Bad Bramstedt

Jetzt wird es wohl doch nicht Prien sondern Bad Bramstedt. Und das ist für mich am anderen Ende von Deutschland.
Eine Ärztin aus der Klinik in Prien hat bei mir angerufen. Sie meinte die sind eher für Bulimie und Magersucht, aber ihre Kooperationsklinik in Bad Bramstedt sei für Adipositas, Borderline und Co. Und die machen das auch ähnlich wie die DBT in Freiburg.
Anfangs war ich geschockt. Noch weiter weg?  Inzwischen habe ich es akzeptiert. Zumal es mir ja was bringen soll. Und ich glaube das bringt mir wirklich was.
Hab die Ärztin dann auch nach Wartezeit gefragt. Sie meinte 6 Monate. Ist schon bissel lang. Hoffe ich steh das nicht durch, da wieder jemand krank ist und wohl länger ausfällt.

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Wieder allein

So nun sind die Wochen wieder rum wo mein Mann zu Hause war und ich nicht mehr alles alleine meistern musste. Die Angst der Überforderung macht sich breit.
Heute bin ich schon an meinem Handy gescheitert. Meine Tochter hat was gespielt und das Handy hat sich aufgehängt. Nichts ging mehr. Nun hab ich auch noch ein Sony wo ich nicht einfach mal den Akku raus machen kann. Da war ich schon mal wieder total angespannt. Zum Glück hat mir mein Mann den passenden Tipp per WhatsApp meiner Tochter geschrieben. Aber Kleinigkeiten bringen mich einfach wieder ins wanken.

Heute habe ich nun auch Emails von den 2 Kliniken erhalten die für mich in Frage kommen und ich habe die Anmeldeformulare ausgefüllt.  
Kennt jemand von euch die Panorama Klinik in Scheidegg bzw. die Schön Klinik in Prien am Chiemsee?

Inzwischen tendiere ich eher zu Prien, da die ein ähnliches Konzept wie die Uniklinik Freiburg haben. Ähnlich Dbt, eben aber nicht für Borderline sondern für die Essstörung. Auch meine Ärztin meint ich soll eher dort hin gehen. Laut Klinik sind die Wartezeiten 2-4 Monate aktuell. Genaues erfahre ich wenn sie die Unterlagen von mir haben.

Bauchschmerzen macht mir inzwischen nicht mehr meine Tochter, denn mit ihr ist es besprochen und sie akzeptiert es. Bauchschmerzen macht mir nun noch meine Arbeitsstelle. Wann sage ich es? Was sage ich? Vor allem weil wir unterbesetzt sind und ich eigentlich noch für eine Fortbildung im Juni und Juli je ein Wochenende angemeldet bin.

Auch suchen meine Kollegen immer wieder jemand den sie auf dem Kicker haben und das bin gerade ich. Aber ich glaube das wird in diesem Beitrag zu viel.

Mein aktueller Weg

Hallo zusammen, ja ich weiß ich bin hier gerade nicht dehr oft *schäm* und eigentlich sollte ja hier schon bissel mehr zu lesen sein. Ist nicht so das das „Leben mit Borderline“ und co. so gerade läuft und es nichts zu berichten gibt.

Bin gut am Kämpfen. Die Depression hat mich immer noch gut im Wickel. Das ist anstrengend. Aber zum Glück hab ich meine Arbeit wieder und dann etwas Struktur, wobei das dann natürlich auch wieder anstrengt. Da es ja trotzdem Sommerferien des Kindes, mein Mann, Tiere und Haushalt gibt.

Auf Arbeit ist es gerade auch nicht leicht. Bei den Neuen gibt es noch keine Routine und es wird sehr viel vergessen oder bleibt liegen. Jedesfalls bei einer von beiden! Bin gerade echt froh das ich Nachtdienst habe und so alleine arbeite und nicht alles ausbügeln muss.

