Geh auf dem Zahnfleisch

Jetzt bin ich erst seit paar Tagen ganz ohne Minipress und ich bin so was von fertig. Die Nächte sind schon seit der Reduzierung von 1-2 Wochen horror, aber es wird immer heftiger.

Einschlafen klappt dank Seroquel, nur ich wach a) ständig auf, b) zum Teil mit Panikattacken, c) mein Hirn kommt nachts gar nicht mehr zur Ruhe und ich bin morgens sowas von gerädert, genervt, angespannt.

Das ist echt kein Leben. Vor allem wirkt sich das wieder auf meine Essstörung aus und auch die Interaktion mit anderen, weil ich zu nichts bock habe und nur müde bin und meine Ruhe haben möchte.

Ich könnte echt kotzen, das sich die Krankenkasse so lange Zeit lässt und dann auch noch erst irgendwann sagt – ne das zahlen wir nimmer, bzw. das muss der MDK prüfen.

Ich will endlich mein Minipress wieder und mein Schlaf. Dann geht es auch wieder mit dem anderen aufwärts. Aber so? Für

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Das leidige Thema Krankenkasse

Ich weiß ja nicht wie eure Erfahrungen mit eurer Krankenkasse sind, aber ich bekomme immer mehr nen Hals. *grummel*

Sobald es um Leistungen geht ist es echt nicht mehr schön wie anstrengend es mit der Kasse werden kann.

Als das erste Mal eine Mutter Kind Kur 2007 im Raum stand und ich bis auf Depression und Adipositas keine Diagnosen hatte ging es noch fix mit der Bewilligung. Aber nun?

Als ich 2012 vor Ablauf der 4 Jahres Frist eine erneute Mutter Kind Kur wollte, da mein Kind 8 Monate ohne Mutter auskommen musste und so das Mutter Kind Verhältnis enorm litt war das erste eine Ablehnung. Für mich unfassbar. Wo ist da kein Grund, wenn die Mutter so lange von der Tochter getrennt war? Nach Einlegen des Widerspruchs war das dann zum Glück dann doch durch.

Beim Beantragen weiterer Therapiestunden (1.Verlängerung) verdumbeutelte die Kasse Unterlagen die zusammen verschickt wurden und hielt es nicht für nötig mich oder meine Therapeutin zu informieren das etwas fehlt. Nach 3-4 Woche warten erkundigte ich mich und bekam dann die Info das was fehlt.

Vor einer Woche dann der nächste Aufreger. Ich bekomme „off label“ Minipress aus Frankreich gegen Albträume. Das ist eigentlich ein Blutdruckmedikament, aber aus der Klinik weiß ich das es auch für Albträume hilft. Das Prazosin, was es in Deutschland gab gibt es nicht mehr und Frankreich stellt es unter einem anderen Namen noch her.

Hab das Medikament nun schon x Mal verordnet bekommen. Hatte nie Probleme mit der Kasse oder dem vertragen des Medikamentes. Im Februar bekam ich eine neue Verordnung, habe es bei der Apotheke eingericht (das braucht immer 2 Wochen bis es vorrätig ist) und jetzt meldet sich die Kasse und will die Notwendigkeit überprüfen. Was soll das? Besonders ist es nicht lustig das Medikament in Nullkommanichts abzusetzen. Und nun hab ich endlich was wo mir hilft und ich nicht auseinander gehe wie ein Hefekloß und dann wollen sie die Kosten nicht mehr tragen?

Das nervt wirklich. Ist es denen lieber ständig in der Klapse zu sitzen und Krankengeld zu verlangen oder einen zu unterstützen das man Arbeitsfähig bleibt trotz größerer psychischer Probleme? Da verstehe ich echt die Welt nicht mehr. Auch die DBT Gruppentherapie musste ich über 1,5 Jahre selbst zahlen. Das zahlt die Kasse nicht. Ohne diese Therapie wäre ich aber jetzt nicht da wo ich bin. Ohne Therapie wär ich längst wieder Rückfällig geworden und vielleicht sogar tod. Suzidgedanken gehören bei dem Krankheitsbild dazu und je labiler der psychische Zustand, desto mehr Form nehmen diese an und desto drängender werden diese und Schlafentzug ist auch ne Foltermethode.

Entschuldigt für das Frustloswerdebn. Aber das musste nun mal raus.

Auch weiß ich das es Vorschriften gibt, aber manchmal vergeht so viel Zeit bis überhaupt mal was geht. Das ist für mich unverständlich.

 

Lebenszeichen

Mich gibt es auch noch. Im Moment jedoch schwer am Kämpfen vor allem mit meinem inneren Schweinehund und dem Gewicht. Alte Muster versuchen wieder durchzubrechen, neue Muster die aber nicht gut sind versuchen heraus zu kommen. Ist gerade alles etwas schwierig und viel.

Solangsam würde ich den Juli als schwierigen Monat betitteln, wenn ich die letzten Jahre so anschaue.

Wichtig ist für mich einiger maßen meine seelische Balance zu halten und nicht abzustürzen. Dabei ist sehr wichtig meine Ziele klein stecken, mit To do Listen arbeiten und Pausen einbauen!!!

Ich bin aber froh wenn diese Woche rum ist. Zwar habe ich Urlaub aber es steht noch viel an und mein Perfektionismus ist leider auch noch da und macht es mir nicht gerade einfach mit allem.

Auch hat es meine Krankenkasse tatsächlich fertiggebracht einen Teil der Unterlagen wegen den Therapiestundenverlängerung zu verschlampen und mir nicht Bescheid zu sagen das nicht alles (obwohl alles im gleichen umschlag war) bei denen an kam. Somit musste nun alles nochmals raus, was natürlich nun extrem Zeit kostet. Somit sind die Stunden verbraucht und ich steh ohne was da. Meine Therapeutin macht zwar auf Sparflamme weiter so alle 2-3 Wochen aber irgendwie steckt mir die angst im Genick: Was wenn die weiteren Stunden nicht durch gehen?-  und ich kann irgendwie mich so gerade nicht richtig drauf konzentrieren. Dadurch bin ich gerade auch enorm angespannt und unangenehme Gefühle kochen deshalb in mir.