Vorgespräch Klinik

In 4 Tagen steht das Vorgespräch in der Klinik an. In 3 Tagen sitze ich schon im Zug, da ich sonst nicht pünktlich dort sein könnte. Irgendwie komisch,  aber ich freue mich und hoffe, das es dann nicht mehr lange dauern wird bis ich aufgenommen werde.  

Auf Arbeit ist es gerade ziemlich unschön von 2 Mitarbeiter gegenüber mir. Ständig versuchen sie Fehler zu suchen, mir was Unterzuschieben, obwohl ich es nicht war. Manchen ihre Arbeit langsam und wälzen Arbeit auf mich ab. Chef weiß Bescheid.  Ist auch ein Teamstärkungs Projekt angedacht. Aber das zieht sich schon so lange und auch mit unterschiedlichen Kollegen.  Jetzt bin ich eben gerade wieder an der Reihe.  Und ich bin eben nimmer Still sondern wehre mich.

Bad Bramstedt

Jetzt wird es wohl doch nicht Prien sondern Bad Bramstedt. Und das ist für mich am anderen Ende von Deutschland.
Eine Ärztin aus der Klinik in Prien hat bei mir angerufen. Sie meinte die sind eher für Bulimie und Magersucht, aber ihre Kooperationsklinik in Bad Bramstedt sei für Adipositas, Borderline und Co. Und die machen das auch ähnlich wie die DBT in Freiburg.
Anfangs war ich geschockt. Noch weiter weg?  Inzwischen habe ich es akzeptiert. Zumal es mir ja was bringen soll. Und ich glaube das bringt mir wirklich was.
Hab die Ärztin dann auch nach Wartezeit gefragt. Sie meinte 6 Monate. Ist schon bissel lang. Hoffe ich steh das nicht durch, da wieder jemand krank ist und wohl länger ausfällt.

Kann nicht schlafen

… Zuviel geistert durch den Kopf.
War heute bei meiner Psychiaterin. Hab ihr erzählt wie es mir im Moment geht. Das ich so erschöpft bin und am liebsten nur im Bett liegen würde und niemand sehen und hören. ( Oder vielleicht gar nicht sein!?) Das die Nächte wieder schlechter sind. Mein Blutdruck wieder chronisch über 140/90, mein Puls oft in Ruhe schon 90-100 wenn nicht 120.
Am liebsten würde sie mir ne AU geben, aber das geht einfach nicht weil wir zu wenig Personal haben. Auch soll ich mir überlegen ob sie mich nachdem die Reha meines Mannes rum ist akut auf ne Psychosomatische Station / Klinik einweisen soll. Sie hat mir auch 3 Kliniken genannt die ich mir mal anschauen soll.
Gerade das macht mir Hirnchaos ohne Ende. Denn das wäre gerade das was ich brauchen würde. Zeit für mich. Therapie. Unterstützung bei dem ganzen seelischen Chaos. Auszeit. Nur ich!
Aber was ist mit hier?Mit unserer Tochter?  Sie so lange alleine lassen?  Mit der Arbeit?  Wird es negativ gewertet das ich so lange weg bin?

Dann hat sie noch an den Medikamenten einiges geändert. Hoffe es hilft.  Soll nun noch Elontril nehmen und das Melatonin wenn es wieder extrem schlechte Nächte sind in Folge. Zudem noch Vitamin D.

Hab gerade absolut keinen Plan was ich machen soll.

Wusste gar nicht das es hier Buschtrommeln gibt

… seit vorgestern weiß ich, das es sowas hier geben muss.

Und das ganze hat mich noch mehr in inneres Chaos und Selbstagression versetzt. Hatte einen „Weinanfall“ vom feinsten. Und musste wirklich aufpassen das ich den Handlungsimpulsen nicht nachgebe.

Das Problem des Ganzen, es ist immer noch da. Trotz Skills, trotz Beruhigungsmedikament!!! Das Medikament habe ich seit seit über 2 1/4 Jahre nicht mehr genommen. Steh völlig neben mir. Hirnlos und doch nicht Gedankenlos. Müde ohne Ende! War die Dosis zu hoch? Damals hatte ich ja auch noch fast 50 kg mehr.

Zu den Buschtrommeln: Ich habe vorgestern eine Mail von meiner Therapeutin bekommen. Sie hat wiederum eine Mail von meiner Psychiaterin bekommen.

In ihrer Mail stand folgendes:

„…heute habe ich den Bericht von Frau xxx bekommen.
Der klang nun aber nicht so optimistisch –
ich würde Ihnen empfehlen, die Therapiepause nicht so lang zu machen,
und z.B. übernächste Woche, Di um 12h noch einen Termin wahrzunehmen.
 
Ich bitte um eine Rückmeldung, gbf. um eine Verhaltensanalyse…. „
 
Ich war sauer, so was von sauer. Wieso können mich nicht alle in Ruhe lassen? Jetzt muss ich schon dieses doofe Antidepressiva wieder erhöhen, merk kein Stück bis jetzt von der Erhöhung und dann nun auch noch diese Kommunkiation hinter meinem Rücken! Reicht es nicht wenn ich mir selbst Gedanken mache, ob ich meine Thera um einen Termin bitten soll oder nicht? Fühl mich so kontrolliert. Das kann ich gar nicht haben. Vor allem nicht dann wenn es mir „nicht so gut geht“.  Sonst stört es mich sicher weniger.
 
Ich weiß das ich Probleme habe Hilfe anzunehmen. Um etwas zu bitten, Nein oder auch Ja zu sagen. Aber zu viel Lenkung von außen, Meinungen, was auch immer, nerven  mich genauso!!!
 
Da kommen wieder Gefühle wie Schuld, Scham, Wut, Ärger hoch… die mich überwältigen und mein Hirn lahm legen. Ich fühle mich unfähig! Unfähig mein Leben zu meistern!
 
Auch sind da massiv Ängste da, das ich wieder vor einem Klinikaufenthalt stehe. Das geht gar nicht!!! Wegen meinem Job, meiner Tochter, meinem Mann….
Und die Angst davor ist riesig. Ich seh einige Parallelen zu damals wenn ich mir das Bewusst mache. Täuscht es mich, täuscht es mich nicht? Ich will manches vielleicht nicht zugeben. In mir brodelt es aber. Oder bin ich da in einem alten Film? Ich hab mich damals sooooo lange gewehrt. Außerhalb hat es kaum jemand mitbekommen wie dreckig es mir geht. Ich habe gearbeitet, wie immer.