Am Kämpfen…

Im Moment bin ich wieder sehr am Zweifeln und ankämpfen meiner destruktiven Gedanken.
Ich scheiter mal wieder am Abnehmen, an der Medikamentenreduktion, am Alltag. Alles ist mir gerade zu viel.
Ich merke wie ich mich gerne einigeln möchte. Nichts sehen, nichts hören, nichts fühlen, keine Gedanken,… Das wäre jetzt das Richtige. Nur das bekomme ich wohl nicht.
Die 3 Tage frei haben mir wenigstens so weit geholfen das ich nicht mehr ganz so krass das Wahrnehme. Aber gut ist anders. Der Selbsthass ist gerade groß.

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Exfreundin hat mich besucht

Ein Jahr ist es schon her seit unserem großen Streit. Ein Jahr in dem ich ohne sie war und es mir auch recht bald gut ging, nachdem ich abgewägt habe was mir besser tut.

Ein Jahr nach heftigsten Suizidgedanken die auch sehr drängend waren.

https://meinwegmitborderline.wordpress.com/2014/04/27/heute-war-mal-wieder-krise-angesagt/

https://meinwegmitborderline.wordpress.com/2014/04/29/tag-2-nach-krise/

Und Jetzt steht sie vor der Tür und will mit mir reden! War das Emotional. Gut das ich mich aber auf so einen Augenblick vorbereitet habe. Ich hatte schon überlegt was ich ihr sage.

Es ging recht ruhig ab. Zum Glück! Ich habe ihr gesagt wie heftig mich das damals traf und ich Angst habe das irgendwann wieder so ein Moment kommen könnte.

Woher weiß ich ob sich unsere Kinder wieder vertragen? Sie hat ihrer Tochter nie die Wahrheit gesagt. Sie denkt imme noch das meine Tochter an dem Tag krank war und versteht nicht wieso wir uns seit damals nicht mehr treffen.

Ich bin gespannt wie sie reagiert wenn sie die wahrheit erfährt. Denn die Tochter ist sehr emotional und auch sehr nachtragend.

Auch weiß ich immer noch nicht was gut ist, was für mich stimmig ist. Das Jahr ohne uns war für mich okay. Ich habe gelernt das es kein wir mehr gibt. Ich habe Angst das es nicht mehr so wird wie es war. Ich habe Angst wieder in eine Art „Abhängigkeit“  zu geraten. Ich habe Angst…!!!

 

Die letzte Woche

Wollte mich auch mal wieder melden. Dieses Mal nicht in Hektik / Eile. Dieses Mal ganz in Ruhe. Ich habe bereits den 3. Tag in folge frei. Sehr ungewohnt!

Hatte zwar auch vor ner Woche mal Urlaub, aber durch die ganzen Kommunionsvorbereitungen waren die 3 Tage Urlaub und das WE natürlich nicht ganz so entspannend.

So ne hohe Anspannung wie Sonntag, am Tag der Kommunion hatte ich schon ewig nicht mehr. Konnte unsere Gäste gar nicht so recht begrüßen weil ich so angespannt und aufgeregt war. Ich war froh das sich um die Frisur meiner Tochter die Patentante gekümmert hat.

Es hat auch alles super geklappt. Der Tag war wunderschön. Tolles Wetter, toller Gottesdienst, glückliche Gäste und Kinder, leckeres Essen,…

Meine Dekoration, Kerze und co. wurden verwundert bestaunt – das ich so was überhaupt kann – hast doch nicht selbst gemacht!? – tja, das bin ich! Wenn ich mir was in den Kopf setze mache ich das auch, auch wenn ich es zuvor noch nie gemacht habe 🙂

Was mich richtig glücklich gemacht hat war, das mein Mann sogar mit in der Kirche war und das obwohl er von dem ganzen gar nichts hält und er davor schon gesagt hat das er nicht mit geht. Er war dabei. Neben mir! Fand ich total schön!

Auch hat er unserer Tochter für das Gewand was sie in der Kirche trugen ein Kreuz gedrechselt. Das war einfach perfekt zum Gewand. Aus schwarzem Holz mit nem Swarowski Stein in der Mitte.

