Märchen von der traurigen Traurigkeit

Märchen von der traurigen Traurigkeit
Worte zum Nachdenken und zum Weiterschenken

Es war einmal eine kleine Frau, die einen staubigen Feldweg entlanglief. Sie war offenbar schon sehr alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.

Bei einer zusammengekauerten Gestalt, die am Wegesrand saß, blieb sie stehen und sah hinunter.

Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Decke mit menschlichen Konturen.

Die kleine Frau beugte sich zu der Gestalt hinunter und fragte: „Wer bist du?“

Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. „Ich? Ich bin die Traurigkeit“, flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war.

„Ach die Traurigkeit!“ rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.

„Du kennst mich?“ fragte die Traurigkeit misstrauisch.

„Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal, hast du mich ein Stück des Weges begleitet.“

„Ja aber…“, argwöhnte die Traurigkeit, „warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?“

„Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?“

„Ich…, ich bin traurig“, sagte die graue Gestalt.

Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. „Traurig bist du also“, sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. „Erzähl mir doch, was dich so bedrückt.“

Die Traurigkeit seufzte tief. „Ach, weißt du“, begann sie zögernd und auch verwundert darüber, dass ihr tatsächlich jemand zuhören wollte, „es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest.“

Die Traurigkeit schluckte schwer.

Quelle: http://www.lichtkreis.at/html/Gedankenwelten/Weise_Geschichten/traurige_traurigkeit.htm

ALS PDF Datei

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Gefühl Traurigkeit

Ja, ich hab schon lange nichts mehr aus den DBT Modulen und den Gefühlen veröffentlicht. Jetzt wird es mal Zeit ;-) Da ich dieses besagte Gefühl gerade enorm durchkaue - es lerne zu spüren und zu fühlen, wollte ich das auch mit euch teilen. Wie es scheint komme ich solangsam, wirklich langsam hinter den Grund meiner Essstörung, Depression, etc. Die Verluste, die ich in der Kindheit erlebt habe nagen heute noch an mir. Sei es die unerfüllten Bedürfnisse meines inneren Kindes nach Liebe, Geborgenheit, Sicherheit,... Aber auch der Tod meiner Oma (Ersatzmutter) vor über 20 Jahren nagt bös an mir.

Traurigkeit

 Definition:

Traurigkeit ist eine belastende Emotion, die auf einem negativen – meist schcksalhaften  – Ereignis gründet und eine tiefe Betroffenheit enthalten kann. Pierer´s Universal-Lexikon  von 1863 schreibt dazu, Traurigkeit ist “ das allgemeine, lebhafte, wenn auch nicht durch eine bestimmte, im Augenblick eben vorhandene Ursache erregte Schmerzgefühl…“ (aus Wikipedia)

Grundlage:

  • kann Teil einer Trauerreaktion sein
  • kann entstehen durch soziale Ablehnung
  • durch verfehlen eines persönlichen Ziels
  • Folgegefühl von Enttäuschung

Traurigkeit kann entstehen durch:

  •  Tod einer nahestehenden Person;
  • Krankheit
  • Behinderung
  • Vermissen von Heimat, einer bestimmten Lebensphase, Rollenwechsel
  • lebensbedrohlichen Zustände nahestehender Personen;
  • die Liebe (zum Beispiel unerfüllte Liebe, Probleme mit bestehenden Beziehungen oder Sehnsucht);
  • Erfolglosigkeit
  • Verarbeitung des Urschmerzes, seine Bedürfnisse als Kind nicht erfüllt bekommen zu haben

Trauerprozess:

  1. Phase: Schock auf Grund Verlust eines lieben Menschen; Nicht-wahrhaben-wollen, Isolierung
  2. Phase: Je nach dem Emotionen wie Zorn, Wut, Aggression, Angst über den Betroffenen. Viele Betroffene werden in dieser Phase von Depression und / oder Schlafstörung heimgesucht.
  3. Phase: Der Trauernde beschäftigt sich intensiv mit seiner Situation und beginnt zunehmend die Realität zu akzeptieren.
  4. Man öffnet sich wieder gegenüber der Außenwelt und sieht neue Perspektiven trotz seines Verlustes.

Trauer ist in der Gesellschaft etwas womit man nicht so wirklich umgehen kann

Typische Auslöser und Interpretationen:

Gedanken wie:

  • „Ich werde von etwas getrennt, mit dem ich eine innige Beziehung habe.“
  • „Ich verliere etwas / jemand“.
  • „Ich vermisse …“
  • Gedanken an den Tod eines nahestehenden Menschen
  • Gedanken an Verlust im Leben

 Ein Ereignis, ging anderes als erwartet aus.

Man rechnet fest damit, das man was bekommt. Wenn das dann nicht zutrifft kommt man von Enttäuschung über Wut auch gerne zur Traurigkeit.

