Tag 2 nach Krise

Auch wenn es mir im Momemt verdammt schwer fällt mich aus dem Bett zu bewegen, aus meiner Sicherheitsburg, war ich heute bei Weight Watchers und in der Therapie.

Es kostet so viel Überwindung, weil es man mir anseht das es mir gerade nicht gut geht und viele danach fragen. Und das Fragen ist noch anstrengender. Wie kann ma das erklären? Psychische Krankheiten sind stigmatisiert. Depression geht ja vielleicht noch ein Hauch, aber Borderline?

Ja, ich zeige es nach außen nicht, nur das Lächeln fällt mir inzwischen auch schwer. Und das kennen die meisten von mir nicht. Versuche immer optimistisch zu sein, auch wenn es innendrin ganz anders aussieht und mich Selbstzweifel plagen.

Ja,  ich habe im Moment Suizidgedanken. Sie sind da. Sie nehmen mehr Raum ein. Meine Therapeutin weiß das. Das Durchspielen ist wieder da. Der Sinn des Lebens ist gerade recht fern. Dennoch kämpfe ich weiter.

Steh auf Autopilot! Es muss gehen! Kann meine Familie nicht im Stich lassen. Das kann ich ihnen nicht antun! So lange das noch ist, ist es gut. Nur nun darf nichts mehr wegbrechen!

Ich darf auf Arbeit nicht fehlen! Sonst schmeißen sie mich, jedenfalls wenn ich psychiatrisch stationär geh. Mutter-Kind Kur ist was anderes, das wird noch so akzeptiert aber bei gewissen Ex-Bereichskollegen sicher auch der Mund zerissen.  Nur ich brauch sie dringend, bevor ich ganz kompensiere!

(Auch da hat sich was getan während ich das hier schrieb. Die Praxis meine Psychiaterin hat angerufen. Meine Ärztin fällt länger aus. Es ist aber eine Gemeinschaftspraxis, die andere Ärztin übernimmt nun mein Attest und füllt es zusätzlich zu dem vom Hausarzt aus. 🙂  – da glaub ich doch wieder an das Gute und  an Fügung – Das tut heute echt gut und gibt mir Mut das sich bald wieder etwas ändert.)

Es heißt Zeit zu überstehen, Gefühle zu lassen und aushalten und achtsames wahrnehmen. Pausen einbauen wo es geht. Das heißt im Moment für mich viel allein für mich sein und zu wissen mein Mann und meine Tochter sind da, aber sie lassen mir auch Zeit für mich! Bin im Moment nicht der Gesprächigste im alltäglichen Leben, denn vieles kann ich dort nicht sagen, weil dort gleich alle Alarmglocken gehen. Nur ganz wenige vertrauen mir und meiner Einschätzung ob es geht oder nicht.

Was hat mir die Therapie heute gebracht? Etwas mehr Selbstvertrauen, das ich die Situation gut gemeistert habe und doch einiges daraus mitnahm. Auch wenn es mir verdammt schwer fiel das mit meinen Gedanken und so zu sagen.

Es ist ein massiver Konflikt, der mein wunder Punkt getriggert hat. Und auch Hauptverletzungspunkt ist. Meine Angst Allein zu sein, Allein dazustehen. Dadurch brechen gerade auch wieder alle Symptome aus mir raus und vereinnahmen mich.

 Sicher trauer ich der kaputten Freundschaft hinterher, da es viel mit meinem Thema: Angst – sozial alleine dastehen –  zu tun hat. Es hat mir aber auch gezeigt wie sehr mich diese Freundschaft in Stress und Alarmbereitschaft setzt. Aus diesem Blickwinkel gesehen ist es auch Erleichterung. Keine Verpflichtung zu haben. Sein zu können wie es mir gerade geht, mich nicht verstellen zu müssen, weil man damit nicht umgehen kann, sich nicht ständig schuldig zu fühlen und abhängig …

Es hat mich darin bestärkt für mich und meine Tochter  und unsere Bedürfnisse einzustehen auch gegen jemand anders. Im Endeffekt auf das Nein Beharren.

