Die lieben Arbeitskollegen *Ironie off*

Im Moment bin ich gerade wieder emotional ziemlich geladen und hacke auf mir rum, weil ich so doof bin und emotional so instabil.

Wieso kann ich nicht bei solchen Dingen einfach ruhig bleiben und schlagfertig? Wieso kann ich nicht denen mal klipp und klar sagen, das sie mit mir das nicht machen dürfen?

Was ist das Thema. Die Arbeitskollegen.

Die Arbeitskollegen, die einem das Wort im Mund umdrehen, bzw. zu ihren Dingen nicht stehen.

Arbeitskollegen, die in mir „Gefahr“ wittern, weil ich viel Input brauche und es auch schnell begreife. Und Dinge zügig abarbeite, weil ich nicht ständig Raucherpause mache, oder mit Kollegen in anderen Abteilungen tratsche. Ich arbeite mein Ding und gut ist.

Arbeitskollegen, die geschnallt haben, das ich mich nicht alleine da stehen lasse und mobben lasse. Ich mir bei Bedarf Hilfe hole durch unsere Chefin und sie da ein Auge drauf hält.

Arbeitskollegen, die wollten das ich den Dienstplan schreibe für den nächsten Monat und so was von Angst um ihre Stunden haben obwohl sie noch über 50 Plusstunden haben. Und ich um die 20. Und dann um jeden Dienst gefeilscht wird, obwohl klare Ansage von oben besteht. Stunden müssen abgebaut werden! Und dann bekommt man noch an den Kopf geknallt, das man nicht so kindisch sein soll wenn man nicht einssieht sich aktuell am PC einzuloggen wegen den Stunden. Wenn die Cheffin schon sagte, darum geht es nicht und es ist nicht notwendig. Und dann trotzdem als die Cheffin weg ist weiter darauf rumhackt und mich versucht zu zwingen.

Fakt ist, ich hab alles genau berechnet und das mehrfach. Fakt ist, ich bin es zuvor mit der Chefin durchgegangen und sie findet es gut, Fakt ist die Arbeitskollegen versuchen mich wo es geht zu „ärgern, provozieren, verunsichern“. Fakt ist, ich bin gestern eingesprungen, weil jemand krank war, obwohl ich selbst bis zu meinem Dienst Fieber bis auf 39°C entwickelt habe und mein Kind, als es von der Schule nach Hause kam krank war und sogar gebrochen hat und ich nicht gesagt habe ich muss heim (nur kurz nach Absprache mit der Chefin, um ihr Medizin zu geben- und das waren keine 20 min). Fakt ist, das ich auch heute nicht kommen hätte müssen. Aber ich bin gekommen weil ich Pflichtbewusst bin und das trotz Fieber. Und dann muss ich mich von vorne bis hinten ankotzen lassen.

Ich weiß nicht ob es gut war, aber ich habe die zwei gerade so stehen lassen und hab denen einen schönen Mittag gewunschen und bin gegangen. So was muss ich mir nicht bieten lassen.

Und jetzt sitze ich daheim und grüble und haben einen Hass über mich und meine Instabilität, das man mir emotional leider schnell ansieht wenn es mich trifft. Mir stehen dann Tränen in den Augen. Das ist mir so peinlich weil es absolut nicht professionell ist und eben wieder Futter für diese v.a. eine Arbeitskollegin.

Wann hört denn dieser Mist auf Arbeit endlich auf. Ich will doch nur meine Arbeit tun und eben gute Arbeit machen. Und wenn man gute Arbeit macht dann haben sie einem auf dem Kicker. Doofes Konkurenzdenken!

 

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Dauerbrennpunkt im Moment

Absoluter Dauerprennpunkt im Moment ist die momentane Schulsituation meiner Tochter.

Um das ganze für Leser verständlich zu machen muss ich noch auf andere Artikel im Blog verweisen.

Meine Tochter hat enorme Schwierigkeiten mit einer Klassenkammeradin. Und laut Klassenlehrerin wurde diese von meiner und einer anderen in der Klasse gemobbt siehe hier: Mobbing – altes holt mich ein

Gestern in der Therapie habe ich genau diese Situation besprochen. Also war ich emotional morgens in der Therapie schon voll drin und anschließend ging es zum gemeinsamen Grillen mit der Klasse von meiner Tochter. Das ganze hat mich dann so zum Kochen gebracht, das ich wirklich völlig neben der Spur war.

Dieses Grillen, hat mir das was mir meine Tochter die vergangene Woche mitgeteilt hat nochmals bestätigt. Dieses „Opfer“ Kind möchte sich wohl zwischen die zwei Freunde drängeln. Sie möchte die Freundin von der Freundin meiner Tochter werden und meine Tochter ins Abseits befördern. Das ist mein Eindruck. Und das wird von der Schule nicht gesehen!

Ich erkläre hier noch mal was so war: 

Nun kam meine Tochter letzte Woche mal sehr wütend und weinend aus der Schule und sagte alles sei doof. Bruchstückchenhaft habe ich Teile mitbekommen, aber nicht alles.