Wahrnehmung:

  • fühlt sich wie gelähmt, teilnahmslos
  • möchte sich den ganzen Tag im Bett verkriechen
  • Gefühl von Verzweiflung, Zerrissenheit, Entsetzen , Wut
  • Später oft Gefühl von Leere und Sinnlosigkeit
  • Gefühl man kann mit dem Weinen nicht aufhören.
  • Unfähig die Natur wahrzunehmen
  • Alles wirkt leer und abgestorben
  • Fühlt sich müde, energielos und erschöpft
  • Schwierigkeiten überwältigen einen
  • Atemlosigkeit, Schwindel, Benommenheit
  • Herumsitzen, nichts tun
  • Sich langsam und schwerfällig bewegen
  • Eine in sich zusammengesunkene, schlaffe Körperhaltung
  • Wenig bis überhaupt nicht reden
  • Sich von Kontakten mit anderen Menschen zurückziehen
  • Nicht lächeln, Mundwinkel hängen lassen
  • Trübsal blasen
  • Nur / überwiegend negativ denken
  • Mit langsamer, leiser und monotoner Stimme sprechen
  • Schlaflosigkeit, Schlafstörung, Alpträume
  • Störung der Immunfunktion
  • Erhöhte Mortalität

 Körperreaktion:

  • Schonhaltung, Kopf hängen lassen
  • Erschöpfungsgefühl
  • Weinen
  • Klagen
  • Müdigkeit
  • Energieverlust
  • Schmerzen oder taubes Gefühl in Brust oder Unterleib
  • Schluckprobleme
  • Atemnot
  • Verdauungsbeschwerden
  • Appetitlosigkeit
  • Unruhe
  • Das Gefühl von Fremdheit (Derealisation) erleben; das Gespür für sich selbst verlieren (Depersonalisation); Gefühl von Taubheit

Handlungsdrang:

  • Rückzug aus Verantwortung und Beziehung
  • Aber gleichzeitig auch Signal an die Umwelt – tröste mich, kümmere dich um mich
  • Vermeidungsverhalten
  • Hilfloses Handeln
  • Trübsal blasen
  • Grübeln
  • Mürrisch sein

 Häufiges Folgegefühl:

  • Heftige Wut, Ärger
  • Selbsthass
  • Rachegedanken
  • Schuld
  • Sehnsucht
  • Einsamkeit

 Wann ist dieses Gefühl gerechtfertigt?

Es ist gerechtfertigt, wenn tatsächlich ein Verlust besteht oder wenn man z.B. in der Therapie alten, noch nicht betrauerten Verlust akzeptiert. Wenn man z.B. erkennt, das die Kindheit schreckliche Erlebnisse beinhaltet und man Geborgenheit, Sicherheit und Erfüllung seiner Bedürfnisse nicht erlebt hat.

Die meisten Probleme entstehen durch Vermeidung von Trauer. Wenn die Trauer durchlebt wurde, löst sie sich von selbst auf.

Wie kann man diesem Gefühl entsprechend sinnvoll handeln?

Man sollte dem Prozess Zeit einräumen und sich darauf einlassen.

Auch sollte man sich selbst Rücksicht zugestehen. Das in diesen Momenten, alles etwas mühsamer / langsamer erledigt wird. Und dass das völlig in Ordnung ist!

 Wie kann man das Gefühl abschwächen?

a) entgegengesetztes Handeln:

– die Trauer auf bestimmte Orte und Zeiten begrenzen

– Erinnerungen aus dem Alltag entfernen, in dem man Wohnung umräumt, Fotos entfernt,…

– Diese evtl. an einem besonderen Platz aufbewahren, wo man nicht immer drüber stolpert

b) entgegengesetztes Denken:

– Ich gebe dem verlorenen einen Platz in meinem Herzen

– An die gemeinsame Zeit zurück denken.

– Die Person kann durch einen selbst weiterleben.

– Daran denken, das wir alle den gleichen Weg gehen werden.

– über spirituelle Verbindung weiter Kontakt halten

– Daran denken, das es evtl. tieferen Sinn gibt, der noch im Verborgenen liegt.

c) Entgegengesetzte Körperhaltung:

– aufrechte Körperhaltung

– leichtes Lächeln

– tiefe Atmung

 

by: A.R. 2014

Quellen: Wikipedia, Interaktives Skillstraining für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie

Alleine

Das mag ich ja gar nicht und es versetzt mich in Panik.

Mein Mann ist bis Mittwoch nicht da. Sooooo lange war er noch nie weg. Ich gönne es ihm ja, nur mir macht das zu schaffen 😦

Ablenken, ablenken, ablenken und hoffen das kein heftiges Gewitter kommt.

Da kommt mal wieder ein länger nicht dagewesenes Symptom auf.

Gefühl, Handlungsimpuls und entgegengesetztes Handeln…

Hab mal Gefühl, Handlungsimpuls und das entgegengesetze zum jeweiligen Gefühl zusammengeschrieben und stell es hier als PDF rein.

Mussten wir in der Skillsgruppe machen.

Sind noch nicht alle Gefühle.

Angst,Ärger / Wut, Schuld, Scham, Ohnmacht, Allein sein, Trauer habe ich hier schon mal.

Gefühl Handlungsimpuls entgegengesetzes

Gefühl Scham

Scham
Definition: Verlust von Status und Anerkennung durch:
– Versagen
– Offenlegung persönlicher Schwachpunkte
– Erkennen von Mängel des eigenen Körpers

Scham ist ein Gefühl der Verlegenheit oder der Bloßstellung, das durch Verletzung der Intimsphäre auftreten kann oder auf dem Bewusstsein beruhen kann, durch unehrenhafte , unanständige oder erfolglose Handlungen sozialen Erwartungen oder Normen nicht entsprochen zu haben. *A

Gefühlsspektrum:
Verwirrung, Erniedrigung, Kränkung, Reue, Bedauern, Schuldgefühl, Vernichtungsgefühl, Zerknirschung, Beleidigung, Demütigung, Gewissenbisse, Peinlichkeit, Schüchternheit, Gehemmtheit, Verlegenheit, Scheu, Verschämtheit, Bescheidenheit