Das zwischenmenschliche ist immer noch nicht meins. Mit meiner Ex-Freundin versuche ich gerade wieder etwas in Kontakt zu treten. Ja, hab das NEIN wieder nicht geschafft! Aber es ist eben nicht wie vorher.  Und zwischen meiner Schwiegermutter und uns gibt es Funkstille. Da hat es ordentlich gekracht. Je älter sie wird desto weniger kann sie sich in andere einfühlen. Und Rentner haben ja nie Zeit. Da müssen sich 100% Arbeitnehmer sich denen anpassen und nicht umgekehrt… Definitiv ist das Zwischenmenschliche das schwierigste – immer noch an der ganzen DBT Geschichte! Gefolgt vom Selbstwert. Der ist gerade auch nicht der Beste! Das sieht man mir schon an. Ich habe wieder so zugenommen und bekomme einfach nicht die Wendung! Das ärgert mich sehr!

Von Therapie möchte ich gerade nichts wissen. Hab einfach nimmer das Gefühl das ich da weiter komme und brauche gerade meine übrige Energie für den Alltag. Noch zusätzlich mir nen Kopf darum zu machen ist gerade nicht drin. Ist gerade anstrengend genug!

Down

Heute ist so ein Tag den ich gerne streichen möchte. Heute spielen Engelchen und Teufelchen wieder Ping Pong in meinem Hirn.

Heute hätte nicht viel gefehlt das Teufelchen, besser gesagt mein krankes ICH gesiegt hat. Viel hat nicht mehr gefehlt. Wie ich mich jetzt fühle?  Scheiße, richtig scheiße!

Inzwischen fühle ich kaum noch was. Leer. Alleine. Ohnmächtig. Ich weiß nicht was ich tun soll. Mir ist gerade alles zu viel.

Ich sehe das mir alles entgleitet und ich weiß nicht was ich tun soll. Auf Arbeit haben wir abartigen Personalmangel. Wir decken 24 Stunden täglich zu dritt ab. Wir sind erschöpft.
Kein Ende in Sicht, da Krankenstand nicht absehbar. Ostern steht vor der Tür, Kommunion. Jeder hat Kinder die Ferien haben.

Das nagt!

Wir legen schon die Dienste zusammen. Anstelle von Früh- und Spät gibt es nur Tagdienst mit 10 Stunden. Aber das reicht einfach nicht.

Dann zu Hause komme ich ins Chaos, es sieht aus wie eine Bombe eingeschlagen hätte und das obwohl mein Mann zu Hause war. Wenn ich dann echt schimpfe bekomme ich nur zu hören ich soll nicht rum schreien….

Was für ne Mutter ich wäre die so brüllt…

Bin halt mal wieder der Depp vom Dienst! Fußabtreter! 

Könnte gerade nur heulen.

Loch Hallo

Nicht wieder. Bitte nicht. Nicht schon wieder das Thema Tod! Ich mag nicht. Nicht jetzt. Nicht hier. Thema soll es nicht geben!

Wieso schon wieder? Wieso ist das alte so schnell wieder da? Durch die kleinsten Trigger?

Hab heute erfahren das ein sehr geschätzter Therapeut aus der stationären Zeit gestorben ist. 😦 Ich kann es nicht fassen…

Hab gerade das Gefühl das dadurch auch ein Stück Therapie weggebrochen ist 😦

Mobbing – altes holt mich ein

Hülfe! Hülfe!!!

Heute ist mal wieder ein heftiger Tag und ich versuche es mit fressen zu kompensieren. All das alte das gerade wieder zum Vorschein kommt.

Ich war Mobbingopfer. Mehrfach. Angefangen dezent im Kindergarten bis hin zur Realschulzeit und auch im Berufsleben schon mitgemacht.

Und nun? Nun ruft die Schule meiner Tochter an und berichtet, das sie und ihre Freundin ein Kind mobben. Es wurde nicht das Wort in den Mund genommen, aber genau das habe ich verstanden. Mobbing, Gewalt, Mobbing, Gewalt,… immer und immer wieder.

Gesagt wurde das nicht, aber mein Hirn und meine Emotionen haben sich darin erhängt!

Ich merke wie ich da in ein Ohnmachtsgefühl rutsche. Nicht mehr weiß was ich sagen und tun soll. Das einzig gute an der Sache war, das das ganze gestern die Lehrer erfahren haben vom „Opfer“ und meine Tochter mir das gestern bruchstückenhaft erzählt hat.

Ich bin nicht stolz. Nein! Was bin ich nur? Ich bin schockiert, enttäuscht, verärgert, Scham erfüllt, hilflos und ich fühle mich schuldig! Schuld, Schuld, Schuld kreist in meinem Hirn. Und ich fühle mich gelähmt, hilflos und ohnmächtig!

