Medikamentöse Behandlung der Depression

Medikamentöse Behandlung der Depression

Ich habe schon jede Menge Medikamente durch. Auch brauche ich nicht immer die gleiche Dosis. Das schwankt bei mir auch ziemlich. Wobei ich seit 2011 / 2012 gut eingestellt bin. Und nur an der Dosis geschraubt wird, aber nicht an den Wirkstoffen.

Medikamentengruppen, die zur Behandlung einer Depression angewendet werden:

1. Tri- und Tetrazyklische Antidepressiva

Das sind zum Beispiel Amitriptylin, Trimipramin, Doxepin und Imipramin

Davon habe ich bereits Amitriptylin, Trimipramin verschrieben bekommen. Beides v.a. abends zum Schlafen

 2. Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRIs)

z.B. Sertralin, Citalopram, Escitalopram (Cipralex), Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin

Da hatte ich ganz zu Beginn meiner heftigen Phase 2010 das Citalopram, das hatte mir gar nicht genutzt.

3. Monoaminooxidase-Hemmer (MAO-Hemmer)

Werden gerne verschrieben wenn zur depressiven Symptomatik auch noch Angst und ein starkes Schlafbedürfnis hinzukommen.

z.B. Tranylcypromin, Moclobemid

4. Atypisches Antidepressiva

Darunter werden alle Medikamente zusammengefasst, die sich durch ihre Wirkweise nicht zu den oberen Klassen zuordnen lassen. Hierzu gehören z.B.

Serotonin-Wiederaufnahmehemmer: Venlafaxin, Duloxetin (Cymbalta)

Norardrenalin-Wiederaufnahmehemmer:Reboxetin (Edronax)

Alpha2-Rezeptor Blocker: Mitrazapin (Remergil)

Dopamin und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer Bupropion (Elontril)

Bei mir  ging es nach Opipramol, Citaloram, Amitriptylin und Trimipramin recht schnell über zu Venlafaxin. Inzwischen nehme ich davon 225mg morgens und 150mg zur Nacht. Mitrazapin hatte ich auch schon, nur leider habe ich da enorm an Gewicht zugelegt. 25kg waren es zum Schluss mehr.

 5. Johanniskrautpräparate

Das Johanniskraut hat ebenfalls eine antidepressive Wirkung. Es wird eher bei kurzfristigen depressiven Verstimmungen und leichter depressiven Episode angewandt.

Unerwünschte Nebenwirkung ist, das es evtl. Wirkungseinschränkung mit dem Verhütungsmittel Pille gibt und eine erhöhte Lichtempfindlichkeit

 6. Stimmungsstabilisierer

Das sind Medikamente zum Schutz vor erneuter depressiver Phase. Auch werden diese bei bipolaren Erkrankungen und schnell wiederkehrenden depressiven Episoden verschrieben.

Hierzu gehören Lithiumsalze

Valproat, Carbamazepin

Auch das atypische Neuroleptikum Olanzapin (Zyprexa) wird z.T. verschrieben

Zyprexa habe ich in meiner heftigen Zeit auch schon durch. Nur leider macht das auch ganz schön Hunger und dadurch Gewichtszunahme.

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Ansonsten wurde ich noch zeitweise mit Lyrica bis zu 4 x 150mg eingestellt. Das half mir mit der Anspannung und Unruhe fertig zu werden. Es ist jedoch sehr mühsam wieder abzusetzen, da es auch Suchtfaktor hat. Im Moment bin ich aber schwer am überlegen, ob ich nicht damit wieder in kleiner Dosis anfangen soll, bevor ich Mist (destruktives Verhalten) baue.

 Sicher gab es noch mehr Medikamente. Aber die bekomme ich doch nicht mehr alle aufgezählt. Fakt ist der Arzt braucht Zeit. Nicht jedem Patient hilft die gleiche Dosis und das gleiche Medikament.

 2007 hatte mir das Opipramol super geholfen und 2010 ging das gar nicht. Und bis wir 2010 das richtige hatten, das half verging ne ganze Zeit.

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Medikamente wurden angepasst

Heute war mal wieder Besuch bei der Psychiaterin angesagt. Da mein Hirn gerade ziemlich einem Sieb gleicht habe ich mir Notizen gemacht, das ich nichts wichtiges vergesse.

Vor 2-3 Wochen hatte ich einen dummen Zufall oder Zwischenfall. Wie man es nimmt. Ich nehme ja morgens Venlafaxin. Ich richte mir die Medikamente immer in Wochen-Planern vor. Hab also mir abends die Medikamente für den nächsten Tag rausgelegt und wollte meine Nachtmedikamente nehmen. Verpeilt wie ich bin hab ich dann anstelle meiner Nachtmedikamente meine Morgenmedikation geschluckt. Erst als es schon geschluckt war merkte ich, das es die falschen sind.

Tja dumm gelaufen. Dachte an Erbrechen. Aber wer weiß ob es überhaupt raus kommt, was raus kommt. Hab diese Idee verworfen und dann wenigstens das Blutdruck Medikament weggelassen das ich als Alptraummedikament bekomme, um mein Blutdruck durch die doppelte Morgenmedikation nicht zu stark zu senken. Schlafmedi nahm ich. Und leider hatte ich auch die Wassertablette intus. Naja.

Das bedeutete für mich mehr gerenne nachts, was ich aber gar nicht als so schlimm empfand. Aber erstaunt war ich, das ich morgens viel fitter und mehr Antrieb hatte als die Tage zuvor.

