Reduktion der Medikamente

Im Moment kommt der Blog, das Bloggen echt zu kurz. Ist leider so, hoffe es ändert sich auch wieder.
Ich bekomme den Alltag hin, ist inzwischen schon anstrengender wie anfangs als ich angefangen habe so viel zu Arbeiten, aber es geht.
Zu kurz kommt jedoch im Moment schon meine Zeit für mich. Das muss sich noch einpendeln.
Alles andere Familie, Haushalt haben eben Vorrang!
Trotz dem VIEL bin ich am Medikamente reduzieren. Wieso gerade jetzt? Weil ich es leid bin immer noch an Gewicht zuzunehmen. So darf es nicht weiter gehen!
Zudem bin ich gut abgelenkt. Die letzte Tablette vom Lyrica raus ist immer ziemlich heftig.
Ich habe seit dieser Woche das Lyrica nun komplett raus. Die Körperschmerzen sind zwar dadurch mehr, aber Aushaltbar. Alles kann man eben nicht haben. So schade das auch ist.
Auch das Venlafaxin nimm ich abends und morgens nun schrittweise raus. Mal schauen wie weit ich komm.
Meine Psychiaterin weiss das so in dem Umfang nicht. Erfährt sie dann beim nächsten Termin Anfang April. Aber bis jetzt hatte sie nie was dagegen weil ich schon ganz gut merke ob es geht oder nicht.
Würde ja so gerne mal von den ganzen Sachen runter kommen.

Ohne Therapie

Da sich bei mir meine Arbeitszeiten und -umfang seit Januar so massiv verändert haben, bin ich im Moment auch ohne Therapie. Ich hätte auch nur noch so ca. 6 Stunden, dann lauft die Therapie aus und dann ist erstmal Pause angesagt.

Wie es sich so ohne Therapie / Therapeut lebt? Ungewöhnlich gut. Davor hatte ich vor dem Punkt ohne Therapeut dazu stehen echt Angst, aber inzwischen denke ich kaum noch daran das mir was fehlt.

Oft sind mir doch Elemente der Therapie bewusst und ich weiß was ich tun kann, wenn ich mich im seelischen Müll veliere.

Auch bedeutet es für mich das ich weniger Terminstress habe, bzw. sich das mit der Arbeit aufhebt. Arbeit und Therapie unter zu bekommen und dann noch die weight Watchers Treffen ist im Moment echt mühsam.

Wenn ich mal frei habe, brauche ich auch das frei für mich. Ich verbringe es dann oft zu Hause alleine. Ich brauche dann meine Ruhe. Oft bin ich gerade am Ausmisten was wir hier absolut nicht mehr brauchen und so viel Platz weg nimmt. Das tut gut und befreit auch meine Seele. Klingt doof – ist aber so!

 Es nimmt mir Ballast, ich fühle mich freier, weiger eingeengt und sehe, das wir in naher (oder ferner) Zukunft vielleicht endlich ein Raum im Haus mehr zur Verfügung haben.

Ich habe hier sehr lange gebraucht bis ich mich an die umgebung, an das Haus und alles gewöhnt hatte. Da war so viel „fremdes“ und meine Dinge wurden hier gar nicht gebraucht, da alles schon da war und auch kein Platz großartig war um meine ganzen Sachen hier unterzubringen. Hier lagern noch Dinge aus 3 Generationen!!! Jetzt miste ich eben alles durch auf:

– hoher Erinnerungswert / Wertvoll (bleibt)

– alt, kaputt, vermaket, nicht brauchbar – kommt weg

– neuer, aber doppelt und dreifach – 1 Vorrat, Rest kommt weg

So in etwa.

Mal sehen wie lange ich jetzt keine Therapietermine ausmache. Abbrechen will ich nicht, aber ich will mich auch nicht stressen wenn ich merke das es gerade ohne ganz gut läuft.

Auch die Medikamente schraube ich gerade alleine runter. Zum Glück lässt mir da meine Psychiaterin recht viel Freiraum. Sie merkt, das ich da ganz gut auf meinen Körper hören kann. Auch das Lyrica kann ich gut runterfahren. Und die Schmerzen im Körper sind erträglich.

Wie schnell 3, 4 Wochen vergehen

Hab gestern auf dem Kalender gesehen, das ich Dienstag seit langem – glaub 4 Wochen wieder Therapie habe. Voll ungewohnt.

Wie geht es mir ohne wöchentliche Therapiestunden? Hm? Stressfreier. Keine Therapiehausaufgaben, keine Vor- und Nachbereitung und weniger aufwühlen des Alten.

Ist es gut so? Glaube nicht. Versuche glaube ich gerade etwas zu vermeiden. Etwas was mir Angst macht, etwas was unangenehm ist und mich belastet, denn es geht an die Vergangenheit. Vergangenheit ist nicht gut. Da steckt viel dahinter. Vieles was ich doch gerne verdränge und nicht an die Oberfläche lassen möchte.