Grundlage:
– äußerst peinigendes, mächtiges Gefühl
– komplex und vielschichtig
– ab dem 4. Lebensjahr lernt das Kind seine Grenzen zu erkennen, die eigene Sphäre zu schützen, Bloßstellung mit Rückzug zu beantworten.
– Die Scham reguliert (teilweise durch sozialen Anpassungsdruck) menschliches Zusammenleben und verhindert dass Mitglieder einer Gemeinschaft „herausfallen“.
– „Scham“ und das Gegenstück „Stolz“ dienen dazu, den Kontakt (Nähe und Abstand) zu anderen zu regulieren.
– Die Scham dient dazu uns das Mittelmaß zwischen Selbsteinschätzung (Art wie wir uns darstellen) und Erwartung anderer zu finden.
– Scham ist eine Art „Schnittstelle“ zwischen uns selbst und anderen
– Scham hat sehr viel mit Selbsterkenntnis (Selbstbeobachtung, Selbstbewusstsein, Selbstgefühl) zu tun.
– Wenn man ein hohes, negatives Selbstwertgefühl hat ist die Gefahr hoch, oft in beschämende Situationen zu kommen.
– Scham kann Ausdruck dafür sein, wenn man sich selbst nicht getrennt von der Welt sehen kann, d.h. der Selbstwert von anderen Menschen und deren Äußerung abhängt.
– Auch kann es sein, das man nicht nur mit dem Schamgefühl seine Probleme hat, sondern auch mit dem Erleben von Freude oder Stolz. Das ist besonders oft, wenn man viele kränkende oder demütigende Erfahrungen gemacht hat.

-Die Scham dient:
a) der sozialen Anpassung / Einhaltung von sinnvollen Gruppenregeln
b) der Entwicklung von Individualität und der Wahrung persönlicher Integrität (Unversehrtheit) / Schutz der Intimsväre

-Scham dient als Warnsignal.
a) Das Gefühl verdeutlicht uns, dass unsere Konzepte von der Welt von anderen und von uns selbst nicht mit unseren momentanen Erfahrungen übereinstimmen.
b) Kann uns dazu motivieren unsere Konzepte zu überdenken und einen anderen Umgang mit der Realität zu entwickeln.

– Scham spielt bei vielen Krankheiten eine große Rolle. Beispiele hierfür: Depression, Sucht, Magersucht, Bulimie, Adipositas, Zwangsstörung, Phobien; narzisstische Persönlichkeitsstörung, Borderline / emotional instabile Persönlichkeit, Hypochondrie allgemein psychische Erkrankungen.
– Eine häufige Maske von Scham ist Angst.
– Scham tritt häufig auch auf, wenn es um Nahrungsaufnahme, Verdauung, Ausscheidung (Stuhl / Urin) und Sexualität geht.
– In maßen braucht man Scham. Schwierig wird es wenn man das Mittelmaß nicht hat.
– Scham hat viel mit sehen und gesehen werden zu tun.
– Inhalt von Scham ist kulturell abhängig und veränderte sich während der geschichtlichen Entwicklung (früher: Nacktheit, heute eher für: Arbeitslosigkeit, Mangel an Statussymbolen)
– In manchen Religionen z.B. Judentum, Christentum, Islam, ist die Scham ein Ereignis des Sündenfalls. Man hat gegen die göttliche Weisung / Gebote bewusst verstoßen. Siehe auch Adam und Eva, die ihre Nacktheit plötzlich als unangemessen empfanden. („Da gingen beiden die Augen auf und sie erkannten, dass sie nackt waren. Sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich einen Schurz. (Gen 3,7 EU)“ )

– Oft haben Personen, die viel Scham erleben Probleme im Allgemeinen Gefühle wahrzunehmen und zu beschreiben.
– Genauso verfolgen Personen, die viel Scham empfinden, oft hohe Ideale, denen sie nicht gerecht werden können.
– Perfektionismus soll oft verhindern, dass man sich die Blöße zeigt.
– Medien vermitteln auch immer mehr, das man sich vergleichen muss und seinen Ansprüchen nie genügen kann.

Arten von Scham:
Wir können uns vor uns selbst schämen oder für unsere Angehörigen / Nahestehenden, wenn wir oder dieser andere, unseren eigenen Ansprüchen nicht genügen.
1) Unterlegenheitsscham: Scham in Situationen, in denen man anderen unterlegen ist oder sich ohnmächtig fühlt. Auch zum Beispiel beim ersten Aufsuchen eines Psychiaters oder Therapeuten.

2) Stellvertretende Scham: wenn man ein Täter als Angehörigen oder einer Beziehungsperson hat.

3) Gegenbeschämung: Beschämung einer anderen Person, die ein bestimmtes Verhalten des anderen auslösen soll (lächerlich machen des anderen um von eigener Scham abzulenken).

(Werde ich noch bearbeiten – ist noch nicht vollständig!)