Wichtig ist es für mich weiter an meinem Selbstwert zu arbeiten und da ich mich festige. (Fels in der Brandung werde). Ich soll weiter üben Emotionen zu bennenen und versuchen sie auszuhalten. Und nicht mich in Emotionen reinziehen zu lassen, die andere wieder erneut entfachen. Weiterhin ist es wichtig auf meine Bedürfnisse und mein Bauchgefühl zu hören und danach zu handeln. Was auch solangsam besser wird 😉

EFT werde ich erstmal etwas hinten anstellen, das es mir gerade in diesem „stürmischen Seewasser“ sonst zu arg von einem Problem ins nächste befördert. Ist mir auch passiert, als ich versuchte meine Essstörung wieder in den Griff zu bekommen. Aber jetzt weiß ich wieso das passiert ist.

Wie schnell 3, 4 Wochen vergehen

Hab gestern auf dem Kalender gesehen, das ich Dienstag seit langem – glaub 4 Wochen wieder Therapie habe. Voll ungewohnt.

Wie geht es mir ohne wöchentliche Therapiestunden? Hm? Stressfreier. Keine Therapiehausaufgaben, keine Vor- und Nachbereitung und weniger aufwühlen des Alten.

Ist es gut so? Glaube nicht. Versuche glaube ich gerade etwas zu vermeiden. Etwas was mir Angst macht, etwas was unangenehm ist und mich belastet, denn es geht an die Vergangenheit. Vergangenheit ist nicht gut. Da steckt viel dahinter. Vieles was ich doch gerne verdränge und nicht an die Oberfläche lassen möchte.

Im Moment geht es um die Bewilligung weiterer Stunden. Es sind noch 1-2 Stunden und dann sind die bewilligten Stunden voll. Auch weiß ich nicht, ob der Antrag an die Kasse bereits unterwegs ist, oder ob alles noch bei meiner Ärztin liegt und die ist ja, wie ich bereits geschrieben habe länger krank.

Will ich das? Will ich das nicht? Ich schwanke. Ich schwanke sehr. Wenn es mir gerade ganz gut geht, dann denke ich mir ich komme alleine klar, aber was ist, wenn ich wieder einbreche? Dann kann ich mich nicht strukturieren und analysieren und rutsche in alte Muster.

Wieso muss das so verdammt schwer sein, Entscheidungen zu treffen, mit der Krankenkasse zu kommunizieren, mit den Ärzten zu reden, sich behandeln lassen, Therapie zu machen,…

Merke immer wieder, das ich doch gerne auf dem alten, gewohnten, vertrauten und sicheren Weg bleiben möchte. Neues und unvorhersehbares macht mir Angst. Angst die mich nicht mehr aus dem grübeln raus lässt und Tag und Nacht begleitet.

Wo sehe ich die Probleme wegen der Therapie? Mir fällt es schwer, bei einem Thema zu bleiben. Innerhalb 2 Wochen sind manchmal ganz andere Problemfelder aktiv. Und dann möchte ich gerne an diesem Thema arbeiten. Meine Therapeutin meinte jedoch, das wir an einem Thema bleiben sollten. Damit wir voran kommen.

 Das stresst mich. Nicht, weil ich nicht an dem Thema bleiben möchte und arbeiten möchte. Nein, mir fällt es einfacher über die Glaubenssätze und Emotionen zu reden, die gerade aktiv ist. Wenn ich gerade kein wirkliches Problem mit meiner Tochter habe finde ich es schwer mich in eine solche Situation reinzudenken. In den letzten Wochen war nicht meine Tochter das „Problem“ – hin und wieder Kleinigkeiten, eher war es meine Unzufriedenheit mit mir und meinem Gewicht und dem Gefühl den stabilen Boden unter den Füßen verloren zu haben. Den Boden fand ich eine ganze Zeit sehr stabil. Bereits um Weihnachten rum glaubte ich das er zu brökeln beginnt. Trotzdem ignorierte ich es. Seit Januar tümple ich an 2-4 Kilo rum. Rauf und runter, runter und rauf. Die letzten 3 Wochen wurde es nur noch ein rauf. 2,5 Kilo. Und es ist, trotz EFT Klopfübungen so mühsam die wieder runter zu bekommen. Die Sucht nach Schoki ist wieder voll da. Das nervt mich gewaltig und führt zu Selbsthass.

