Konflikt auf Arbeit 

Was mich auch gerade sehr beschäftigt ist ein Konflikt auf Arbeit. 

Ich habe eine Kollegin die in dieser Abteilung länger wie ich arbeite, ich jedoch schon länger im Betrieb bin, eine bin die Tags, Wochenends, und auch Nachts arbeite, flexibel bin, meine Arbeit gut und schnell mache… Und das passt ihr nicht. 

Auch komm ich mit der Chefin besser zurecht wie sie. Was ihr gar nicht passt. Und ich motze weniger bis gar nicht. 

Sie versucht immer wieder neue Arbeitsweisen als Pflicht darzustellen ohne davor es mit der Chefin besprochen zu haben. Oder mir Dinge in die Schuhe zu schieben die ich gar nicht war. 
Dank der Craniosacralen Therapie habe ich gelernt für meine Bedürfnisse einzustehen, zu sagen was mir nicht passt und das gefällt ihr gar nicht.

Auch äußere ich Grenzüberschreitungen, sage wenn mir der Ton nicht passt. (Sie ist eine vom cholerischen Schlag). Und sie droht gerne mit Kündigung.  (Innerhalb von nem Jahr zum 5. Mal)!

Letztens wollte sie wieder über mich bestimmen. Wann ich in Pause zu gehen habe. Und dann habe ich ihr gesagt das ich das selbst entscheide. Da ist sie völlig ausgeflippt, hat wieder mit Kündigung gedroht. Ich habe es dann ausgesprochen das sie doch nur droht und doch nicht geht. Dann ist sie wutentbrannt in ne andere Abteilungen gegangen und hat den Verwaltungsleiter um Kündigung gebeten.  Dann hat sie ihre Sachen geschnappt und ist nach Hause. 

Ich kann mit ihr nicht mehr reden. Sie flipp immer gleich aus. Streitet alles ab. Sieht nichts ein. Und sie rennt immer gleich zu den anderen und macht mich schlecht.  Sei es in der Abteilung wie auch außerhalb. 
Bin nun noch bis Freitag krank geschrieben. Das Wochenende arbeite ich alleine, aber spätestens Montag seh ich sie wieder und muss mit ihr umgehen bei der Dienstübergabe. Davor habe ich jetzt schon schiss!

Das ständige Gemotze geht mir sowas von auf den Kecks!

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Arbeitssituation

Ich bin so was von fertig. Hab nun in 7 Tagen über 50 Stunden gearbeitet.
Und heute sah es lange danach aus, das ich kein Nachtdienst auftreiben kann.

Unser Team zerrüttet immer mehr und es wird nichts unternommen. Das ist so traurig. Und es macht mich echt fertig.

Kann zu Hause kaum abschalten. Immer kreisen die Gedanken um das gleiche Thema. Am Donnerstag wurde ich sogar geblitzt weil ich den Kopf noch bei der Arbeit hatte.

Konflikt auf Arbeit

Momentan macht mich dieser richtig fertig. Mein Schlaf leidet darunter und an freien Tagen grüble ich ständig über diese verzwickte Situation.

Diejenigen unter euch, die schon sehr lange mitlesen, wissen das es bei uns auf Arbeit immer wieder Konflikte gibt. Auch wurde ich schon mehrfach gemobbt. Trotz allem bin ich dort geblieben. Ich liebe diese Arbeit!

Es war und ist ein ständiges Kommen und Gehen von Mitarbeitern. Auch sehr plötzlich zum Teil. Was dann für die anderen ein Mehraufwand bedeutet, der zum Teil fast nicht mehr Stemmbar ist, aber wir bekommen es hin.

Seit Mai / Juni diesen Jahres sind wir eigentlich topp besetzt. Und das Team sich wieder gut gefunden hatte und hamonisierte. Chef und wir, alles top!

