Vom Alltag sind wir noch weit weg…

……  Aber ich darf inzwischen auch erschöpft sein und muss nicht immer nur funktionieren. Mein Mann ist endlich entlassen und auch inzwischen ohne Morphium. Er hat kaum noch Schmerzen. Er hat nur eine Gewichtsbegrenzung beim Heben. Das erleichtert schon ungemein. Sei es bei technischen Dingen im alten Haus wo wir wohnen oder auch mal was kochen für uns oder da sein für unsere Tochter wenn ich arbeite.

Und ich versuch die Auszeit mir zu gönnen. Was nicht leicht ist. Der Perfektionismus in mir schimpft böse mit mir. Heute wird in Blogs gelesen, bissel Haushalt gemacht und sonst nichts. Auch zur Arbeit muss ich erst wieder Donnerstag. Hab aber auch über 160 Überstunden inzwischen.

Hab ich was verbrochen?

Das Frage ich mich echt. Mein Rücken ist immer noch nicht der Alte, aber Arbeiten geh ich wieder. Heute gerade mal den zweiten Tag, dann kommt ein Anruf von meinem Mann er muss in die Klinik. Unter den Narben hat sich ein Ei gebildet. Abszess oder so. Fieber hat er auch, dachten aber das er ein grippalen Infekt hat.

Jetzt bin ich hier mit Tochter alleine und weiß nicht was ist. Hoffe er meldet sich später.

Am Kämpfen…

Im Moment bin ich wieder sehr am Zweifeln und ankämpfen meiner destruktiven Gedanken.
Ich scheiter mal wieder am Abnehmen, an der Medikamentenreduktion, am Alltag. Alles ist mir gerade zu viel.
Ich merke wie ich mich gerne einigeln möchte. Nichts sehen, nichts hören, nichts fühlen, keine Gedanken,… Das wäre jetzt das Richtige. Nur das bekomme ich wohl nicht.
Die 3 Tage frei haben mir wenigstens so weit geholfen das ich nicht mehr ganz so krass das Wahrnehme. Aber gut ist anders. Der Selbsthass ist gerade groß.

Die letzte Woche

Wollte mich auch mal wieder melden. Dieses Mal nicht in Hektik / Eile. Dieses Mal ganz in Ruhe. Ich habe bereits den 3. Tag in folge frei. Sehr ungewohnt!

Hatte zwar auch vor ner Woche mal Urlaub, aber durch die ganzen Kommunionsvorbereitungen waren die 3 Tage Urlaub und das WE natürlich nicht ganz so entspannend.

So ne hohe Anspannung wie Sonntag, am Tag der Kommunion hatte ich schon ewig nicht mehr. Konnte unsere Gäste gar nicht so recht begrüßen weil ich so angespannt und aufgeregt war. Ich war froh das sich um die Frisur meiner Tochter die Patentante gekümmert hat.

Es hat auch alles super geklappt. Der Tag war wunderschön. Tolles Wetter, toller Gottesdienst, glückliche Gäste und Kinder, leckeres Essen,…

Meine Dekoration, Kerze und co. wurden verwundert bestaunt – das ich so was überhaupt kann – hast doch nicht selbst gemacht!? – tja, das bin ich! Wenn ich mir was in den Kopf setze mache ich das auch, auch wenn ich es zuvor noch nie gemacht habe 🙂

Was mich richtig glücklich gemacht hat war, das mein Mann sogar mit in der Kirche war und das obwohl er von dem ganzen gar nichts hält und er davor schon gesagt hat das er nicht mit geht. Er war dabei. Neben mir! Fand ich total schön!

Auch hat er unserer Tochter für das Gewand was sie in der Kirche trugen ein Kreuz gedrechselt. Das war einfach perfekt zum Gewand. Aus schwarzem Holz mit nem Swarowski Stein in der Mitte.

Vorgestern haben wir dann noch Fotos gemacht in einer Kapelle, in der Natur und an einer Burgruine. War das schön 🙂 Ohne Stress / Zeitdruck, ohne knatschende Kinder die kein Bock haben weil es schon so viel war an diesem Tag.

