Mein aktueller Weg

Hallo zusammen, ja ich weiß ich bin hier gerade nicht dehr oft *schäm* und eigentlich sollte ja hier schon bissel mehr zu lesen sein. Ist nicht so das das „Leben mit Borderline“ und co. so gerade läuft und es nichts zu berichten gibt.

Bin gut am Kämpfen. Die Depression hat mich immer noch gut im Wickel. Das ist anstrengend. Aber zum Glück hab ich meine Arbeit wieder und dann etwas Struktur, wobei das dann natürlich auch wieder anstrengt. Da es ja trotzdem Sommerferien des Kindes, mein Mann, Tiere und Haushalt gibt.

Auf Arbeit ist es gerade auch nicht leicht. Bei den Neuen gibt es noch keine Routine und es wird sehr viel vergessen oder bleibt liegen. Jedesfalls bei einer von beiden! Bin gerade echt froh das ich Nachtdienst habe und so alleine arbeite und nicht alles ausbügeln muss.

Das zwischenmenschliche ist immer noch nicht meins. Mit meiner Ex-Freundin versuche ich gerade wieder etwas in Kontakt zu treten. Ja, hab das NEIN wieder nicht geschafft! Aber es ist eben nicht wie vorher.  Und zwischen meiner Schwiegermutter und uns gibt es Funkstille. Da hat es ordentlich gekracht. Je älter sie wird desto weniger kann sie sich in andere einfühlen. Und Rentner haben ja nie Zeit. Da müssen sich 100% Arbeitnehmer sich denen anpassen und nicht umgekehrt… Definitiv ist das Zwischenmenschliche das schwierigste – immer noch an der ganzen DBT Geschichte! Gefolgt vom Selbstwert. Der ist gerade auch nicht der Beste! Das sieht man mir schon an. Ich habe wieder so zugenommen und bekomme einfach nicht die Wendung! Das ärgert mich sehr!

Von Therapie möchte ich gerade nichts wissen. Hab einfach nimmer das Gefühl das ich da weiter komme und brauche gerade meine übrige Energie für den Alltag. Noch zusätzlich mir nen Kopf darum zu machen ist gerade nicht drin. Ist gerade anstrengend genug!

Nur für heute

 

Nur für heute . . .

 

Nur für heute

werde ich mich bemühen,

den Tag zu erleben, ohne das Problem meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.

 

Nur für heute

werde ich die größte Sorge für mein Auftreten pflegen:

vornehm in meinem Verhalten; ich werde niemanden kritisieren, ja ich werde nicht

danach streben, die anderen zu verbessern, nur mich selbst.

 

Nur für heute

werde ich in der Gewissheit glücklich sein, dass ich für das Glück

geschaffen bin, nicht nur für die andere, sondern auch für die Welt.

 

Nur für heute

werde ich mich an die Umstände anpassen, ohne zu verlangen, dass

die Umstände sich an meine Wünsche anpassen.

 

Nur für heute

werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen; wie

die Nahrung für das Leben notwendig ist, so ist die gute Lektüre notwendig für das

Leben der Seele.

 

Nur für heute

werde ich eine gute Tat vollbringen, und ich werde es niemandem

erzählen.

 

Nur für heute

werde ich etwas tun, das ich keine Lust habe zu tun; sollte ich mich in

meinen Gedanken beleidigt fühlen, werde ich dafür sorgen, dass niemand es merkt.

 

Nur für heute

werde ich ein genaues Programm aufstellen. Vielleicht halte ich mich

nicht genau daran, aber ich werde es aufsetzen. Und ich werde mich vor zwei Übeln

hüten: vor der Hetze und der Unentschlossenheit.

 

Nur für heute

werde ich fest glauben – selbst wenn die Umstände das Gegenteil

zeigen sollten – , dass die gütige Vorsehung Gottes sich um mich kümmert als gäbe

es sonst niemanden in der Welt.

 

Nur für heute

werde ich keine Angst haben. Ganz besonders werde ich keine Angst

haben, mich an allem zu freuen, was schön ist, und an die Güte zu glauben.