Vorgestern haben wir dann noch Fotos gemacht in einer Kapelle, in der Natur und an einer Burgruine. War das schön 🙂 Ohne Stress / Zeitdruck, ohne knatschende Kinder die kein Bock haben weil es schon so viel war an diesem Tag.

Und jetzt genieße ich mein frei mit viel schlafen. Hab irgendwie enormen Nachholbedarf und bearbeite Fotos, kümmere mich um die Dankeskarten,…

Auch unsere Tiere, die wir seit kurz vor Ostern haben dürfen nicht zu  kurz kommen. Da ist Leben im Käfig mit nem Hasen und zwei Meerschweinchen. Unser Kater schaut denen auch immer wieder zu, v.a. wenn die Meerschweinchen so Geräusche von sich geben. Mal schauen wann wir es schaffen ihren Stall für draußen aufzubauen. Bis jetzt gibt es nur ein Freilandgehege wo sie hin und wieder rein dürfen. Sind noch in der Wohnung.

Mal schauen ob ich noch Fotos für euch finde 😉

Reduktion der Medikamente

Im Moment kommt der Blog, das Bloggen echt zu kurz. Ist leider so, hoffe es ändert sich auch wieder.
Ich bekomme den Alltag hin, ist inzwischen schon anstrengender wie anfangs als ich angefangen habe so viel zu Arbeiten, aber es geht.
Zu kurz kommt jedoch im Moment schon meine Zeit für mich. Das muss sich noch einpendeln.
Alles andere Familie, Haushalt haben eben Vorrang!
Trotz dem VIEL bin ich am Medikamente reduzieren. Wieso gerade jetzt? Weil ich es leid bin immer noch an Gewicht zuzunehmen. So darf es nicht weiter gehen!
Zudem bin ich gut abgelenkt. Die letzte Tablette vom Lyrica raus ist immer ziemlich heftig.
Ich habe seit dieser Woche das Lyrica nun komplett raus. Die Körperschmerzen sind zwar dadurch mehr, aber Aushaltbar. Alles kann man eben nicht haben. So schade das auch ist.
Auch das Venlafaxin nimm ich abends und morgens nun schrittweise raus. Mal schauen wie weit ich komm.
Meine Psychiaterin weiss das so in dem Umfang nicht. Erfährt sie dann beim nächsten Termin Anfang April. Aber bis jetzt hatte sie nie was dagegen weil ich schon ganz gut merke ob es geht oder nicht.
Würde ja so gerne mal von den ganzen Sachen runter kommen.

Ohne Therapie

Da sich bei mir meine Arbeitszeiten und -umfang seit Januar so massiv verändert haben, bin ich im Moment auch ohne Therapie. Ich hätte auch nur noch so ca. 6 Stunden, dann lauft die Therapie aus und dann ist erstmal Pause angesagt.

Wie es sich so ohne Therapie / Therapeut lebt? Ungewöhnlich gut. Davor hatte ich vor dem Punkt ohne Therapeut dazu stehen echt Angst, aber inzwischen denke ich kaum noch daran das mir was fehlt.

Oft sind mir doch Elemente der Therapie bewusst und ich weiß was ich tun kann, wenn ich mich im seelischen Müll veliere.

Auch bedeutet es für mich das ich weniger Terminstress habe, bzw. sich das mit der Arbeit aufhebt. Arbeit und Therapie unter zu bekommen und dann noch die weight Watchers Treffen ist im Moment echt mühsam.

Wenn ich mal frei habe, brauche ich auch das frei für mich. Ich verbringe es dann oft zu Hause alleine. Ich brauche dann meine Ruhe. Oft bin ich gerade am Ausmisten was wir hier absolut nicht mehr brauchen und so viel Platz weg nimmt. Das tut gut und befreit auch meine Seele. Klingt doof – ist aber so!

 Es nimmt mir Ballast, ich fühle mich freier, weiger eingeengt und sehe, das wir in naher (oder ferner) Zukunft vielleicht endlich ein Raum im Haus mehr zur Verfügung haben.

Ich habe hier sehr lange gebraucht bis ich mich an die umgebung, an das Haus und alles gewöhnt hatte. Da war so viel „fremdes“ und meine Dinge wurden hier gar nicht gebraucht, da alles schon da war und auch kein Platz großartig war um meine ganzen Sachen hier unterzubringen. Hier lagern noch Dinge aus 3 Generationen!!! Jetzt miste ich eben alles durch auf:

– hoher Erinnerungswert / Wertvoll (bleibt)

– alt, kaputt, vermaket, nicht brauchbar – kommt weg

– neuer, aber doppelt und dreifach – 1 Vorrat, Rest kommt weg

So in etwa.