Und jetzt genieße ich mein frei mit viel schlafen. Hab irgendwie enormen Nachholbedarf und bearbeite Fotos, kümmere mich um die Dankeskarten,…

Auch unsere Tiere, die wir seit kurz vor Ostern haben dürfen nicht zu  kurz kommen. Da ist Leben im Käfig mit nem Hasen und zwei Meerschweinchen. Unser Kater schaut denen auch immer wieder zu, v.a. wenn die Meerschweinchen so Geräusche von sich geben. Mal schauen wann wir es schaffen ihren Stall für draußen aufzubauen. Bis jetzt gibt es nur ein Freilandgehege wo sie hin und wieder rein dürfen. Sind noch in der Wohnung.

Mal schauen ob ich noch Fotos für euch finde 😉

Ohne Therapie

Da sich bei mir meine Arbeitszeiten und -umfang seit Januar so massiv verändert haben, bin ich im Moment auch ohne Therapie. Ich hätte auch nur noch so ca. 6 Stunden, dann lauft die Therapie aus und dann ist erstmal Pause angesagt.

Wie es sich so ohne Therapie / Therapeut lebt? Ungewöhnlich gut. Davor hatte ich vor dem Punkt ohne Therapeut dazu stehen echt Angst, aber inzwischen denke ich kaum noch daran das mir was fehlt.

Oft sind mir doch Elemente der Therapie bewusst und ich weiß was ich tun kann, wenn ich mich im seelischen Müll veliere.

Auch bedeutet es für mich das ich weniger Terminstress habe, bzw. sich das mit der Arbeit aufhebt. Arbeit und Therapie unter zu bekommen und dann noch die weight Watchers Treffen ist im Moment echt mühsam.

Wenn ich mal frei habe, brauche ich auch das frei für mich. Ich verbringe es dann oft zu Hause alleine. Ich brauche dann meine Ruhe. Oft bin ich gerade am Ausmisten was wir hier absolut nicht mehr brauchen und so viel Platz weg nimmt. Das tut gut und befreit auch meine Seele. Klingt doof – ist aber so!

 Es nimmt mir Ballast, ich fühle mich freier, weiger eingeengt und sehe, das wir in naher (oder ferner) Zukunft vielleicht endlich ein Raum im Haus mehr zur Verfügung haben.

Ich habe hier sehr lange gebraucht bis ich mich an die umgebung, an das Haus und alles gewöhnt hatte. Da war so viel „fremdes“ und meine Dinge wurden hier gar nicht gebraucht, da alles schon da war und auch kein Platz großartig war um meine ganzen Sachen hier unterzubringen. Hier lagern noch Dinge aus 3 Generationen!!! Jetzt miste ich eben alles durch auf:

– hoher Erinnerungswert / Wertvoll (bleibt)

– alt, kaputt, vermaket, nicht brauchbar – kommt weg

– neuer, aber doppelt und dreifach – 1 Vorrat, Rest kommt weg

So in etwa.

Mal sehen wie lange ich jetzt keine Therapietermine ausmache. Abbrechen will ich nicht, aber ich will mich auch nicht stressen wenn ich merke das es gerade ohne ganz gut läuft.

Auch die Medikamente schraube ich gerade alleine runter. Zum Glück lässt mir da meine Psychiaterin recht viel Freiraum. Sie merkt, das ich da ganz gut auf meinen Körper hören kann. Auch das Lyrica kann ich gut runterfahren. Und die Schmerzen im Körper sind erträglich.

Ein ungewöhnlicher Samstag

Mal an einem Samstag tagsüber zu Hause und dann auch noch Kindfrei ist sehr komisch…

Hab heute mal wieder Nachtdienst. Da sich Personalmäßig sich noch nicht viel getan hat fehlt es immer noch, v.a. nachts und das ist das was ich ja eigentlich seit November 2013 gar nicht mehr mache. Irgendwie hat sich das durch den Personalengpass aber eingebürgert das ich so 2 Nächte im Monat habe. Hoffe aber das es bald die letzten waren.

Nach der Nacht bin ich immer ziemlich neben der Spur. Energietechnisch haut mich das ganz schön aus der Bahn auch wenn wir nur Bereitschaft haben und um 23 Uhr spätestens ins Bett können.