Hab mir die Entdeckung für heute notiert. Meine Ärztin meinte ich soll es doch mal probieren, wenn ich so positive Wirkung erlebt habe. Da ich trotz der Erhöhung im Mai immer noch sehr in der Depression hänge, hat sie es auch hochgenommen und eben auf morgens und abends verteilt. Der Rest bleibt gleich.

Ich bin gespannt. Und hoffe darauf, das es kein einmaliger positiver Effekt / Wirkung bleibt.

Borderline Verhalten – mal wieder mehr (denn je!?)

Im  Moment weiß ich auch nicht so recht was los ist mit mir, bzw. bin ich enttäuscht, das wieder mehr Symptome der Borderline Störung in den Vordergrund treten. Dachte echt zwischenzeitlich das ich den Mist bald los hab – abgeschüttelt oder so! (Klar weiß ich das das Quatsch ist, aber war halt so Wunschdenken).

Jedenfalls sieht man es mir wohl an, das es mir gerade nicht so gut geht. Werde öfters drauf angesprochen und vor der Psychiaterin konnte ich es auch nicht verbergen. Ich weiß selbst nicht. Mir ist alles zu viel, bin so schnell gereizt, so schnell erschöpft, ein HB Männchen,…

Wie oft denke ich mir wie schön es wäre auch „Medikinet“ zu haben um einfach mal etwas strukturierter zu sein. Ich hasse mein inneres und äußeres Chaos! Es stresst mich gerade alles. Der Tagesablauf ist so noch recht neu. Mache gerade so gut wie die komplette Woche Urlaubsvertretung – somit fast täglich Dienst und dann eben noch Kind, Hausaufgaben, Haushalt und co.  Ich bin platt.

Dann kommt noch hinzu, dass mein Wecker um 4 Uhr das erste Mal klingelt, das mein Mann nicht verschläft  – er ist noch in der Probezeit. Dann bin ich endlich eingedöst, dann bimmelt unser Wecker.

Steh gerade wieder unter Dauerstrom und schaff es gerade nicht runter zu fahren. Fühl mich gerade im Hamsterrad, obwohl es kein Grund gibt sich so zu fühlen, hatte schon viel stressigere Zeiten. Alles wäre / ist gut planbar und doch bringt mich alles ins wanken.

Doof wenn man mit sich und dem Ist Zustand nicht zufrieden ist. Und das gelernte gerade so weit weg erscheint und man ohnmächtig dasteht und nicht will, nicht kann!!! Ich hasse solche Zustände!!!

Ich habe wieder vermehrt Schneiddruck. Zudem steh ich da aber unter Druck (selbstgemacht) weil ich zum Betriebsarzt sollte und der ja nichts feststellen soll! Nicht das er mich als psychisch krank abstempelt und ich irgendein Verbot kassiere. Aber der Druck, die Sehnsucht ist sehr groß. Hätte nicht gedacht, das es mir nochmals sooooo viel ausmacht. Auch merke ich, das durch diesen Druck und das Ankämpfen mein Verlangen nach „ungesundem“ Essen wieder größer wird. Ich könnte futtern, futtern, futtern!

Das macht mich alles so traurig und hilflos. Ich möchte flüchten in eine „andere“ Welt. Andere Gedanken und Gefühle und ich weiß es geht nicht! Gerade habe ich wieder das Gefühl ich steh vor einem nicht überwindbarem Berg, den ich nie und nimmer bewältigen kann.

Ich will alles alleine schaffen, will nicht erzählen was mir sorgen macht, mich bedrückt, weil ich es nicht kann. Und dann wieder zu sehen, das gewisse Leute doch merken das etwas mit einem nicht stimmt. Obwohl ich dachte, das meine Maske perfekt sitzt!?

Das war ein Faustschlag ins Gesicht, ein Wachrütteln in die Realität, in meinen Ist-Zustand, was mir mein Gewicht wohl auch wiederspiegelt! Mein Gewicht bleibt seit einigen Wochen bei +- 97 Kilo. Das ist echt zum Kotzen!

Meine Psychiaterin hat heute das Antiodepressiva unter Diskussion mit mir und meiner Panik vor Erneuter Gewichtzunahme auf 225 mg erhöht. Sie meinte, damit ich wieder Energie schöpfe. Recht hat sie, aber das eingestehen fällt mir schwer. Fühle mich wieder als Versager auf der ganzen Linie. Schuld, Scham, Wut, Ärger- auf mich! – die ganze Bandbreite ist wieder da!

Scheiß Emotionen ich will sie nicht!!!

 

5.04.2013

Chaos waltet weiter. Zahnarzt hab ich ganz gut überstanden mit jedoch Dissoziation. Das da in den abgebrochenen Zahn, wo bereits die Wurzelbehandlung gemacht wurde eine Schraube reingemacht wurde und die Nachricht das dann auch noch am Kiefer rumgeschnipselt wird, bevor es eine Krone gibt war dann doch zu viel. Meine Tochter war dabei, da ich niemand für sie hatte. Ihre Antenne ist echt sehr fein. Sie meinte: „Mama ich hatte Angst das du stirbst“ – das tat mir dann wieder richtig doll in der Seele weh.

Daher auch heute wieder Gedankengeratere und hoher Schneidedruck. Zudem fühl ich mich wie ein fettes Schwein. Bin nur am futtern, bzw. achte nicht auf gesundes. Heute kam dann auch Angst auf, das wenn ich so weiter mache es mir wie meiner Mutter ergehen wird.

Gefrustet versuch ich nun ins Bett zu liegen und hoffe, das das Gedankenchaos und mein Kritiker Ruhe geben. Naja, vielleicht merkt mein Körper doch inzwischen, das er seit gut 10 Tagen nur noch 225mg Venlafaxin anstelle 300mg bekommt!?