Auch beschäftigt mich gerade der Kurantrag und ob meine Psychiaterin im Juli beim nächsten Termin wieder da ist. Was wenn nicht? Wo bekomme ich meine Medis v.a. das Minipress? Jetzt hab ich es weiter bewilligt bekommen und nun ist die Ärztin krank und nicht da. Bin am überlegen heute mal zum Hausarzt zu gehen und mit ihm drüber zu reden. Wegen der Kur und wegen des Medikamentes. Zumal, wenn ich auf ABC Gesund höre dringend mal wieder Manuelle Therapie nötig ist. Hab ganz schöne Schmerzen im Ledenwirbel- und Halswirbelbereich.

Wahrheit darf man nicht sagen…

… so kommt es mir vor.

Zuerst wird gefragt was los ist und wenn man dann sagt was Sache ist – reagieren andere völlig impulsiv.

Huch? Das war doch sonst meine alte Rolle. Und nun? Nein, ich bin schön ruhig geblieben und habe Argument um Argument gebracht. Klar beschäftigt mich das ganze immer noch und mein Hirn kommt nicht zur Ruhe. Bin völlig angespannt. Aber diese neue Art und Weise von mir hat mich überrascht und irgendwie macht es mich ein wenig stolz.

Normalerweise lege ich auf, beende das Gespräch, flüchte. Ich war es aber nicht. Es gibt jedoch die große Angst in mir – dank verschiedener Glaubenssätze – das ich gerade etwas losgetreten habe, da ich ja wie immer alleine da stehe. Kommt nun Mobbinggeschichte Nr.3???

Ich hoffe es nicht. Ich will mich diesmal von Anfang an wehren. Ich bin Erwachsen und habe dazu gelernt! Ich muss nicht mehr in die Opferrolle. Ich bin gleich viel wert wie die anderen. Ich muss nicht allem zustimmen und ich darf meine Meinung und meine Argumente vertreten. Klar muss man Komprisse schließen. Das bedeutet aber nicht, das man seine Wertvorstellungen und Ziele völlig aufgeben muss.

 

Sprüche des Tages zu „Herausforderung“

Habe hier schöne Sprüche und Zitate zu dem Thema  Herausforderung gefunden

Herausforderung

Du forderst mich

heraus,

ermutigst mich

zu Gedanken und Gefühlen,

zu Träume und Taten,

die ich mir

ohne dich

nie zugetraut hätte.

 

Sag woher weißt du

eigentlich,

was alles

in mir steckt?

 

© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker

Quelle: »zusammen wachsen« verlag freya, A 4210 Unterweitersdorf

 

***

 

Man wächst an der Herausforderung (unbekannt)

 

***

Viele Herausforderungen fordern neue Wege.

Viele Herausforderungen erfordern gemeinsame Wege.

Viele Herausforderungen erfordern kurze Wege.

Viele Herausforderungen scheitern an Umwegen …

 

© Steffen Seipp (*1979), Diplombetriebswirt und Bachelor of Honou

 

***

 

Jede neue Herausforderung

Ist ein Tor zu neuen Erfahrungen.

 

© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker

Quelle: »Gedankenwege«, Brockmeyer Verlag,

Gefunden hier: http://www.aphorismen.de/suche?f_thema=Herausforderung&seite=2

Glaubenssätze

Glaubenssätze sind Lebensregeln, die Menschen für wahr halten und sie es wird gedacht, das sie auf einen selbst zutreffen und auf die Welt. Sie geben uns Kontinuität und Sicherheit. Grundannahmen sind oft unbewusst. Sie sind in unserem Unterbewusstsein fest verankert.  Diese Glaubenssätze und die damit verbundenen Bewertungen und Verhalten spielen sich automatisch ab. Es sind automatische Habdlungsabläufe.