Das Problem jedoch ist das sich ein neuer Mitarbeiter nicht anpassen kann. Ständig heißt es, das war so beim Vorstellungsgespräch abgesprochen, was so nicht stimmt; oder es werden hintenrum über den Chef Dinge besprochen und bitten und betteln und Tränendrüse und umgesetzt aber zum Leid der anderen Mitarbeiter. Der Neue muss kaum Nachtdienste machen, obwohl 100% tätig und andere bekommen diese dann untergejubelt ohne zu Fragen.

Oder derjenige bekommt jedes zweite Wochenende frei und die anderen dürfen 3-4 Wochenenden komplett oder teilweise arbeiten.

Aber es geht hier nicht nur um den Dienstplan. Es geht auch um die Qualität der Arbeit, Arbeitseinsatz,… Es ist echt zum Heulen. Derjenige der mit dem Mitarbeiter eingeteilt ist hat die Arschkarte gezogen, da ständig Fehler passieren und man diese dann ausbessern muss, Dinge nicht erledigt werden, falsche Informationen übergeben werden,…

Wir haben versucht mit dem Chef zu reden. Dieser sagt jedoch, das er solche Konflikte von früher von uns kennt. Ja, da geb ich Recht, aber es war nie so ein Konflikt das sich das ganze Team überlegt zu gehen!

Er „beschützt“ nun diesen neuen Mitarbeiter, aber es kommt gar nichts mehr an was man sagt. Es wird nicht mehr miteinander geredet, vieles läuft über Papier. Unsere Anliegen werden gar nicht mehr gehört. Egal wie viel Fehler dieser Macht. Sagen sie es ihm, erklären sie es noch mal, jeder darf Fehler machen,…. Wie lange soll das noch so gehen?

Klar macht jeder Fehler, aber nicht diese Masse und nicht diese heftigen Fehler! Und auch jeder war bis jetzt bereit sich irgendwie anzupassen. Nur dieser eine Mitarbeiter ist es nicht!

Ich liebe diesen Job und trotz den heftigen Monaten Januar bis Mai war es schön dort zu arbeiten und jetzt geht alles den Bach runter!? Ich will nicht das jemand geht! Es hamonisiert sonst gut.

Was soll ich nur machen? So geht es nicht weiter! Das macht einen fertig. Mich besonders wil ich  emotional so viel spüre!

Mobbing – altes holt mich ein

Hülfe! Hülfe!!!

Heute ist mal wieder ein heftiger Tag und ich versuche es mit fressen zu kompensieren. All das alte das gerade wieder zum Vorschein kommt.

Ich war Mobbingopfer. Mehrfach. Angefangen dezent im Kindergarten bis hin zur Realschulzeit und auch im Berufsleben schon mitgemacht.

Und nun? Nun ruft die Schule meiner Tochter an und berichtet, das sie und ihre Freundin ein Kind mobben. Es wurde nicht das Wort in den Mund genommen, aber genau das habe ich verstanden. Mobbing, Gewalt, Mobbing, Gewalt,… immer und immer wieder.

Gesagt wurde das nicht, aber mein Hirn und meine Emotionen haben sich darin erhängt!

Ich merke wie ich da in ein Ohnmachtsgefühl rutsche. Nicht mehr weiß was ich sagen und tun soll. Das einzig gute an der Sache war, das das ganze gestern die Lehrer erfahren haben vom „Opfer“ und meine Tochter mir das gestern bruchstückenhaft erzählt hat.

Ich bin nicht stolz. Nein! Was bin ich nur? Ich bin schockiert, enttäuscht, verärgert, Scham erfüllt, hilflos und ich fühle mich schuldig! Schuld, Schuld, Schuld kreist in meinem Hirn. Und ich fühle mich gelähmt, hilflos und ohnmächtig!

Ich fühle mich schuldig, das meine Tochter dabei mitmacht und ich sie nicht so erzogen bekommen habe, das das mal gar nicht geht. Sie sagt zwar immer wieder, das ihre Freundin die Ideen hatte und sie nur dabei war, aber ich weiß nicht was ich glauben kann und was nicht? Kann ich ihr vertrauen? Kann ich es nicht?