 

Papst Johannes XXIII.

Quelle: http://www.bistum-eichstaett.de/fileadmin/homepagebilder/glaube-und-leben/woche-fuer-das-leben/gebete.pdf

 

Opferrolle – wie kam ich rein, wie komme ich raus?

Opferrolle – wie kam ich rein, wie komme ich raus?

Ich merke immer wieder wie ich in diese blöde Opferrolle komme und ich (noch) keinen Ausweg heraus sehe. Ich habe es satt diese Rolle einzunehmen. Ich will frei sein, ein gleichberechtigter Mensch. Egal ob im Beruf, in der Familie, bei Freunden oder Bekannten.

Wieso trifft es so oft mich? Was tu ich? Was tu ich nicht, damit mir das immer und immer wieder passiert?

Es heißt ja so schön. Für alles was man tut hat man selbst die volle Verantwortung. Da stellt sich dann für mich die Frage – was mache ich, damit ich immer wieder in solche Situationen komme?

Was hindert mich daran mich auf gleicher Augenhöhe wahrzunehmen? Was zwingt mich innerlich dazu immer klein beigeben, die Maus zu spielen und das Spiel zu verlieren? Wieso schaffe ich es nicht in Konfliktgesprächen die Ruhe zu bewahren und klar Grenzen aufzuzeigen, wenn es meine Grenzen verletzt? Wieso schaffe ich es nicht in dem Moment durch Argumente dem anderen den Wind aus den Segeln zu nehmen?

In welche Fallen tappe ich immer wieder?

Fand hier ein sehr toller Artikel dazu: www.psycho-holstik.de/raus-aus-der- opferrolle.html

Bei mir ist es meist eine Kombination aus mehreren. Mir bekannte Fallen sind:

a) Zum einen geht es um Vorwürfe und Anklagen

Ja, da bin ich in meiner „Vorsicht Falle“ (siehe Skill in der DBT Therapie)  gefangen. Es waren meine Eltern, vor allem mein Vater, der mir oft – z.T. unbewusst – die Schuld zu schob. Ich möchte nicht sagen –  ich bin das Opfer – er hat es von seinen Adoptiveltern sicher auch nicht anders mitbekommen. Ich versuche diesen Teufelskreis zu durchbrechen, indem ich an mir und meinem Verhalten (auch meiner Familie gegenüber) arbeite.

Es ist wirklich so das da eine ganze Maschinerie in Gang tritt. Zum einen ist es überhaupt die Frage: Was habe ich getan? Wieso bin ich schuldig?

Zum anderen gibt es da den inneren Kritiker, das Teufelchen das einem immer und immer wieder ins Ohr sagt. So ist es – du hast die Schuld! Und darunter leidet dann auch wieder der Selbstwert.

In dieser Falle kann ich mich auch nicht von der Emotionalität distanzieren. Mir kommen da super schnell die Tränen. Ich habe das Gefühl, das mich da meine Gefühle völlig lähmen. Ich habe es dann nicht mehr unter Kontrolle und schaffe es mich auch nicht mehr entgegengesetzt zu denken, handeln, Körperhaltung. Das entgegengesetzte Handeln ist das einzige was ich umsetzen kann. Ich kann inzwischen in der Situation bleiben und schaffe es nicht zu dissoziieren . Auch greife ich mein Gegenüber auch nicht an. Ich verhalte mich ruhig, versuche dennoch die Situation schnellstmöglich hinter mich zu bekommen.

b) dann sind es Unterstellungen, die mich in die Falle katapultieren

Zum Teil werden Fehlinformationen verbreitet (absichtlich oder auch unabsichtlich mangels Recherche)

In diesem Fall muss ich aufpassen, das ich nicht in etwas trotziges reinfalle. Ich muss aufpassen, das nicht ein Kindanteil da denkt „jetzt ist eh alles egal“ – und dann anfängt zurück zu schießen.

c) Es können auch ständige Wiederholungen des Gegenübers sein, die  noch mehr Schuldgefühle in mir wecken und die Emotionalität dann  zunimmt.