„Wer nicht hören kann, muss fühlen.“

„frechen Kinder bekommen nichts.“

„ Ich werde nur geliebt, wenn ich Leistung bringe.“

Laut dem Buch „Bring endlich Licht ins Dunkle deiner Glaubenssätze“ von Siranus Sven von Staden wird gesagt, dass wir im Laufe eines Tages maximal  5% bewusst wahrnehmen. Mindestens 95% laufen völlig unbewusst ab.

In der DBT / Psychotherapie nennt man solche, oft  unbewusst wirkenden Tyrannen, (einschränkende) Glaubenssätze. Sie sind ein zentrales Thema, hindern uns doch oft an der Verwirklichung von Zielen oder sorgen dafür, dass die eigene Meinung nicht geäußert und kontroverse Standpunkte nicht vertreten werden. Um nur ein paar Auswirkungen zu nennen.

Andere Bezeichnungen für die Tyrannen können Glaubenssätze, kleiner Kerl im Ohr, innerer Schweinehund, innerer Kritiker, Saboteur, Teufelchen, ,… sein.

Glaubenssätze müssen nicht negativ sein. Sie können auch hilfreich sein. Es sind Überzeugungen die auf komplexen inneren Denkprozessen und Erfahrungen beruhen. Sie drücken aus, was wir für wahr halten. Glaubenssätze haben einen starken Einfluss auf unser Denken, Fühlen und Verhalten.

Wenn sie uns jedoch, wie oben beschrieben hindern etwas zu tun oder zu lassen; wir tun etwas nicht oder sehen nur eine einzige Möglichkeit oder Vorgehensweise dann sind diese Glaubenssätze „negativ“, da sie uns blockieren. Dann drehen wir uns in einem Hamsterrad und jeder Versuch rauszukommen scheitert. Dann sollten sie auf ihre Realität im „Hier und Jetzt“ überprüft werden. Es gibt sicher einige hinderliche Glaubenssätze, die in der Tiefe des Unterbewusstseins für uns (noch) gar nicht zugänglich sind. Es sind eine Art „blinder Flecken“.

Beziehen können sich die hinderlichen Glaubenssätze:

a)     auf die eigene Person: „Dafür bin zu alt.“,

b)     auf die Beziehung zu anderen „Immer muss ich alles alleine machen.“ oder

c)      auf die Welt als solche „Dieser Planet steht am Rande des Zusammenbruchs, das macht doch keinen Sinn mehr.“

Der Ursprung solcher Glaubenssätze liegt oft in der Kindheit. Wir übernehmen die Sprüche der Erwachsenen um uns herum und halten sie für wahr. Auch als Erwachsene übernehmen wir Glaubenseinstellungen oder Lebenskonzepte, beispielsweise vom Partner oder von Vorgesetzten. Das passiert im Normalfall unbewusst. Glaubenssätze prägen  unsere Erwartungen – und entsprechend dieser bewerten wir alles. Sie sind Interpretationen und Verallgemeinerungen aus früheren Erfahrungen sowie individuellen Theorien, warum etwas so und nicht anders ist und sind Grundlage des alltäglichen Handelns und für den Einsatz der Fähigkeiten.

Früher waren wir von unseren Eltern abhängig. Wir brauchten sie, damit wir überleben konnten. Heute jedoch sind wir Erwachsen, sind für uns alleine verantwortlich. Wir können nun Glaubenssätze hinterfragen, um- bewerten und neue Glaubenssätze einüben!

