Modul: Zwischenmenschliche Fertigkeiten – Skill: Nein sagen – meine Gedanken dazu

Modul: Zwischenmenschliche Fertigkeiten – Skill: Nein sagen – meine Gedanken dazu

Ich weiß, das ich mich hier schon ewig nicht mehr mit Modulneuigkeiten und Skills gemeldet habe. Das Leben in der Realität fordert mich ganz schön. Familie, Arbeit und meine Mitmenschen fordern mich immer noch sehr, denn Fakt ist: manche Skills fallen mir immer noch sehr schwer und dazu gehören v.a. Skills aus den Modulen zwischenmenschliche Fertigkeiten und Selbstwert. Diese 2 Module sind mir auch noch nach 3 Jahren DBT ein Graus.

Das soll nicht heißen das ihr es gar nicht erst versuchen sollt anzuwenden, nein, es bedeutet eher, das dass eben ein langwieriger Prozess ist, der es aber Wert ist anzugehen!

Zu einem meiner Knackpunkte gehört eben auch das Nein sagen. Ich habe eben ein Helfersyndrom. Ich versuche immer und überall alles retten zu wollen und biete mich einerseits schon selbst an oder eben andere fragen mich und ich sag mal wieder „JA“ statt entweder zu sagen „ich brauche kurz Bedenkzeit“ oder ein deutliches „NEIN“.

Und das macht wieder deutlich was an meinem Selbstwert. Das nagt. Denn im Nachhinein sehe ich den Fehler. Denn ich habe keine Zeit für mich und das was mir wichtig ist, da ich überall springe und meine Bedürfnisse übergehe.

 An was liegt das?

–         ich möchte niemandes enttäuschen / verletzen,

–         ich will nicht egoistisch wirken

–         ich möchte Harmonie

–         ich möchte nicht abgelehnt / verlassen werden

–         ein Nein löst viele Glaubenssätze und unangenehme Gefühle in mir aus

–         das Gefühl diese unangenehme Gefühle nicht aushalten zu können

– Angst vor Konsequenzen

 

Borderline & Psychotherapie

1. Machst du derzeit eine Therapie? Wenn ja, welche? Wenn nein, warum nicht?

Ja, ich mache ambulante Verhaltenstherapie Therapie seit Mai 2011. Von Januar 2012 – August 2013 habe ich auch noch eine DBT Skillsgruppe besucht.

2. Welche weiteren Therapieerfahrungen hast du bisher gemacht?

Ich war 2 Mal stationär in der Psychiatrie. Dort habe ich, als ich wegen der Depression stationär war, die interpersonelle Verhaltenstherapie kennen gelernt. Da ich jedoch noch Borderline habe fand ich die Probleme die dort angesprochen wurden manchmal richtig „poplig“ gegensatz zu den Grundsymptome von BL. Ich merkte ich brauche eine spezielle Therapie für BL. Habe mich dann auch entschlossen mich auf die Warteliste für DBT setzen zu lassen.

Die DBT (dialektisch behaviorale Therapie) wenden wir auch heute noch in der Verhaltenstherapie an. Vor allem Achtsamkeit und Selbstakzeptanz sind wichtige Bestandteile.

Die Energetische Psychotherapie (EFT) ist auch Bestandteil in der Therapie, wie auch Arbeit am inneren Kind,…

3. Wie kam es zustande, dass du zum ersten Mal in Therapie gegangen bist?

Ich bat meinen Hausarzt um eine Überweisung zum Psychiater, weil ich merkte das dieses Mal Medikamente alleine mir nicht helfen. Aber anstelle Therapie war Krisenintervention angesagt. 😦

4. Glaubst du, dass die Therapieform oder die Art des Therapeuten entscheidender ist für den Erfolg einer Therapie?

Hm, schwierig. Ich glaube man man hat gar nicht wirklich die Chance nach Sympathie / Antipathie oder auch Therapieform selbst zu schauen, da es überall super lange Wartelisten gibt und man ja dringend Hilfe nötig hat.

Ich hatte irgendwie Glück und bin immer ohne Warteliste reingerutscht, hatte aber auch nie 2x/ Woche Therapie, da ich einen sehr langen Anfahrtsweg (über 1 Stunde) habe.

Auch ich habe schon die Therapeutin gewechselt. Beim ersten war es bei mir Arzt  und Therapeut zusammen, was sich oft vermischte und ich mich manchmal in der Therapie gar nicht traute Dinge anzusprechen, weil ich Angst hatte eingewiesen zu werden. Auch ging zum Teil für die Medikamentenverordnung Zeit von der Therapie ab. Bei der jetzigen Therapeutin wusste ich, das sie für DBT spezialisiert ist und auch wirklich alle Bausteine durchlaufen hat. Bei der Vorherigen war es so, das sie zwar die Therorie hatte, aber die Supervision nicht gemacht hatte und genau das ist das was für das Handling mit den Patienten nötig ist.

Nicht jede Therapieform ist denke ich, für jedes Stadium der Aufarbeitung gleichermaßen sinnvoll. Schlechte Erfahrung hab ich mit Tiefenpsychologie. Meine Tochter hatte tiefenpsychologische Spieltherapie. Die Elterngespräche haben mich immer total instabil gemacht. Damit kam ich gar nicht klar.

 5. Bevorzugst du ambulante, stationäre oder teilstationäre Therapie?

Ambulante Therapie bevorzuge ich ganz klar. Da stationäre Therapie mit einem Kind mit sehr viel leiden verbunden ist. Meine Tochter litt sehr unter meinen langen Klinikaufenthalten und das tut / tat mir sehr weh. Wenn möglich versuche ich das zu umgehen oder sie eben mitzunehmen, was aber in die Pschiatrie ja nicht geht, zumal sie ja in der Schule nun ist.

Ambulante Therapie kostet jedoch v.a. in Krisen sehr viel Kraft. Stationär ist man in einem geschützen Rahmen und hat sehr viel Hilfe und Unterstützung. Draußen in der realen Welt hat man das nicht. Da bleibt alles an einem selbst hängen.

