12.05.2013 Muttertag und doch kein Muttertag…

… bin traurig, enttäuscht, fühl mich von Ohnmacht überrollt / eingenommen.

Heute morgen hat alles recht gut begonnen. Meine Tochter hat mich bis 9 Uhr schlafen lassen hat mich ihre gebastelten Geschenke in ihrem Zimmer suchen lassen und wir haben zusammen gefrühstückt. Das war alles super schön und harmonisch, aber dann fing schon das Gebocke an. Durfte nicht in Ruhe duschen, auf der Fahrt zu meinem Vater nur Diskussionen und Gemotze, dann war es heute echt nicht warm. Sie hat sich den Floh heute ins Ohr gesetzt, das wir in ein Freibad gehen mit Sprungturm (1-3m) – sie war dann sowas von bockig als wir dann mit ihr als Alternative in ein Hallenbad mit Sprungbock gingen. Im Wasser war dann alles okay, draußen aber wieder „ich will das aber und nicht das“ „nein das“,… und in der Umkleide war es mit ihr richtig peinlich.
Dann bei meiner Mutter im Krankenhaus ging es gleich weiter, sie war richtig bockig und wüst zu mir.
Da wir nicht Mittaggegessen hatten sind wir ihr zu lieb in Mc Donalds. Opa hat gezahlt. Dort einigermaßen – liebes Kind und dann im Auto 180 Grad Wendung, bockig, frech was sich dann bis zu Hause hinzog.

Ich fand den Abstecher zu meiner Oma / ihrer Uroma richtig peinlich, weil sie da auch richtig frech zu mir war. Zudem war ich enttäuscht von ihr und ihrem Verhalten gegenüber mir. Das tat richtig weh.

Auf dem nach Hause Weg ging es dann sogar soweit, das sie sich eine andere Mama wünscht, sie es dort besser hätte, ich eine scheiß Mama sei und und und…

Das tat richtig tief drinnen weh. Ich versuch ihr so viel zu geben und dann sowas. Auch lass ich einiges durchgehen, wo ich früher schon 10000 Mal eine dafür gefangen hätte oder Dinge, die ich mir nie getraut hätte und dann das und dann auch noch am Muttertag.

Irgendwann hab ich dann zu ihr nur gemeint, wenn du meinst kannst du ja aussteigen und dir ne neue Mama suchen. Sie meinte nur, dann tus doch. Kurze Zeit später kam ein Parkplatz, da bin ich raus, hab angehalten, ausgestiegen und hab sie rausgestellt. Sie war da richtig panisch und hat geweint. Hab sie dann auch wíeder mitgenommen, aber kaum mehr was mit ihr geredet, erst wieder zu Hause.

Dieser Schritt tat mir so weh, aber ich wusste mir echt nimmer zu helfen. (Wobei ich sie nie und nimmer zurück gelassen hätte – sie ist mein ein und alles) Zu Hause im Bett hat sie sich dann auch entschuldigt, aber das ganze geht mir echt nimmer aus dem Kopf.

Nicht das ich im Moment schon genug hätte, ne dann auch noch so was.

Irgendwie hasse ich den Mai- ist einfach nicht mein Monat. Geburtstage, Muttertag, Vatertag,… Da bin ich hin und her gerissen mit Gefühlen, Gedanken, Erinnerungen.

Dann auch noch gestern auf Arbeit der Feuerarlarm – und das obwohl ich Feuer / Alarm etc. panisch hasse und drauf reagiere…

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03.05.2013 Wieder etwas berrappelt…

… solangsam kann ich mich von den Geschehnissen am Montag etwas distanzieren und bekomme hier in meine Alltagsverpflichtungen wieder etwas Struktur.

Dieses Auf und Ab ist sehr anstrengend. Sobald eine baustelle wieder etwas behoben ist kommt die nächste. Naja, eigentlich weiß ich ja, das meine Tochter sehr feine Antennen hat. Ich weiß nur nicht, wie ich manchmal mit ihrer Reaktion umgehen soll. Im Moment hat sie wieder soziale Schwierigkeiten in der Schule. Sie bockt häufig, hält sich nicht an Anweisungen. Sind klare Machtspielchen, die sie hier zu Hause auch immer wieder versucht. Ich fühle mich in der Hinsicht aber oft ohnmächtig.