Es gibt zwei Arten von Glaubenssätzen:

–         Regeln: Ursache-Wirkung („wenn…, dann…“, „Weil…“) und Komplexe Äquivalenzen („X bedeutet Y“)

–         Annahmen: „Es ist nun mal so…“, „Die Menschen / Das Leben…“, „Man kann/darf/soll/muss/ist (nicht) …“, „Ich bin…“

–         Echte Glaubenssätze halten wir für so wahr, dass es schwer ist, sie als solche zu entdecken.(„Es weiß doch jeder, dass…“).

Wie werden Glaubenssätze geprägt:

–         durch Wiederholung, was dann zu Gewohnheit wird.

–         durch Autoritäten (Eltern, Lehrer, Chef,…) und deren Aussagen. Alles was ein Kind in den ersten 6 Jahren hört, sieht oder auf irgendeine andere Weise wahrnimmt geht direkt in sein Unterbewusstsein.

–         durch andere Prägungssituationen / Erfahrungen

Wofür sind Glaubenssätze wichtig?

Sie geben und schaffen uns Sicherheit. Neue, andere Sätze können Angst machen, da unsere bisherige Identität fehlt.

Glaubenssätze helfen uns dabei, Informationen rasch und sicher einzuordnen und schnell darauf zu reagieren(automatischer Handlungsablauf). So geben sie unserem Leben Stabilität und Kontinuität und sichern unser Überleben.

So müssen wir uns zum Beispiel nicht überlegen, ob der Stein, den wir fallen lassen, nach oben oder nach unten fällt, und uns auch nicht jeden Tag neu davon überzeugen, was passiert, wenn wir keinen Filterbeutel im Staubsauger installieren.

Glaubenssätze stützen sich auf:

–         Entscheidungen

–         Erinnerungen

–         Einstellung

–         Sie geben ein Gefühl von Sicherheit

–         Sie sind eine Realitätsstrategie?

Selbsterfüllende Prophezeiung: Wer es für unmöglich hält, ein Ziel zu erreichen, wird immer scheitern, selbst wenn sich außenstehende bemühen, ihn von der Erreichbarkeit zu überzeugen.

Positive Erfahrungen und Überzeugungen sind Ressourcen und Energiequellen. Leider schenken wir negativen Ereignissen, Erfahrungen und Gesagtem viel mehr Raum, wie dem Positven. Wir sollten versuchen dem Positiven mehr Raum zu geben. Wichtig ist es sich zum einen, die positiven Erfahrungen im Gedächtnis Wach halten, in dem man alle Sinneseindrücke in diesem Moment abspeichert. Zum anderen sollte man versuchen neue positive Glaubenssätze zu formulierenn. Solche positiven Erinnerungen können durch einen Anker gefestigt werden. Ein Anker könnte zum Beispiel ein Talisman sein, der einen an  das Ziel „Schlank sein“ erinnert, aber auch Berührungen (taktile Sinnesreize), Mimik und Bilder (visuelle Sinnesreize), Geräusche / Gesagtes (auditive Sinnesreize) oder olfaktorische Sinnesreize (Gerüche) können als Ankerfunktion dienen.

Laut dem Buch „Bring endlich Licht ins Dunkle deiner Glaubenssätze“ von Siranus Sven von Staden würden statistisch gesehen ein Drittel aller medizinischen Heilungen auf dem Placeboeffekt beruhen.

„Grundannahmen / Glaubenssätze sind wie ein Virus im Computer: Wir sehen ihn meistens nicht, aber wir merken, dass etwas schief läuft.“ (Quelle: Infoblatt 9 Selbstwert, DBT ) Dieser Satz kann uns helfen Distanz reinzubekommen. Die Festplatte ist in dem Fall unser Gehirn.

Ziel des Skills Grunannahmen protokollieren und überprüfen:

Weg von polarisierendem Denken, hin zur Balance. „Es kann so sein…., aber auch so….“

– Aufspüren von Glaubenssätzen, bennen dieser.

– Überprüfen von Glaubenssätzen ob sie a) heute noch zutreffen b) noch sinnvoll sind

– alternative Gesichtspunkte und Formulierungen suchen

– neue Glaubenssätze ausprobieren.