Teilstationär ist auch mit Doppelbelastung verbunden, dennoch sicher noch dem stationären Aufenthalt oft vorzuziehen. Für mich ist es jedoch so gut wie gar nicht machbar, da ich 2 Stunden ein Weg unterwegs bin mit den Öffentlichen und so früh bei uns noch gar kein Bus fährt. Autofahren darf man in der Zeit des Psych. Aufenthaltes nicht.

6. Welche Erwartungen hast du an deine aktuelle (oder ggf. zukünftige) Therapie?

Das sie mich weiterbringt im Krankheitsverstehen, Umgang und Auflösung bestimmter Glaubenssätze, Umgang in krisligen Situationen, Hilfe zur Selbsthilfe. Sie soll mir helfen mich zu stabilisieren, das ich es auch irgendwann ohne Therapie schaffe.

7. Wie muss eine Therapie gestaltet sein bzw. wie muss ein Therapeut sein, damit du aus der Therapie Positives für dich gewinnen kannst?

Vor allem validierend! Ich brauche auch Anleitung, jemand der frägt und nicht nur zuhört.
8. Glaubst du, dass Borderliner auch ohne Therapie auskommen können? Oder andersherum gefragt: Glaubst du, dass Borderliner überhaupt therapierbar sind?

Ohne Therapie auskommen geht denke ich nicht. Weil man immer und überall aneckt und das zwischenmenschliche und der Umgang mit den Gefühlen immer wieder Schwierigkeiten bereitet. Man braucht meiner Meinung nach Anleitung, weil man vieles durch seine Umwelt ganz anders gelernt hat.

Ich glaube das Menschen mit BL therapiebar sind, aber nur dann, wenn sie ihre Erkrankung akzeptieren und selbst etwas ändern möchten. Sicher wird man nicht „gesund“ nur die Symptome treten nach außen dann nicht mehr auf und das diese 9 Diagnosekriterien sind nicht mehr messbar.

9. Welche Fortschritte konntest du bereits durch Psychotherapie machen?

–  Ich kann Gefühle besser wahrnehmen und äußern

–  Abnahme der Impulsivität

–  Abnahme des Selbstverletzenden Verhaltens. Ca. 1 Jahr selbstverletzungsfrei

–  Essstörung recht gut unter Kontrolle – innerhalb 2 Jahren Verlust von 50 kg

–  Konflikte scheinen mir nicht mehr so bedrohlich. Ich lerne sie besser auszuhalten und kann ruhiger darauf reagieren.

– Ich kann kritische Situationen in meinem Alltag besser reflektieren und selbst dementsprechend gegensteuern

– Ich kann meine psychischen Grenzen besser Einschätzen und ggf. Hilfe beanspruchen.

– Weitere Abstinenz von Medikamenten (z.N. Benzodiazepinabhängigkeit)

-Stabilere Ehe – wir streiten weniger, da wir unsere Konflikte besser lösen können

–  Das ich mehr auf mich und meine Bedürfnisse auch auf Arbeit achte und auch Grenzen setze und Nein sage.

–  Depressive Phasen nehmen nicht mehr einen so großen Raum ein, wie in der Vergangenheit und beeinträchtigen meinen Alltag nicht mehr so gravierend.


10. Wie sehen deine Therapiepläne für die Zukunft aus und welche Fortschritte möchtest du noch machen?

–  Aufarbeitung der Vergangenheit

–  Stabilisation

– Gelassenere Mutter-Kind Beziehung durch Loslassen von Befürchtungen

–  Arbeit am Thema Geldausgeben / Dispokredit ausreizen

–  Arbeit an der Selbstakzeptanz / Selbstwert

Ich möchte noch mehr Stabilität erreichen. Durch meine emotionale Instabilität und wiederkehrende depressive Episoden sowie nicht einfachen Familienstrukturen ist es nicht immer einfach meine Stabilität aufrecht zu halten. Mein Kind hat selbst soziale Auffälligkeiten und auch schulische Probleme und mein Mann hat ADHS.

Wenn es mir psychisch nicht gut geht und ich zu wenig für mich sorge, treten immer noch recht schnell und heftig destruktive Gedanken auf. Meine Essstörung (Adipositas) habe ich inzwischen recht gut im Griff. Innerhalb 2 Jahren habe ich nun über 50 Kilo verloren. Um da noch weiter erfolgreich zu bleiben ist die psychische Stabilisierung für mich sehr wichtig. In Phasen, in denen es mir nicht gut geht breche ich auch in diesem Bereich noch ein und ein Rückfall ist sehr wahrscheinlich. Ich bemühe mich privat neben der Therapie um Ernährungsberatung, was sehr gut klappt. Ich mache seit Juni 2012 Weight Watchers in einer Gruppe und seit da ist meine Abnahme recht kontinuierlich.

Auch habe ich eine Menge Altlasten aus meiner Vergangenheit, die mich psychish belasten und noch nicht aufgearbeitet sind. Ich übertrage einige meiner Lebenserfahrungen auf den Umgang zwischen mir und meiner Tochter. Ich möchte lernen mehr Vertrauen in sie zu haben und das sich meine Erlebnisse nicht wiederholen müssen.

Auch wünsche ich mir Hilfe im Umgang mit meinem Geld, bzw. der Einstellung dazu. Ich lebe schon recht lange immer am Rande meines Dispokredites. Auch das ist wie eine Sucht, die ich gerne wie auch das mit den Medikament oder auch der Essstörung gerne noch in den Griff bekommen möchte es mich aber noch überfordert alleine dran zu gehen. Hier stecken einige alte Glaubensmuster aus der Vergangenheit dahinter.

Ich habe auf eigenen Wunsch den Abstand zwischen den Therapiestunden erweitert, um mehr im alltäglichen Umfeld zu üben und zu schauen wie ich alleine zu Recht komme. Ohne Therapie scheint es mir jedoch noch nicht möglich.

(Das habe ich vor kurzem geschrieben, als es um die Bewilligung weiterer Stunden ging).

Tag 2 nach Krise

Auch wenn es mir im Momemt verdammt schwer fällt mich aus dem Bett zu bewegen, aus meiner Sicherheitsburg, war ich heute bei Weight Watchers und in der Therapie.

Es kostet so viel Überwindung, weil es man mir anseht das es mir gerade nicht gut geht und viele danach fragen. Und das Fragen ist noch anstrengender. Wie kann ma das erklären? Psychische Krankheiten sind stigmatisiert. Depression geht ja vielleicht noch ein Hauch, aber Borderline?

