Positives vom Tag – Mal wieder Kind sein

Ich weiß gar nicht wo ich heute anfangen soll.

Nun denn, probieren wir es mal.

Heute morgen in der Stadt gewesen und ne liebe Bekannte kurz gesehen, zwar kurz, dennoch hat es mich gefreut.

In der Buchhandlung ein 2 Bücher im Ausverkauf gekauft und jede Menge Geld gespart. Hammer. Das eine von fast 40 Euro runter auf 5 Euro, das andere von fast 20 Euro runter auf 3 Euro. Das ist doch was!?

Anschließend noch eine liebe Bekannte aus der DBT Skillsgruppe getroffen, die ich zuletzt vor über 1 Jahr das letzte Mal gesehen habe. Und mit ihr noch bissel gequasselt. Tat richtig gut.

Heute Nachmittag einen schönen Ausflug mit unserer SPFH gehabt und das HIER und JETZT genossen. Natur pur! Haben Eichhörnchen gefüttert und Enten und sind viel balanciert und geklettert. War sogar so mutig das ich trotz meinen 10 Kilo mehr gerade auf eine Seilpyramide geklettert bin. Auch bin ich das erste Mal im Erwachsenenalter diese Teller-Seilbahn gefahren. Wisst ihr was ich meine?

Heute abend mit meiner Tochter schön gekuschelt, ohne gezicke und grob sein. Ich glaube, den Tag hat auch meine Tochter richtig genossen, da sie echt ruhig im Bett war ohne aufzudrehen.

Heute durfte ich meine Bedürfnisse ziemlich gut befriedigen und mal wieder Kind sein. 🙂

Positives vom Tag

Es geht echt aufwärts – zwar immer noch *leise gesprochen* und der Sache nicht richtig trauen, aber es wird.

Ich betreue neben meiner „normalen“ beruflichen Tätigkeit gerade einen autistischen Jungen bei uns auf Arbeit – da er Sonderbetreuungsbedarf hat und ich gerade etwas Luft im Dienstplan habe.  Das macht mir riesen Spaß. Es ist wahnsinn was für eim Vertrauen er in dieser kurzen Zeit schon aufgebaut hat und was ich alles mit ihm zusammen machen darf. Zumal ich ja nicht aus der Pädagogik komme.

Das tut mir gerade richtig gut.

Auch in der klinischen Arbeit habe ich immer mit Kindern, die sich nicht wirklich viel verständigen können auf Grund irgendwelcher Erkrankungen / Behinderungen am liebsten zusammen gearbeitet. Die geben einem so viel und das nonverbal, durch Achtsamkeit!

Gefühl Traurigkeit

Ja, ich hab schon lange nichts mehr aus den DBT Modulen und den Gefühlen veröffentlicht. Jetzt wird es mal Zeit ;-) Da ich dieses besagte Gefühl gerade enorm durchkaue - es lerne zu spüren und zu fühlen, wollte ich das auch mit euch teilen. Wie es scheint komme ich solangsam, wirklich langsam hinter den Grund meiner Essstörung, Depression, etc. Die Verluste, die ich in der Kindheit erlebt habe nagen heute noch an mir. Sei es die unerfüllten Bedürfnisse meines inneren Kindes nach Liebe, Geborgenheit, Sicherheit,... Aber auch der Tod meiner Oma (Ersatzmutter) vor über 20 Jahren nagt bös an mir.

Traurigkeit

 Definition:

Traurigkeit ist eine belastende Emotion, die auf einem negativen – meist schcksalhaften  – Ereignis gründet und eine tiefe Betroffenheit enthalten kann. Pierer´s Universal-Lexikon  von 1863 schreibt dazu, Traurigkeit ist “ das allgemeine, lebhafte, wenn auch nicht durch eine bestimmte, im Augenblick eben vorhandene Ursache erregte Schmerzgefühl…“ (aus Wikipedia)

Grundlage:

  • kann Teil einer Trauerreaktion sein
  • kann entstehen durch soziale Ablehnung
  • durch verfehlen eines persönlichen Ziels
  • Folgegefühl von Enttäuschung

Traurigkeit kann entstehen durch:

  •  Tod einer nahestehenden Person;
  • Krankheit
  • Behinderung
  • Vermissen von Heimat, einer bestimmten Lebensphase, Rollenwechsel
  • lebensbedrohlichen Zustände nahestehender Personen;
  • die Liebe (zum Beispiel unerfüllte Liebe, Probleme mit bestehenden Beziehungen oder Sehnsucht);
  • Erfolglosigkeit
  • Verarbeitung des Urschmerzes, seine Bedürfnisse als Kind nicht erfüllt bekommen zu haben

Trauerprozess:

  1. Phase: Schock auf Grund Verlust eines lieben Menschen; Nicht-wahrhaben-wollen, Isolierung
  2. Phase: Je nach dem Emotionen wie Zorn, Wut, Aggression, Angst über den Betroffenen. Viele Betroffene werden in dieser Phase von Depression und / oder Schlafstörung heimgesucht.
  3. Phase: Der Trauernde beschäftigt sich intensiv mit seiner Situation und beginnt zunehmend die Realität zu akzeptieren.
  4. Man öffnet sich wieder gegenüber der Außenwelt und sieht neue Perspektiven trotz seines Verlustes.