Mal sehen wie lange ich jetzt keine Therapietermine ausmache. Abbrechen will ich nicht, aber ich will mich auch nicht stressen wenn ich merke das es gerade ohne ganz gut läuft.

Auch die Medikamente schraube ich gerade alleine runter. Zum Glück lässt mir da meine Psychiaterin recht viel Freiraum. Sie merkt, das ich da ganz gut auf meinen Körper hören kann. Auch das Lyrica kann ich gut runterfahren. Und die Schmerzen im Körper sind erträglich.

Ein ungewöhnlicher Samstag

Mal an einem Samstag tagsüber zu Hause und dann auch noch Kindfrei ist sehr komisch…

Hab heute mal wieder Nachtdienst. Da sich Personalmäßig sich noch nicht viel getan hat fehlt es immer noch, v.a. nachts und das ist das was ich ja eigentlich seit November 2013 gar nicht mehr mache. Irgendwie hat sich das durch den Personalengpass aber eingebürgert das ich so 2 Nächte im Monat habe. Hoffe aber das es bald die letzten waren.

Nach der Nacht bin ich immer ziemlich neben der Spur. Energietechnisch haut mich das ganz schön aus der Bahn auch wenn wir nur Bereitschaft haben und um 23 Uhr spätestens ins Bett können.

Die vermutete Erkältung kristalisiert sich auch immer mehr als erste Anzeichen von Allergie / Heuschnupfen in diesem Jahr heraus. Meine Kollegin begrüßte mich gestern mit: „Du siehst scheiße aus!“ – Nett, nicht wahr. Ich hatte ein knallrotes Auge, das die ganze Nacht tränte und war oben rum total dicht. Irgendwann kam ich auf den trichter mal ne Allergietablette zu nehmen worauf es dann besser wurde.

Therapie beenden? Auf die Suche nach einer anderen Therapieform gehen?

Inzwischen sind fast schon 3 Wochen rum seit ich wieder von der Mutter Kind Kur zurück bin. Der Alltag hat mich völlig wieder. Inzwischen fällt mir das funktionieren nicht mehr ganz so schwer.

Das Therapiethema hängt mir noch ziemlich nach. Die Therapeutin dort hat etwas angestoßen. Ist es wirklich an der Zeit mit meiner Therapeutin aufzuhören? Bin ich wirklich an einem Punkt an dem ich nicht weiter komme? Was hilft mir denn weiter?

Ich war ja schon hin und wieder Therapiemüde.

So auch jetzt.  Ich habe das Gefühl auf der Stelle zu treten und nur an Problemen  im Umfeld zu arbeiten, die immer wieder auftreten aber an den Dingen, die weit in der Tiefe schlummern, mich prägten an die komme ich nicht.

Ich merke wie stark mich der Gedanke an den Tod meiner Oma vor über 20 Jahren dieses Jahr prägt und es mir psychisch recht schlecht geht, ich merke das ich den Tod immer noch nicht verarbeitet habe.

Auch komme ich mit dem IST Zustand, dem Verhältnis zu meinen Eltern  nicht klar. Wie sie mich immer noch vereinnahmen, obwohl ich eine eigene Familie, einen Job und mein eigenes Leben habe.

Die Therapeutin dort meinte ob inzwischen vielleicht eine Art Abhängigkeit besteht. Ich merke, das ich nicht weiter komme es aber nicht sagen kann, weil ich Angst habe sie zu verletzen!? Auch das ich merke, das ich etwas anderes in Richtung Trauma / Tod / Verlust brauche und sie evtl. nicht die Kompetenz hat!?

Ich merke einfach immer wieder wie wir uns im Kreis drehen. Ich komme vom Thema ab (unbewusst wahrscheinlich weil das dahinter schmerzt) und sie schafft es nicht dort wieder anzuknüpfen oder mich dort hin zurück zu holen. Wisst ihr was ich meine? Ich sehe nur wie die Stunden weniger werden und ich nicht in die Tiefe komme!