Die vermutete Erkältung kristalisiert sich auch immer mehr als erste Anzeichen von Allergie / Heuschnupfen in diesem Jahr heraus. Meine Kollegin begrüßte mich gestern mit: „Du siehst scheiße aus!“ – Nett, nicht wahr. Ich hatte ein knallrotes Auge, das die ganze Nacht tränte und war oben rum total dicht. Irgendwann kam ich auf den trichter mal ne Allergietablette zu nehmen worauf es dann besser wurde.

Mal wieder Hamsterrad Gefühl

Gerade ist bei mir gerade wieder alles zuviel. Ich bin müde und erschöpft. Der normale Alltag schlaucht mich, wenn ich viele Termine habe und das hatte ich. Ich schaffe es jedoch nicht weniger Termine zu haben, jedenfalls in manchen Wochen.

So hatte ich Montag frei und alles war gut.

Dienstag dann Stadt-Tag (Weight Watchers Gruppe, Friseur)  und Therapie. Dieses Mal war die Therapie sehr intensiv. Ich glaube es hat in mir sehr viel bewegt, jedoch auch ganz schön geschlaucht. Ich habe es angesprochen, das ich die Therapiemüdigkeit spüre, die sie im letzten Mal ansprach, als ich keine Antwort auf paar Fragen wusste. Ich habe es für mich analysiert und geschaut was da dahinter stecken könnte. Aber dem sollte ich wohl einen gesonderten Beitrag widmen. Auch waren wir am Thema Tod der Oma vor 20 Jahren dran. Dieser Tod beschäftigt mich immer noch enorm und lässt mich nicht los. Auch habe ich große Schwierigkeiten allgemein mit dem Thema Tod. Sei es mit Verwandten oder auch anderen Leuten, wenn ich zu einer Beerdigung sollte, Beileid aussprechen sollte, etc.  Auch sind wir auf das Thema Elternstimmen und dominante Elternstimmen gestoßen was  mich die ganze Woche noch ziemlich beschäftigt.  Und dann will meine Tochter seit Dienstag auch nimmer zur Schule, obwohl Montag alles gut war. Dieses leidige Thema mit einer Mitschülerin. Das belastet unsere Familie gerade sehr. Und ich hätte große Lust sie deshalb von der Schule zu nehmen.

Habe deshalb auch am Donnerstag der Lehrerin eine Mail geschrieben. Ich hoffe das Thema erledigt sich dann Zeitnah mal. Es ist eben nicht, das nur unsere Mädels das andere Kind ärgern, sondern der Hauptgrund ist das andere Mädchen was die zwei Freunde auseinander bringen will und die beste Freundin meiner Tochter für sich haben möchte. Und zudem klaut das andere Mädchen auch. Meiner Tochter wollte sie wieder ein Stift entwenden.

Ab Mittwoch musste ich nun wieder jeden Tag arbeiten und dann gab es meist noch irgendwelche zusätzlichen Termine, die ich erledigen musste. Und abends bin ich dann Tod müde ins Bett gefallen.

Gestern und heute hatte ich lange Dienste – den kompletten Tag. Und es ist sowas von ruhig. Ich geh schon auf Arbeitssuche, aber wenn man unter der Woche schon fleißig war ist da natürlich auch nimmer viel. Dann sind 10 Stunden EWIG. Und früher gehn ist nicht, da eben abgedeckt sein muss.

Lyrica nimm ich nun auch schon wieder über ner Woche, weil ich keine Lust habe jede Nacht Novalgin zu nehmen, aber die Schmerzen wollen nicht verschwinden. Und das trotz Lyrica, Bewegung, Physio / Krankengymnastik und auch hin und wieder Schmerzmedikament. Wenigstens sind die „Karpaltunnel Symptome“ verschwunden, bzw. gebessert.

Montag wird es zum Glück ruhiger und ich hoffe ich fühle mich dann auch wieder besser und mehr im Gleichgewicht. Da ist dann meine Urlaubsvertretung rum.

Finde es immer wieder schockierend wie schnell sich das „Hamster-Rad Gefühl“ entwickle. Belastbar bin ich nicht wirklich und meine Akkus leeren sich schnell. Hoffe das sich das nach der Kur im November dann auch wieder bessert.