Typische Auslöser und Interpretationen / Gedanken:
– man selbst oder jemand sehr Nahestehendes hat versagt
– man wird gedemütigt oder erniedrigt, betrogen
– man selbst oder jemand Nahestehendes erfüllt nicht den eigenen Wertvorstellungen
– man fühlt sich inkompetent
– man erlebt sich selbst / jemand Nahestehendes als Bloßgestellt
– man wird von wichtigen Personen zurück gewiesen
– wird öffentlich kritisiert / lächerlich gemacht, gehänselt
– Erinnerung an peinliche Erlebnisse in der Vergangenheit
– Irgendjemand überschreitet unsere Intimitätsgrenzen
– realisieren eines körperlichen Defektes
– „Was denken wohl die anderen über mich?“
– „Ich hab mich blamiert.“
– „Ich möchte in Boden versinken.“
– „Ich hab alles falsch gemacht, ich hab mich nicht verhalten wie ich es sollte.“
– „Ich bin fehlerhaft, nicht vorzeigbar, eine Schande.“
– „Ich bin wertlos“
– „Wenn die anderen merken, wie ich wirklich bin, werden sie mich auslachen.“

Wahrnehmung:
– wird auf die eigenen Schwächen und Fehler gelenkt
– man erinnert sich an frühere Demütigungen,
– stellt sich vor wie man erniedrigt wird, oder der Lächerlichkeit preisgegeben wird.
– man fühlt sich abgelehnt, ungeliebt, ungewollt, isoliert, entfremdet
– man fühlt sich anders wie alle anderen (Gefühl von der Norm abzuweichen)
– evtl. richtiger Selbst-Hass
– Umgebung erscheint einem unwirklich (Derealisation), man verliert Gespür für sich selbst (Depersonalisation), Betäubung, Schock.

Körperreaktion:
Kann natürlich gesteuert werden, jedoch ist die Tendenz da Scham zu signalisieren:
– Erröten, erhitztes Gesicht
– blass werden
– Abwenden des Blickes, senken des Blickes
– Verschränken der Beine
– Arme verschränken
– Kopf senken
– Hand vor das Gesicht, Mund,…
– gebeugte Körperhaltung
– Grinsen
– Kloß im Hals
– evtl. Handbewegungen wie Kratzen und Wischen am Kopf
– Herabsetzung des Tonus aller Gesichtsmuskeln
– Neigung des Kopfes zur Seite

Bei Angst-Gefühl:
– Sprachstörungen (Stottern) oder Sprachlosigkeit
– Weinen, schluchzen, Tränen
– Leise Stimme
– Schwitzen / Schweißausbruch
– Herzrasen, Bluthochdruck
– Zittern
– Schwindel
– Druckgefühl in der Magengegend
– Nervosität, Ängstlichkeit

Bei Ärger/Wut:
– Muskelverspannung, Kopfschmerzen (bei Wut, Ärger)
– Leise oder lautere Stimme
Handlungsdrang: Ziel ist es eine erträgliche Situation schaffen
– man möchte sich verbergen, sich zusammenrollen oder klein machen
– aus dem Blick der Öffentlichkeit verschwinden,
– sich abwenden,
– sich verstecken
Etwas verheimlichen
– sich unterwerfen
– „in die Ecke stellen“ / sich isolieren
– „ich-bin-gar-nicht-da-Reaktion“ oder die
„ich-kann-dich-gar-nicht-hören-Reaktion“ ommt häufig bei Kindern vor. Ist häufig, wenn die Kinder sich die Ohren zuhalten, die Augen zukneifen und anfangen laut zu singen
– aus Angst erneut abgelehnt zu werden, geht man evtl. Distanz ein, was im Extremfall zur „sozialen Phobie“ führen kann. / Vermeidung
– Bei Demütigung (=Schmach / Verletzung der Ehre) kommt es zu Aggressivität
– Scham kann evtl. in Schuld umgewandelt werden
– Wenn wir einen Schuldigen finden, der das eigene Versagen erklärt oder rechtfertigt, führt dies zur Reduktion der Scham.
– „Um das Schamgefühl zu bewältigen, verhalten sich manche Menschen oft so, dass ihr Verhalten andere beschämt.“ (So wird die Umwelt dazu gebracht wegzublicken, anstelle man es selbst tun müsste)
-Im Vorfeld versuchen wir alles zu vermeiden was Scham auslöst.

Wie erkennt man Scham?
Ist ganz gut unter: http://www.angst-auskunft.de/AAA_Scham_Angst/AAA_Scham-Diagnostik.htm beschrieben.

Bei folgenden Phänomen sollte man daran denken, dass Scham im Spiel sein könnte:
– Jemand fragt sich oft, „Was andere wohl über mich denken?“ („Wenn ich das und das täte, was würden die anderen dann denken?“)
– Jemand benutzt häufig das Wort „man“.
– Jemand neigt zu Selbstabwertungen und achtet mehr auf Fehler als auf seine Kompetenzen und Leistungen.
– Jemand kann schlecht „nein“ sagen (kann sich nicht abgrenzen).
– Jemandem fällt es schwer zu konkurrieren.
– Jemand will es möglichst allen recht machen, neigt zu Konformität.
– Jemand beschäftigt sich vor allem mit sich selbst.
– Jemand kann sich nicht richtig freuen oder auf etwas stolz sein.
– Jemand fühlt sich minderwertig.
– Jemand ist kontaktscheu (steht nicht gerne im Mittelpunkt, verlässt nicht gerne das Haus) oder leidet unter einer „sozialen Phobie“.
– Jemand reagiert in Gegenwart anderer mit Angst, Panik oder Depression (dazu gehört auch „Schulangst“ bei Kindern).
– Jemand fühlt sich einsam und ausgeschlossen.
– Jemand hat Schwierigkeiten, seine Gefühle zu beschreiben.
– Jemand wertet einen anderen ab, beschämt oder demütigt diesen, stellt ihn bloß, ist zynisch.
– Jemand schockiert seine Umwelt durch auffälliges Verhalten.
– Jemand hat Geheimnisse oder wird von einem (Familien)geheimnis beherrscht, will Dinge für sich selbst behalten.
– Jemand hat die Sorge, einem anderen etwas wegzunehmen (etwa einen Behandlungsplatz beim Psychotherapeuten).
– Jemand ist misstrauisch, zwanghaft und unfähig, sich hinzugeben (anzuvertrauen).
– Jemand weiß nicht genau, wer er ist (Identitätsproblem). Oft fragt er sich, ob er wirklich gemeint ist. Mit keiner seiner vielen inneren Stimmen kann er sich richtig identifizieren,
– Jemand leidet über längere Zeit unter unklaren Körpersymptomen, die Angst machen (kann seine Emotionen nicht richtig deuten)
Häufiges Folgegefühl:
– noch mehr Scham
– Trauer (wegen Schwäche) / Traurigkeit
– Ärger, Wut, Hass
– Angst
– Schuld
– Kränkung
– Verachtung
– Demütigung
– Ohnmacht