Ich hab in meiner Hilflosigkeit dann auch eine Mail an meine Therapeutin geschrieben:

Hallo Frau XXX,
 
lange Zeit ist verstrichen. Weihnachten rückt näher und ich bin halbwegs im Alltagstrott wieder angekommen. Bin seit dem 10.12 aus der Kur zurück. Die Kur hat mir so gut wie nichts gebracht. Leider. Außer das sie mir viele Fragen und keine Antworten gebracht hat und mich erneut ins wanken und grübeln gebracht hat.
 
Mir ist bewusst geworden, das ich gerade nicht weiter komme. Dort in der Klinik gab es nur Gespräche, wenn ich dringend jemand gebraucht habe. Insgesammt 95 min. Die Therapeutin und ich sind zu dem Entschluss gekommen, das mich wohl Verhaltenstherapie im Moment nicht weiter bringt. Ich weiß theoretisch ganz gut bescheid was ich ändern sollte, jedoch blockiert mich innerlich was, was das nicht immer umsetzen lässt. Auch meinte diese, das ich evtl. da nochmals zu nem anderen Zeitpunkt stationär dran gehen sollte. Oder eben eine andere Therapieform (wg. Vergangenheit).
 
Ich weiß nicht wieviel Stunden ich von der Verlängerung überhaupt noch hätte!? Danach ist sowieso wohl erstmal 2 Jahre Pause oder so fällig, oder laut Standart der Krankenkasse?
 
Ich weiß gerade gar nichts. Mir ist gerade alles zu viel und zu anstrengend und doch ist das innere „du musst“. Allso  funktioniere ich eben und fühle mich gerade noch geschlauchter als zuvor. Das hat vorher funktioniert und funktioniert auch hoffentlich weiter.
 
Ich weiß nicht ob es Sinn macht nochmals einen Termin auszumachen, oder ob ich eher hier die Therapie beenden soll!?
 
Auch werden sie sicher nun ersteinmal Urlaub haben.
 
Ich wünsche ihnen und ihrer Familie ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
 
Viele Grüße xxx
 
zurück kam:
Mail 1:
Liebe Frau xxx,
 
hier eine kurze Stellungnahme.
Sie kommen im Moment nicht weiter.
Es liegt wohl weniger an der Therapiemethode.
Aber wir können versuchen herauszufinden, an was es hängt.
Oder haben Sie falsche Erwartungen.
Wir werden sehen- wir können ein imaginativen Verfahren versuchen.
In diesem Sinne, in ihrem Sinne ist es gut, wenn Sie noch ein paar Stunden kommen.
 
Beste Grüße
xxx
 
Mail 2:
Liebe Frau xxx,
 
ich wollte Ihnen noch 2 Buchtitel empfehlen, die sich auch für das Durcharbeiten eignen.
Und möglichweise Ihr Weiterkommen begünstigen.
Hay Louise: Wahre Kraft kommt von innen.
Röhr H.P.: Die Kunst der Wertschätzung
 
Mit besten Grüßen
xxx
 
Tja und nun? Ich bin genauso unschlüssig wie zuvor. Ich bin froh gerade das die Feiertage dazwischen sind. Ich bin froh keine Entscheidung fällen zu müssen und doch bin ich am Grübeln…
 
Theorie bin ich gut. Kenne mich gut aus, aber die Praxis….
 
Ich merke auch immer wieder so einen inneren Widerstand bei manchen Dingen, die ich neu „einüben“ will. Es blockiert mich dann. Innerlich ist dann etwas bockiges das sich absolut dagegen streubt und es ist dann kaum möglich dagegen anzukommen.
 
Versteht ihr mich? Quassel hier glaub nur Chaos zusammen.
 
Einerseits will ich aufhören, andererseits habe ich Angst alleine dazustehen…

Anflug von Panik…

Gestern war kein guter Tag. Bin gegen Mittag an den Briefkasten, weil ich sehnsüchtig auf die Einladungsmappe von der Kurklinik warte.

Mein Herz pochte ganz schnell, Hitzeschauer, Unruhe – es war nur ein kleiner, normaler Briefumschlag. Mein hatte eine Vorahnung ausgesprochen, das ist super gefährlich. Wenn er was ausspricht dann trifft es oft in irgendeinerweise zu.

