Therapieupdate

Heute hatte ich nach 3 oder 4 Wochen wieder Therapie. Meine Thera fragte, wie es in der Zeit ging. Ich komme erstaunlich gut klar, auch dann wenn viele unerwartete Dinge auf mich einrieseln, die mich ins wanken bringen.

Es macht mir gar nicht so viel Angst wie erwartet, wenn ich sooo viel Luft zwischen den einzelnen Stunden habe.  Ich genieße die Zeit, für die Ausarbeitung. Ich kann die Zeit viel intensiver nutzen um im alltäglichen Umfeld zu üben und mir schwierige Situationen zu notieren, die ich in der Therapie ansprechen möchte.

Auch passt das mit den längeren Abständen zum Thema Gewaltfreie Kommunikation. Ich erarbeite mir die Inhalte selbst und bespreche mit ihr die Übungen. Das tut mir sehr gut.

Das nächste Mal wollen wir über Konfliktsituationen und  Konfliktverhalten sprechen.

Meine Notizen – mein Erarbeitetes zu Gewaltfreier Kommunkikation Teil 2

Notizen zu dem Buch „Respektvoll miteinander Leben“ von S. Hart und V. Kindle Hodson

Der Unterschied zwischen Macht-über-Erziehung und Macht-mit-Erziehung:

Ausdrucksformen von:

Macht-über- Erziehung

Macht-mit-Erziehung

Ich will, dass du sofort machst. Wenn nicht…

Ich möchte, dass wir eine Lösung finden, die für alle passt.

Ich weiß, dass du spielen willst, aber du musst…

Ich bin traurig, wenn einer von uns von einer Entscheidung ausgeschlossen ist.

Wie oft muss ich dir das noch sagen?

Ich würde gerne hören, wie das für dich klingt.

Ich will dich nicht noch einmal darum bitten müssen!

Ich bin froh, wenn wir zusammenarbeiten.

Mach einfach was dir gesagt wurde.

Ich frage mich, was du gerade brauchst.

Keine Widerrede!

Wärst du bereit…?

Mir ist egal, was du davon hältst!

Ich frage mich, was du denkst, wenn du das hörst?

 

Bitte hilf mir zu verstehen, was du darüber denkst.

 

–         Eine Macht-mit Grundlage zu bauen heißt, dass Eltern und Kinder kooperieren, um gemeinsam zu entscheiden, was das Beste für die Kinder ist.

–         Was getan wird geschieht im gegenseitigen Einvernehmen

–         Familienmitglieder kommen regelmäßig zusammen, um ihre Vereinbarungen zu überprüfen.

–         Eltern, die Macht-mit-Erziehung ausüben, haben keine Angst davor, was ihre Kinder zu sagen haben. Sie haben erkannt, dass es weder Zustimmung noch Ablehnung bedeutet, wenn sie ihren Kindern zuhören. Sie wissen das zuhören oft nur der Beginn eines Dialoges ist und dass sie später die Möglichkeit haben, auch ihre eigenen Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse ehrlich mitzuteilen.

Quelle: Respektvolles miteinander leben

Die eigene Analyse tut weh, denn meine Eltern waren eindeutig „Macht – über – Erziehung“ Erzieher und leider merke auch immer wieder das ich in diese Fallen hinentrete. Okay, etwas positives hat es. Ich bin ein Mischtyp 😉 und ich habe erkannt, das ich mich zum wohle aller verändern möchte!

Was bedeutet Respekt für mich?

–         Das man einander ausreden lässt und nicht ins Wort fällt.

–         Das man die Bedürfnisse des anderen respektiert und achtet

–         Versucht Konflikte auch ohne Schreien, totreden und Streiten zu lösen

–         Wenig Diskussionen bei Dingen, die sein müssen (Zähne putzen,…)

–         Ab und an Danke zu sagen

–         ….

 

Über Respekt habe ich folgendes im WWW gefunden:

Respekt (lateinisch respectus „Zurückschauen, Rücksicht, Berücksichtigung“, auch respecto „zurücksehen, berücksichtigen“) bezeichnet eine Form der Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Ehrerbietung gegenüber einem anderen Lebewesen (Respektsperson) oder einer Institution. Eine Steigerung des Respektes ist die Ehrfurcht, etwa vor einer Gottheit.

