiequellen. Leider schenken wir negativen Ereignissen, Erfahrungen und Gesagtem viel mehr Raum, wie dem Positven. Wir sollten versuchen dem Positiven mehr Raum zu geben. Wichtig ist es sich zum einen, die positiven Erfahrungen im Gedächtnis Wach halten, in dem man alle Sinneseindrücke in diesem Moment abspeichert. Zum anderen sollte man versuchen neue positive Glaubenssätze zu formulierenn. Solche positiven Erinnerungen können durch einen Anker gefestigt werden. Ein Anker könnte zum Beispiel ein Talisman sein, der einen an  das Ziel „Schlank sein“ erinnert, aber auch Berührungen (taktile Sinnesreize), Mimik und Bilder (visuelle Sinnesreize), Geräusche / Gesagtes (auditive Sinnesreize) oder olfaktorische Sinnesreize (Gerüche) können als Ankerfunktion dienen.

Laut dem Buch „Bring endlich Licht ins Dunkle deiner Glaubenssätze“ von Siranus Sven von Staden würden statistisch gesehen ein Drittel aller medizinischen Heilungen auf dem Placeboeffekt beruhen.

„Grundannahmen / Glaubenssätze sind wie ein Virus im Computer: Wir sehen ihn meistens nicht, aber wir merken, dass etwas schief läuft.“ (Quelle: Infoblatt 9 Selbstwert, DBT ) Dieser Satz kann uns helfen Distanz reinzubekommen. Die Festplatte ist in dem Fall unser Gehirn.

Ziel des Skills Grunannahmen protokollieren und überprüfen:

Weg von polarisierendem Denken, hin zur Balance. „Es kann so sein…., aber auch so….“

– Aufspüren von Glaubenssätzen, bennen dieser.

– Überprüfen von Glaubenssätzen ob sie a) heute noch zutreffen b) noch sinnvoll sind

– alternative Gesichtspunkte und Formulierungen suchen

– neue Glaubenssätze ausprobieren.

Sie können selbst:

– bestimmen

– (sind Erwachsen)

– (sind kein Kind mehr)

– ihre Umgebung beeinflussen und steuern.

– ihre Mitmenschen auswählen

– günstige Bedingungen schaffen

Was ich ganz witzig fand in der DBT Skillsgruppe:

Die Skillsgruppe ist wie ein Antivirus Programm. Sie dient der Erarbeitung des Virenschutzprogrammes und Herstellung einer Firewall.

Virus entdecken, entschlüsseln und erkennen (welches Programm ich brauche), braucht Zeit!!!

 

Quelle: Interaktives Skillstraining  für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie. „Bring endlich Licht ins Dunkle deiner Glaubenssätze“ von Siranus Sven von Staden

desweges, 10/2013

Skill: ABC Gesund

Noch was Geschriebenes auf der Festplatte gefunden, was ich noch nicht eingestellt hatte. Schande über mich 😉 LG

Skill ABC Gesund

 Wichtig ist es den Baum mit Nährstoffen zu versorgen, damit die Wurzeln kräftig werden, sich im Boden verankern können und den Baum (uns als Person) halten kann.

Schlechte Ereignisse / Erlebnisse ziehen an dem Baumstamm. Wenn die Wurzeln schwach sind, weil sie zu wenig Nährstoffe erhalten, kann der Baum den schlechten Erlebnissen nicht mehr stand halten.

Aus was besteht dieser Skill:

A       ngenehme Gefühle sammeln:

Angenehm ist eigentlich schon eine Bewertung. Wichtig ist herauszufinden, was einem gut tut / für einem angenehm ist. Man versucht so angenehme Gefühle zu erzeugen, die einen stabilisieren, wenn anderes seine „Nährstoffe“ für den gesunden Boden rauben.

Wichtig ist es langsam an diese Sache heran zu gehen. Sich einzelne Dinge aus einer Liste „angenehmer Aktivitäten“ aussuchen und ausprobieren. Es geht um das achtsame ausprobieren – also nicht zu bewerten 😉 – einfach Erfahrung stehen lassen.

Angenehme Aktivität heißt bewusstes tun und im „Hier und Jetzt“ erleben!

Es wird versucht ein Gleichgewicht herzustellen. Auf der einen Seite als Gewicht liegen schwierige Alltagssituationen und das Gegengewicht sollen unsere „positiven“ / angenehmen Erfahrungen sein. Je mehr schlechtes / schwieriges die Woche bringt oder gebracht hat, desto mehr angenehme Dinge brauche ich um eine Balance herzustellen. (siehe auch Skill: Frust ausbalancieren)

Ziele werden auf kleinen Schritten (leisen Sohlen) erreicht! – Es geht darum den Weg zu gehen und es geht nicht um das Ergebnis!!!