Im Moment geht es um die Bewilligung weiterer Stunden. Es sind noch 1-2 Stunden und dann sind die bewilligten Stunden voll. Auch weiß ich nicht, ob der Antrag an die Kasse bereits unterwegs ist, oder ob alles noch bei meiner Ärztin liegt und die ist ja, wie ich bereits geschrieben habe länger krank.

Will ich das? Will ich das nicht? Ich schwanke. Ich schwanke sehr. Wenn es mir gerade ganz gut geht, dann denke ich mir ich komme alleine klar, aber was ist, wenn ich wieder einbreche? Dann kann ich mich nicht strukturieren und analysieren und rutsche in alte Muster.

Wieso muss das so verdammt schwer sein, Entscheidungen zu treffen, mit der Krankenkasse zu kommunizieren, mit den Ärzten zu reden, sich behandeln lassen, Therapie zu machen,…

Merke immer wieder, das ich doch gerne auf dem alten, gewohnten, vertrauten und sicheren Weg bleiben möchte. Neues und unvorhersehbares macht mir Angst. Angst die mich nicht mehr aus dem grübeln raus lässt und Tag und Nacht begleitet.

Wo sehe ich die Probleme wegen der Therapie? Mir fällt es schwer, bei einem Thema zu bleiben. Innerhalb 2 Wochen sind manchmal ganz andere Problemfelder aktiv. Und dann möchte ich gerne an diesem Thema arbeiten. Meine Therapeutin meinte jedoch, das wir an einem Thema bleiben sollten. Damit wir voran kommen.

 Das stresst mich. Nicht, weil ich nicht an dem Thema bleiben möchte und arbeiten möchte. Nein, mir fällt es einfacher über die Glaubenssätze und Emotionen zu reden, die gerade aktiv ist. Wenn ich gerade kein wirkliches Problem mit meiner Tochter habe finde ich es schwer mich in eine solche Situation reinzudenken. In den letzten Wochen war nicht meine Tochter das „Problem“ – hin und wieder Kleinigkeiten, eher war es meine Unzufriedenheit mit mir und meinem Gewicht und dem Gefühl den stabilen Boden unter den Füßen verloren zu haben. Den Boden fand ich eine ganze Zeit sehr stabil. Bereits um Weihnachten rum glaubte ich das er zu brökeln beginnt. Trotzdem ignorierte ich es. Seit Januar tümple ich an 2-4 Kilo rum. Rauf und runter, runter und rauf. Die letzten 3 Wochen wurde es nur noch ein rauf. 2,5 Kilo. Und es ist, trotz EFT Klopfübungen so mühsam die wieder runter zu bekommen. Die Sucht nach Schoki ist wieder voll da. Das nervt mich gewaltig und führt zu Selbsthass.

Auch beschäftigt mich gerade der Kurantrag und ob meine Psychiaterin im Juli beim nächsten Termin wieder da ist. Was wenn nicht? Wo bekomme ich meine Medis v.a. das Minipress? Jetzt hab ich es weiter bewilligt bekommen und nun ist die Ärztin krank und nicht da. Bin am überlegen heute mal zum Hausarzt zu gehen und mit ihm drüber zu reden. Wegen der Kur und wegen des Medikamentes. Zumal, wenn ich auf ABC Gesund höre dringend mal wieder Manuelle Therapie nötig ist. Hab ganz schöne Schmerzen im Ledenwirbel- und Halswirbelbereich.

Medikamentöse Einstellung – der Vergleich

Schon lange denke ich drüber nach mal über meine Medikamente zu berichten. Bitte experimentiert aber nicht an eurer Dosis rum, weil ihr bei mir seht ich nehm eine andere Dosis, ja!? Ich bin überwacht durch meine Psychiaterin.

Ich bin so stolz darauf, das ich immer mehr Dinge nicht mehr nehmen muss. Wenn ihr euch mal die ganzen Medis von 2011 und 2012 anschaut:

2011 nach dem 5 monatigen Aufenthalt ging ich raus mit:

Venlafaxin retard 300mg 1- 0 – 0 – 0

Venlafaxin  37,5mg 0-0- 1

Prazosin 2mg  0- 0- 0- 1 (gibt es nur noch über Frankreich als Minipress)

Seroquel 300mg 0-0-0- 1

Metoprolol 47,5mg 1-0-0-0

Tamsulosin 0,4mg 1-0-0-0

Lyrica 150mg 1-1-1-1

Atosil, Pipamperon, Seroquel noch als Bedarf

 

2012 nach 14 Wochen DBT Therapie ging ich raus mit:

Metformin 500mg 1- 1- 1

Catapresan 150 mg 0- 0- 0- 1

Torasemid 10 mg 1- 0- 0- 0

Metoprolol 47,5 mg ret. 1- 0- 0- 0

Tamsulosin 0,4 mg 1- 0- 0- 0

Lyrica 150 mg 1- 1- 1- 0

Seroquel 200mg 0- 0- 0- 1

Venlafaxin ret. 300mg 1- 0- 0- 0

Pipamperon als Bedarf

 

ja und nun Ende 2013 ist nur noch!!! das über:

Venlafaxin ret. 150mg 1- 0- 0 – 0 (150mg weniger)

Metformin 500mg 1- 1- 1 (und das wollen sie mir nun auch stibitzen)

Metoprolol 47,5mg ret. 1- 0- 0- 0

Seroquel 25 mg 0- 0- 0- 1  (also 275mg weniger)

Minipress 1 mg 0- 0- 0- 1  (1mg weniger)

Torasemid, Tamsulosin, Lyrica, Catapresan sind komplett raus und mein bedarfsmedikament hab ich 2012 das letzte Mal in der Klinik genommen.