Antonyme sind Respektlosigkeit, Missachtung und gesteigert Verachtung.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Respekt

Die unterschiedlichen Bedeutungen von Respekt

Die Klage ist weit verbreitet. Was genau aber ist Respekt? In der Alltagssprache hat der Begriff unterschiedliche Bedeutung. Der Senior meint damit die Höflichkeit und Umgangsformen der Jugend. Für den Meister ist es eine Frage des Gehorsams: Wenn der Lehrling nicht spurt, dann ist das respektlos. Der Abteilungsleiter im Unternehmen deutet womöglich die kritischen Nachfragen des Mitarbeiters als mangelnden Respekt vor der Hierarchie. Und wenn einer „Respekt vor Kampfhunden“ äußert, ist Angst im Spiel. Vor allem aber wird Respekt so verstanden: als Achtung und Anerkennung des Gegenübers.

„Respekt kann sich in Höflichkeit ausdrücken, muss er aber nicht“, sagt Dr. Tilman Eckloff, Mitbegründer der „Respect Research Group“ in Hamburg, die die Bedeutung des Respekts in Schule, Beruf und Gesellschaft wissenschaftlich untersucht. „Ob er wirklich vorhanden ist, zeigt sich besonders deutlich bei einem Konflikt: Respektiere ich die Meinung des Partners als gleichwertig?“…

 

Respektforscher Dr. Eckloff unterscheidet diesen horizontalen „Respekt auf Augenhöhe“ vom vertikalen „Leistungsrespekt“, mit dem wir zu einem Menschen aufblicken, weil wir zum Beispiel sein außergewöhnnliches Talent oder seine Lebensleistung bewundern.

Quelle: http://www.apotheken-umschau.de/Psyche/Mehr-Respekt-bitte-212961.html

Das fand ich sehr interessant!

Respekt in der Gfk bedeutet die Bedürfnisse und gegenwärtigen Gefühle des Gegenübers zu sehen und zu schätzen. Das bedeutet hinter dem Verhalten des Gegenübers eben auch die Gefühle und Bedürfnisse zu sehen.

Meine Notizen – mein Erarbeitetes zu Gewaltfreier Kommunkikation Teil 1:

Meine Notizen und Erarbeitetes zu dem Buch: „Respektvoll miteinander leben“ von S.Hart und V. Kindle Hodson

Was habe ich selbst von meinen Eltern gelernt? Was haben sie zu mir gesagt? (Habe ich überhaupt die Hälfte dessen gehört)?

Auch ich habe nicht wirklich viele positive Erfahrungen und Erlebnisse, da viel auf Sätze mit: „du musst,…“ „du sollst…“ „Wenn du nicht, dann…“  „aber“…

Auch habe ich immer wieder das Gefühl, das ich meine Kindheit kaum noch kenne, und wenn dann eher negatives oder anhand von Bildern. Auch kommen immer wieder Gefühle hoch, die zu alten Situationen gehören und in dem Moment gerade gar nichts zu tun haben. Das sind Gefühle wie Wut und Ärger, Schuld und Scham.

 Ich habe bei vielem gesagt, das ich das nie so machen möchte wie meine Eltern, und doch mache ich doch Dinge zum Teil gleich in der Erziehung, was ich eigentlich nie wollte. Wie ich manche Dinge gehasst habe und nun? – ich bin nicht besser. Die alten Muster sind super schwierig zu durchbrechen.

 Von meinen Eltern gelernt habe ich:

–         man muss „christlich“ sein, an Gott glauben, beten, beichten, zur Kirche gehen, Freitags darf man kein Fleisch essen, kein Sex vor der Ehe… (oft in Verbindung mit Schuld und Scham, aber auch Wut und Ärger)

–         nicht in Kino, Disco, Party gehen zu dürfen, abends nicht weg zu dürfen

–         Alkohol und Zigaretten nicht sein dürfen, Essen schon

–         Nicht studieren zu dürfen, weil sie mich nicht finanziell unterstützen können, aber mein Bruder wird seit 6-8 Jahren finanziell monatlich unterstützt – und nicht zu knapp!