Als Mutter möchte man einerseits sein eigenes Kind schützen, aber auch der anderen Seite, wenn sie es war – wie bringe ich sie dazu es nicht mehr zu tun?

Es heißt ja so schön. Gib kleinen Kindern Wurzeln und großen Flügel, ist aber leichter gesagt als getan. Vor allem, wenn man seinem Kind nicht das weiter geben möchte, wie und was man  früher erlebt hat.

Ich brauche Sicherheit und Harmonie und das Gefühl nicht alleine zu sein / da zu stehen. Und nun? Alles ist gerade aufs Mal verpufft. Steh gerade vor nem Trümmerhaufen und bin am Sortieren und Retten.

KONFLIKT im INNERN und ÄUßERN!

Konflikte bringen mich aus der Balance. Ins Abseits. In die Krise. Ausmaß unbekannt. Ausmaß variabel.

SCHOKOLADE, Essen, viel Essen, ja das ist mein Seelentröster. Innerlich schreit es in mir und ich fühle mich hilflos. Hilflos, Allein gelassen, nicht verstanden, nicht geholfen, wieder einmal allein mit all dem Scheiß.

Andere dysfunktionale Gedanken sind da, sie können zum Glück noch gut durch Essen kompensiert werden, aber wie lange?

Was haben die Kinder angestellt? Sie haben das andere Mädchen gezwungen um dazuzugehören Papier aus der Toilette zu fischen. Das ist wohl das krasseste. Aber auch Dinge von ihr zu verlangen „du musst so und so oft die Stufen rauf und runter laufen, weil ich Prinzessin bin“ kamen,…

Was ist die Konsequenz von der Schule an die Mädels? Das geht zum Schulleiter. Wenn nochmals was vor kommt in dieser Art, egal ob mitgemacht oder allein gemacht kommt es zum Schulausschluss und es wird Aktenkundig. Bei erneutem Vorfall kommt es zum Schulverweis. – *Klatsch* das saß. Bin schockiert und schiebe Panik. Was ist wenn sie sich wieder bereden lässt mitzumachen und sie erwischt wird und die andere nicht? Was ist wenn???

Wir sollen zu Hause drüber reden. Als Konsequenz hab ich mir überlegt das sie heute nicht ins Schwimmbad darf und so auch nicht ihre Freundin sehen darf. Wir sprechen heute über Mobbing,  Gewalt, Androhen, Ferundschaft,… Sie soll sich eine Wiedergutmachung überlegen.

Was ist aber, wenn sie heute einsichtig ist, sich entschuldigt und das ganze wieder von vorne los geht? Was ist dann?

CHAOS, ANGST, PANIK…

vermischt mit WUT , GROLL,… und alten Erinnerungen…

Tag 2 nach Krise

Auch wenn es mir im Momemt verdammt schwer fällt mich aus dem Bett zu bewegen, aus meiner Sicherheitsburg, war ich heute bei Weight Watchers und in der Therapie.

Es kostet so viel Überwindung, weil es man mir anseht das es mir gerade nicht gut geht und viele danach fragen. Und das Fragen ist noch anstrengender. Wie kann ma das erklären? Psychische Krankheiten sind stigmatisiert. Depression geht ja vielleicht noch ein Hauch, aber Borderline?

Ja, ich zeige es nach außen nicht, nur das Lächeln fällt mir inzwischen auch schwer. Und das kennen die meisten von mir nicht. Versuche immer optimistisch zu sein, auch wenn es innendrin ganz anders aussieht und mich Selbstzweifel plagen.

Ja,  ich habe im Moment Suizidgedanken. Sie sind da. Sie nehmen mehr Raum ein. Meine Therapeutin weiß das. Das Durchspielen ist wieder da. Der Sinn des Lebens ist gerade recht fern. Dennoch kämpfe ich weiter.

Steh auf Autopilot! Es muss gehen! Kann meine Familie nicht im Stich lassen. Das kann ich ihnen nicht antun! So lange das noch ist, ist es gut. Nur nun darf nichts mehr wegbrechen!