Trauer ist in der Gesellschaft etwas womit man nicht so wirklich umgehen kann

Typische Auslöser und Interpretationen:

Gedanken wie:

  • „Ich werde von etwas getrennt, mit dem ich eine innige Beziehung habe.“
  • „Ich verliere etwas / jemand“.
  • „Ich vermisse …“
  • Gedanken an den Tod eines nahestehenden Menschen
  • Gedanken an Verlust im Leben

 Ein Ereignis, ging anderes als erwartet aus.

Man rechnet fest damit, das man was bekommt. Wenn das dann nicht zutrifft kommt man von Enttäuschung über Wut auch gerne zur Traurigkeit.

Wahrnehmung:

  • fühlt sich wie gelähmt, teilnahmslos
  • möchte sich den ganzen Tag im Bett verkriechen
  • Gefühl von Verzweiflung, Zerrissenheit, Entsetzen , Wut
  • Später oft Gefühl von Leere und Sinnlosigkeit
  • Gefühl man kann mit dem Weinen nicht aufhören.
  • Unfähig die Natur wahrzunehmen
  • Alles wirkt leer und abgestorben
  • Fühlt sich müde, energielos und erschöpft
  • Schwierigkeiten überwältigen einen
  • Atemlosigkeit, Schwindel, Benommenheit
  • Herumsitzen, nichts tun
  • Sich langsam und schwerfällig bewegen
  • Eine in sich zusammengesunkene, schlaffe Körperhaltung
  • Wenig bis überhaupt nicht reden
  • Sich von Kontakten mit anderen Menschen zurückziehen
  • Nicht lächeln, Mundwinkel hängen lassen
  • Trübsal blasen
  • Nur / überwiegend negativ denken
  • Mit langsamer, leiser und monotoner Stimme sprechen
  • Schlaflosigkeit, Schlafstörung, Alpträume
  • Störung der Immunfunktion
  • Erhöhte Mortalität

 Körperreaktion:

  • Schonhaltung, Kopf hängen lassen
  • Erschöpfungsgefühl
  • Weinen
  • Klagen
  • Müdigkeit
  • Energieverlust
  • Schmerzen oder taubes Gefühl in Brust oder Unterleib
  • Schluckprobleme
  • Atemnot
  • Verdauungsbeschwerden
  • Appetitlosigkeit
  • Unruhe
  • Das Gefühl von Fremdheit (Derealisation) erleben; das Gespür für sich selbst verlieren (Depersonalisation); Gefühl von Taubheit

Handlungsdrang:

  • Rückzug aus Verantwortung und Beziehung
  • Aber gleichzeitig auch Signal an die Umwelt – tröste mich, kümmere dich um mich
  • Vermeidungsverhalten
  • Hilfloses Handeln
  • Trübsal blasen
  • Grübeln
  • Mürrisch sein

 Häufiges Folgegefühl:

  • Heftige Wut, Ärger
  • Selbsthass
  • Rachegedanken
  • Schuld
  • Sehnsucht
  • Einsamkeit

 Wann ist dieses Gefühl gerechtfertigt?

Es ist gerechtfertigt, wenn tatsächlich ein Verlust besteht oder wenn man z.B. in der Therapie alten, noch nicht betrauerten Verlust akzeptiert. Wenn man z.B. erkennt, das die Kindheit schreckliche Erlebnisse beinhaltet und man Geborgenheit, Sicherheit und Erfüllung seiner Bedürfnisse nicht erlebt hat.

Die meisten Probleme entstehen durch Vermeidung von Trauer. Wenn die Trauer durchlebt wurde, löst sie sich von selbst auf.

Wie kann man diesem Gefühl entsprechend sinnvoll handeln?

Man sollte dem Prozess Zeit einräumen und sich darauf einlassen.

Auch sollte man sich selbst Rücksicht zugestehen. Das in diesen Momenten, alles etwas mühsamer / langsamer erledigt wird. Und dass das völlig in Ordnung ist!