Ja, ich zeige es nach außen nicht, nur das Lächeln fällt mir inzwischen auch schwer. Und das kennen die meisten von mir nicht. Versuche immer optimistisch zu sein, auch wenn es innendrin ganz anders aussieht und mich Selbstzweifel plagen.

Ja,  ich habe im Moment Suizidgedanken. Sie sind da. Sie nehmen mehr Raum ein. Meine Therapeutin weiß das. Das Durchspielen ist wieder da. Der Sinn des Lebens ist gerade recht fern. Dennoch kämpfe ich weiter.

Steh auf Autopilot! Es muss gehen! Kann meine Familie nicht im Stich lassen. Das kann ich ihnen nicht antun! So lange das noch ist, ist es gut. Nur nun darf nichts mehr wegbrechen!

Ich darf auf Arbeit nicht fehlen! Sonst schmeißen sie mich, jedenfalls wenn ich psychiatrisch stationär geh. Mutter-Kind Kur ist was anderes, das wird noch so akzeptiert aber bei gewissen Ex-Bereichskollegen sicher auch der Mund zerissen.  Nur ich brauch sie dringend, bevor ich ganz kompensiere!

(Auch da hat sich was getan während ich das hier schrieb. Die Praxis meine Psychiaterin hat angerufen. Meine Ärztin fällt länger aus. Es ist aber eine Gemeinschaftspraxis, die andere Ärztin übernimmt nun mein Attest und füllt es zusätzlich zu dem vom Hausarzt aus. 🙂  – da glaub ich doch wieder an das Gute und  an Fügung – Das tut heute echt gut und gibt mir Mut das sich bald wieder etwas ändert.)

Es heißt Zeit zu überstehen, Gefühle zu lassen und aushalten und achtsames wahrnehmen. Pausen einbauen wo es geht. Das heißt im Moment für mich viel allein für mich sein und zu wissen mein Mann und meine Tochter sind da, aber sie lassen mir auch Zeit für mich! Bin im Moment nicht der Gesprächigste im alltäglichen Leben, denn vieles kann ich dort nicht sagen, weil dort gleich alle Alarmglocken gehen. Nur ganz wenige vertrauen mir und meiner Einschätzung ob es geht oder nicht.

Was hat mir die Therapie heute gebracht? Etwas mehr Selbstvertrauen, das ich die Situation gut gemeistert habe und doch einiges daraus mitnahm. Auch wenn es mir verdammt schwer fiel das mit meinen Gedanken und so zu sagen.

Es ist ein massiver Konflikt, der mein wunder Punkt getriggert hat. Und auch Hauptverletzungspunkt ist. Meine Angst Allein zu sein, Allein dazustehen. Dadurch brechen gerade auch wieder alle Symptome aus mir raus und vereinnahmen mich.

 Sicher trauer ich der kaputten Freundschaft hinterher, da es viel mit meinem Thema: Angst – sozial alleine dastehen –  zu tun hat. Es hat mir aber auch gezeigt wie sehr mich diese Freundschaft in Stress und Alarmbereitschaft setzt. Aus diesem Blickwinkel gesehen ist es auch Erleichterung. Keine Verpflichtung zu haben. Sein zu können wie es mir gerade geht, mich nicht verstellen zu müssen, weil man damit nicht umgehen kann, sich nicht ständig schuldig zu fühlen und abhängig …

Es hat mich darin bestärkt für mich und meine Tochter  und unsere Bedürfnisse einzustehen auch gegen jemand anders. Im Endeffekt auf das Nein Beharren.

Wichtig ist es für mich weiter an meinem Selbstwert zu arbeiten und da ich mich festige. (Fels in der Brandung werde). Ich soll weiter üben Emotionen zu bennenen und versuchen sie auszuhalten. Und nicht mich in Emotionen reinziehen zu lassen, die andere wieder erneut entfachen. Weiterhin ist es wichtig auf meine Bedürfnisse und mein Bauchgefühl zu hören und danach zu handeln. Was auch solangsam besser wird 😉

EFT werde ich erstmal etwas hinten anstellen, das es mir gerade in diesem „stürmischen Seewasser“ sonst zu arg von einem Problem ins nächste befördert. Ist mir auch passiert, als ich versuchte meine Essstörung wieder in den Griff zu bekommen. Aber jetzt weiß ich wieso das passiert ist.

Heute war mal wieder Krise angesagt

… ich darf wohl nicht schreiben, das es mir gut geht. Schwuppdiwupp sieht das ganze anders aus.

Vorsicht – denkt an euch – der Text ist nicht ohne – evtl. Trigger!!!

Was war der Auslöser?

Meine Freudin ihre Tochter ist mit meiner Tochter genauso befreundet wie wir beide. Sie kennen sich aus dem Kindergarten, inzwischen gehen sie in unterschiedliche Schulen, aber zusammen in die Ergo. Vor einigen Wochen hat es ihre Freundin ganz wüst mit ihr getrieben. Sie haben meine Tochter in der Ergo als „Erzfeindin“ betittelt. Das hat meine Tochter ziemlich mitgenommen. Seit da sind die zwei wie Hund und Katze. einer zickt immer.

Wir wurden bei der Tochter meiner Freundin zur Kommunion eingeladen. Meine Tochter wollte dort nicht hin, hab es meiner Freundin gesagt, sie hat es nicht akzeptiert und mich doch überredet hinzugehen und prompt heute morgen hat meine Tochter dann sowas von getickt. Auch fiel zuvor von meiner Freundin, das es sonst besser wäre wenn wir nichts mehr miteinander machen.

Ich habe versucht meine Tochter umzustimmen, weil mir die Freundschaft wichtig ist. Sie ist im Endeffekt die einzige Freundschaft die nun schon einige Jahre hält und das macht sie mir nun kaputt.