Okay remember – vor dem Gefühl Ohnmacht steht ein anderes Gefühl. Hm, Ärger, oder sogar Eifersucht? Ich hätte mir das früher nie erlaubt. Hätte viel zu viel Angst vor meinem Vater und seinen Strafen gehabt. (kindlicher Anteil in mir – mit Eifersucht)
Ärger – Ich versteh nicht das sie nicht kapiert, wie wichtig Schule ist. Ich weiß nicht was ich tun soll, das sie kapiert, das sie sich so das Leben kaputt macht. Konsequenzen finde ich keine passenden, bzw. ziehen nicht. Sicher steckt da auch Angst dahinter. Sollte wohl das auch mal mit The Work überprüfen!?

Dann kommt sicher noch Scham hinzu. Wenn es darum geht über das Problemverhalten meiner Tochter mit der Lehrerin zu sprechen und auch Angst vor evtl. Konsequenzen. Da fühl ich mich vällig in einer symbiotischen Beziehung mit meiner Tochter. Habe da echt das Gefühl, das es dann / da um mich geht – obwohl es ja nicht stimmt. Es geht um meine Tochter.

In der Therapie haben wir angesprochen, das es zwei Arten gibt wie man in einer Beziehung sein kann. Zum einen der narzistische bzw. nehmende Anteil und der empathische Anteil und das das je nach Beziehung (gehen ja sehr viele Beziehungen im Leben ein z.B. Arbeit, Kind, Eltern, Freundin, Lehrer,…) auch unterschiedliche Anteile in einem sein können. Damit meine ich. man kann mal der narzistische Anteil sein, mal der empathische Anteil.

Ich habe das dann für mich mal analysiert und es tat mir super weh zu sehen, das ich auch öfter der narzistische Anteil bin. Genau der Anteil, den ich früher immer so verabscheut hatte, weil er mich so verletzt hatte!

In der Beziehung zu meiner Tochter bin ich definitiv der narzistische Anteil und das tut so weh. Ich will das nicht, ich tu es aber trotzdem öfters. Und oft sehr versteckt mit Worten.

In der Beziehung zu meinem Mann bin ich der empathische Anteil. Da bekomm ich oft Dinge ab.

Auf Arbeit bin ich auch eher der empathische Anteil. Außer, gegenüber den Patienten bzw. Kindern, wenn es um einhalten von Regeln geht dann kann auch der narzistische Anteil da sein.

Zu meiner Mutter bin ich der narzistische Anteil, zu meinem Vater bin ich der empathische Anteil.

Diese Liste könnte ich sicher noch eine ganze weile fort setzen.

Der Tag gestern und seine Auswirkungen (vorsicht evtl. Trigger)…

… ich weiß gar nicht wie ich das ganze in Worte fassen kann. Da hängen so viele Gedankenfetzen und Gefühle daran, die mich heute sowas von lähmen und neben mir stehen lassen.

Ich möchte am liebsten diesen Zustand ganz schnell verlassen…

Weg, weg, weg!!!

Ich habe eine Horror Nacht hinter mir. Alptraum hoch 10. Erst konnte ich trotz Schlafmedikament ewig nicht einschlafen und dann war ich in einem Paranoiden Zustand für mehrere Stunden gefangen und ich konnte nicht flüchten, konnte nicht um Hilfe rufen, es ging nichts. Mein Hirn lief auf Hochtouren und ich war wie gelähmt. Alle Skills einfach weg, auch jetzt irgendwie das Gefühl, das alles weg ist.