Unterschied von Scham und Schuld:
Scham bezieht sich auf die ganze Person. Die Person fühlt sich als den, der er ist nicht in Ordnung.
Bei der Schuld hat man das Gefühl, teilweise Herr der Lage zu sein. „Schuld entsteht durch das eigene Verhalten, das meist von einem selbst kontrolliert werden kann und veränderbar erscheint.“ Schuld bezieht sich nur auf das Tun.
Deshalb fällt es einem auch schwerer das Schamgefühl loszuwerden wie das Schuldgefühl.
Schuld und Sühne brauchen die Öffentlichkeit, Scham hingegen treibt uns zum Rückzug.

Wann ist dieses Gefühl gerechtfertigt?
Wenn sie tatsächlich Gefahr laufen, soziale Attraktivität zu verlieren. Zum Beispiel:
– andere werten sie ab
– andere behandeln sie „unter Wert“
Schutz der Intimsphäre.

Wie kann man diesem Gefühl entsprechend sinnvoll handeln?
Nehme das Gefühl wahr und akzeptiere es für den Augenblick.

Wie kann man das Gefühl abschwächen?
Schamgefühle entstehen durch deine Bewertungen. Ändere diese und du kannst deine Schamgrenze verschieben. *B

a) entgegengesetztes Handeln:
Handlungsimpuls von Scham diesbezüglich: Rückzug, Vermeidung
– in der Situation bleiben
– Expositionsübungen
– offen auftreten
– entgegentreten
– sich öffentlich zeigen
– vermehrt Aktivitäten in der Öffentlichkeit wahrnehmen (in Verein eintreten)
– positiven Aktivitäten nachgehen
– Aufnahme von Kontakt und aufrechterhalten
– eigene Schwäche / Traumatisierung offen und wahrheitsgemäß in wohlwollender Umgebung kommunizieren.
– Fehlschläge und Trauma in Therapie bearbeiten.
– Nein sagen üben
– unberechtigte Kritik zurückweisen üben
– sich von Erwartungen anderer abgrenzen

b) entgegengesetztes Denken:
Handlungsimpuls von Scham diesbezüglich: Jemand sieht, das ich schlechter bin als ich sein sollte; ich werde gedemütigt / entblößt; ich bin blöd; ich bin nichts wert; ich habe keine Rechte auf…
– klar machen, dass die Scham ausschließlich in ihrem Kopf vorgeht und niemand in ihren Kopf hineinsehen kann.
– „Ich habe solche Situationen schon öfter geschafft.“
– „Ich fühle mich sicher.“
– „Ich setze mich durch.“
– An Situationen denken, wo man erfolgreich war, etwas durchgesetzt hat
– Sich Stärken und Vorteile der eigenen Person bewusst machen
– an Schwächen / Nachteile anderer denken; Feind in der Unterhose vorstellen
– ICH BIN GUT SO WIE ICH BIN!!! (sich Wertschätzung geben) oder Selbstakzeptanz-Sätze (energetische Psychotherapie): „Auch wenn ich mich für… Schäme, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin.“ und dazu klopfen.
– Skill: Held des Alltags
– mit einer guten Freundin telefonieren, die einem auf positive Weise bestärkt und einem gut zuspricht

c) Entgegengesetzte Körperhaltung:
Handlungsimpuls von Scham diesbezüglich: Blick abwenden, Kopf zur Seite drehen, Hände verbergen , Beine übereinanderschlagen
– aufrechte Körperhaltung
– Blickkontakt halten
– Kopf heben, Stirn zeigen
– Lächeln / Skill : leichtes Lächeln
– anstelle sitzen, besser stehen
– Hände in Hüfte stemmen, Daumen nach hinten
– Fußspitzen nach außen
– Kleinen Schritt nach vorne machen
– Tief in den Bauch atmen

Wie kann ich allgemein mein Scham-Gefühl positiv verbessern?
– Rollenspiele, dadurch Selbstsicherheit, Sozial – und Beziehungskompetenz erlangen
– Nein sagen üben
– Um etwas Bitten
– Im Allgemeinen Orientierung auf Ziel, Beziehung, Selbstachtung regelmäßig üben
– Niemand anders Bloßstellen oder demütigen
– Arbeit an den Glaubenssätzen (v.a. religiös bedingte Scham – Glaubenssätze)
– Sich nicht mit „was könnten die anderen über mich und mein Verhalten denken?“ aufhalten – ein STOP dagegen halten
– z.B. Realitätsüberprüfung „Welche Bedeutung hat das, wofür du dich schämst, für dein weiteres Leben? Wie wirst du in 5 fünf Jahren darüber denken? Wirst du überhaupt noch daran denken?/ Byron Katie „The Work“ durchführen
– andere validieren – erzeugt evtl. auch beim Gegenüber eine ähnliche Rückreaktion.
– Seine Ziele überdenken – hochgesteckte Ziele überdenken – evtl. kleinere Etappenziele einplanen
– Durch Sport sein Körpergefühl verbessern
– Entspannungsübungen