d) wenn es dann auch noch persönlich oder intim wird und das in einem Rahmen wo es einfach nicht hingehört. Ich meine wenn nicht nur unter 4 Augen gesprochen wird sondern noch Arbeitskollegen dabei sind, die von einer Krankheit oder so nichts wissen und auch nicht wissen möchte. Da kommen dann Gefühle wie Scham, Enttäuschung, Wut und Ärger mit ins Spiel.

e) man alleine dasteht und mehrere die Meinung des Gegenübers unterstreichen, weil er sich zuvor Verbündete gesucht hat und man zuvor nichts davon wusste. Da verstärkt sich in mir das Gefühl, das ich sowieso Hilflos bin und keine Chance habe irgendetwas dagegen zu unternehmen.

Ich habe immer wieder das Gefühl, das ich durch meine Therapie sehr viel im Umgang mit Menschen gelernt habe. Ich habe gelernt wie wichtig es ist Stärken hervorzuheben, Dinge wahrzunehmen und das zu äußern. Ich kenne Validierung und Invalidierung. Ich weiß wie sich beides anfühlt, v.a. weil ich von klein auf gewöhnt war invalidiert zu werden. Das bedeutet alles ist falsch, nicht recht, ich bin falsch wie ich bin, ich sollte anders sein.

Auch Achtsamkeit hat mir sehr viel gebracht, nur leider halten wohl davon die wenigstens Menschen etwas. Traurig aber wahr. Es wird unnötig oft bewertet und manipuliert und man hat kaum eine Chance da Aussteigen, wenn man nicht als Außenseiter gelten mag. Wenn man seine Bedürfnisse und Gefühle äußert fangen andere gleich an durch das bewerten zurück zu schießen und das oft auf eine unschöne Art und Weise.

Die Gesellschaft ist auf Leistung und Konkurrenz aus. Es gibt überall den „Boss“ und die „Untertanen“ – sei es auf Arbeit – auch wenn eigentlich alle den gleichen Rang hätten, in der Schule oder wo auch immer.

Das ganze hier soll für mich dienen, damit ich es in meiner nächsten Therapiestunde ansprechen kann. Auch würden mich eure Meinungen interessieren. Wie seht ihr das?

Vielleicht werde ich auch Passwortgeschützt demnächst ein aktuelles Beispiel zu dieser „Opferrolle“ bringen. Wer es lesen mag hinterlässt dann ein Kommentar. Ich werde mich dann bei euch per Mail melden.

Zwischenmenschliches – wie es mich immer wieder in Stress versetzt

Das ist mal wieder ein typischer Fall in meinen Interaktionen mit anderen. Hatte heute Nacht sogar ein Alptraum deswegen, obwohl ich etwas gegen Alpträume als Medi habe.

Manches geht mir so nah, das ich mich gedanklich und emotional nicht distanzieren kann. Und durch frühere Erfahrungen beziehe ich alles auf mich und reime mir irgendetwas zusammen.

Vielleicht zum Anfang paar Erklärungen hier. Ich war vor einigen Jahren und in der Schulzeit Mobbingopfer. Somit beschäftigen  mich Konflikte sowieso gern, v.a. nachts. 

Jetzt wollte ich auf Arbeit meine Prozentzahl erhöhen, weil es mir

a) psychisch einiges besser geht – ich nicht weiß wann es mir überhaupt so mal ging

b) meine Tochter größer wird / ist und in der Schule ist und ich so gut wie zu Hause bin, da ich überwiegend nachts oder am Wochenende arbeite.

c) ich das Geld gut gebrauchen könnte.  War mir schon am überlegen einen anderen 2. Job zu suchen (das aus Grund b und c)

und auf Arbeit gerade Personalmangel herrscht, keiner wirklich eingestellt wird oder die dann nichts sind und wieder gehen und man doch einspringen muss. Ich habe somit das Angebot gemacht. Jetzt wird aber ständig nochmals wegen diesem oder jenem nachgefragt. Zuletzt ging es dann auch über meine Erkrankung und ob ich meine Grenzen kenne und ob ich im Team arbeiten kann. Da wurde ich dann innerlich ziemlich misstrauisch. Als dann noch ein baldigen Termin angesetzt wurde um mit allen Beteiligten drüber zu sprechen und auch die obersten Chefs  der Arbeit da sind ging meine „Hirnwichserei“ (- tschuldigt für den Ausdruck – find den aber passend für mein Gedankenwirrwarr. ) erst richtig los.