 Wie kann man das Gefühl abschwächen?

a) entgegengesetztes Handeln:

– die Trauer auf bestimmte Orte und Zeiten begrenzen

– Erinnerungen aus dem Alltag entfernen, in dem man Wohnung umräumt, Fotos entfernt,…

– Diese evtl. an einem besonderen Platz aufbewahren, wo man nicht immer drüber stolpert

b) entgegengesetztes Denken:

– Ich gebe dem verlorenen einen Platz in meinem Herzen

– An die gemeinsame Zeit zurück denken.

– Die Person kann durch einen selbst weiterleben.

– Daran denken, das wir alle den gleichen Weg gehen werden.

– über spirituelle Verbindung weiter Kontakt halten

– Daran denken, das es evtl. tieferen Sinn gibt, der noch im Verborgenen liegt.

c) Entgegengesetzte Körperhaltung:

– aufrechte Körperhaltung

– leichtes Lächeln

– tiefe Atmung

 

by: A.R. 2014

Quellen: Wikipedia, Interaktives Skillstraining für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie

Heute ist wieder alles anders :-)

Hab ich nicht gestern oder vorgestern noch geschrieben, das ich soooo müde bin!?

Ist alles wieder gut. Ich bin motiviert, gönne mir Auszeiten und kann dann auch wieder durchstarten 🙂 Ich fühl mich fitter. Ob es die 2 Sattmachertage waren, die ich bei WW durchzog und fast 1,5 Kilo in den 2 Tagen verlor, oder ist es das nicht regnen heute? Ich weiß es nicht.

Freu mich jedoch, das ich es heute wieder alles besser strukturiert bekomme und es sich auch positiv auf meine Psyche auswirkt.

 

Opferrolle – wie kam ich rein, wie komme ich raus?

Opferrolle – wie kam ich rein, wie komme ich raus?

Ich merke immer wieder wie ich in diese blöde Opferrolle komme und ich (noch) keinen Ausweg heraus sehe. Ich habe es satt diese Rolle einzunehmen. Ich will frei sein, ein gleichberechtigter Mensch. Egal ob im Beruf, in der Familie, bei Freunden oder Bekannten.

Wieso trifft es so oft mich? Was tu ich? Was tu ich nicht, damit mir das immer und immer wieder passiert?

Es heißt ja so schön. Für alles was man tut hat man selbst die volle Verantwortung. Da stellt sich dann für mich die Frage – was mache ich, damit ich immer wieder in solche Situationen komme?

Was hindert mich daran mich auf gleicher Augenhöhe wahrzunehmen? Was zwingt mich innerlich dazu immer klein beigeben, die Maus zu spielen und das Spiel zu verlieren? Wieso schaffe ich es nicht in Konfliktgesprächen die Ruhe zu bewahren und klar Grenzen aufzuzeigen, wenn es meine Grenzen verletzt? Wieso schaffe ich es nicht in dem Moment durch Argumente dem anderen den Wind aus den Segeln zu nehmen?

In welche Fallen tappe ich immer wieder?

Fand hier ein sehr toller Artikel dazu: www.psycho-holstik.de/raus-aus-der- opferrolle.html

Bei mir ist es meist eine Kombination aus mehreren. Mir bekannte Fallen sind:

a) Zum einen geht es um Vorwürfe und Anklagen

Ja, da bin ich in meiner „Vorsicht Falle“ (siehe Skill in der DBT Therapie)  gefangen. Es waren meine Eltern, vor allem mein Vater, der mir oft – z.T. unbewusst – die Schuld zu schob. Ich möchte nicht sagen –  ich bin das Opfer – er hat es von seinen Adoptiveltern sicher auch nicht anders mitbekommen. Ich versuche diesen Teufelskreis zu durchbrechen, indem ich an mir und meinem Verhalten (auch meiner Familie gegenüber) arbeite.

Es ist wirklich so das da eine ganze Maschinerie in Gang tritt. Zum einen ist es überhaupt die Frage: Was habe ich getan? Wieso bin ich schuldig?

Zum anderen gibt es da den inneren Kritiker, das Teufelchen das einem immer und immer wieder ins Ohr sagt. So ist es – du hast die Schuld! Und darunter leidet dann auch wieder der Selbstwert.