Sie können selbst:

– bestimmen

– (sind Erwachsen)

– (sind kein Kind mehr)

– ihre Umgebung beeinflussen und steuern.

– ihre Mitmenschen auswählen

– günstige Bedingungen schaffen

Was ich ganz witzig fand in der DBT Skillsgruppe:

Die Skillsgruppe ist wie ein Antivirus Programm. Sie dient der Erarbeitung des Virenschutzprogrammes und Herstellung einer Firewall.

Virus entdecken, entschlüsseln und erkennen (welches Programm ich brauche), braucht Zeit!!!

 

Quelle: Interaktives Skillstraining  für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie. „Bring endlich Licht ins Dunkle deiner Glaubenssätze“ von Siranus Sven von Staden

desweges, 10/2013

Gefühl Allein sein

Gefühl: Allein sein

„Allein sein zu müssen ist das schwerste, allein sein zu können das Schönste.“
Hans Krailsheimer

Definition:
Für sich sein. Man ist ganz auf sich gestellt. Man kann sich mit niemand austauschen, um Rat fragen. Man kann seine Gefühle und Gedanken mit niemand teilen.

Grundlage:
– Ist nur ein Zustand und kein Gefühl und nichts Negatives
– Einsamkeit ist z.B. ein Gefühl. Du kannst dich in mitten von hunderten Leuten einsam fühlen. Es ist letztlich vollkommen egal, was um dich herum passiert – Einsamkeit ist ein Gefühl, dass in dir entsteht und lebt. Ein sehr unangenehmes Gefühl, dass wohl jeder kennt.
Einsamkeit: beschreibt den Zustand, sich innerlich abgeschottet zu fühlen. Wir fühlen uns keinem Mitmenschen wirklich nah. Uns fehlt die Bindung zu Menschen, um mit ihnen unsere Erlebnisse, Gedanken und Gefühle teilen zu können.
– sehnen nach Liebe und Geborgenheit

Angst vor dem Alleinsein: Entstehung oft in der Kindheit durch:
o Verlusterfahrung
o ein langer Krankenhausaufenthalt
o Überbehütung
o Vernachlässigung durch die Eltern
o Wenn wir in Kindheit nicht gelernt haben uns selbst zu genügen oder uns selbst zu beschäftigen

– bewusstes Allein sein ist wichtig um uns selbst Näher zu kommen und um uns Auszeit vom Stress zu nehmen. Auch ist es wichtig um Abstand zu einer emotional aufreibenden Sache zu bekommen.

Typische Auslöser und Interpretationen:
– ich bin ganz auf mich gestellt
– ich kann mich nicht austauschen, nicht um Rat fragen
– ich muss die Stille aushalten
– ich bin mit meinen Gedanken und Gefühlen allein
– ich bin unfähig etwas mit mir anzufangen
– Angst vor dem Alleinsein, vor den Gefühlen und Gedanken
– Erinnerungen / Schuldgefühle
– zu hohe Erwartungen an andere Menschen / an das Umfeld
– das Gefühl wertlos zu sein / nicht gemocht zu werden
– Scham- und Schuldgefühle
– Angst vor anderen Menschen, vor Verletzungen durch diese

Wahrnehmung:
– Ich bin alleine
– Ruhe / Stille
– Keiner hat Zeit für mich

Körperreaktion:
– Unruhe
– Unwohlsein / Übelkeit
– Anspannung

Handlungsdrang:
– Jemand an sich binden / klammern
– jemanden kontrollieren
– jemand da haben wollen, damit man sich nicht alleine fühlt
– mit jemand reden / Gefühle und Gedanken teilen

Häufiges Folgegefühl:
– Angst / Furcht
– Einsamkeit
– Traurigkeit
– Hilflosigkeit / Ohnmacht
– Scham
– Innere Leere

Wann ist dieses Gefühl gerechtfertigt?
Es ist ja eigentlich gar kein Gefühl, sondern nur ein Zustand, daher ist es nie gerechtfertigt!?