Ich möchte am liebsten die ganzen Gedankenfetzen heraus kotzen, weg machen, ich friere, mir ist heiß, ich schiebe Panik. Panik wahnsinnig zu werden. Da ist was und doch nichts. Ich bin nur gelähmt und hänge in der Vergangenheit. Ich fühle mich unfähig zu handeln. Ich muss doch soviel noch tun (Haushalt, Kochen,…) und ich fühle mich unfähig. Stehe neben mir und mir ist spei übel.

Ammoniak hilft nicht wirklich – kann meine Nase reinhalten ohne Ende, Krise…

Weiß auch nicht wirklich was mich in den Zustand manövriert hat, wobei ich ahne es schon. Es war alles zuviel. Zum einen das wir in der Therapie nun chronologisch meine Kindheit aufarbeiten werden. Da ist so viel Schuld und Scham. Ich kann doch nicht darüber reden. Das darf ich nicht. Das geht doch nicht! Ich will es ja – aber irgendwie überkommt mich da Panik. Panik was aus den Gedankenfetzen meiner Erinnerung noch kommt. Versuche diese Gedankenfetzen ja schon zu bloggen und jetzt soll ich als Hausaufgabe noch darin rumgraben und alles chronologisch aufschreiben. Hilfe – mir nimmt es echt die Luft zum Atmen – ich habe Angst davor. Ich schaffe es aber nicht meiner Thera zu sagen. Sie meinte man könne da auch das mündlich machen. Habe aber das Gefühl das ich dann noch mehr ein Brett vor dem Kopf habe. Da sind Bilder / Gedanken die ich nicht schaffe in Worte zu fassen… Bei denen ich nicht weiß was sie zu bedeuten haben…

Ich bin doch nur ein Stück Dreck! Ich darf das nicht! Ich darf doch nicht diese, nach außen intakte Familie beschmutzen, das geht doch nicht. Das darf man doch nicht. Gewalt emotional wie zum Teil auch körperlich gehörte eben früher in jede Familie. Das ist doch so!? Das darf man doch nicht in Zweifel stellen!?

Ich bin doch das Stück Dreck… Die anderen haben doch einen heiligen Schein. (sehr religiös).
Ich darf doch nicht so denken!!!

Ich komme nicht los von den Gedanken – von der Schuld – der Scham – der Angst – dem Ekel,… ich komme nicht los von der Ursprungsfamilie. Ich muss sie doch lieben – ich muss doch dankbar sein. Ich muss doch da sein. Ich muss muss muss!!!

Ich mach mich gerade echt fertig. Es macht mich gerade fertig. Da sind drängende Gedanken. Manno – weg, weg, weg!

Dann noch gestern abend am Bahnhof dieser Mann (russischer Herkunft würde ich behaupten) der sein Kind mit dem Regenschirm verdrischt hat und das Kind jämmerlich wimmerte und er schimpfte und schlug immer wieder zu. Ich blieb stehen. Ich wollte dem Jungen helfen. Aber die Vergangenheit machte mir einen Strich durch die Rechnung. Ich war wie gelähmt. Leute liefen vorbei, taten nichts, liefen weiter.

Das ganze tut mir so weh – diese ganzen Gefühle sind immer noch sehr intensiv und lähmen mich heute noch. Ich möchte einfach nur weg, weg von diesen Gedanken und Gefühlen.

Ablenken, ablenken, ablenken.

11.4.2013 Müdigkeit die mich zermürbt

Ich könnte nur schlafen, schlafen, schlafen.

Ich bin erschöpft, völlig kraftlos. Ich muss mich richtig aufraffen überhaupt Termine einzuhalten und ungefähr unsere Tagesstruktur. Das strengt an. Ich fühle mich überfordert mit allem, mit jeder Kleinigkeit. Es kostet so viel Energie überhaupt etwas zu tun.

Mein Selbsthass ist enorm, ich fühl mich fett und sehe ich gehe wieder immer mehr auseinander. Das macht mich traurig, das ich im Moment keine Kraft habe daran etwas zu ändern. Die Sucht überwiegt.