Ich darf auf Arbeit nicht fehlen! Sonst schmeißen sie mich, jedenfalls wenn ich psychiatrisch stationär geh. Mutter-Kind Kur ist was anderes, das wird noch so akzeptiert aber bei gewissen Ex-Bereichskollegen sicher auch der Mund zerissen.  Nur ich brauch sie dringend, bevor ich ganz kompensiere!

(Auch da hat sich was getan während ich das hier schrieb. Die Praxis meine Psychiaterin hat angerufen. Meine Ärztin fällt länger aus. Es ist aber eine Gemeinschaftspraxis, die andere Ärztin übernimmt nun mein Attest und füllt es zusätzlich zu dem vom Hausarzt aus. 🙂  – da glaub ich doch wieder an das Gute und  an Fügung – Das tut heute echt gut und gibt mir Mut das sich bald wieder etwas ändert.)

Es heißt Zeit zu überstehen, Gefühle zu lassen und aushalten und achtsames wahrnehmen. Pausen einbauen wo es geht. Das heißt im Moment für mich viel allein für mich sein und zu wissen mein Mann und meine Tochter sind da, aber sie lassen mir auch Zeit für mich! Bin im Moment nicht der Gesprächigste im alltäglichen Leben, denn vieles kann ich dort nicht sagen, weil dort gleich alle Alarmglocken gehen. Nur ganz wenige vertrauen mir und meiner Einschätzung ob es geht oder nicht.

Was hat mir die Therapie heute gebracht? Etwas mehr Selbstvertrauen, das ich die Situation gut gemeistert habe und doch einiges daraus mitnahm. Auch wenn es mir verdammt schwer fiel das mit meinen Gedanken und so zu sagen.

Es ist ein massiver Konflikt, der mein wunder Punkt getriggert hat. Und auch Hauptverletzungspunkt ist. Meine Angst Allein zu sein, Allein dazustehen. Dadurch brechen gerade auch wieder alle Symptome aus mir raus und vereinnahmen mich.

 Sicher trauer ich der kaputten Freundschaft hinterher, da es viel mit meinem Thema: Angst – sozial alleine dastehen –  zu tun hat. Es hat mir aber auch gezeigt wie sehr mich diese Freundschaft in Stress und Alarmbereitschaft setzt. Aus diesem Blickwinkel gesehen ist es auch Erleichterung. Keine Verpflichtung zu haben. Sein zu können wie es mir gerade geht, mich nicht verstellen zu müssen, weil man damit nicht umgehen kann, sich nicht ständig schuldig zu fühlen und abhängig …

Es hat mich darin bestärkt für mich und meine Tochter  und unsere Bedürfnisse einzustehen auch gegen jemand anders. Im Endeffekt auf das Nein Beharren.

Wichtig ist es für mich weiter an meinem Selbstwert zu arbeiten und da ich mich festige. (Fels in der Brandung werde). Ich soll weiter üben Emotionen zu bennenen und versuchen sie auszuhalten. Und nicht mich in Emotionen reinziehen zu lassen, die andere wieder erneut entfachen. Weiterhin ist es wichtig auf meine Bedürfnisse und mein Bauchgefühl zu hören und danach zu handeln. Was auch solangsam besser wird 😉

EFT werde ich erstmal etwas hinten anstellen, das es mir gerade in diesem „stürmischen Seewasser“ sonst zu arg von einem Problem ins nächste befördert. Ist mir auch passiert, als ich versuchte meine Essstörung wieder in den Griff zu bekommen. Aber jetzt weiß ich wieso das passiert ist.

Im Moment gibt es große Baustellen…

… gewisse Leute schaffen es immer und immer wieder meine wunden Punkte zu finden und diese dann so lange zu drücken, bis es mir an die Substanz geht.

Ich würde sagen, das so ein Punkt gerade wieder erreicht ist. Ich glaube mit Mobbing Nr. 3 lag ich gar nicht so verkehrt. Wieder alle gegen einen (mich). Ist nichts neues. Nur das ich mich inzwischen anders zu wehren vermag.