Wie kann man diesem Gefühl entsprechend sinnvoll handeln?
In dem ich eine annehmende, nicht bewertende, achtsame Grundhaltung einnehme.

Wie kann man das Gefühl abschwächen?
a)entgegengesetztes Handeln:
– unter Leute gehen
– etwas unternehmen
– sich ein soziales Netzwerk aufbauen
– sich etwas gutes tun / angenehme Aktivität ausüben
– dem Partner etc. Freiräume geben / vertrauen lernen

b) entgegengesetztes Denken:
– Wieso fühle ich mich Allein? Verhalten analysieren

Angst vor dem Alleinsein?Viele Menschen haben Angst vor dem Alleinsein. Wenn es Ihnen auch so geht, dann ist es vielleicht sehr hilfreich, dass Sie sich einmal bewusst mit Ihrer Angst beschäftigen.
Fragen Sie sich z.B.:
Wovor genau habe ich Angst?
Vor Gefühlen?
Vor schlechten Stimmungen?
Davor, dass ich immer allein bleiben werde?
Sind es Erinnerungen an vergangene Ereignisse, die wieder in mir aufkommen?

– evtl. Skill: Vorsicht Falle (wenn alte, starre Emotionen)
– Glaubenssätze hinterfragen / überprüfen
– Imaginationsübung (sicherer Ort, wohlwollender Begleiter,…)
– An Situationen denken, die ich alleine schon gemeistert habe
– „EFT“ / energetische Psychotherapie / „Auch wenn ich mich Allein fühle, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin“

c) Entgegengesetzte Körperhaltung:
– sich aufrichten
– Arme, Hände locker lassen
– etwas tun, „aktiv“ sein
– ruhige, tiefe Atemzüge
– leichtes Lächeln (wenn für sich stimmig)

Das Alleinsein ist der Schlüssel hinaus aus der Einsamkeit! Nutze die Zeit mit dir!!!

By: A.R. 2013

07.01.2013 Endlich geht es wieder bissel besser…

Hab Geduld
aus:http://www.das-eselskind.com

Das wurde mir heute in der Therapiestunde wieder bewusst. Das Thema „viel“ zieht sich bei mir wirklich durch viele Bereiche. Und als Grund für das „viel“ sehe ich in der Kindheit. Da kommen Grundannahmen wie „ich muss“, Perfektionismus und so her.

Auch möchte ich am liebsten, das ich alles am besten gleich auf der Stelle verarbeiten, bearbeiten kann. Ich möchte so wenig Zeit wie möglich verlieren (hinter Zeit verlieren – steckt auch wieder etwas).

Was Geduld ist?
In Wikipedia fand ich dazu: Das Wort Geduld (auch altertümlich: Langmut) bezeichnet die Fähigkeit zu warten. Oft gilt Geduld als eine Tugend; ihr Gegenteil ist die Ungeduld.

Als geduldig erweist sich, wer bereit ist, mit ungestillten Sehnsüchten und unerfüllten Wünschen zu leben oder diese zeitweilig bewusst zurückzustellen. Diese Fähigkeit ist eng mit der Fähigkeit zur Hoffnung verbunden. Geduldig ist auch, wer Schwierigkeiten und Leiden mit Gelassenheit und Standhaftigkeit erträgt.

Das fällt mir echt verdammt schwer!

Als Hausaufgabe für diese Woche soll ich vermehrt Klopftechnik anwenden. Sprüche, die wir herausgearbeitet haben sind:

„Auch wenn ich das Gefühl habe, alles managen zu müssen, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin.“

„Auch wenn ich alles kontrollieren möchte, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin.“

„Auch wenn ich mich für alles verantwortlich fühle, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin.“

„Auch wenn ich mir Druck machen muss, lebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin.“

„Auch wenn ich mich nicht leiden kann, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin.“

Auch wenn heute morgen noch einiges ziemlich doof war und ich pessimistisch eingestellt war geht es mir heute Abend wieder ganz gut. Ich konnte auch verschiedene Momente heute genießen und „positives“ tanken.