Eventuelle Folgen von zu viel Scham – Gefühl:
-Depression
-Zwänge (hat viel mit Autonomie, Ohnmacht und grundlegenden Zweifel an der eigenen Wahrnehmungsfähigkeit zu tun)
-Selbstmordgedanken oder sogar Selbstmord

By: A.R. 2013

Quellen: Interaktives Therapiemanual für Borderline Patienten, Bohus/Wolf, Schattauer Verlag;
Meine Mitschriebe in der stationären DBT Therapie und Skillsgruppe
http://www.angst-auskunft.de/AAA_Scham_Angst
http://www.existenzanalyse.ch/uploads/media/Gawel.pdf
*A: http://de.wikipedia.org/wiki/Schamgef%C3%BChl
*B http://www.selbsthilfe-beratung.de/scham-schamgefuehle.html
Therapie der Essstörung durch Emotionsregulation, Valerija Sipos, Ulrich Schweiger / Kohlhammer Verlag

Gefühl Allein sein

Gefühl: Allein sein

„Allein sein zu müssen ist das schwerste, allein sein zu können das Schönste.“
Hans Krailsheimer

Definition:
Für sich sein. Man ist ganz auf sich gestellt. Man kann sich mit niemand austauschen, um Rat fragen. Man kann seine Gefühle und Gedanken mit niemand teilen.

Grundlage:
– Ist nur ein Zustand und kein Gefühl und nichts Negatives
– Einsamkeit ist z.B. ein Gefühl. Du kannst dich in mitten von hunderten Leuten einsam fühlen. Es ist letztlich vollkommen egal, was um dich herum passiert – Einsamkeit ist ein Gefühl, dass in dir entsteht und lebt. Ein sehr unangenehmes Gefühl, dass wohl jeder kennt.
Einsamkeit: beschreibt den Zustand, sich innerlich abgeschottet zu fühlen. Wir fühlen uns keinem Mitmenschen wirklich nah. Uns fehlt die Bindung zu Menschen, um mit ihnen unsere Erlebnisse, Gedanken und Gefühle teilen zu können.
– sehnen nach Liebe und Geborgenheit

Angst vor dem Alleinsein: Entstehung oft in der Kindheit durch:
o Verlusterfahrung
o ein langer Krankenhausaufenthalt
o Überbehütung
o Vernachlässigung durch die Eltern
o Wenn wir in Kindheit nicht gelernt haben uns selbst zu genügen oder uns selbst zu beschäftigen

– bewusstes Allein sein ist wichtig um uns selbst Näher zu kommen und um uns Auszeit vom Stress zu nehmen. Auch ist es wichtig um Abstand zu einer emotional aufreibenden Sache zu bekommen.

Typische Auslöser und Interpretationen:
– ich bin ganz auf mich gestellt
– ich kann mich nicht austauschen, nicht um Rat fragen
– ich muss die Stille aushalten
– ich bin mit meinen Gedanken und Gefühlen allein
– ich bin unfähig etwas mit mir anzufangen
– Angst vor dem Alleinsein, vor den Gefühlen und Gedanken
– Erinnerungen / Schuldgefühle
– zu hohe Erwartungen an andere Menschen / an das Umfeld
– das Gefühl wertlos zu sein / nicht gemocht zu werden
– Scham- und Schuldgefühle
– Angst vor anderen Menschen, vor Verletzungen durch diese

Wahrnehmung:
– Ich bin alleine
– Ruhe / Stille
– Keiner hat Zeit für mich

Körperreaktion:
– Unruhe
– Unwohlsein / Übelkeit
– Anspannung

Handlungsdrang:
– Jemand an sich binden / klammern
– jemanden kontrollieren
– jemand da haben wollen, damit man sich nicht alleine fühlt
– mit jemand reden / Gefühle und Gedanken teilen

Häufiges Folgegefühl:
– Angst / Furcht
– Einsamkeit
– Traurigkeit
– Hilflosigkeit / Ohnmacht
– Scham
– Innere Leere

Wann ist dieses Gefühl gerechtfertigt?
Es ist ja eigentlich gar kein Gefühl, sondern nur ein Zustand, daher ist es nie gerechtfertigt!?

Wie kann man diesem Gefühl entsprechend sinnvoll handeln?
In dem ich eine annehmende, nicht bewertende, achtsame Grundhaltung einnehme.

Wie kann man das Gefühl abschwächen?
a)entgegengesetztes Handeln:
– unter Leute gehen
– etwas unternehmen
– sich ein soziales Netzwerk aufbauen
– sich etwas gutes tun / angenehme Aktivität ausüben
– dem Partner etc. Freiräume geben / vertrauen lernen

b) entgegengesetztes Denken:
– Wieso fühle ich mich Allein? Verhalten analysieren

Angst vor dem Alleinsein?Viele Menschen haben Angst vor dem Alleinsein. Wenn es Ihnen auch so geht, dann ist es vielleicht sehr hilfreich, dass Sie sich einmal bewusst mit Ihrer Angst beschäftigen.
Fragen Sie sich z.B.:
Wovor genau habe ich Angst?
Vor Gefühlen?
Vor schlechten Stimmungen?
Davor, dass ich immer allein bleiben werde?
Sind es Erinnerungen an vergangene Ereignisse, die wieder in mir aufkommen?