In dieser Falle kann ich mich auch nicht von der Emotionalität distanzieren. Mir kommen da super schnell die Tränen. Ich habe das Gefühl, das mich da meine Gefühle völlig lähmen. Ich habe es dann nicht mehr unter Kontrolle und schaffe es mich auch nicht mehr entgegengesetzt zu denken, handeln, Körperhaltung. Das entgegengesetzte Handeln ist das einzige was ich umsetzen kann. Ich kann inzwischen in der Situation bleiben und schaffe es nicht zu dissoziieren . Auch greife ich mein Gegenüber auch nicht an. Ich verhalte mich ruhig, versuche dennoch die Situation schnellstmöglich hinter mich zu bekommen.

b) dann sind es Unterstellungen, die mich in die Falle katapultieren

Zum Teil werden Fehlinformationen verbreitet (absichtlich oder auch unabsichtlich mangels Recherche)

In diesem Fall muss ich aufpassen, das ich nicht in etwas trotziges reinfalle. Ich muss aufpassen, das nicht ein Kindanteil da denkt „jetzt ist eh alles egal“ – und dann anfängt zurück zu schießen.

c) Es können auch ständige Wiederholungen des Gegenübers sein, die  noch mehr Schuldgefühle in mir wecken und die Emotionalität dann  zunimmt.

d) wenn es dann auch noch persönlich oder intim wird und das in einem Rahmen wo es einfach nicht hingehört. Ich meine wenn nicht nur unter 4 Augen gesprochen wird sondern noch Arbeitskollegen dabei sind, die von einer Krankheit oder so nichts wissen und auch nicht wissen möchte. Da kommen dann Gefühle wie Scham, Enttäuschung, Wut und Ärger mit ins Spiel.

e) man alleine dasteht und mehrere die Meinung des Gegenübers unterstreichen, weil er sich zuvor Verbündete gesucht hat und man zuvor nichts davon wusste. Da verstärkt sich in mir das Gefühl, das ich sowieso Hilflos bin und keine Chance habe irgendetwas dagegen zu unternehmen.

Ich habe immer wieder das Gefühl, das ich durch meine Therapie sehr viel im Umgang mit Menschen gelernt habe. Ich habe gelernt wie wichtig es ist Stärken hervorzuheben, Dinge wahrzunehmen und das zu äußern. Ich kenne Validierung und Invalidierung. Ich weiß wie sich beides anfühlt, v.a. weil ich von klein auf gewöhnt war invalidiert zu werden. Das bedeutet alles ist falsch, nicht recht, ich bin falsch wie ich bin, ich sollte anders sein.

Auch Achtsamkeit hat mir sehr viel gebracht, nur leider halten wohl davon die wenigstens Menschen etwas. Traurig aber wahr. Es wird unnötig oft bewertet und manipuliert und man hat kaum eine Chance da Aussteigen, wenn man nicht als Außenseiter gelten mag. Wenn man seine Bedürfnisse und Gefühle äußert fangen andere gleich an durch das bewerten zurück zu schießen und das oft auf eine unschöne Art und Weise.

Die Gesellschaft ist auf Leistung und Konkurrenz aus. Es gibt überall den „Boss“ und die „Untertanen“ – sei es auf Arbeit – auch wenn eigentlich alle den gleichen Rang hätten, in der Schule oder wo auch immer.

Das ganze hier soll für mich dienen, damit ich es in meiner nächsten Therapiestunde ansprechen kann. Auch würden mich eure Meinungen interessieren. Wie seht ihr das?

Vielleicht werde ich auch Passwortgeschützt demnächst ein aktuelles Beispiel zu dieser „Opferrolle“ bringen. Wer es lesen mag hinterlässt dann ein Kommentar. Ich werde mich dann bei euch per Mail melden.

Achtsamkeit und Entscheidung

Die letzten Tage habe ich wieder gemerkt, wie wichtig Achtsamkeit mir geworden ist und wie wichtig es ist für meine Balance.

Seit 2 Wochen mach ich nun ja bei Weight Watchers mit. Ich genieße richtig das Essen und das Leben 🙂 Klar, gibt es weiter solche und solche Tage, aber sie stressen mich nicht mehr so wie vor paar Monaten.
Mag sein, das auch das schöne Wetter einen großen Teil dazu beiträgt, wer weiß. Auch habe ich endlich wieder die Kurve zum Sport bekommen. Ich liebe Nordic Walking. Einfach alleine durch den Wald und die Felder laufen und das beobachten was da ist. Oft begleitet mich Robert Betz mit seinen Vorträgen oder auch Luise Reddemann. Ich bin froh diese Erfahrungen gemacht zu haben, diese Namen, bzw. Leute, die sich dahinter verbergen kennen gelernt zu haben und von ihrer Arbeit profitieren kann.

Ich seh mein Leben so oft mit ganz anderen Augen. Ich kann (noch) nicht alles verzeihen, was so geschehen ist in meinem Leben, aber ich bin auf einem guten Weg und es gelingt mir doch immer mehr die Zusammenhänge zu erkennen.