Liste angenehmer Aktivitäten gibt es hier:

http://www.fragen-therapie.de/uploads/media/Angenehme_Aktivitaeten.pdf

 http://www.uni-kiel.de/med-psych/download/Liste.pdf

http://wwwpsy.uni-muenster.de/imperia/md/content/psychotherapie_ambulanz/aktivit__tenliste.pdf

http://www.praxis-hoffeld.de/Liste.pdf

http://www.dr-thommen.ch/Liste%20angenehmer%20Aktivitaeten.pdf

http://www.psychosomatikpraxis-leonberg.de/downloads/Liste%20angenehmer%20Ereignisse.pdf

http://www.angst-und-depri.info/themen/angereign.html

http://www.ellviva.de/files/PDF_VG52_S34-36_Angenehme_Aktivitaeten_0.pdf

http://bipolar-shg-nt.jimdo.com/downloads-hilfslisten-vorlagen-wochenplan-flyer/

http://www.frauenzentrale-ar.ch/fileadmin/PDF-Dokumente/Liste_angenehmer_Aktivitaeten.doc

B     auen von Verantwortung

Hier geht es um kleine Dinge wie: sich um seine Haustiere kümmern, die Spülmaschine ein- und ausräumen,…

Das schöne ist, das gerade Haustiere einem eine positive Rückmeldung geben J

Hier geht es um die Bereitschaft die Welt besser zu machen (jedenfalls ein kleines Stück 😉  ) auch wenn die eigene Biografie viel negatives beinhaltet / negativ war.

C       haos durch Planung vorbeugen (Hier ist auch emotionales Chaos gemeint)

Ziel ist es Situationen, die vorhersehbar sind  hinzubekommen, ohne das man sich überfordert fühlt.

Oft lenken unsere Wahrnehmungen und Interpretationen unsere Gefühle. Wenn wir eine Situation vorab schon als „schwierig“ oder „unangenehm“ bewerten, entstehen häufig unangenehme Gefühle.

Wie erreiche ich das so was nicht passiert?

1.     Ich benenne die Situation, die wahrscheinlich schwierig wird , bzw. unangenehme Gefühle verursacht:

 

2.     Welche Emotion habe ich dabei? Evtl. zuerst nach Handlungsimpuls schauen – was würde ich am liebsten tun?

 

3.     Was kann ich an der Situation…

… beeinflussen

…. nicht beinflussen

    

4.     Was kann ich tun, um den Verlauf der beeinflussbaren Dingen zu verbessern?

 

 

 

5.     Was kann ich tun, um die nicht beeinflussbaren Dinge auszuhalten? Welche Fertigkeiten/ Skills könnte ich gebrauchen/ nutzen?

 

G E S U N D wie:

G       ymnastik und Bewegung

Durch Bewegung werden Stresshormone abgebaut. Stresshormone werden in Anspannungssituationen viel produziert!

Bewegung wirkt auch antidepressiv.

Auch werden Kalorien verbraucht 😉 und können evtl. für eine positivere Energiebilanz genutzt werden.

E       ssen und Trinken

Genügend zu Trinken wirkt antidissoziativ. Das Gehirn braucht viel Flüssigkeit. Wenn es zu wenig Flüssigkeit hat verursacht es Stress. Bei z.B. 0,5l Flüssigkeit braucht es nur einen kleinen Reiz um eine Dissoziation auszulösen. Bei 3l Flüssigkeit können mehr reize gepuffert werden, ohne das es zu einer Dissoziation kommt.

Dissoziation: Der Begriff Dissoziation beschreibt in der Psychologie die Trennung von Wahrnehmungs- und Gedächtnisinhalten, welche normalerweise assoziiert sind. Hierdurch kann die integrative Funktion des Bewusstseins, des Gedächtnisses, der Wahrnehmung und der Identität beeinträchtigt werden (Quelle: Wikipedia)

Siehe auch:  http://www.infonetz-dissoziation.de/p-dissoziation.html

Beim Essen sollte man auf:

–         Regelmäßigkeit

–         Nährstoffgehalt

,… achten

S       chlaf

DONT´s für abends – Dinge die man nicht tun sollte:

–         Kaffee trinken

–         Rauchen

–         Horrorfilm schauen

–         Pfefferminztee trinken

Do´s für abends – Dinge, die förderlich sind:

–         Lesen

–         Musik hören

–         Regelmäßigen Tagesrhythmus einhalten

UN   tersuchungen

Wichtig ist hier eine Balance zu finden zwischen hypochondrischen – hinter jeder Kleinigkeit eine schlimme Krankheit sehen und  – nicht zum Arzt gehen, wenn es nötig ist oder nicht zu Vorsorgeuntersuchungen gehen.

D      rogen und Alkohol

Sollten nicht eingenommen werden, da sie sehr viel Einfluss auf unsere Gesundheit und Bewusstsein haben!

Quelle: Interaktives Skillstraining  für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie.

A.R 2013