Ich fühle mich schuldig, das meine Tochter dabei mitmacht und ich sie nicht so erzogen bekommen habe, das das mal gar nicht geht. Sie sagt zwar immer wieder, das ihre Freundin die Ideen hatte und sie nur dabei war, aber ich weiß nicht was ich glauben kann und was nicht? Kann ich ihr vertrauen? Kann ich es nicht?

Als Mutter möchte man einerseits sein eigenes Kind schützen, aber auch der anderen Seite, wenn sie es war – wie bringe ich sie dazu es nicht mehr zu tun?

Es heißt ja so schön. Gib kleinen Kindern Wurzeln und großen Flügel, ist aber leichter gesagt als getan. Vor allem, wenn man seinem Kind nicht das weiter geben möchte, wie und was man  früher erlebt hat.

Ich brauche Sicherheit und Harmonie und das Gefühl nicht alleine zu sein / da zu stehen. Und nun? Alles ist gerade aufs Mal verpufft. Steh gerade vor nem Trümmerhaufen und bin am Sortieren und Retten.

KONFLIKT im INNERN und ÄUßERN!

Konflikte bringen mich aus der Balance. Ins Abseits. In die Krise. Ausmaß unbekannt. Ausmaß variabel.

SCHOKOLADE, Essen, viel Essen, ja das ist mein Seelentröster. Innerlich schreit es in mir und ich fühle mich hilflos. Hilflos, Allein gelassen, nicht verstanden, nicht geholfen, wieder einmal allein mit all dem Scheiß.

Andere dysfunktionale Gedanken sind da, sie können zum Glück noch gut durch Essen kompensiert werden, aber wie lange?

Was haben die Kinder angestellt? Sie haben das andere Mädchen gezwungen um dazuzugehören Papier aus der Toilette zu fischen. Das ist wohl das krasseste. Aber auch Dinge von ihr zu verlangen „du musst so und so oft die Stufen rauf und runter laufen, weil ich Prinzessin bin“ kamen,…

Was ist die Konsequenz von der Schule an die Mädels? Das geht zum Schulleiter. Wenn nochmals was vor kommt in dieser Art, egal ob mitgemacht oder allein gemacht kommt es zum Schulausschluss und es wird Aktenkundig. Bei erneutem Vorfall kommt es zum Schulverweis. – *Klatsch* das saß. Bin schockiert und schiebe Panik. Was ist wenn sie sich wieder bereden lässt mitzumachen und sie erwischt wird und die andere nicht? Was ist wenn???

Wir sollen zu Hause drüber reden. Als Konsequenz hab ich mir überlegt das sie heute nicht ins Schwimmbad darf und so auch nicht ihre Freundin sehen darf. Wir sprechen heute über Mobbing,  Gewalt, Androhen, Ferundschaft,… Sie soll sich eine Wiedergutmachung überlegen.

Was ist aber, wenn sie heute einsichtig ist, sich entschuldigt und das ganze wieder von vorne los geht? Was ist dann?

CHAOS, ANGST, PANIK…

vermischt mit WUT , GROLL,… und alten Erinnerungen…

Skill: Um etwas Bitten

Checkliste – zum Skill:

um etwas Bitten

 –          Weiß ich alles notwendige um meine Bitte zu unterstreichen (siehe Orientierung auf das Ziel)

–          Weiß ich was ich genau möchte? Ziel?

Fähigkeit der anderen Person:

–          Kann sie mir geben was ich will? (Ganzheitliche Betrachtungsweise)

Freie Entscheidungsmöglichkeit:

–          Hat die Person freie Entscheidungsmöglichkeit?

–          Kann sie überhaupt zusagen oder hat jemand Macht über sie und beeinflusst die Situation?

Zeitpunkt:

            – Ist es ein guter Zeitpunkt für die Bitte? (In Ruhe, Blickkontakt…)

Die Beziehung zur anderen Person / Zuständigkeit:

–          Ist das, was ich möchte, der Beziehung angemessen?

–          Ist die Person gesetzlich oder moralisch verpflichtet mir zu geben was ich möchte?

(Interpersonelle Kreise – Personen können auch Kreise wechseln)

Rechte:

–          Bin ich befugt der anderen Person zu sagen, was sie zu tun hat?

