Ich habe verstanden

Ich habe verstanden, das es wichtig ist  nochmals die Gefühle der Vergangenheit bewusst zu spüren und zu akzeptieren.

Ich habe verstanden, das es mir nicht hilft diese zu unterdrücken oder auch durch viel lesen, essen,was auch immer – weg zu drücken.

Ich habe verstanden, das es Sinn macht sich mit dem inneren Kind zu beschäftigen, denn das kommt mir in meinem Alltag immer wieder in die Quere und verursacht Chaos in mir und um mich herum, da ich dann nicht als Erwachsener reagiere, sondern hin und her switche zwischen dem inneren Kind und dem Erwachenen.

Ein Buch mit dem ich mich im Moment sehr beschäftige ist:

Das Buche habe ich mir schon 2011 gekauft. Bin aber erst jetzt bereit damit zu arbeiten.

Auch dieses Buch ist sehr hilfreich:

Produkt-Information

Dazu gibt es auch ein gutes Arbeitsbuch.

Auch diese Seite hier im Internet finde ich dazu sehr interessant:

Trägst du belastendes in dir?

 

Ja, es hat bei mir einige Zeit gedauert, bis ich es nun wage an die Vergangenheit zu gehen. Eine solche tiefe Traurigkeit, die ich in den letzten Wochen erlebt habe, kannte ich nicht. Aber so langsam verstehe ich die Zusammenhänge. Ich arbeite ganz tief in meiner Seele und das tut verdammt weh.

Zu sehen was da so schief lief.

Was da war, damit ich so wurde wie ich bin.

 

Jetzt heißt es nochmals hinzuschauen, vor allem zu spüren und das Gefühl zu lassen, damit ich irgendwann mit weniger Balast leben kann.

Die Sonne scheint…

… und ich war draußen. Ich hatte von Gestern auf Heute Dienst. Gestern nahm ich mir schon vor heute nach der Arbeit gleich walken zu gehen. Da die Nacht beschissen war, war meine Motivation heute morgen eigentlich schon wieder dahin. Hab es aber trotzdem durchgezogen. Erstmal lecker gefrühstückt und dann bin ich los. Das erste Mal dieses Jahr wieder mit Stöcken und es tat so gut. Ich konnte es richtih gut genießen 1 1/2 Stunden durch Wald und Feld.

Bin immer noch so müde die ganze Zeit, ich glaub ich muss mich jetzt öfter dazu überwinden, vielleicht bekomm ich so mein Medikamentendeffizit ausgeglichen.

Gestern sehr spät habe ich über die letzte Therastunde gegrübelt. Was ich aus der Stunde mitnehme?

1. Das meine Seele Zeit braucht – ich das akzeptieren muss. Ich beobachten soll, atmen soll und dann wieder langsam zur Normalität zurück kehren soll.

2. Das ich Kinderanteile „innere Kinder“ in mir habe. Das Realisiere ich immer mehr.
Ich muss lernen denen Beachtung zu schenken. Ich muss versuchen v.a. meinem aggressiven Anteil Raum zu geben. Es findet in meinem Leben kein Platz / Ort zum ausleben. Ich muss es im Auge behalten.
Ja, da hat meine Therapeutin mehr wie recht. Dieses merken dieses Anteils, das unterdrücken dieser Impulse macht mich im Moment sehr fertig. Das habe ich in den 3 vergangenen Tagen gemerkt. Deshalb war der Vorschlag von meiner Therapeutin wieder walken zu gehen sehr gut. Habe nur etwas Angst, das ich wieder in etwas destruktiven reinrutsche, damit ich es dann zu intensiv bertreibe. Das kenne ich aus der Vergangenheit.

3. Mein Dienstplanproblem habe ich noch nicht angegangen. Es fehlt mir noch den Mut. Ich werde es aber im Auge behalten besonders für Dienstpläne, die noch nicht stehen.

4. In der letzten Therapiestunde wurde mir bewusst, das ich sehr oft auch in ein „Ohnmachtsgefühl“ reinrutsche. Das habe ich so noch gar nicht gesehen. Aber ich muss mir da echt eingestehen, das das so ist. Habe deshalb auch Zeit damit verbracht mir das Gefühl genauer anzuschauen.