– evtl. Skill: Vorsicht Falle (wenn alte, starre Emotionen)
– Glaubenssätze hinterfragen / überprüfen
– Imaginationsübung (sicherer Ort, wohlwollender Begleiter,…)
– An Situationen denken, die ich alleine schon gemeistert habe
– „EFT“ / energetische Psychotherapie / „Auch wenn ich mich Allein fühle, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin“

c) Entgegengesetzte Körperhaltung:
– sich aufrichten
– Arme, Hände locker lassen
– etwas tun, „aktiv“ sein
– ruhige, tiefe Atemzüge
– leichtes Lächeln (wenn für sich stimmig)

Das Alleinsein ist der Schlüssel hinaus aus der Einsamkeit! Nutze die Zeit mit dir!!!

By: A.R. 2013

Gefühl Enttäuschung

Enttäuschung

Definition:
Nicht-Erfüllung einer Hoffnung, eines Wunsches oder Erwartung

Grundlage:
-Enttäuschung ist ein unvermeidbarer Bestandteil des Lebens.
-Begleitet von anderen starken Gefühlen

-Man kann
a)von Dingen enttäuscht sein (wenn z.B. die Werbung das Produkt viel besser darstellt, als es in Wirklichkeit ist.)
b)von Menschen enttäuscht sein, die sich anders, als von uns erwartet oder erhofft, verhalten. Oder aber auch – wir können von uns selbst enttäuscht sein, wenn wir das was wir uns vorgenommen haben nicht tun.

-Die Werbung als Beispiel kann bewirken, dass sie unsere positiven Phantasien fördert. Sie gaukelt uns etwas vor, dass das Produkt nicht einhält.
-Das bedeutet aber auch positiv gesehen, dass eine Enttäuschung eine Täuschung beseitigt der wir aufgesessen sind.
-Unsere Enttäuschung ist umso größer, je höher unsere Erwartungen sind und umso wichtiger das erhoffte Ereignis für uns ist.
-Enttäuschung bedeutet, dass wir mit der Realität konfrontiert werden

Typische Auslöser und Interpretationen:
-Enttäuschung entsteht, wenn wir etwas Positives erhoffen und dies nicht eintrifft. Unsere Erwartung hat sich nicht erfüllt und unsere Bedürfnisse wurden nicht befriedigt.
-Enttäuschung entsteht, wenn wir erkennen, das wir uns in irgendetwas getäuscht haben!
-Wir selbst sind verantwortlich für unsere Enttäuschung, da man nur enttäuscht sein kann, wenn man etwas erwartet, erhofft, dass dann nicht eintrifft. Das bedeutet, das wir uns zuvor ausgemalt haben müssen, wie eine Situation verlaufen oder sich eine bestimmte Person verhalten wird.

Wahrnehmung:
-Wir nehmen das Nicht-Erfüllen unseres Bedürfnis, unserer Erwartung wahr und wollen dies nicht wahr haben
-Man ist sehr auf sich selbst konzentriert und auf das Objekt der Enttäuschung

Körperreaktion:
-Unspezifisch
-Anspannung und Wut- und Ohnmachtsreaktion
-Starke Verkrampfung

Handlungsdrang:
-Ich will das mein Bedürfnis, meine Erwartung erfüllt wird
-Nicht wahr haben wollen dieses Nicht-Erfüllens.
-Man ist innerlich bereit physisch und verbal anzugreifen

Häufiges Folgegefühl:
-Ärger
-Wut
-Frust
-Deprimiert sein
-Verbitterung
-Traurigkeit
-Kränkung

Wann ist dieses Gefühl gerechtfertigt?
Das Gefühl ist gerechtfertigt, wenn wir uns in etwas (Person / Sache getäuscht haben. Jedoch ist je höher unsere Erwartung war die Enttäuschung um so größer. Deshalb ist es wichtig das Gefühl erst abzuschwächen.

Wie kann man diesem Gefühl entsprechend sinnvoll handeln?
Mit Achtsamkeit. Ich nehme wahr, das ich mich in einer Person/ einer Sache getäuscht habe. Ohne dies zu bewerten! Radikale Akzeptanz: „ja, ich habe mich in einer Sache / einer Person getäuscht“
Jetzt ist es wichtig zu schauen, wie ich mit dieser Enttäuschung sinnvoll umgehen kann. Evtl. muss ich meine Erwartung überdenken, geringer ansetzen. Evtl. sollte mit der Person (von der man enttäuscht ist) geredet werden und seine Erwartung ausgedrückt werden. Die andere Person weiß nichts von unserer Erwartung, da sie innerlich abspielt.
Sich keine Selbstvorwürfe machen, weil die eigenen Erwartungen zu hoch waren!