–         Man darf nicht seine Meinung äußern, immer schön ja sagen und dankbar sein

–         Man darf nicht widersprechen

–         Man muss sparen – und ich kann es immer noch nicht *schäm*

–         Man muss anderen helfen und muss seine Bedürfnisse hinten anstellen.

–         Man darf keine Gefühle zeigen, darf nicht impulsiv sein

–         Über Tod wird nicht gesprochen

–         Man darf niemand heiraten, der nicht katholisch ist.

–         Man muss vorsichtig sein, mit wem man über was redet.

–         Leuten zu misstrauen          

–         Und und und

 

Notizen:

Eltern haben die Möglichkeit, Beispiel und Modell für das zu sein, was ihre Kinder leben und lernen sollen…

Das Ziel ist, authentisch und in Klarheit mit dem zu Leben, was für einen wichtig und wahr ist! Nicht die Perfektion!

Eventuell kann es befreiend sein, das Ideal der perfekten Eltern aufzugeben.

 Das zu Hause soll ein sicherer Ort sein, an dem Kinder die Lektionen für das tägliche Leben lernen, man Bedürfnisse wahrnimmt und berücksichtigt und das in wechselseitiger Beziehung.

 Das Zuhause ist die Grundlage für alle späteren Beziehungen.

 Ein liebevolles zuhause ist frei von Angst, der Quelle aller Konflikte.

Was bedeutet für mich Kooperation?

Bevor ich mich mit Gfk auseinandergesetzt habe, war ich der Meinung das Kooperation bedeutet: du machst was für mich und ich mach etwas für dich. Jedoch bringt mich es schnell aus der Bahn, wenn meine Tochter viel Widerspricht. Da merke ich dann das kleine Kind in mir, das super wütend wird, was sich dann auch oft in meiner Lautstärke oder meiner – Wortwahl widerspiegelt. Auch gibt es zum Teil Rachepläne – ich weiß albern – wie ich das Verhalten meinem Kind „heimzahlen“ könnte.

 Es ist in meinem Verständnis von Kooperation leider viel Druck dahinter. Wenn, dann… Bevor du…. musst du… Im Endeffekt treffe ich oft die Entscheidungen und mein Kind muss sich fügen.

In der Gfk bedeutet Kooperation, das man zusammen arbeitet. Echte Kooperation kann nicht erzwungen werden. Zwang missachtet die Bedürfnisse des Gegenübers und hat Widerstand, Auseinandersetzungen, verletzte Gefühle, Kämpfe, Bestrafungen zur Folge.

Wann und unter welchen Umständen könnte bei meinen häuslichen Operationen das Ko- wegfallen?

–         unter Zeitdruck, Stress

–         wenn es mir nicht gut geht und ich keine Kraft und Geduld habe

–         wenn ich das Gefühl habe irgendjemand etwas beweisen zu müssen (Perfektionismus)

 

Und wenn das Ko- wegfällt – was sind die Folgen meines Handelns?

–  kaum mehr Blickkontakt

–  ich werde laut

–  drohe z.T. mit Konsequenzen

– Distanziere mich

 

Welche Punkte könnten zur Kooperation in meinem Zuhause beitragen?

–         meine Familie in Entscheidungen mit einbeziehen

–         Wenn mir etwas am Verhalten des Gegenübers auffällt – sagen was ich sehr und was ich denke das es sein könnte… und die Antwort des Gegenübers abwarten

 

Notiz zu dem Buch:

Wenn Eltern lernen, Kooperation in ihren Familien zu leben, werden sie für ihre Kinder, für andere Eltern und Gemeindemitgliedern zu Modellen der Veränderung.

Gewaltfrei

Gewaltfrei

heißt nicht nur Verzicht auf Gewalt und Widerstand,
heißt auch nicht etwa, die andere Wange hinhalten.

Gewaltfrei ist eine viel schwierigere Aufgabe, nämlich
VERSTÄNDNIS und EINFÜHLUNG
in die Ängste, die Unwissenheit, die Hilflosigkeit
und Unsicherheit der Menschen
und in die Faktoren, die gewaltvolles Verhalten hervorrufen.

Mahatma Gandhi

Quelle: http://www.kts-buchen.de/schulkonzept/sozialkompetenz/gewaltfreie-kommunikation/gfk-grundlagenkurs-hurra-ein-konflikt.php