Das dumme ist jedoch, das mich das ganze einfach nicht kalt lässt. Ständig nicht zu wissen was als nächstes kommt. Wann wieder ein Gespräch kommt, wo ich alleine dastehe, wann mir wieder das Wort im Mund umgedreht wird und andere die „gelogene“ Aussage unterstreichen.

Wieso darf ich nicht einfach sein und meine Arbeit machen, wieso gibt es das ständige vergleichen mit anderen. Wieso  muss man immer bewerten und hintenrum lästern? Wieso muss man Leute gegen andere aufhetzen? Wieso kann man nicht mal zufrieden sein? Wieso muss man alte Wunden wieder öffnen und immer wieder Salz reinstreuen? Wieso kann man nicht die Vergangenheit ruhen lassen? Oder eben beide Seiten sehen? Wieso muss es immer um Schuld und Unschuld gehen?

Fragen über Fragen…

Wahrheit darf man nicht sagen…

… so kommt es mir vor.

Zuerst wird gefragt was los ist und wenn man dann sagt was Sache ist – reagieren andere völlig impulsiv.

Huch? Das war doch sonst meine alte Rolle. Und nun? Nein, ich bin schön ruhig geblieben und habe Argument um Argument gebracht. Klar beschäftigt mich das ganze immer noch und mein Hirn kommt nicht zur Ruhe. Bin völlig angespannt. Aber diese neue Art und Weise von mir hat mich überrascht und irgendwie macht es mich ein wenig stolz.

Normalerweise lege ich auf, beende das Gespräch, flüchte. Ich war es aber nicht. Es gibt jedoch die große Angst in mir – dank verschiedener Glaubenssätze – das ich gerade etwas losgetreten habe, da ich ja wie immer alleine da stehe. Kommt nun Mobbinggeschichte Nr.3???

Ich hoffe es nicht. Ich will mich diesmal von Anfang an wehren. Ich bin Erwachsen und habe dazu gelernt! Ich muss nicht mehr in die Opferrolle. Ich bin gleich viel wert wie die anderen. Ich muss nicht allem zustimmen und ich darf meine Meinung und meine Argumente vertreten. Klar muss man Komprisse schließen. Das bedeutet aber nicht, das man seine Wertvorstellungen und Ziele völlig aufgeben muss.

 

Opferrolle – wie kam ich rein, wie komme ich raus?

Opferrolle – wie kam ich rein, wie komme ich raus?

Ich merke immer wieder wie ich in diese blöde Opferrolle komme und ich (noch) keinen Ausweg heraus sehe. Ich habe es satt diese Rolle einzunehmen. Ich will frei sein, ein gleichberechtigter Mensch. Egal ob im Beruf, in der Familie, bei Freunden oder Bekannten.

Wieso trifft es so oft mich? Was tu ich? Was tu ich nicht, damit mir das immer und immer wieder passiert?

Es heißt ja so schön. Für alles was man tut hat man selbst die volle Verantwortung. Da stellt sich dann für mich die Frage – was mache ich, damit ich immer wieder in solche Situationen komme?

Was hindert mich daran mich auf gleicher Augenhöhe wahrzunehmen? Was zwingt mich innerlich dazu immer klein beigeben, die Maus zu spielen und das Spiel zu verlieren? Wieso schaffe ich es nicht in Konfliktgesprächen die Ruhe zu bewahren und klar Grenzen aufzuzeigen, wenn es meine Grenzen verletzt? Wieso schaffe ich es nicht in dem Moment durch Argumente dem anderen den Wind aus den Segeln zu nehmen?

In welche Fallen tappe ich immer wieder?