Wie kann man das Gefühl abschwächen?
a)entgegengesetztes Handeln:
-sich Zeit lassen z.B. langsam bis 5 zählen
-ein „leichtes“ Lächeln sich auf die Lippen zaubern
-Erwartung erst überdenken, abgleichen; sind die Erwartungen wichtig für mein Leben?
-evtl. mit einer vertrauten Person über die Enttäuschung reden
-Sich etwas gutes tun (angenehme Aktivität)
-Freundlich zu bleiben
-Evtl. Erwartung an die Person ansprechen

b)entgegengesetztes Denken:
-Erwartung überdenken
-Radikale Akzeptanz: „ja, ich habe mich in einer Sache / einer Person getäuscht, jetzt suche ich mir einen anderen Weg um an das Ziel zu kommen.“
-Positives an der betroffenen Person / Sache suchen, positives Suchen, was ich aus dieser Enttäuschung gelernt habe.
-Validieren

c)Entgegengesetzte Körperhaltung:
-Lockern der Muskulatur v.a. Kiefer, Schultern, Arme, Hände
-Atmung beobachten, tiefe Atmung

By: A.R. 2013
Quellen: Wiktionary im Internet; http://www.palverlag.de/enttaeuschungen.html; http://www.selbsthilfe-beratung.de/enttaeuschung.html; http://www.lebenshilfe-abc.de/enttaeuschung.html;

Gefühl: Ohnmacht

Da ich durch meine Therapeutin in der letzten Stunde darauf gebracht wurde wollte ich mir dieses Gefühl doch mal genauer anschauen. Habe dann einiges gelesen und mir das wichtigste / für mich passende zusammengeschrieben.

Ohnmacht

Die eigene Ohnmacht
Die eigene Ohnmacht wird häufig mit Macht und Mobbing an
andern kompensiert, statt die Führung seines eigenen Lebens
in die Hand zu nehmen.

(© Monika Minder/ http://www.lebensweisheiten.net/zitate-lebensweisheiten/zitate-ohnmacht.html)

Definition:
Ohnmacht ist das Gefühl von Hilflosigkeit und mangelnden Einflussmöglichkeiten im Verhältnis zu etwa den eigenen Wünschen, subjektiv angenommenen und objektiven Notwendigkeiten oder dem Überlebenswillen. Ohnmachtsgefühle können mit Angst, Wut und Frustration einher gehen.

Grundlage:
– Ohnmacht ist ein emotionaler Zustand, der dann auftritt, wenn starke Emotionen nicht in Handlung umgesetzt oder aufgelöst werden können.
– Voraus geht diesem Gefühl das stärker Werden des vorausgehenden Gefühls wie Angst, Wut, Scham, Eifersucht, Ekel oder aber auch wenn man jemand zu sehr liebt und dieser dies nicht sieht.
– Demnach kommt es zu Ohnmachtsgefühl, wenn man dem Handlungsimpuls eines starken Gefühls nicht folgen kann und es nicht schafft dieses vorausgehende Gefühl abzuschwächen oder auch diesen Zustand zu akzeptieren.
– „Nach Erich Fromm neigt der „bürgerliche Mensch“ dazu, Ohnmachtsgefühle auf verschiedene Weise zu kompensieren:
· durch Ergreifen eines Berufes mit einer Machtposition (vgl. Gewaltmonopol des Staates)
· durch Anschaffung eines Haustieres, über das Macht ausgeübt werden kann
· durch Machtausübung über den (Ehe)-Partner oder die eigenen Kinder
· allgemein durch die Machtausübung über Schwächere
Ohnmachtsgefühle können demnach eine Ursache für Sadismus sein. Nicht nur einzelne Menschen, sondern auch eine Gesellschaft könne sich ohnmächtig fühlen (vgl. Massenarbeitslosigkeit). Dies kann eine Ursache für Kriege bzw. Diktaturen sein (vgl. Zeit des Nationalsozialismus → Adolf Hitler als Diktator in der Rolle des Allmächtigen, der den Menschen Lösungen für ihre Probleme (Arbeitslosigkeit usw.) versprach). „ (Quelle: Wikipedia)

Typische Auslöser und Interpretationen:
Eine andere starke angenehme oder unangenehme Emotion, die nicht abgeschwächt werden konnte.
– „Ich kann sowieso nichts machen“
– „Ich bin machtlos“
– „Ich kann durch meinen Willen nichts erreichen“
– „Ich bin so wütend, aber was hilft das schon?“

Wahrnehmung:
Mischung aus Verzweiflung, Hilflosigkeit und Wut, die sehr rasch schwanken können.
– hohe Anspannung
– gleichzeitig resigniert sein
– sich wie gelähmt fühlen
– man fühlt sich verlassen

Körperreaktion:
– Pulsanstieg
– Herzklopfen
– muskuläre Anspannung
– innere Unruhe
– Schwankung zwischen Erschöpfung und starker Erregung

Handlungsdrang:
– Das Gefühl der Ohnmacht so rasch wie möglich beenden.
– Man möchte was tun.
– Man schwankt zwischen Flucht, Angriff und Resignation.

Ausdruck:
Körperausdruck signalisiert Verzweiflung

Häufiges Folgegefühl:
Erschöpfung

Wann ist dieses Gefühl gerechtfertigt?
Nur dann, wenn ihnen oder jemand, der ihnen sehr nahe steht, tödliche Gefahr droht, aus der es kein Entrinnen gibt. (Ist äußerst selten!!!)

Wie kann man diesem Gefühl entsprechend sinnvoll handeln?
Das Gefühl ist fast nie berechtigt, dadurch auch keine sinnvolle Handlung möglich.

Wie kann man das Gefühl abschwächen bzw. vorbeugen?
Achtsames wahrnehmen der vorangehenden Emotion und nach diesem Handlungsimpuls reagieren oder entgegengesetzes Handeln, Denken, Körperreaktion um dieses vorausgehende Gefühl abzuschwächen.

Oft gibt es für das vorausgehende Gefühl:
a) eine Lösung
b) die Möglichkeit der (radikalen) Akzeptanz

By: A.R. 2013,
Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Ohnmacht_(Psychologie),
Interaktives Therapieprogramm für Borderline Patienten, Bohus/Wolf, Schattauer-Verlag