Ich bin im Moment eigentlich stabil, aber da merkte ich dann wie dieses gedankliche Chaos mich dazu bringt wieder mehr dysfunktional zu denken. Ich habe nichts umgesetzt, aber es kostete jede Menge Arbeit an mir!

Wie komme ich aus dem Gespinne raus? Eigentlich würde ich mich am liebsten vor diesem Termin in naher Zukunft drücken. Flucht war immer schon mein Weg.  Ich bin schon soweit, das psychosomatische Beschwerden wegen dem ganzen hinzukommen. Nicht schön. Solang ich aber nur negativ denke wird das leider auch nicht besser. Ich muss nun durch Skills wie Vorsicht Falle, Orientierung auf Ziel, Beziehung und Selbstachtung, Arbeit an den Grundannahmen / Glaubenssätzen schauen was mich unterstützen kann das ich positiver an das ganze und vor allem „ruhiger“ an die Sache rangehen kann. So bin ich wieder das kleine, stille Mäuschen, das ganz viel Angst vor den vielen, vielen Katzen hat und so nichts mehr sagen kann, die Hälfte vergisst und vor allem sich nicht produktiv durch Argumente wehren, bzw. behaupten kann.

Habt ihr mir noch eine Idee? Dummerweise ist meine Therapeutin nun krank. Eigentlich wollte ich es mit ihr besprechen, weil mich das echt überfordert und die Zeit mir rennt.

Glaubenssätze

Glaubenssätze sind Lebensregeln, die Menschen für wahr halten und sie es wird gedacht, das sie auf einen selbst zutreffen und auf die Welt. Sie geben uns Kontinuität und Sicherheit. Grundannahmen sind oft unbewusst. Sie sind in unserem Unterbewusstsein fest verankert.  Diese Glaubenssätze und die damit verbundenen Bewertungen und Verhalten spielen sich automatisch ab. Es sind automatische Habdlungsabläufe.

„Wer nicht hören kann, muss fühlen.“

„frechen Kinder bekommen nichts.“

„ Ich werde nur geliebt, wenn ich Leistung bringe.“

Laut dem Buch „Bring endlich Licht ins Dunkle deiner Glaubenssätze“ von Siranus Sven von Staden wird gesagt, dass wir im Laufe eines Tages maximal  5% bewusst wahrnehmen. Mindestens 95% laufen völlig unbewusst ab.

In der DBT / Psychotherapie nennt man solche, oft  unbewusst wirkenden Tyrannen, (einschränkende) Glaubenssätze. Sie sind ein zentrales Thema, hindern uns doch oft an der Verwirklichung von Zielen oder sorgen dafür, dass die eigene Meinung nicht geäußert und kontroverse Standpunkte nicht vertreten werden. Um nur ein paar Auswirkungen zu nennen.

Andere Bezeichnungen für die Tyrannen können Glaubenssätze, kleiner Kerl im Ohr, innerer Schweinehund, innerer Kritiker, Saboteur, Teufelchen, ,… sein.

Glaubenssätze müssen nicht negativ sein. Sie können auch hilfreich sein. Es sind Überzeugungen die auf komplexen inneren Denkprozessen und Erfahrungen beruhen. Sie drücken aus, was wir für wahr halten. Glaubenssätze haben einen starken Einfluss auf unser Denken, Fühlen und Verhalten.

Wenn sie uns jedoch, wie oben beschrieben hindern etwas zu tun oder zu lassen; wir tun etwas nicht oder sehen nur eine einzige Möglichkeit oder Vorgehensweise dann sind diese Glaubenssätze „negativ“, da sie uns blockieren. Dann drehen wir uns in einem Hamsterrad und jeder Versuch rauszukommen scheitert. Dann sollten sie auf ihre Realität im „Hier und Jetzt“ überprüft werden. Es gibt sicher einige hinderliche Glaubenssätze, die in der Tiefe des Unterbewusstseins für uns (noch) gar nicht zugänglich sind. Es sind eine Art „blinder Flecken“.