–          Hindern mich eigene Erwartungen oder Grundannahmen (Falle ich zur Last? Gehe ich eine Verpflichtung ein?)an der Bitte?

Beziehung – Gegenseitigkeit:

–          Gebe ich der Person ebenso viel, wie ich es von ihr wünsche?

–          Bin ich bereit auch etwas zu geben, falls sie ja sagt?

(Hier geht es um die Balance zwischen geben und nehmen)

Ziele:

–          Ist die Bitte wichtig für langfristige Ziele?

Auswirkung:

–          Wird Zurückhaltung zum jetzigen Zeitpunkt die Situation entspannen, aber auf Dauer zu Problemen führen?

(Evtl. werden Grundannahmen von außen bestätigt)

 

Selbstachtung:

–          Verhalte ich mich kompetent?

 

Quelle: Interaktives Skillstraining für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie, A.R 2014

 

Das ganze noch als PDF – wer mag: Checkliste – um etwas bitten

Skill: Um etwas Bitten – meine Gedanken dazu

Modul: zwischenmenschliche Fertigkeiten

Skill: Um etwas Bitten – meine Gedanken dazu

Das ist genauso schlimm oder noch schlimmer wie Nein sagen, oder?

Ja, so sehe ich das. Wieso?

Vieles liegt auch da in alten Grundannahmen und Glaubenssätzen a la „ich bin nichts wert“, „ich bin ein Versager“,…. In der Angst aufzufallen, verwundbar zu sein. Das andere denken, das man nichts auf die Reihe bekommt. Am Perfektionismus – alles alleine gemeistert zu bekommen, was auch immer.

In der Bitte zeige ich Schwäche. Das ist mit einem Haufen von unangenehmen Gefühlen verbunden, die mich dann regelrecht auffressen. Sei es die Scham, die Schuld, die Angst, und es gäbe da sicher noch mehr zu nennen.

Die Angst vor dem Abgelehnt zu werden vor dem Anderen, ein Nein zu kassieren. An den bereits zuvor durchdachten absurden Gedanken was der Andere sagen und denken könnte.

Meine Ex-Freundin hatte zum Beispiel die Angewohnheit nicht ihre Bitte konkret vorzutragen, sondern immer über eine „Vor(an)frage“ mich zu fangen. Hast du da Zeit? – Somit weiß sie das ich da nichts vorhabe – und sie hat mich gleich auf der Beziehungsebene, wenn ich nun die Bitte für diesen Tag ablehne. Ich fühle mich schuldig und schaffe nicht nein zu sagen. Es brauchte sehr lange, bis ich diese Taktik überhaupt wahr nahm.

Wie man dem entkommt, interessiert euch vielleicht auch!? In dem ich erst mal eine Gegenfrage stelle wie z.B. „Wieso, um was geht es?“ steh ich nicht mehr in Bedrängnis.

Eine Bitte zu stellen heißt aber eigentlich MUT, Mut sich was zu trauen, was über die Jahre untergegangen ist. Was man in der Kindheit auf Grund von negativen Erfahrung abgeschafft hat. Als Schutz nicht weiter verletzt zu werden.

 Helfen heißt auch Interesse am anderen zu haben. Jemand der Hilfe braucht zu unterstützen und für einen Moment eine Gemeinschaft sein. Aus dem Helfen heraus entseht Dankbarkeit des Gegenüber was wiederum ein gutes Gefühl einem selbst gibt.

Um etwas Bitten bekomme ich sicher nicht im Hochstressbereich hin, einer Anspannung von 70% hin. Bei einer Anspannung von 30-60 ist es sicher machbar. Das ganze braucht Übung, aber hilft mit der Zeit ungemein.

Inzwischen schaffe ich das schon bei richtig schwierigen Themen, wie die Beantragung einer sozialpädagogischen Familienhilfe beim Jugendamt, oder bei sonst einer Behörde. Klar läuft das noch nicht spontan ab. Es braucht Vorbereitung, Bedenkzeit, ein Abwägen des Für und Widers – aber ich trau mich!  🙂

Skill: Nein sagen

Skill: Nein sagen  

Was ist das Ziel dieses Skills? Überlegt und freiwillig nein oder ja sagen, weil man es selbst möchte.