Gestern hab ich erfahren, das meine Mutter aus einer anderen Klinik mit einem MRSA Keim angesteckt wurde und nun sie isoliert werden musste. Die ganzen Untersuchungen sind abgesagt bis der Keim weg ist. Dann bekomm ich von allen Seiten Druck. Ich muss, ich soll, ich muss!!!!
Meine Bedürfnisse oder mein Zustand zählt nicht, immer nur die andern. Ich muss funktionieren – ich muss mit meinen Gefühlen selbst klar kommen und diese machen mich gerade fertig. Es kommt so viel altes hoch, wieder dieser Druck, die Schuldzuweisungen (indirekt) – ja bitte schön rumtrampeln auf mir! Ich hab es ja verdient.

Heut ist wieder so ein Tag wo ich denke ich bin wieder am Anfang. Ich kann mich gerade von keinen Gefühlen distanzieren.

10.04.2013 paar Lichtblicke

Beweg mich wieder etwas aus meinem Sumpf. Das gut tut, den aufwärts Trend zu bemerken.

Es ist immer noch eine Achterbahn der Gefühle, aber ich kann es stehen lassen und es verfällt nicht ins leiden – wo ich alles nur ganz schnell weg haben möchte. Ich versuche gerade für mich meine Gefühle und Gedanken zu sortieren – schauen was ich in der Therapie ansprechen kann / möchte.

Auch ist mir immer mehr bewusst, das ich oft in alte Muster reinrutsche in Gefühle / Gedanken und Verhalten meines „inneren Kindes“. Solangsam komm ich diesem Näher. Ich sehe oft „mein inneres Kind“ wieder in Situationen, wo ich mit meiner Tochter zusammenrassel. Wenn ich zum Beispiel Regeln aufstelle und sie diese bricht. Da kommt so viel Wut und Agressivität innerlich hoch, die aber nicht ihr gehören. Es ist alt. Das merke ich. Diese Wut gehört nicht meiner Tochter, sondern meinen Eltern. Da meldet sich mein inneres, das wütend ist, das ich meinen Kopf als Kind nicht durchsetzen durfte – ich nur gehorchen musste, immer schön brav sein. Es ist dann ein gemisch aus Wut und Trauer / Enttäuschung. Das mich in der aktuelle Situation mit meiner Tochter hilflos und Ohnmächtig macht. Ich fühle mich dann oft unfähig überhaupt zu handeln.

Ich wage mich solangsam an The Work von Byron Katie. Ich versuche gerade meine Gedanken zu hinterfragen. Ich werde dazu auch demnächst was einstellen. Und auch meine Analyse.

Auch hatte ich heute ein sehr positives Gespräch auf Arbeit. Es tat richtig gut mal darüber zu reden was einen bedrückt und belastet und zu schauen, wie man Unterstützung bekommen kann.
Ich war überrascht über mich – wie offen ich war gegenüber meiner Vorgesetzten. Ich habe ihr recht viel erzählt auch bezüglich meiner persönlichen Geschichte (Krankheit) – ich finde Offenheit recht wichtig, besonders weil ich mit Menschen arbeite. Irgendwann dachte ich, das es ein großer Fehler war 2011 meiner Ex- Vorgesetzten die Wahrheit zu sagen, aber ich merke vom Bauchgefühl her, das das richtig war. Zumal ich in Therapie bin und sich schon einiges gebessert hat.
Als Ideen für die Weiterentwicklung beim Arbeitgeber habe ich meinen Wunsch / mein Interesse an Fortbildungen wie z.B. Achtsamkeit oder Tripel P kund getan. Sie war erfreut über mein Interesse und wird nachfragen, ob so eine Möglichkeit besteht. Ich möchte das gerne für unsere Klinik anbieten und für unsere Patienten / in Form von Schulungen. Sicher ist das dann auch etwas positives für das Haus. Mal sehen ob das klappt. Ich würde mich freuen!

Ich glaube ich war die letzten Tage sehr fleißig in der Skillsanwendung: einerseits Umgang mit Gefühlen, Achtsamkeit sowie auch zwischenmenschliche Fertigkeiten.