In mir spielten sich alle möglichen Zenarien durch und ich fühlte mich verdammt schuldig. Schuldig das ich da nicht hingehe (habe abgesagt!), schuldig, weil ich denen den Tag versaue (ihre Tochter ist sehr emotional anfällig), schuldig!!! Auch fühlte ich mich als Versager. Ich die wieder mal eine Freundschaft zerstört, ich die sich vom Kind auf der Nase rumtanzen lässt, …

Ich habe gebrüllt, war richtig impulsiv. Mein Mann machte mir dann auch noch Vorwürfe a la – ist das jetzt die Rache oder willst das sie sich in 1-2 Jahren auch die arme aufschlitzt und einen psychischen Knachs ab hat!?

In dem Moment sah ich nur rot – auch noch von ihm Schuldvorwürfe und die Bestätigung das ich alles nur Schade. S***** Gedanken schossen mir durch den Kopf, welche auch nen gewissen Drang annahmen. Ne Zeit lang war ich mir heute nicht sicher ob ich stationär zur Krisenintervention gehen sollte.

Damit es nicht völlig eskalierte zog ich mich um, sagte meinem Mann bescheid und ging walken. Das Wetter passte zu meiner Laune und meinen Emotionen. Ich ging trotzdem. – Jetzt im Nachhinein bin ich verdammt stolz drauf, das ich nicht ins Auto stieg und wirklich gleich die situation verließ ohne irgendwelche Dinge mitzunehmen oder noch was anderes zu tun. Sogar mein Mann hat mich gelobt, das das echt super war, bevor mir die Hand ausrutscht, ich sie verbal niedermache oder sonst was.

Völlig durch den Wind lief ich den mittelschweren Nordic Walking Waldweg. Mit wildem Kopfkino, das Gefühl das ich Dinge höre die nicht sind, alles so unwirklich und es tat so verdammt weh.

Ich wunderte mich, wie ich den richtigen Weg überall nahm, den heute war ich nicht beim Achtsamen Walken heute war ich Autopilt und musste schauen mein Leben wieder in den Griff zu bekommen.

Ich fühlte mich einerseits wütend, enttäuscht, traurig, hilflos und völlig allein!

Dann waren auch wieder da die Scham, die Schuld, die Angst.

Zwischendurch dann auch einfach nur Schwere im Körper und Leere und bekam nichts mit.

Die Gedanken rasten und liesen mich einfach nur laufen, egal wie schmuddelig und nasskalt es da war.

Ich weiß nicht wie lange ich unterwegs war. Ich war komplett nass und mir war es kalt, mein Rücken schmerzte. Aber wenigstens war ich nicht mehr geladen gegenüber meiner Tochter und sah sie nimmer als Schuldige, die meine Freundschaft vermasselt hat.

Ich machte mir Gedanken ob es eine wahre Freundschaft ist /war. Dazu gesondert mal etwas mehr.

Ich liebe meine Tochter und kann sie verstehen, das sie das mit der Erzfreundin /-feindin verletzt hat. Ich muss es akzeptieren und vielleicht seh ich nur so, ob es eine wirkliche Freundschaft war!?

Ich merke das mir das ganze ziemlich nachhängt und mich manche Dinge noch arg beschäftigen und ich fix und alle bin. Auch merke ich das die Depression immer noch an mir nagt und schnell ins Tief befördert.

Ich merke wie ich mich nach einer neutralen Person, einem Sicherheitsanker für unsere Familie sehne v.a. für meine Tochter, wenn ich mit ihr im Konflikt steh. Ich bin am überlegen ob ich versuchen soll wieder eine SPFH zu bekommen. Ich bin und bleibe instabil. Und ich glaube der Wunsch, auf eine Mutter Kind Kur hat das auch gezeigt. Im Moment fühle ich mich doch recht schnell wieder überfordert. Ich hoffe wir bekommen sie durch. Der Antrag ist bei der Hausärztin, die kommende Woche kann ich ihn abholen.

Wie schnell 3, 4 Wochen vergehen

Hab gestern auf dem Kalender gesehen, das ich Dienstag seit langem – glaub 4 Wochen wieder Therapie habe. Voll ungewohnt.

Wie geht es mir ohne wöchentliche Therapiestunden? Hm? Stressfreier. Keine Therapiehausaufgaben, keine Vor- und Nachbereitung und weniger aufwühlen des Alten.

Ist es gut so? Glaube nicht. Versuche glaube ich gerade etwas zu vermeiden. Etwas was mir Angst macht, etwas was unangenehm ist und mich belastet, denn es geht an die Vergangenheit. Vergangenheit ist nicht gut. Da steckt viel dahinter. Vieles was ich doch gerne verdränge und nicht an die Oberfläche lassen möchte.

Im Moment geht es um die Bewilligung weiterer Stunden. Es sind noch 1-2 Stunden und dann sind die bewilligten Stunden voll. Auch weiß ich nicht, ob der Antrag an die Kasse bereits unterwegs ist, oder ob alles noch bei meiner Ärztin liegt und die ist ja, wie ich bereits geschrieben habe länger krank.

Will ich das? Will ich das nicht? Ich schwanke. Ich schwanke sehr. Wenn es mir gerade ganz gut geht, dann denke ich mir ich komme alleine klar, aber was ist, wenn ich wieder einbreche? Dann kann ich mich nicht strukturieren und analysieren und rutsche in alte Muster.

Wieso muss das so verdammt schwer sein, Entscheidungen zu treffen, mit der Krankenkasse zu kommunizieren, mit den Ärzten zu reden, sich behandeln lassen, Therapie zu machen,…

Merke immer wieder, das ich doch gerne auf dem alten, gewohnten, vertrauten und sicheren Weg bleiben möchte. Neues und unvorhersehbares macht mir Angst. Angst die mich nicht mehr aus dem grübeln raus lässt und Tag und Nacht begleitet.

Wo sehe ich die Probleme wegen der Therapie? Mir fällt es schwer, bei einem Thema zu bleiben. Innerhalb 2 Wochen sind manchmal ganz andere Problemfelder aktiv. Und dann möchte ich gerne an diesem Thema arbeiten. Meine Therapeutin meinte jedoch, das wir an einem Thema bleiben sollten. Damit wir voran kommen.