Heute war wieder so ein Punkt wo ich mich fragte, will ich meinen Sterminstress denn? Muss ich das alles so machen? Was kann ich tun, das es mir besser geht, ich mir nicht so vorkomme wie ich mein Kind ständig unter Druck setze mit jetzt müssen wir schnell Essen, schnell Hausaufgaben machen, schnell zur Ergotherapie / Kieferorthopäde / tiefenpsychologischen Spieltherapie,… nein, heute kannst du niemand zum spielen da haben, heute ist das, das, das,… und dann muss ich heute abend noch arbeiten,…

Will ich das? Da musste ich knallhart sagen, nein das möchte ich nicht! Ich möchte das meine Tochter Zeit für ihre Hausaufgaben hat, ich sie wenn nötig in Ruhe unterstützen kann, sie mehr als nur 1 – 2 Mal pro Woche Freunde zum Spielen einladen kann oder wir gemeinsam ohne Zeitdruck etwas unternehmen können!

Jetzt ist nur die Frage – wie stell ich das an? Mein Verstand sagt klar wieder: das kannst du doch nicht machen, sie braucht doch diese Termine,… Ich hab ja durch meine Störung schon so viel bei ihr kaputt gemacht – sei es durch mein impulsives Verhalten – sei es durch die langen Klinikaufenthalte (insgesamt 8 Monate) wo sie alleine, auf sich gestellt war,…
Mein Herz sagt, NEIN, diese Termine braucht sie nicht, sie braucht mich, ihren Papa und ihre Freunde. Es gibt schon genug Verpflichtungen wie Schule, Hausaufgaben und so. Die Eseltherapie leuchtet mir im Moment noch am meisten ein, da sie da mit Tieren zusammen ist und sich in einer Gruppe von Kindern behaupten muss. Aber braucht sie wirklich diese tiefenpsychologische Spieltherapie? Wäre es für sie nicht schöner die Möglichkeit ein Tag mehr mit Freunden zu spielen?

Ich hoffe ich habe genug Mut mit den betreffenden Leuten zu reden und den Weg in die richtige Richtung zu gehen.

11.06.2013

Die neue Ernährungsweise tut mir sehr gut, auch die Motivation die ich wieder verspüre.

In der Therapie, sind wir auch am Thema Gewicht dran. Mir wird immer mehr klar, das ich alles sehr hastig und in Eile tue. Achtsamkeit ist im Bereich Essen so gut wie gar nicht vorhanden. Sich das bewusst zu machen, tat mir sehr weh.

Für was esse ich denn? Schmeckt es mir? Wie riecht das essen? Wie sieht es aus? Habe ich überhaupt Hunger? Oder esse ich, weil es Zeit ist für das Frühstück, Mittagessen, Abendessen ist?

Als Ziel habe ich mir fest vorgenommen mehr Achtsamkeit diesem Thema zuzuwenden. Sicher braucht es aber Zeit und ich darf mich nicht verurteilen wenn es nicht gleich klappt. Über 30 Jahre was falsches – öhm ich mein Leben in der Zukunft und Vergangenheit – zu tun ist nicht wenig. Im Hier und Jetzt ist das LEBEN, der Augenblick, der genossen werden möchte und nicht in der Vergangenheit oder in der Zukunft.

Übung: Achtsamkeit für sich selbst 27.03.2013

Übung: Achtsamkeit für sich selbst

1. Wie geht es mir jetzt, in diesem Moment?Bin unruhig, unter Druck durch meine ganzen Vorhaben.
Bin Müde und habe kalte Füße.

2. Was denke ich gerade? Was beschäftigt mich?Ohje, Gedankenchaos, wobei ich mich versuche gerade auf diese Übung einzulassen und es auch geht. Zwischendurch kommen Gedanken an „was macht meine Tochter im Moment“, „arbeitet mein Mann den ganzen Tag oder kommt er zum Essen heim?“, Gedanken an meine Arbeit,…
Es heißt ja so schön: Gedanken ziehen lassen wie wolken am Himmel 😉

3. Wie fühle ich mich? Was genau fühle ich?Bin müde, erschöpft, nicht richtig regeneriert trotz ausreichend Schlaf.
Ein genaues Gefühl zu ordnen kann ich nicht richtig. Evtl. etwas Frust / Ärger über mich.

4. Wie atme ich?normal würde ich sagen, eher oberflächlich wie tief. Es geht aber gut, ohne Anstrengung.

5. Was wünsche ich mir jetzt gerade für mich selbst?Große Tasse Kaffee und wohl meine Medis – hab sie noch nicht genommen.
Paar warme Socken.