Chaos will nicht weichen…

… im Moment zieh ich gerade eine Baustelle nach der anderen an. Der Morgen heute begann um 4.45 Uhr. Meine Tochter hatte ja Besuch über Nacht. Logischerweise waren die Mädels auch ziemlich knatschig durch den wenigen Schlaf.

Heute Abend hatte ich gerade das Besucher Mädel abgeliefert und vielleicht eine halbe Stunde zu Hause rief mein Vater an, das meine Mutter mit v.a. Herzinfarkt mit dem RTW ins Krankenhaus musste. Er muss nun noch Sachen für sie packen.

Hab ihm angeboten zu kommen und zu helfen. Und meine Tochter weinend und klammernd – sie will nicht das ich geh. Das waren dann doppelte Gefühlsladung für mich.

Waren dann noch bei meiner Mutter. Sie liegt auf Intensiv, groß reden mit jemand was nun ist konnten wir nicht wirklich, da Übergabezeit war. Hab mir alles ziemlich genau angeschaut – bin ja vom Fach. Und manches hab ich nicht so für gut geheißen. Sie hatte keine Antithrombosestrümpfe an, bekommt Sauerstoff und es wird keine Sauerstoffsättigung gemessen,… Hab deshalb ziemliches Gedankengeratter. Wenigstens ist sie aber erstmal versorgt und sie wird durchgecheckt – wer weiß was zu Hause noch gewesen wäre.

Gefühlsladung war heute echt heftig – ich hoffe ich kann schlafen. Seit ich versuche unangenehme Gefühle da sein zu lassen geht es aber mir auch besser. Danke – Robert Betz 😉

Ich bin genervt…

Ich bin genervt…

… wieso kann es mit der Übernachtung von Kindergästen nicht klappen!?

Ich würd am liebsten schreiend durch das Haus flitzen!!!

Meine – eigentlich liebe – Tochter dreht sowas von auf, wenn sie jemand zum Übernachten da hat, das nervt nur noch. Da bin ich innerlich richtig aggressiv, und wer bekommt es ab!?

Mein Selbstwert – da mein innerer Kritiker da schön labert.

Und die Mädels fragen noch, ob es noch ne zweite Nacht gibt. Ich weiß nicht. Eigentlich würde ich es denen ja gönnen, aber ich weiß nicht ob ich es meinen Nerven antun kann. Ich bin im Momemt dafür nicht wirklich stabil genug. Konnte das mit der Besucherei jetzt aber nicht noch länger rauszögern, da wir das schon seit den Herbstferien oder so verschieben.

Bin gefrustet, enttäuscht, traurig, fühle mich unfähig zu erziehen und Konsequenzen durchzusetzen. Selbsthass hoch 10. Manno. Muss schauen, das ich mich gleich noch bissel aktiv betätige im unteren Stock mit Wäsche, Abwasch und co. sonst weiß ich nicht wie es mit mir heute endet. Anspannung ist das 2. Mal heute enorm.

Heute Mittag hab ich es ganz gut geschafft. Da war es die Angst und Panik, die mich zu überwältigen versuchte. Was wollten den die ganzen Leute in der Stadt und im Ikea. Wenn ich das gewusst hätte. Aber ich hab es überstanden und einiges gekauft – schäm. (Aber nützliches 😉 ) Morgen geht es ans einrichten. Vorausgesetzt die Mädels lassen mich das tun.

18.12.2012

Wieso läuft es gerade wieder so „doof“? Komme aus den unangenehmen Gefühlen kaum raus. Das zerrt gerade wieder an der Substanz! * menno*

Okay, eigentlich kann ich es mir selbst beantworten. Die neue Therapeutin setzt an meiner Vergangenheit an, und das das tut verdammt weh. Ich verarbeite diese Dinge nachts wie auch tags. Es lässt mich nicht in Ruhe. Zum Teil schaffe ich es kurzzeitig meine Gedanken einzudämmen, aber dann kommen und kommen sie wieder.