 Das stresst mich. Nicht, weil ich nicht an dem Thema bleiben möchte und arbeiten möchte. Nein, mir fällt es einfacher über die Glaubenssätze und Emotionen zu reden, die gerade aktiv ist. Wenn ich gerade kein wirkliches Problem mit meiner Tochter habe finde ich es schwer mich in eine solche Situation reinzudenken. In den letzten Wochen war nicht meine Tochter das „Problem“ – hin und wieder Kleinigkeiten, eher war es meine Unzufriedenheit mit mir und meinem Gewicht und dem Gefühl den stabilen Boden unter den Füßen verloren zu haben. Den Boden fand ich eine ganze Zeit sehr stabil. Bereits um Weihnachten rum glaubte ich das er zu brökeln beginnt. Trotzdem ignorierte ich es. Seit Januar tümple ich an 2-4 Kilo rum. Rauf und runter, runter und rauf. Die letzten 3 Wochen wurde es nur noch ein rauf. 2,5 Kilo. Und es ist, trotz EFT Klopfübungen so mühsam die wieder runter zu bekommen. Die Sucht nach Schoki ist wieder voll da. Das nervt mich gewaltig und führt zu Selbsthass.

Auch beschäftigt mich gerade der Kurantrag und ob meine Psychiaterin im Juli beim nächsten Termin wieder da ist. Was wenn nicht? Wo bekomme ich meine Medis v.a. das Minipress? Jetzt hab ich es weiter bewilligt bekommen und nun ist die Ärztin krank und nicht da. Bin am überlegen heute mal zum Hausarzt zu gehen und mit ihm drüber zu reden. Wegen der Kur und wegen des Medikamentes. Zumal, wenn ich auf ABC Gesund höre dringend mal wieder Manuelle Therapie nötig ist. Hab ganz schöne Schmerzen im Ledenwirbel- und Halswirbelbereich.

Wusste gar nicht das es hier Buschtrommeln gibt

… seit vorgestern weiß ich, das es sowas hier geben muss.

Und das ganze hat mich noch mehr in inneres Chaos und Selbstagression versetzt. Hatte einen „Weinanfall“ vom feinsten. Und musste wirklich aufpassen das ich den Handlungsimpulsen nicht nachgebe.

Das Problem des Ganzen, es ist immer noch da. Trotz Skills, trotz Beruhigungsmedikament!!! Das Medikament habe ich seit seit über 2 1/4 Jahre nicht mehr genommen. Steh völlig neben mir. Hirnlos und doch nicht Gedankenlos. Müde ohne Ende! War die Dosis zu hoch? Damals hatte ich ja auch noch fast 50 kg mehr.

Zu den Buschtrommeln: Ich habe vorgestern eine Mail von meiner Therapeutin bekommen. Sie hat wiederum eine Mail von meiner Psychiaterin bekommen.

In ihrer Mail stand folgendes:

„…heute habe ich den Bericht von Frau xxx bekommen.
Der klang nun aber nicht so optimistisch –
ich würde Ihnen empfehlen, die Therapiepause nicht so lang zu machen,
und z.B. übernächste Woche, Di um 12h noch einen Termin wahrzunehmen.
 
Ich bitte um eine Rückmeldung, gbf. um eine Verhaltensanalyse…. „
 
Ich war sauer, so was von sauer. Wieso können mich nicht alle in Ruhe lassen? Jetzt muss ich schon dieses doofe Antidepressiva wieder erhöhen, merk kein Stück bis jetzt von der Erhöhung und dann nun auch noch diese Kommunkiation hinter meinem Rücken! Reicht es nicht wenn ich mir selbst Gedanken mache, ob ich meine Thera um einen Termin bitten soll oder nicht? Fühl mich so kontrolliert. Das kann ich gar nicht haben. Vor allem nicht dann wenn es mir „nicht so gut geht“.  Sonst stört es mich sicher weniger.
 
Ich weiß das ich Probleme habe Hilfe anzunehmen. Um etwas zu bitten, Nein oder auch Ja zu sagen. Aber zu viel Lenkung von außen, Meinungen, was auch immer, nerven  mich genauso!!!
 
Da kommen wieder Gefühle wie Schuld, Scham, Wut, Ärger hoch… die mich überwältigen und mein Hirn lahm legen. Ich fühle mich unfähig! Unfähig mein Leben zu meistern!
 
Auch sind da massiv Ängste da, das ich wieder vor einem Klinikaufenthalt stehe. Das geht gar nicht!!! Wegen meinem Job, meiner Tochter, meinem Mann….
Und die Angst davor ist riesig. Ich seh einige Parallelen zu damals wenn ich mir das Bewusst mache. Täuscht es mich, täuscht es mich nicht? Ich will manches vielleicht nicht zugeben. In mir brodelt es aber. Oder bin ich da in einem alten Film? Ich hab mich damals sooooo lange gewehrt. Außerhalb hat es kaum jemand mitbekommen wie dreckig es mir geht. Ich habe gearbeitet, wie immer.
 

Allein und ich hab mal wieder der Koller

Mein Mann ist seit langem mal wieder unterwegs, Tochter ist im Bett, Kater ist nicht da, draußen sturmt es und meine Anspannung ist wieder super weit oben.

Wieso schaff ich das nicht – dieses doofe „Allein sein“ Gefühl unter Kontrolle zu bringen. Geh doch auch arbeiten, oder fort. Da geht es mir gut. Aber wenn ich hier so „alleine“ zu Hause bin. Das geht gar nicht!!!

Ablenken – ist wohl angesagt! Hoffentlich kommt er bald zurück. Nicht das ich ihm das nicht gönne, aber das Gefühl ist so unerträglich.

 

 

Happy new year

Nun mein Wunsch an euch in „gedoodelter“ Form.

Ich wünsche euch ein glückliches, gesundes, erfolreiches neues Jahr. Mit wenigen unverhofften, stressigen  Momenten die eure innere Balance ins Wanken bringen!!!

 

happy 2014

Zentangle / Zendoodle habe ich im Sommer im Schwimmbad bei einer Bekannten kennengelernt und auf Wunsch stell ich nun mal ein Werk von mir ein.  Es ist inzwischen auch ein Skill von mir geworden. Zentangle / Zendoodle hat für mich etwas meditatives. Dieses Jahr habe ich auch vor ein Keilrahmenbild mit Zendoodle zu gestalten. Ich bin gespannt wie das klappt.

Ein Tipp – da ich es schöner finde auf dickerem Block zu  malen  nutze ich ein Mandala Block . Ich drehe die Seiten einfach um.