Ich bin so stolz auf mich! Und meine Psychiaterin auch. Sie meinte, das ich ohne meinen Ehrgeiz nicht so viel abnehmen hätte können, da die medis ja „dick“ machen. Habe ja durch den ganzen Mist mit der Depression und Borderline 25 Kilo zugelgt gehabt. Die und nochmals 21 Kilo sind nun unten. Und es sollen nochmals 25 Kilo folgen :-). Ich bin Optimistisch. Das schaffe ich!!! 

Das Antidepressiva  will sie über den Winter bei 150mg lassen. Ist mir recht, den ich bin und bleibe chronisch depressiv. Kann aber ganz anders damit umgehen wie noch 2010. Und das Seroquel bekomme ich wohl auch nicht raus. Das brauche ich als Einschlafshilfe – sonst hört das Kopfkino nicht auf.

 

Jipi 15 Stunden sind durch…

… ich bin so froh. Der Gutachter hat weitere 15 Stunden Therapie bewilligt. Meine liebe Therapeutin hat mich gerade informiert. 🙂

Auch sonst geht es ganz gut. Bin gerade hier ziemlich wenig aktiv – tut mir leid. Im Moment dreht sich viel um meine Essstörung. Bin da sehr am kämpfen. Klar spielen auch dort Emotionen und so mit.

Auch habe ich gerade viele Termine. Zudem ist mein Urlaub leider auch schon wieder rum.

Heute ist mal ein „ich bleib zu Hause“ Tag, denn es schüttet enorm. Regenwetter ist nicht meins, wobei es für die Natur natürlich dringend notwendig war.

Letzte Woche war ich 4 mal in der Stadt. Einmal Psychiater Termin. Wir haben das Lyrica nun weiter reduziert. bis jetzt vertrage ich es ganz gut. Kaum Unruhe, was ich sonst enorm hatte.  Donnerstag geht es nochmals um einen Schritt runter, dann ist es bald draußen. Mal schauen was es dann mit meinem Gewicht macht.

Dienstag war WW Treffen. Hm, kleine Abnahme aber immer hin.

Donnerstag hatten wir 2 Termine in der Uni. ich in der Diabetes Ambulanz und meine Tochter in der KJP wegen des Zeugnisses. Bei mir wurde nach dem HBa1c Wert geschaut – Ergebins hab ich noch nicht. Zudem habe ich da eine interessante Broschüre entdeckt. Da ging es um ein kleinen Eingriff, der einem hilft in einem Jahr bis zu 20 % des Gewichtes zu verlieren. Habe da gleich mal gefragt was das kosten würde und ob ich dafür geeignet wäre. Gegen Magenband und co. sträube ich mich. Das Ding wird nach einem Jahr wieder entfernt. Sie muss das mit der Oberärztin noch bereden, mehr erfahre ich dann im Brief. Das wäre so klasse, wenn dadurch das Gewicht wieder etwas runter geht – das wäre Motivation pur. Im Moment habe ich das Gefühl, das ich gerade gewichtstechnisch festhänge.

In der KJP konnte ich schön Zwischenmenschliche Fertigkeiten üben. Das ist echt ein Schwachpunkt bei mir. Fühle mich oft so schnell angegriffen, das ist echt furchtbar. Der Termin ist rum und wir haben wenigstens nun ein Plan wie es weiter geht. Die Therapie meiner Tochter werde ich nun definitiv nicht weiter führen. Und in der Schule werden wir es mit nem speziellen Punkteplan versuchen, evtl. wird vor dem Halbjahreszeugnis nochmals zusammengesessen (Lehrerin, Ergothera, Familie und Arzt) und  besprochen was wir tun.

Freitag war auch sehr spannend. Ich habe Hypnose ausprobiert. Es ging um Süßigkeitenentwöhnung. Das war eine sehr interessante Erfahrung. Bin auch sehr froh, das ich es mit machen durfte, da normalerweise Borderline ein Ausschlusskriterium ist. Da ich aber recht stabil bin im Moment, meine Psychiaterin und Therapeutin dahinter steht durfte ich es wagen 🙂 Und bis jetzt ist es wirklich so: „Süßigkeiten, Kuchen und andere Leckereien sind mir völlig egal.“ Das Mantra hat sich richtig eingebrannt. Mein Körper zeigt zwar noch gewohnte Abläufe, aber ich habe gar kein Verlangen mehr danach und esse es dann auch nicht. Es ist deshalb zwar noch etwas verwirrend weil ein Teil sagt ich mache nun das…. und der andere Teil in mir sagt – nö will ich nicht, brauch ich nicht und setzt sich auch durch ohne Kampf.  Skeptisch bin ich noch aber solangsam wird es weniger.