Checkliste zum Nein – Sagen

–   Ist die Bitte des anderen klar und deutlich formuliert?

– Was ist das genau, was ich tun soll? (Eine Arbeit, ein Gefallen, soll ich etwas geben?,…)

–  Weiß ich evtl. was ich ablehnen werde?

Meine Fähigkeit:

–          Will ich der Person das geben oder tun, was sie möchte?

–          Wie viel Zeit, Lust, Kraft und Energie habe ich gerade selbst dafür?

–          Was muss evtl. Leiden oder zurücktreten, wenn ich der Bitte nachkomme?

–          Wer ist es, der mich um einen Gefallen bittet?

 Freie Entscheidungsmöglichkeit:

–          Hat die Person Macht über mich? (Vorgesetzter,…)

Zeitpunkt:

–          Ist es ein günstiger Zeitpunkt nein zu sagen? (Oder doch lieber unter vier Augen, oder persönlich und nicht am Telefon, …)

Wichtig ist es das Anliegen, der anderen Person fertig anhören und sie Ausreden lassen!

Rechte:

–          Würde ein Nein, die Rechte der Person verletzen? (z.B. in der Erziehung)

–          Bin ich verpflichtet der Person das zu geben, was sie von mir möchte?

Zuständigkeit:

–          Liegt die Bitte innerhalb ihrer Befugnis?

–          Betrifft die Bitte mich direkt und kann ich es entscheiden? Oder muss ich andere hinzuziehen, die es mitentscheiden müssen, weil es sie auch betrifft?

–          Beziehung – Gegenseitigkeit:

–          Ist die Bitte der Beziehung angemessen?

–          Was ist seine Motivation für die Bitte?

–          Bin ich der Person einen Gefallen schuldig?

–          Tut die Person viel für mich?

Realitätsprüfung! – evtl. darüber mit Person sprechen, verhandeln

Ziele:

–          Sind mir die möglichen Konsequenzen bewusst?

–          Ist die Ablehnung wichtiger wie die Beziehung?

–          Werde ich evtl. unangenehme Gefühle haben, weil ich nein gesagt habe? Kann ich damit umgehen?

–          Steht ein Nein im Konflikt mit langfristigen Zielen? (siehe Orientierung auf Beziehung, Ziel und Selbstachtung)

–          Wird Zurückhaltung zum jetzigen Zeitpunkt die Situation entspannen aber auf Dauer zum Problem führen?

Selbstachtung:

–          Was sagt mein Bauchgefühl / Intuition?

 

Manchmal ist es sinnvoll zuvor den Skill „Vorsicht Falle“ anzuwenden oder auch ein Gefühlsprotokoll zu schreiben.

Angst vor Konsequenzen beim Nein sagen drängen uns z.T. dazu nein oder ja zu sagen. Oft stecken irgendwelche Glaubenssätze und Grundannahmen aus der Vergangenheit dahinter, das einem das „NEIN“ schwer fällt.

Das zeigt, das es oft nicht damit getan ist den Skill Nein sagen zu üben. Hier geht es oft auch um Glaubenssätze und Umgang mit Gefühlen.

Ein wichtiger Bestandteil dieses Skills ist es zu Warten. Sich Zeit geben für die Entscheidung. Dazu gehört es auch um eine Bedenkzeit zu Bitten und auch auf diese zu bestehen.

Wenn es zum Nein kommt, muss dieses auch nicht ausführlich begründet werden. Denn: ICH habe ein RECHT NEIN zu sagen!!!

So wird man auch ernster genommen und der Selbstwert kann wachsen 😉

NEIN ist nicht automatisch etwas gegen einen persönlich. Oft gibt es gute gründe für das Nein, welche wir nicht immer sehen. Evtl. kann man später nochmals darüber reden und die Gründe erfragen damit man es besser versteht. Schreien bedeutet kein automatisches „NEIN“ – der Gegenüber weiß durch die Emotionalität nicht was Sache ist. Es zeigt nur die Unsicherheit und man ist nicht Glaubwürdig!

 Anbei die Checkliste als PDF zum Ausdrucken: Checkliste Nein sagen

Quelle: Interaktives Skillstraining für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie, 5 Tipps zum Nein sagen von Tanja Konnerth (Zeitzuleben)

A.R 2014