Jahresrückblick 2013

Jahresrückblick 2013

In paar Sätzen würde ich sagen, das es auch 2013 ein aufsteigendes Jahr war. In dem Jahr hat sich viel getan, v.a. Gewichtstechnisch.

Ich bin nicht froh, wenn 2013 endlich rum ist, auch nicht traurig. Es ist wie es ist. Das Jahr geht heute zu Ende. 2014 steht vor der Tür. Ich freue mich auf weitere Veränderungen und bin gespannt was kommen wird.

Ich möchte es auch nicht versäumen mich bei euch meinen treuen aktiven und passiven Lesern zu Bedanken. Ich bin sehr gerne hier, und freue mich über eure Kommentare und Likes.

Leider kam der Blog dieses Jahr manchmal etwas zu kurz, da das Leben einen doch manchmal ganz schön fordert.

Auch wenn die DBT Skillsgruppe nun vorbei ist, möchte ich weiter hier über Skills & DBT etc. posten.

Ich wünsche euch ein schönes Silvester und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2014! Viel Glück und Erfolg fürs neue Jahr!

LG desweges

So nun aber zu meinem Jahresrückblick 2013:

Zugenommen oder abgenommen? Ganz klar abgenommen und zwar seit Februar 2012 sind es 48 Kilo!!! Dieses Jahr sind es über 27 Kilo gewesen 😉 Und Mister Jojo kenn ich nicht mehr. Klar gibt es auch mal 1-2 Kilo mehr, aber ich weiß die verschwinden wieder. Auch mein Jahresziel ein uHu (unter Hundert Kilo) zu werden Habe ich geschafft.

 

Haare länger oder kürzer? Bis jetzt sind ziemlich gleich geblieben. Ich bin noch am überlegen. Definitiv will ich eine neue Frisur. Die Frisur passt zu meinen 48 Kilo weniger nicht mehr. Bin noch am Überlegen ob es ein gestufter Bob wird oder wieder etwas ganz kurzes.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Ich glaube weitsichtiger, geduldiger. Das schwarz weiß Denken hat abgenommen.
Mehr ausgegeben oder weniger? Ich würde sagen das ich sicher etwas mehr ausgeben habe, da wir etwas mehr Geld zur Verfügung haben.

 

An welchen Traum erinnere ich mich?
Ich erinnere mich eher an negative Träume von ehemaligen Erlebnissen, die nicht sehr schön waren. Ich nehme weiter Minipress. Jedoch merke ich, das ich mein Schlafmedikament auf ein Minimum reduziert habe. Dadurch bekomme ich wieder eher Träume mit.  Es kann auch damit zu tun haben, das auf Arbeit gerade viel getriggert wird. Ich rutsche in alte Erlebnisse, dadurch kommen wieder mehr Erinnerungen, die wieder mehr Albträume verursachen. Inhalte dieser Träume sind vor allem Mobbingerfahrungen, Schuldzuweisungen / Rechtfertigungen,…

 

Wer oder was hat mich wirklich überrascht? Das mir die DBT Therapie so viel brachte und ich nun ohne DBT Skillsgruppe seit August 2013 super zurecht komme. Ich habe viele Skills verinnerlicht und meine Krisen werden definitiv weniger, bzw. ich sehe sie nicht mehr so schnell als Krisen an.

Auch habe ich dank meiner Therapeutin,  meiner Ärztin aus der stationären DBT Therapie und meinem Weight Watchers Coach endlich meine Essstörung im Griff. Ich kann endlich sagen das mich Mister JOJO verlassen hat. Ihm gefiel es nicht mehr, das er keine Macht mehr über mich hat. Sonst war es so, das ich spätestens alle 8-10 Wochen wieder Mr. Jojo hörig war. Das ist rum!!!

 

Welche Person habe ich enttäuscht? Meine „Ex“ Arbeitskollegen – das ich nicht mehr alles hinnehme und alles mit mir machen lasse. Das ich mich aus ihrem Groll und Geläster raushalte und nicht mitziehe,…

 

Welcher Streit ist gut ausgegangen? Ich kann mich gerade an nur einen Streit erinnern, der nicht gut ausging, bzw. noch nicht geklärt ist. Das ist der Streit, Klinsch mit meinen „Ex“ Arbeitskollegen, den Nachtwachen.

 

Was habe ich verloren oder gefunden?  Verloren habe ich jede Menge Pfunde, die „gute“ Beziehung zu den Nachtwachenkollegen.

Gefunden habe ich meinen Selbstwert und meinen Stolz, ein tolles, neues Lebensgefühl.

Welchen Wunsch habe ich mir erfüllt? Ich habe mir ein neues Bett gegönnt, ein Regal als Raumteiler zwischen PC Tisch und Bett, ich habe eine neue Küche, einen neuen Küchentisch,….

Ja dieses Jahr habe ich viel in unserem alten Haus verändert.

 

Welchem Vorsatz bin ich treu geblieben? Das ich abnehmen möchte. Ich habe seit Februar 2012  48,2 Kilo abgenommen. Bis Ende 2014 möchte ich mindestens 80 Kilo haben. Wer weiß vielleicht schaffe ich es auch bis dahin ein Goldi zu werden bei Weight Watchers und den Coach zu machen.

 

Welche neuen Freunde habe ich gewonnen? Eine. Eine Frau im Alter meiner Eltern, die auch hier in unserem Ort wohnt.

Auch habe ich einige liebe Bekannte kennen gelernt. Vielleicht entwickelt sich daraus ja noch mehr!?

 

Was war mein glücklichster Tag? Als ich Ende des Jahres ein uHu wurde.

Was war mein traurigster Moment?  Immer dann, wenn ich das Gefühl habe eine schlechte Mutter zu sein. Das ich es nicht schaffe meine Tochter „gut“ zu erziehen. Wenn ich das Gefühl habe alles falsch zu machen. Dieses Gefühl kommt ein paar Mal im Jahr auf, aber ich weiß es ist nur eine Momentaufnahme, die wieder (zum Glück) vorüber geht.
Was war mein größter Erfolg?  Meine Gewichtsabnahme von 48,2  Kilo in 22 Monaten. Dank Wake up, meiner Therapeutin, der Ärztin der stationären DBT Therapie, meinem WW Coach und Weight Watchers.