Was ist mir heute gelungen:
Ich hatte paar schöne Stunden in der Stadt, trotz nicht so tollem Start heute morgen.

Ich hatte ein hilfreiches Einzel, das mich motiviert hat weiter an mir zu arbeiten.

Habe mich engagiert im Elternbeirat. Hab wieder ein Posten mehr – das tue ich gerne für mein Kind!

17.12.2012 Ein Tag mit viel zureden geht zu Ende…

Ein Tag mit viel zureden geht zu Ende…

ich bin sowas von froh. Heute kam ich oft gar nicht aus dem Hochstressbereich, der massiven Anspannung heraus.

Ich war genervt, frustriert und wer weiß was sonst noch alles. Ich hatte einen Hass auf mich, das war nicht mehr schön.

Im Moment kommt durch die neue Therapie viel aus der Kindheit hoch, da ich durch die Hausaufgaben immer wieder darin gedanklich kramen muss. Das tut so weh. Jetzt habe ich das eine so lange Zeit verdrängt und nun soll das wieder an die Oberfläche!?

Heute kreisten meine Gedanken oft um dysfunktionales Verhalten, aber ich habe es geschafft dagegen anzukämpfen.

Ich merke wie mir der Blog und Facebook gut tut. Ich liebe schöne Sprüche, Zitate, Bilder 🙂

Meine Hausaufgaben für die Therapie habe ich auch so gut wie fertig. Auch wenn es sehr harte Arbeit war tat es mir gut.

Jetzt werde ich versuchen solangsam abzuschalten und zur Ruhe zu kommen. Morgen ist wieder ein Tag in Freiburg. Ein Auszeittag nur für mich.

Habe nun vor mir immer Ziele für die nächste Woche zu setzen.

Für KW 51 ist es:
– eine neue Erziehungsfertigkeit aus Tripel P anwenden
– mir die Klopftechnik jeden Tag etwas ausprobieren
– jeden Tag mit der To do Liste arbeiten
– 3 mal Sport zu machen
– etwas mehr in Richtung Wake up zu gelangen (sei es nur mehr Obst und mehr zu trinken)

10.12.2012: Ich bin glücklich…

…. wow – ich kann das sagen!?

Muss echt zugeben, das es mir im Moment gerade richtig gut geht, und mich nicht so schnell etwas aus der Bahn schmeißen  kann.  Und das hat ganz viel mit meiner positiveren Einstellung, der ganzen Dialektet Behavioralen Therapie Geschichte und meine Entwicklung in den letzten 2 Jahren zu tun.

Ich bin so froh DBT kennen gelernt zu haben!!!!!!!!!!!!

War heute auch wieder bei meiner neuen Therapeutin. Und ich habe ja seit letzter Woche Dienstag auch die Therapiestundenübernahme bewilligt und ich bin glücklich, das ich das mit dem Therawechsel nicht aufgeschoben habe. Ich hatte nun 5 Stunden  bei meiner neuen Therapeutin. Das ist ein wahnsinn Unterschied. Die Denkanstöße sind so faszinierend, und ich merke ich komme voran in meiner Therapie. Das habe ich bei meiner alten Therapeutin in der ganzen Zeit nicht geschaftt. Es ist alles so strukturiert und es steckt ein „Herz“ dahinter. Das finde ich richtig schön! Sobald ich wieder bissel mer Luft habe, möchte ich auch hier darüber berichten, was wir so in der Therapie an Themen haben und wie wir da ran gehen. Aber im Moment leider ich immer noch unter chronischen Zeitmangel. 😦

Kennt eigentlich jemand von euch energetische Psychotherapie? Habe davon erst bei meiner neuen Therapeutin was gehört und bin super begeistert davon. Bei mir hilft es, und ist inzwischen eines meiner besten Skills, die ich habe! Habe mir auch 2 Bücher über diese Klopftechniken geholt. Ist sehr interessant!