Beziehen können sich die hinderlichen Glaubenssätze:

a)     auf die eigene Person: „Dafür bin zu alt.“,

b)     auf die Beziehung zu anderen „Immer muss ich alles alleine machen.“ oder

c)      auf die Welt als solche „Dieser Planet steht am Rande des Zusammenbruchs, das macht doch keinen Sinn mehr.“

Der Ursprung solcher Glaubenssätze liegt oft in der Kindheit. Wir übernehmen die Sprüche der Erwachsenen um uns herum und halten sie für wahr. Auch als Erwachsene übernehmen wir Glaubenseinstellungen oder Lebenskonzepte, beispielsweise vom Partner oder von Vorgesetzten. Das passiert im Normalfall unbewusst. Glaubenssätze prägen  unsere Erwartungen – und entsprechend dieser bewerten wir alles. Sie sind Interpretationen und Verallgemeinerungen aus früheren Erfahrungen sowie individuellen Theorien, warum etwas so und nicht anders ist und sind Grundlage des alltäglichen Handelns und für den Einsatz der Fähigkeiten.

Früher waren wir von unseren Eltern abhängig. Wir brauchten sie, damit wir überleben konnten. Heute jedoch sind wir Erwachsen, sind für uns alleine verantwortlich. Wir können nun Glaubenssätze hinterfragen, um- bewerten und neue Glaubenssätze einüben!

Es gibt zwei Arten von Glaubenssätzen:

–         Regeln: Ursache-Wirkung („wenn…, dann…“, „Weil…“) und Komplexe Äquivalenzen („X bedeutet Y“)

–         Annahmen: „Es ist nun mal so…“, „Die Menschen / Das Leben…“, „Man kann/darf/soll/muss/ist (nicht) …“, „Ich bin…“

–         Echte Glaubenssätze halten wir für so wahr, dass es schwer ist, sie als solche zu entdecken.(„Es weiß doch jeder, dass…“).

Wie werden Glaubenssätze geprägt:

–         durch Wiederholung, was dann zu Gewohnheit wird.

–         durch Autoritäten (Eltern, Lehrer, Chef,…) und deren Aussagen. Alles was ein Kind in den ersten 6 Jahren hört, sieht oder auf irgendeine andere Weise wahrnimmt geht direkt in sein Unterbewusstsein.

–         durch andere Prägungssituationen / Erfahrungen

Wofür sind Glaubenssätze wichtig?

Sie geben und schaffen uns Sicherheit. Neue, andere Sätze können Angst machen, da unsere bisherige Identität fehlt.

Glaubenssätze helfen uns dabei, Informationen rasch und sicher einzuordnen und schnell darauf zu reagieren(automatischer Handlungsablauf). So geben sie unserem Leben Stabilität und Kontinuität und sichern unser Überleben.

So müssen wir uns zum Beispiel nicht überlegen, ob der Stein, den wir fallen lassen, nach oben oder nach unten fällt, und uns auch nicht jeden Tag neu davon überzeugen, was passiert, wenn wir keinen Filterbeutel im Staubsauger installieren.

Glaubenssätze stützen sich auf:

–         Entscheidungen

–         Erinnerungen

–         Einstellung

–         Sie geben ein Gefühl von Sicherheit

–         Sie sind eine Realitätsstrategie?

Selbsterfüllende Prophezeiung: Wer es für unmöglich hält, ein Ziel zu erreichen, wird immer scheitern, selbst wenn sich außenstehende bemühen, ihn von der Erreichbarkeit zu überzeugen.