Bei Wikipedia habe ich folgendes gefunden:
Ohnmacht ist das Gefühl von Hilflosigkeit und mangelnden Einflussmöglichkeiten im Verhältnis zu etwa den eigenen Wünschen, subjektiv angenommenen und objektiven Notwendigkeiten oder dem Überlebenswillen.
Das ist sowas von wahr, oft bin ich in etwas gefangen, das ich denke es hätte anders sein sollen, jemand soll anders reagieren,… Wie Byron Katie sagt. Immer wenn in einem Satz „sollte“ vor kommt ist es eigentlich Zeit sich mit The Work zu beschäftigen. Hier stecke ich oft doch in etwas leidendem. Manches schaffe ich (noch) nicht zu akzeptieren auch wenn ich es nicht ändern kann.

10.04.2013 paar Lichtblicke

Beweg mich wieder etwas aus meinem Sumpf. Das gut tut, den aufwärts Trend zu bemerken.

Es ist immer noch eine Achterbahn der Gefühle, aber ich kann es stehen lassen und es verfällt nicht ins leiden – wo ich alles nur ganz schnell weg haben möchte. Ich versuche gerade für mich meine Gefühle und Gedanken zu sortieren – schauen was ich in der Therapie ansprechen kann / möchte.

Auch ist mir immer mehr bewusst, das ich oft in alte Muster reinrutsche in Gefühle / Gedanken und Verhalten meines „inneren Kindes“. Solangsam komm ich diesem Näher. Ich sehe oft „mein inneres Kind“ wieder in Situationen, wo ich mit meiner Tochter zusammenrassel. Wenn ich zum Beispiel Regeln aufstelle und sie diese bricht. Da kommt so viel Wut und Agressivität innerlich hoch, die aber nicht ihr gehören. Es ist alt. Das merke ich. Diese Wut gehört nicht meiner Tochter, sondern meinen Eltern. Da meldet sich mein inneres, das wütend ist, das ich meinen Kopf als Kind nicht durchsetzen durfte – ich nur gehorchen musste, immer schön brav sein. Es ist dann ein gemisch aus Wut und Trauer / Enttäuschung. Das mich in der aktuelle Situation mit meiner Tochter hilflos und Ohnmächtig macht. Ich fühle mich dann oft unfähig überhaupt zu handeln.

Ich wage mich solangsam an The Work von Byron Katie. Ich versuche gerade meine Gedanken zu hinterfragen. Ich werde dazu auch demnächst was einstellen. Und auch meine Analyse.

Auch hatte ich heute ein sehr positives Gespräch auf Arbeit. Es tat richtig gut mal darüber zu reden was einen bedrückt und belastet und zu schauen, wie man Unterstützung bekommen kann.
Ich war überrascht über mich – wie offen ich war gegenüber meiner Vorgesetzten. Ich habe ihr recht viel erzählt auch bezüglich meiner persönlichen Geschichte (Krankheit) – ich finde Offenheit recht wichtig, besonders weil ich mit Menschen arbeite. Irgendwann dachte ich, das es ein großer Fehler war 2011 meiner Ex- Vorgesetzten die Wahrheit zu sagen, aber ich merke vom Bauchgefühl her, das das richtig war. Zumal ich in Therapie bin und sich schon einiges gebessert hat.
Als Ideen für die Weiterentwicklung beim Arbeitgeber habe ich meinen Wunsch / mein Interesse an Fortbildungen wie z.B. Achtsamkeit oder Tripel P kund getan. Sie war erfreut über mein Interesse und wird nachfragen, ob so eine Möglichkeit besteht. Ich möchte das gerne für unsere Klinik anbieten und für unsere Patienten / in Form von Schulungen. Sicher ist das dann auch etwas positives für das Haus. Mal sehen ob das klappt. Ich würde mich freuen!

Ich glaube ich war die letzten Tage sehr fleißig in der Skillsanwendung: einerseits Umgang mit Gefühlen, Achtsamkeit sowie auch zwischenmenschliche Fertigkeiten.