Ich machte den Brief auf: Sehr geehrte Frau desweges,

bezüglich des Aufenthaltes in unserer xxx Klinik für Mutter & Kind haben wir aus  medizinischer Sicht noch einige Fragen an Sie und bitten um Rückruf…

Uhrzeit die angegeben war war verstrichen, habe es trotzdem probiert. Hatte Glück und sie stellten mich durch.

Der Antrag ist vom April, da steht auch drin, das ich suizidale Gedanken hatte, aber Absprachefähig war, das ich SV Druck hatte. Und das lesen die erst jetzt!? obwohl sie mir schon einen Termin in 33 Tagen gaben? Das ist denen nun riskant und sie wollten von mir den aktuellen Stand wissen und auch einen Bericht meiner Psychiaterin und meiner Therapeutin um ein endgültiges okay oder ein Ablehnung auszusprechen.

Habe dann gleich an beide eine Mail geschrieben. Meine Therapeutin antwortete mir trotz Urlaub bereits abends und meine Ärztin heute morgen.

Ich bin so froh, das die Kommunikation zwischen denen und mir so gut klappt! Der Bericht von meiner Ärztin geht heute raus. Dann legt die Ärztin das der Psychologin dort vor und sie beschliesen ob ich kommen darf.

Jetzt heißt es Daumendrücken! Ich brauche die Kur jetzt und nicht erst irgendwann. Ich habe schon so lange warten müssen. Zumal auch der Dienstplan von November schon steht. Das wäre für den Arbeitgeber auch super doof.

 

Therapiemüde!?

Ich hatte das Thema schon mal (siehe hier: Therapiekoller) und so ähnlich ist es nun wieder. Nur dieses Mal habe ich es selbst als solche nicht realisiert, obwohl es auch schon paar Wochen so geht.

Meine Therapeutin sprach es beim letzten Mal an, als ich nicht so recht es geschafft habe Fragen zu beantworten. Ich merkte nur das sich innerlich etwas streubt aber ich wusste nicht was.

Seit der letzten Therastunde war es dann so, das mich das Thema nicht mehr in Ruhe lies und ich darüber nach dachte. Bin ich wirklich Therapiemüde? Will ich mit der Therapie aufhören? Ist mir was zu viel? Oder zu wenig? Liegt es an mir? Liegt es an der Therapeutin? Bin ich zu faul zur Therapie?

Fakt ist, ich bin im Moment recht schnell erschöpft. Ich habe wenig Zeit für mich. Was sich jedoch in der Schulzeit wieder ändert.

Ich wünsche mir mehr Zeit für mich.

Ich wünsche mir Ruhe.

Ich wünsche mir, das man meine Grenzen respektiert und nicht ständig „gefühlt“ überschritten werden. – Das hat aber nichts mit der Therapie zu tun, oder doch? Denn genau das ist glaube ich der Knackpunkt. Das Thema Glaubenssätze und Vergangenheit, Ursprungsfamilie, Abgrenzung gegen der Ursprungsfamilie.

Und so bald mir die Gefühle zu heftig, zu viel werden, dann versuche ich Mittel und Wege zu finden um zu FLÜCHTEN!

Sei es Flucht aus der Therapie in Form von Pause – wieder Gras über die Gefühle wachsen zu lassen in Form von Fettpölsterchen oder auch in Form von  Therapieabbruch- a la Schubladen schließen. (Was ich jedoch erst in der letzten Therapiestunde so gesehen hatte.- Damals ging es das erste Mal richtig in die Tiefe (Tod meiner Oma / Thema Sexualität wurde kurz drüber geblickt) mit der anderen Therapeutin und Schwubs war ich wieder im Selbstverletzungsmodus / und auch dann im „kein Vertrauen mehr“, und co. mich alleine fühlen, im Stich gelassen fühlen,…

Ich glaube ich habe Angst davor bei mir und meinen Gefühlen zu sein und zu bleiben! Solange es nur kurz ist und nicht zu intensiv, bekomme ich das inzwischen hin. Aber wenn es zu schmerzhaft und intensiv wird bin ich weg. Entweder in Form von Dissoziation oder in Kombination mit Aggieren und der Flucht.

Meine Vermeidungsstrategien? Thema wechseln, ablenken in jeglicher Form, Bücher lesen, mich mit Problemen anderer beschäftigen,… Nur nicht zu lange und zu intensiv sich mit mir selbst auseinander setzen.