Ich möchte eigentlich am liebsten davon rennen. Nichts spüren, oder eben positive Gefühle, positive Erinnerungen. Aber irgendwie überwiegen die negativen. Das macht mich traurig.

Ich merke auch, wie ich in eine gereizte Stimmung gegenüber meiner eigenen, jetzigen Familie verfalle. Ich will das nicht und doch schaffe ich es oft nicht dagegen anzukämpfen.

Oh, wie ich Invalidierung hasste und immer noch hasse, und doch auch ich tue es, wenn ich nicht im Gleichgewicht bin. 😦

Heute habe ich nicht viel geschafft. Ich habe endlich die Linzer noch gebacken, restliche Geschenke verpackt, aufgeräumt, Betten abgezogen und bezogen, abgewaschen und mich um unsere Tochter gekümmert.

Auch merke ich immer mehr meine Abneigung gegen Weihnachten. Zum Glück habe ich viele Dienste. Dann bin ich beschäftigt. Auch habe ich eine tolle Skillsliste im Internet zu Weihnachten gefunden – echt klasse!

Morgen hab ich seit Ewigkeiten wieder Dienst. Mal sehen, wie die Patienten so sind. Kenne keinen. Das macht mir Angst. Ich hasse neue Situationen, wo ich nicht weiß was mich erwartet. Aber es wird sicher gehen.

Jetzt werde ich auch Schluss machen und mich ins Bett begeben. Damit ich es auch mal schaffe früher zu schlafen.

Auch wird es wieder aufwärts gehen – ganz gewiss – jetzt heißt es eben durchhalten, sich stabilisieren und weiter machen!

13.12.2012

Heute morgen musste ich mit mir so kämpfen. Ich war so müde und hatte ein Mischmasch an unangenehmen Gefühlen in mir, welche ich nicht zuordnen konnte. Dann seit neuem immer nach irgend einem Essen ein Ekelgefühl. Schlimm.

Nachdem ich meine Tochter auf den Bus gebracht hatte und bissel eisige Luft (-10 Grad) tanken konnte ging es mir etwas besser. Ich räumte auf. Und dann kam gleich wieder dieses Gefühlschaos, diese üble Stimmung und Anspannung. Habe mich dann ins Bett verkrochen. Wollte eigentlich nur eine Stunde hin liegen, aber schlussendlich waren es 2 Stunden. Egal – es tat auf jeden Fall gut. Klar – so habe ich doch nicht so viel von meiner To Do Liste erledigt, aber morgen ist auch noch ein Tag!

Heute Mittag hab ich dann noch paar Plätzchen gebacken und dann musste ich mit meiner Tochter zu ihrer Therapie. In der dreiviertel Stunde bin ich dann Walken gewesen im leichten Schneefall. Das war richtig schön. anschließend habe ich meinen Atem noch bissel beobachtet und wie mir der Wind über das Gesicht fegt. Es war eine gelungene Auszeit.

Auf der Heimfahrt bin ich noch bei einem Sportgeschäft vorbei. 250 Euro würde ne Langlauf Ski Ausrüstung kosten wenn ich sie mir kaufe. Ausleihen sind 15 Euro pro Tag. Hm, muss nun mal schauen, ob ich nen Sponsor finde, weil im Moment ist das für mich zu viel Geld. Leider 😦 Frage auch mal auf Arbeit nach, ob ich mir die mal untertags dort ausborgen kann. Mal sehen, was die mir sagen.

Als wir zu Hause ankamen, war es schon gut dunkel. Sind dann trotzdem noch auf unsere eigene Rodelbahn. Das war richtig cool.
Jetzt muss meine Maus noch Hausaufgaben machen und dann ins Bett. Ich werde heute Abend noch bissel basteln und backen. Aber sicher auch nicht mehr sehr lange.

Positives für heute:
– das Walken
– das Nachfragen der Preise (ich war sogar persönlich dort)
– das Rodeln

Frustiges:
– mein Gefühlschaos
– meine morgendliche extreme Trägheit