Fand hier ein sehr toller Artikel dazu: www.psycho-holstik.de/raus-aus-der- opferrolle.html

Bei mir ist es meist eine Kombination aus mehreren. Mir bekannte Fallen sind:

a) Zum einen geht es um Vorwürfe und Anklagen

Ja, da bin ich in meiner „Vorsicht Falle“ (siehe Skill in der DBT Therapie)  gefangen. Es waren meine Eltern, vor allem mein Vater, der mir oft – z.T. unbewusst – die Schuld zu schob. Ich möchte nicht sagen –  ich bin das Opfer – er hat es von seinen Adoptiveltern sicher auch nicht anders mitbekommen. Ich versuche diesen Teufelskreis zu durchbrechen, indem ich an mir und meinem Verhalten (auch meiner Familie gegenüber) arbeite.

Es ist wirklich so das da eine ganze Maschinerie in Gang tritt. Zum einen ist es überhaupt die Frage: Was habe ich getan? Wieso bin ich schuldig?

Zum anderen gibt es da den inneren Kritiker, das Teufelchen das einem immer und immer wieder ins Ohr sagt. So ist es – du hast die Schuld! Und darunter leidet dann auch wieder der Selbstwert.

In dieser Falle kann ich mich auch nicht von der Emotionalität distanzieren. Mir kommen da super schnell die Tränen. Ich habe das Gefühl, das mich da meine Gefühle völlig lähmen. Ich habe es dann nicht mehr unter Kontrolle und schaffe es mich auch nicht mehr entgegengesetzt zu denken, handeln, Körperhaltung. Das entgegengesetzte Handeln ist das einzige was ich umsetzen kann. Ich kann inzwischen in der Situation bleiben und schaffe es nicht zu dissoziieren . Auch greife ich mein Gegenüber auch nicht an. Ich verhalte mich ruhig, versuche dennoch die Situation schnellstmöglich hinter mich zu bekommen.

b) dann sind es Unterstellungen, die mich in die Falle katapultieren

Zum Teil werden Fehlinformationen verbreitet (absichtlich oder auch unabsichtlich mangels Recherche)

In diesem Fall muss ich aufpassen, das ich nicht in etwas trotziges reinfalle. Ich muss aufpassen, das nicht ein Kindanteil da denkt „jetzt ist eh alles egal“ – und dann anfängt zurück zu schießen.

c) Es können auch ständige Wiederholungen des Gegenübers sein, die  noch mehr Schuldgefühle in mir wecken und die Emotionalität dann  zunimmt.

d) wenn es dann auch noch persönlich oder intim wird und das in einem Rahmen wo es einfach nicht hingehört. Ich meine wenn nicht nur unter 4 Augen gesprochen wird sondern noch Arbeitskollegen dabei sind, die von einer Krankheit oder so nichts wissen und auch nicht wissen möchte. Da kommen dann Gefühle wie Scham, Enttäuschung, Wut und Ärger mit ins Spiel.

e) man alleine dasteht und mehrere die Meinung des Gegenübers unterstreichen, weil er sich zuvor Verbündete gesucht hat und man zuvor nichts davon wusste. Da verstärkt sich in mir das Gefühl, das ich sowieso Hilflos bin und keine Chance habe irgendetwas dagegen zu unternehmen.

Ich habe immer wieder das Gefühl, das ich durch meine Therapie sehr viel im Umgang mit Menschen gelernt habe. Ich habe gelernt wie wichtig es ist Stärken hervorzuheben, Dinge wahrzunehmen und das zu äußern. Ich kenne Validierung und Invalidierung. Ich weiß wie sich beides anfühlt, v.a. weil ich von klein auf gewöhnt war invalidiert zu werden. Das bedeutet alles ist falsch, nicht recht, ich bin falsch wie ich bin, ich sollte anders sein.

Auch Achtsamkeit hat mir sehr viel gebracht, nur leider halten wohl davon die wenigstens Menschen etwas. Traurig aber wahr. Es wird unnötig oft bewertet und manipuliert und man hat kaum eine Chance da Aussteigen, wenn man nicht als Außenseiter gelten mag. Wenn man seine Bedürfnisse und Gefühle äußert fangen andere gleich an durch das bewerten zurück zu schießen und das oft auf eine unschöne Art und Weise.