 

Worauf bin ich stolz? Auf meine Tochter und auch auf meinen Mann.

Aber auch auf mich. Zum einen, das ich so standhaft bin bei der Abnahme. Ich nun schon seit Juni 2013 Weight Watchers treu bleibe. Aber auch, das ich auf Arbeit mich für mich und meine Rechte einsetze und nicht mehr Dinge mit mir machen lasse, die mir schaden und andere davon profitieren.

 

Worin bin ich stärker geworden?  Im mich einsetzen für meine Rechte. Im Aufzeigen meiner Grenzen. Im Annehmen von Komplimenten; im genießen von schönen Momenten; im erkennen das es nicht nur „schwarz“ oder „weiße“ Momente gibt, sondern, das es auch Tausende Farbstufen dazwischen gibt und ich Krisen aushalten kann,…

Welcher Abschied fiel mir schwer? Der Abschied von meiner DBT Skillsgruppen-Therapeutin und den lieben Mitpatientinnen in den 11/2 Jahren. Besonders schwer fiel mir das, weil ich ein halbes  Jahr früher aufhörte, da mein Mann einen neuen Job gefunden hatte und so abends nicht rechtzeitig zu Hause ist.

 

Was hat sich zum Guten gewendet? Mein Weg mit Borderline und den Komorbiditäten Depression und der Essstörung.  Ich bin in Therapie und arbeite an mir, dass ich meiner Tochter ein besseres Leben bieten kann, als ich es hatte!

Auch die Beziehung zu meinem Mann ist viel inniger geworden. Wir streiten uns viel weniger und freuen uns noch mehr über Kleinigkeiten.

Hast du in diesem Jahr etwas dazugelernt? Vieles. Das ich Kontrolle über meine Essstörung habe und Mister Jojo mir kein Floh mehr ins Ohr setzen kann. Und das eine Fressattacke auch akzeptiert werden kann, ohne sich zu verurteilen und es dann wieder im Plan voller Elan weitergehen wird.

 

Das es erst mal wichtig ist sich um mich und meine innere Balance zu kümmern. Denn wenn es mir gut geht, geht es meiner Familie und meinem Umfeld  auch gut 😉

 

Und noch einiges mehr.

Was hast du am 1. Januar in diesem Jahr gemacht? Mit meiner Familie ins neue Jahr 2013 reingefeiert bei Fleischfondue, Raketen und Feuerwerk, …

Morgens musste ich dann auf Arbeit. Ich hatte Tagdienst.

 

Hast du dich äußerlich in diesem Jahr verändert? Oh ja!!! Ich bin geschrumpft von Kleidergröße 50/52 auf Kleidergröße 44/46!!!

Auch meine Füße sind geschrumpft. Mir reichen nun Schuhe in Gr.42.

 

Hast du dich innerlich verändert? Auch das beantworte ich klar mit ja. Ich bin durch die ganze Therapie viel reflektierter, nicht mehr ganz so impulsiv.
Auch habe ich durch die Achtsamkeit und DBT dazu gelernt, dass man im „hier und jetzt“ leben soll und diese Momente auch genießen sollte. Auch war ich sehr überrascht, das es mir einiges besser geht, wenn ich mehr auf die positiven Dinge achte und auch, wenn ich Dinge, die nicht so gut laufen wahrnehme und nicht gleich bewerte bzw. verurteile.

Das trifft wie beim letzten Rückblick zu, nur das es noch intensiver wurde.

 

Beschreibe dieses Jahr in 3 Worten:

Ein schlankes Jahr

 

Welchen Tag möchtest du am liebsten ganz schnell vergessen?

Die Woche vor Weihnachten. Da ging so viel schief, das war echt eine harte Belastungsprobe.
Welche Person hat dir in diesem Jahr den Kopf verdreht?

Ich bin immer noch total verliebt in meinen Mann. Die heftigen Jahre 2010-Anfang 2012 haben uns noch mehr zusammengeschweißt. Ich bin froh ihn zu haben.
Hat dich in diesem Jahr jemand enttäuscht?

Ja, meine „Ex-Kollegen“ auf Arbeit, dass sie zum Teil sehr hinterlistig aggieren!!!
Hast du in diesem Jahr jemanden geküsst? Ja – meine Lieben.
Warst du dieses Jahr im Krankenhaus? Zum Glück nicht selbst als Patient, außer in verschiedenen Ambulanzen zur Kontrolle. Aber einige Mal als Besucher. Meine Mutter war sehr oft dieses Jahr im Krankenhaus.

 

 

Warst du im Ausland?

Nicht wirklich. Mal kurz in der Schweiz, aber sonst? Nö.
Möchtest du noch jemandem danken und warum?

Meiner Chefin auf Arbeit, das sie sich selbst ein Bild von mir macht und nicht auf die „Exen“ hört die viel Mist verbreiten versuchen.

Meinem Mann, der mich so nimmt wie ich bin. Weil ich wirklich kein einfacher Mensch bin mit meiner Impulsivität, meinen Höhen und Tiefen und meinen emotionalen & depressiven Krisen.
Hast du 2013 neue Freunde gefunden? Ja, eine liebe neue Bekannte aus dem Ort, wo ich denke, das sich noch mehr entwickeln kann.

Auch auf Arbeit habe ich liebe Patienten kennen gelernt, wo ich gerne weiter Kontakt halten möchte.
Einen neuen Style gefunden? Ich trage inzwischen zum Teil Kleider und Röcke. Auch kann ich mich inzwischen mit Blusen anfreunden.   😉
Hast du 2013 viel gefeiert? Ne, ich bin kein Feiertyp. Ich mag keine großen Menschenansammlungen. Die größte Feier war der 90. Geburtstag meiner Oma.