Morgääääään ähm Mittag :-)

Es ist wieder Schuuuuuule. *freu*

Und ich hab sturmfrei und auch Jobmäßig heute frei. Wie herrlich.

Was habe ich getan? Eigentlich war ich ganz achtsam mit mir und meinen Bedürfnissen.

Meine Tochter wollte heute morgen das ich sie zum Bus begleitet. Sie hatte heute ja auch ordentlich Gepäck, da sie ja wieder alles mitnehmen musste. Okay, das habe ich getan und dann mit meinem Schweinehund gerungen. Soll ich den kürzeren Weg nach Hause nehmen? Oder ne längere Runde? (Sind beides Rundwege wenn man möchte. ) Ja, und habe dann wirklich den längeren genommen und gleich ca. 3000 Scchritte auf dem Pedometer gehabt und schon über die Hälfte Stockwerke, da es bei uns ordentlich bergig ist 🙂

Und was ich total schön fand – ich hab ein fuchs gesehen, der in aller Ruhe über die Weide mit sitzenden Kühen und auch ein Bulle spazierte 😉 Den Kühen war das wohl piep egal und dem Fuchs auch.

Zuhause wieder angekommen war ich am putzen, hin und wieder mal zwischendurch aufräumen, Kaffee trinken, E Book lesen und dann hat es mich gerissen und hab mich mal 2 Stunden auf das Ohr gelegt, was sehr gut tat, denn die Nacht war sehr kurz.

Ich konnte mir nie vorstellen ein E-Book zu lesen. Das war absolut nicht meins. Seit paar Wochen hab ich ein neues Handy und dort auch das Amazon Kindle als App drauf und dann war ich ja doch neugierig 😉 Toll finde ich, das man da auch Buch Vorschau runter laden kann und sich das mal in Ruhe zu Hause durchlesen kann. Das ist ein rießiger Pluspunkt. Was ich auch toll finde, das die App dort im Buch stehen bleibt, wo man gerade aufhört zu lesen. Ist bei mir echt sinnvoll, denn ich lese gerne mehrere Bücher nebeneinander – eben je nach dem wie ich gerade drauf bin. Ist wohl auch ein bissel ein ADHS Problem. 😉

Sodele, jetzt muss ich mal weiter die Bude schrubben. Muss es ausnutzen, wenn keiner im Haus ist und meine Tochter so spät aus der Schule kommt. Bis dann mal – desweges, die gerade gut motiviert ist 😉

So langsam zähle ich die Stunden bis zu meinem Urlaub…

… ich bin sowas von platt. Ich möchte am liebsten nur schlafen. Mich unter der Bettdecke verkriechen und meine Ruhe.

Ich stelle immer mehr Regelmäßigkeiten in den depressiven Schüben fest. Schwierige Monate für mich sind definitiv Mai und Juli. Ganz dahinter gestiegen bin ich noch nicht. Aber es muss definitiv so sein.

Da gerate ich echt ins grübeln. An was liegt es? Was bekomme ich nicht hin, das mir diese Monate so schwer fallen?

Was stresst mich unterbewusst im Mai? Ist es der Muttertag, Geburtstag meiner Mutter und mein Geburtstag?

Was stresst mich im Juli? Ist es der Geburtstag meiner Tochter? Und eben die nicht so schöne Erinnerungen an das Ende der Schwangerschaft, das Nachtrauern – keine Spontangeburt gehabt zu haben? Es nicht geschafft zu haben voll zu stillen?  Der Tod meines Opas vor 2 Jahren – der die Wunde – (Tod meiner  Oma) wieder aufgemacht hat?

Das Grübeln und das Leiden quälen mich im Moment. Ich will diesen Scheiß nicht. Ich will das es mir gut geht. Ich will Energie und Freude!

Ich bin wieder mal gefangen im Selbsthass, in der Hilflosigkeit, Ohnmacht und Passivität. Da ist wieder dieser Drang mich zu verletzen, Tabletten zu schlucken, zu fressen, Gedanken des nimmer sein wollens…

Ich bin so froh wenn ich nun nur noch 6 Stunden morgen arbeiten muss und dann über 1 Woche frei habe… so froh!