Auch hatte ich gelesen, das es manchmal solche Phasen gibt, kurz bevor es einen Durchbruch gibt. Zurückblickend stimme ich dem zu. Und auch dieses Mal war wohl das der Fall. Die letzte Therapie-Stunde hat sehr viel in mir bewegt. Und ich hoffe ich komme endlich dem Kern etwas näher und kann dann irgendwann auch mal mit manchen Dingen abschließen.

Mal wieder Hamsterrad Gefühl

Gerade ist bei mir gerade wieder alles zuviel. Ich bin müde und erschöpft. Der normale Alltag schlaucht mich, wenn ich viele Termine habe und das hatte ich. Ich schaffe es jedoch nicht weniger Termine zu haben, jedenfalls in manchen Wochen.

So hatte ich Montag frei und alles war gut.

Dienstag dann Stadt-Tag (Weight Watchers Gruppe, Friseur)  und Therapie. Dieses Mal war die Therapie sehr intensiv. Ich glaube es hat in mir sehr viel bewegt, jedoch auch ganz schön geschlaucht. Ich habe es angesprochen, das ich die Therapiemüdigkeit spüre, die sie im letzten Mal ansprach, als ich keine Antwort auf paar Fragen wusste. Ich habe es für mich analysiert und geschaut was da dahinter stecken könnte. Aber dem sollte ich wohl einen gesonderten Beitrag widmen. Auch waren wir am Thema Tod der Oma vor 20 Jahren dran. Dieser Tod beschäftigt mich immer noch enorm und lässt mich nicht los. Auch habe ich große Schwierigkeiten allgemein mit dem Thema Tod. Sei es mit Verwandten oder auch anderen Leuten, wenn ich zu einer Beerdigung sollte, Beileid aussprechen sollte, etc.  Auch sind wir auf das Thema Elternstimmen und dominante Elternstimmen gestoßen was  mich die ganze Woche noch ziemlich beschäftigt.  Und dann will meine Tochter seit Dienstag auch nimmer zur Schule, obwohl Montag alles gut war. Dieses leidige Thema mit einer Mitschülerin. Das belastet unsere Familie gerade sehr. Und ich hätte große Lust sie deshalb von der Schule zu nehmen.

Habe deshalb auch am Donnerstag der Lehrerin eine Mail geschrieben. Ich hoffe das Thema erledigt sich dann Zeitnah mal. Es ist eben nicht, das nur unsere Mädels das andere Kind ärgern, sondern der Hauptgrund ist das andere Mädchen was die zwei Freunde auseinander bringen will und die beste Freundin meiner Tochter für sich haben möchte. Und zudem klaut das andere Mädchen auch. Meiner Tochter wollte sie wieder ein Stift entwenden.

Ab Mittwoch musste ich nun wieder jeden Tag arbeiten und dann gab es meist noch irgendwelche zusätzlichen Termine, die ich erledigen musste. Und abends bin ich dann Tod müde ins Bett gefallen.

Gestern und heute hatte ich lange Dienste – den kompletten Tag. Und es ist sowas von ruhig. Ich geh schon auf Arbeitssuche, aber wenn man unter der Woche schon fleißig war ist da natürlich auch nimmer viel. Dann sind 10 Stunden EWIG. Und früher gehn ist nicht, da eben abgedeckt sein muss.

Lyrica nimm ich nun auch schon wieder über ner Woche, weil ich keine Lust habe jede Nacht Novalgin zu nehmen, aber die Schmerzen wollen nicht verschwinden. Und das trotz Lyrica, Bewegung, Physio / Krankengymnastik und auch hin und wieder Schmerzmedikament. Wenigstens sind die „Karpaltunnel Symptome“ verschwunden, bzw. gebessert.

Montag wird es zum Glück ruhiger und ich hoffe ich fühle mich dann auch wieder besser und mehr im Gleichgewicht. Da ist dann meine Urlaubsvertretung rum.

Finde es immer wieder schockierend wie schnell sich das „Hamster-Rad Gefühl“ entwickle. Belastbar bin ich nicht wirklich und meine Akkus leeren sich schnell. Hoffe das sich das nach der Kur im November dann auch wieder bessert.