 
Hattest du 2013 Liebeskummer? Nö.
Wo begann 2013 für dich? Hinter dem Haus, bei uns zu Hause.
Hattest du Probleme mit der Polizei? Nein! Wo ich auch froh drum bin. Werde immer nervös, wenn die in der Nähe von mir sind. Obwohl ich gar nichts „verbrochen habe“.
Hast du etwas gekauft, was über 500,00 € gekostet hat? Ne. Auch die Reparatur meines Autos hat zum Glück weniger gekostet. Und ich musste doch kein neues haben. Autolein hat nochmals für 2 Jahre TÜV – und das mit seinen schon 25 Jahre J
Hat jemand, den du kennst, geheiratet? Nein, – okay jemand in der Nachbarschaft.
Ist jemand, den du kennst, umgezogen? Nein.
Wo wohnst du jetzt? Immer noch in unserem „Hexenhaus“.
Beschreibe deinen Geburtstag! Ruhig, gemütlich, nur mit den engsten Freunden und Bekannten. Abends haben wir dann noch zusammen Pizza bestellt.
Welcher war dein Lieblingsmonat?  Juli und August durch die herrliche Schwimmbad Saison.
Bereust du etwas? Nein, eigentlich nicht. Außer der Ärger auf Arbeit mit meinen „Exen“ wird zu groß, dann bereue ich manchmal das ich für mich und meine Rechte einstehe. Aber das ist eben ein altes eingefressenes Muster in mir. Ich fühl mich immer schuldig.
Was willst du in 2014 ändern?

Mein Gewicht. Ich möchte die 80 Kilo Grenze knacken.

 

Und komplett raus aus den Nachtdiensten, was die „Exen“ auch schon wieder versuchen zu kippen, obwohl es mit der Leitung so abgesprochen ist!
Hast du einen neuen Job angenommen? Nein, aber wenn es mir auf Arbeit zu dumm ist, werde ich mir das in Erwägung ziehen. Werde im Januar mir etwas mal unverbindlich anschauen. Und zudem ist auf lange Sicht eine Weiterbildung im Bereich Ernährung geplant.
Hast du ein neues Hobby hinzugewonnen? Ja Zentangle / Zendoodle. Ist auch ein neuer Skill.
Bist du glücklich, dass 2013 bald vorbei ist? Hm, ist mir egal. Da es im Moment bei mir ganz gut läuft.
Was erhoffst du dir für 2014? Noch mehr die Hundert Kilo Grenze hinter mir zu lassen und „Frieden“ auf Arbeit. Das ich einfach meine Arbeit gut  machen darf und den Zoff und Groll meiner „Exen“ weg habe.
Die teuerste Anschaffung? Die Teile für mein Auto.
Das leckerste Essen? Schwierig. Im Moment liebe ich alles mit Obst und Gemüse. Fleisch und Nudeln sind mir ziemlich unwichtig geworden.
Das beeindruckenste Buch: Therapiebücher. Sei es über Ernährung oder anderes
Filme die du im Kino angeschaut hast? Kinderfilme mit meiner Tochter. Zuletzt das kleine Gespenst.
Die meiste Zeit verbracht mit…? Schlafen. Wenn man alle Dinge die man am Tag tut einzeln betrachtet und für sich.
Die schönste Zeit verbracht damit…? Mit meiner Familie.
Vorherrschendes Gefühl 2013: Zufriedenheit – ist das ein Gefühl??? Glück, Stolz, Freude – aber auch immer noch unangenehme Gefühle wie Angst, Schuld, Scham, Wut / Ärger. Jedoch deutlich weniger intensiv und anhaltend. Auch die Depressiven Phasen sind deutlich weniger und das obwohl ich einiges an den Medikamenten runtergefahren bin.
2013 zum ersten Mal getan? Ich habe das Joggen probiert. Okay es ist sicher Verbesserungswürdig, aber ich werde es weiter probieren.
2013 nach langer Zeit wieder getan? Gestrickt
3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

1.     Die lange Wartezeit mit Hoffen und Bangen um mein Autolein.

2.     Den Zoff auf Arbeit

3.     Familiäre kleinere Streitereien
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Einige Leute von Weight Watchers. Ich stehe hinter diesem Konzept.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Mein Mann, als er mir /  uns den Airfryer von Philips gekauft hat.
Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? Bist du schlank geworden!!!; Bist du hübsch!!!
Schönste Momente des Jahres: Als ich innerhalb einem halbem Jahr meinen 9. Stern bei WW an das Bild im Treffenraum kleben durfte und als ich auch im Treffen, mit Kleidung ein uHu Mensch war.
Die wichtigsten Personen 2013: meine Familie, meine Freundin S, meine Therapeutin, mein WW Coach
Urlaube / Kurztrips 2013: Keine wirklich.
Liebstgetragenen Kleiderstücke: Jeans, Röcke, Shirts
Geliebt / Entdeckt: Meine neue Ernährungsweise, Zendoodle, …
Gehasst / Genervt: Meine „Exen“ auf Arbeit.

2013 leider gar nicht getan: in Urlaub gefahren

 

Verliebt? Klar immer noch.

 

Getränk des Jahres? Hm- Dünnes Saftschorle jeder Art.

Skill Orientierung auf die Selbstachtung – Teil 3 von 3

 Skill Orientierung auf die Selbstachtung – Teil 3 von 3

Wie kann ich meinen Selbstwert stabilisieren?

Vieles davon gehört auch in das Modul Selbstwert. Das sind Skills wie:

  • Fairer Blick
  • Inseln
  • Frust ausbalancieren
  • Arbeit an den Glaubenssätzen
  • Validieren

 

Wichtig ist es seine Bedürfnisse achtsam wahr zu nehmen und dementsprechend zu handeln. Auch ist es wichtig seine Werte und Überzeugungen zu respektieren und ein positives Gefühl zu sich selbst zu entwickeln.

Auch hier hat Bohus und Wolf uns eine Checkliste an die Hand gegeben – die Fair-Skills:

Fairness: Sei fair zu dir, wie zu anderen Menschen auch

Rechtfertige dich nicht dauernd!

Entschuldige dich nicht für alles!

Jeder darf um etwas Bitten und eigener Meinung sein!!!!

 Akzeptanz: Akzeptiere deine Entscheidung und lass dich nicht davon abbringen!

Innere Werte: Opfere nicht deine Wertvorstellungen. Das ist kein Ziel und keine Beziehung wert!

 Realität: Vermeide es zu lügen!

Vermeide es dich hilflos zu geben wenn du es nicht bist

Vermeide es zu übertreiben!

 Quelle: Interaktives Skillstraining für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie.

A.R 2013