Die Gesellschaft ist auf Leistung und Konkurrenz aus. Es gibt überall den „Boss“ und die „Untertanen“ – sei es auf Arbeit – auch wenn eigentlich alle den gleichen Rang hätten, in der Schule oder wo auch immer.

Das ganze hier soll für mich dienen, damit ich es in meiner nächsten Therapiestunde ansprechen kann. Auch würden mich eure Meinungen interessieren. Wie seht ihr das?

Vielleicht werde ich auch Passwortgeschützt demnächst ein aktuelles Beispiel zu dieser „Opferrolle“ bringen. Wer es lesen mag hinterlässt dann ein Kommentar. Ich werde mich dann bei euch per Mail melden.

Zwischenmenschliches – wie es mich immer wieder in Stress versetzt

Das ist mal wieder ein typischer Fall in meinen Interaktionen mit anderen. Hatte heute Nacht sogar ein Alptraum deswegen, obwohl ich etwas gegen Alpträume als Medi habe.

Manches geht mir so nah, das ich mich gedanklich und emotional nicht distanzieren kann. Und durch frühere Erfahrungen beziehe ich alles auf mich und reime mir irgendetwas zusammen.

Vielleicht zum Anfang paar Erklärungen hier. Ich war vor einigen Jahren und in der Schulzeit Mobbingopfer. Somit beschäftigen  mich Konflikte sowieso gern, v.a. nachts. 

Jetzt wollte ich auf Arbeit meine Prozentzahl erhöhen, weil es mir

a) psychisch einiges besser geht – ich nicht weiß wann es mir überhaupt so mal ging

b) meine Tochter größer wird / ist und in der Schule ist und ich so gut wie zu Hause bin, da ich überwiegend nachts oder am Wochenende arbeite.

c) ich das Geld gut gebrauchen könnte.  War mir schon am überlegen einen anderen 2. Job zu suchen (das aus Grund b und c)

und auf Arbeit gerade Personalmangel herrscht, keiner wirklich eingestellt wird oder die dann nichts sind und wieder gehen und man doch einspringen muss. Ich habe somit das Angebot gemacht. Jetzt wird aber ständig nochmals wegen diesem oder jenem nachgefragt. Zuletzt ging es dann auch über meine Erkrankung und ob ich meine Grenzen kenne und ob ich im Team arbeiten kann. Da wurde ich dann innerlich ziemlich misstrauisch. Als dann noch ein baldigen Termin angesetzt wurde um mit allen Beteiligten drüber zu sprechen und auch die obersten Chefs  der Arbeit da sind ging meine „Hirnwichserei“ (- tschuldigt für den Ausdruck – find den aber passend für mein Gedankenwirrwarr. ) erst richtig los.

Ich bin im Moment eigentlich stabil, aber da merkte ich dann wie dieses gedankliche Chaos mich dazu bringt wieder mehr dysfunktional zu denken. Ich habe nichts umgesetzt, aber es kostete jede Menge Arbeit an mir!

Wie komme ich aus dem Gespinne raus? Eigentlich würde ich mich am liebsten vor diesem Termin in naher Zukunft drücken. Flucht war immer schon mein Weg.  Ich bin schon soweit, das psychosomatische Beschwerden wegen dem ganzen hinzukommen. Nicht schön. Solang ich aber nur negativ denke wird das leider auch nicht besser. Ich muss nun durch Skills wie Vorsicht Falle, Orientierung auf Ziel, Beziehung und Selbstachtung, Arbeit an den Grundannahmen / Glaubenssätzen schauen was mich unterstützen kann das ich positiver an das ganze und vor allem „ruhiger“ an die Sache rangehen kann. So bin ich wieder das kleine, stille Mäuschen, das ganz viel Angst vor den vielen, vielen Katzen hat und so nichts mehr sagen kann, die Hälfte vergisst und vor allem sich nicht produktiv durch Argumente wehren, bzw. behaupten kann.

Habt ihr mir noch eine Idee? Dummerweise ist meine Therapeutin nun krank. Eigentlich wollte ich es mit ihr besprechen, weil mich das echt überfordert und die Zeit mir rennt.