Positive Erfahrungen und Überzeugungen sind Ressourcen und Energiequellen. Leider schenken wir negativen Ereignissen, Erfahrungen und Gesagtem viel mehr Raum, wie dem Positven. Wir sollten versuchen dem Positiven mehr Raum zu geben. Wichtig ist es sich zum einen, die positiven Erfahrungen im Gedächtnis Wach halten, in dem man alle Sinneseindrücke in diesem Moment abspeichert. Zum anderen sollte man versuchen neue positive Glaubenssätze zu formulierenn. Solche positiven Erinnerungen können durch einen Anker gefestigt werden. Ein Anker könnte zum Beispiel ein Talisman sein, der einen an  das Ziel „Schlank sein“ erinnert, aber auch Berührungen (taktile Sinnesreize), Mimik und Bilder (visuelle Sinnesreize), Geräusche / Gesagtes (auditive Sinnesreize) oder olfaktorische Sinnesreize (Gerüche) können als Ankerfunktion dienen.

Laut dem Buch „Bring endlich Licht ins Dunkle deiner Glaubenssätze“ von Siranus Sven von Staden würden statistisch gesehen ein Drittel aller medizinischen Heilungen auf dem Placeboeffekt beruhen.

„Grundannahmen / Glaubenssätze sind wie ein Virus im Computer: Wir sehen ihn meistens nicht, aber wir merken, dass etwas schief läuft.“ (Quelle: Infoblatt 9 Selbstwert, DBT ) Dieser Satz kann uns helfen Distanz reinzubekommen. Die Festplatte ist in dem Fall unser Gehirn.

Ziel des Skills Grunannahmen protokollieren und überprüfen:

Weg von polarisierendem Denken, hin zur Balance. „Es kann so sein…., aber auch so….“

– Aufspüren von Glaubenssätzen, bennen dieser.

– Überprüfen von Glaubenssätzen ob sie a) heute noch zutreffen b) noch sinnvoll sind

– alternative Gesichtspunkte und Formulierungen suchen

– neue Glaubenssätze ausprobieren.

Sie können selbst:

– bestimmen

– (sind Erwachsen)

– (sind kein Kind mehr)

– ihre Umgebung beeinflussen und steuern.

– ihre Mitmenschen auswählen

– günstige Bedingungen schaffen

Was ich ganz witzig fand in der DBT Skillsgruppe:

Die Skillsgruppe ist wie ein Antivirus Programm. Sie dient der Erarbeitung des Virenschutzprogrammes und Herstellung einer Firewall.

Virus entdecken, entschlüsseln und erkennen (welches Programm ich brauche), braucht Zeit!!!

 

Quelle: Interaktives Skillstraining  für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie. „Bring endlich Licht ins Dunkle deiner Glaubenssätze“ von Siranus Sven von Staden

desweges, 10/2013

Arbeit am Selbstwert – stärken würdigen

Übung: Stärken würdigen   

 

                            05.10.2013

Was alles an mir gut ist…

Was mag ich besonders an mir selbst:

–         mein Gesicht

–         meine Haare

–         meine Augen

–         mein Lachen

 

Was sind meine speziellen Vorzüge , Fähigkeiten und Qualitäten:

Bei der Arbeit:

–         Freundlichkeit

–         Interesse

–         Hilfsbereitschaft

–         Genauigkeit

–         auf Regeln beharren, nicht ständig Ausnahmen machen

–         Umsetzungsfähigkeit von Anordnungen

–         Einfühlungsvermögen

–         Direktheit

–         Gleiche Basis mit Patienten

–         Erfahrungen aus meiner Therapie, die ich weitergeben kann

–         Fachwissen

–         Kann gut erklären (Freizeit / Pflege / Medizin)

 

In Beziehungen:

–         Ehrlichkeit

–         Treue

–         Das ich Nähe- und Distanzwunsch akzeptiere

–         Einfühlungsvermögen / Empathie

–         Wissen über Gewaltfreie Kommunikation

–         Achtsamkeit

–         Für andere da sein

–         Hilfsbereitschaft

–         Gegenseitigkeit

 

In der Freizeit:

–         Interesse an Herausforderung

–         Engagement

–         Wissbegierig

–         Nordic Walking

–         Kreativ

–         Musikalisch

–         Fortbildungsinteressiert

–         Begeisterungsfähig für neues

–         Fit in PC, Foto Dingen

–         Offen für Unterstützung der Lehrer

–         Oft Kinderfahrdienst / für Tochter viel da sein

 

Was zeichnet mich besonders aus:

–         meine offene Art und Weise

–         Harmoniebedürftigkeit

–         Das ich immer wieder mich und andere motivieren kann

–         Das ich mich nicht versuche über andere zu stellen

–         Ich gut reflektieren kann

 

Worauf bin ich stolz:

–         auf unsere Tochter

–         auf meinen Mann

–         auf unseren Kater

–         auf meine Koch- und Backkünste

–         auf meine Abnahme – 38 kg

–         auf meine musikalischen und sportlichen Erfolge

–         auf die wohnlichen Veränderungen in unserem Haus

–         auf meine Therapiefortschritte (DBT,…)

 

 

„Das sind meine Stärken, Fähigkeiten und Talente, auf die ich bauen kann!

Ich sehe sie als ein Teil von mir und ich liebe und akzeptiere mich mit meinen starken Seiten genauso wie mit den schwachen. Ich darf mich so sehen, ich darf Stärken haben und sie einsetzen. Ich bin okay, so wie ich bin.“ (War ein vorgegebener Satz aus dem Buch.)

Quelle:  Lass los was dich klein macht von Sigrid Engelbrecht

Übung: Achtsamkeit für sich selbst 27.03.2013

Übung: Achtsamkeit für sich selbst

1. Wie geht es mir jetzt, in diesem Moment?Bin unruhig, unter Druck durch meine ganzen Vorhaben.
Bin Müde und habe kalte Füße.

2. Was denke ich gerade? Was beschäftigt mich?Ohje, Gedankenchaos, wobei ich mich versuche gerade auf diese Übung einzulassen und es auch geht. Zwischendurch kommen Gedanken an „was macht meine Tochter im Moment“, „arbeitet mein Mann den ganzen Tag oder kommt er zum Essen heim?“, Gedanken an meine Arbeit,…
Es heißt ja so schön: Gedanken ziehen lassen wie wolken am Himmel 😉

3. Wie fühle ich mich? Was genau fühle ich?Bin müde, erschöpft, nicht richtig regeneriert trotz ausreichend Schlaf.
Ein genaues Gefühl zu ordnen kann ich nicht richtig. Evtl. etwas Frust / Ärger über mich.

4. Wie atme ich?normal würde ich sagen, eher oberflächlich wie tief. Es geht aber gut, ohne Anstrengung.

5. Was wünsche ich mir jetzt gerade für mich selbst?Große Tasse Kaffee und wohl meine Medis – hab sie noch nicht genommen.
Paar warme Socken.

Selbstwert – und was ich da gerade für mich erarbeite

Im Moment habe ich mehrere Baustellen die ich versuche nebeneinander zu bearbeiten.

Ich merke im Moment sehr oft, das mein Selbstwert stark aufgepäppelt werden muss. Sobald es ihm – meinem Selbstwert nicht gut geht kommt auch alles andere ins wanken.

Ich fange wieder an zu fressen, habe dysfunktionale Gedanken und mehr. Das will ich nicht – ich will doch weg von dem ganzen Mist. Leider gibt es aber immer wieder Leute, die solche wunden Punkte treffen und dann der innere Kritiker seine Klappe einfach nicht halten kann und meine scheinbare Stabilität zu nichte gemacht wird.

Deshalb bin ich nun auch vermehrt dran daran zu arbeiten. Zum einen mit dem Buch „Lass los was dich klein macht“ von Sigrid Engelbrecht von GU Verlag, zum anderen mit Selbstbewusstsein trainieren Für Dummies von Rhena Brunch und Rob Willson. Auch die CD von Potrek-Rose Friederike sich eine Chance geben – den Selbstwert stärken ist da sehr hilfreich.

Ich werde nun hier immer wieder Übungen einstellen, bzw. meine Geschreibsel, weil ich den Blog hilfreicher für mich finde, als irgendein Tagebuch in „Blattform“.