Ein Tag später rief mir die Klassenlehrerin an, das sie dringend mit mir reden muss. Meine Tochter und ihre beste Freundin (nennen wir sie Julia)  würden Dinge von einem anderen Kind  verlangen, worüber sie ganz schockiert war. Sie habe es gestern erst von dem anderen Kind ( sagen wir mal Katrin)  gesagt bekommen. Sie sagte mir, das die zwei Mädels sie gezwungen hätten Papier mit der Hand aus dem Klo zu fischen, das sie „Katrin“  unter Druck setzten, das sie 10 Mal das ganze Schulhaus hoch und runter laufen soll, sonst wären sie nicht ihre Freundin („Julia“ wollte Prinzessin spielen), meine Tochter hätte gesagt, sie soll Scheiße von der Hand lecken (was ich mal gar nicht glaube). Sie meinte, das dass ganze nun an den Schulleiter gehen muss. Beim nächsten Mal würde es laut Schulgesetz Aktenkundig werden und zum Schulausschluss für einen Tag oder so führen und danach je nach weiterer Sachlage kommt es zum Schulverweis. Sie hat mich gebeten mit meiner Tochter darüber zu reden. Ich habe mit ihr beredet, das meine Tochter als Konsequenz „Julia“ am Nachmittag nicht im Schwimmbad treffen darf und das wir das Thema (Mobbing, Gewalt, Freundschaft, Gefühle,…) zu Hause besprechen. Hab mir Unterlagen aus dem Internet herausgesucht und wir haben das durchgesprochen. Sie hat auch eine Entschuldigung für „Katrin“ mitgenommen. Als Entschuldigung wollen wir mal ein Nachmittag nur meine Tochter, „Katrin“ und ich was zusammen unternehmen.

Desweiteren wollten die Lehrer, die 3 auch in der Pause trennen. Die Regel ist, das immer ein Tag einer von beiden mit „Katrin“ spielen muss, und die andere mit jemand anders aus der Klasse. Ich habe jedoch mitbekommen, das „Katrin“ das gar nicht will mit meiner Tochter. Nur mit „Julia“. (Siehe den Brief, den ich an die Lehrerin geschrieben habe).

Mir hat das ganze dennoch ziemlich den Boden unter den Füßen weggezogen und je mehr da vorfällt, desto mehr bekomme ich ein Hals. Da meine als „Täter“ da steht und anscheinend widerliche Dinge verlangt und „Katrin“ als Opfer, die Arme dasteht. Zumal sie eben den zweien seit der ersten Klasse ständig hinterher rennt und die zwei das aber gar nicht wollen!

Gibt es da für mich die Möglichkeit das so zu schreiben, wie ich es formuliert habe? Oder ist das zu krass? Was kann ich tun?

Am liebsten würde ich meine inzwischen von dieser Schule nehmen, doch ne wirklich Alternative habe ich nicht, da das eine Sprachheilschule ist und auf der normalen Grundschule geht sie mir unter.

Ich hoffe ihr könnt das Chaos  nachvollziehen.  Bei mir im Kopf herrscht gerade deshalb ziemliches Chaos.

Die Mail, die ich gerne an die Klassenlehrerin schicken würde:

Hallo Fr. ,

Ich habe die Situation diese Woche mit meiner Tochter, „Julia“ und „Katrin“ beobachtet und muss feststellen, das da gerade meines Erachtens etwas schief läuft.

Die Freundinnen, dürfen beide in die Pause, dürfen aber nicht zusammen spielen. Fakt ist. Wenn „Katrin“ mit meiner Tochter spielen soll, geht sie zu den großen Jungs und spielt nicht mit meiner Tochter. Nur dann wenn sie mit „Julia“ spielen darf spielt sie mit ihr. (Das habe ich von meiner Tochter,  „Julia“ und auch die Schwester von Julia gehört, die, die Klasse 4 besucht).

Katrin“   drängt sich zwischen die beiden. Das ist mein Eindruck. Mein Eindruck von dem Erzählten von  meiner Tochter und auch das was ich heute auf dem Spielplatz beobachtet habe.  

Das die Mädchen in der Klasse, im Unterricht getrennt werden kann ich verstehen. Was ich inzwischen nicht verstehen kann ist das über ihre freie Zeit in der Pause bestimmt wird.

Katrin“ ist nicht so beliebt. Das höre ich auch von anderen Eltern. Zum Beispiel hat sie sich beim Geburtstag bei meiner Tochter aufgedrängt und wollte eingeladen werden, das gleiche war bei „Julius“ der Fall. Das kann Frau xxx bestätigen.

Vielleicht müsste man da im neuen Schuljahr auch mal gemeinsam zusammen sitzen und auch mit den Eltern von „Katrin“ reden.

Ich will nicht abstreiten, das meine an der Sache mit der Toilette beteiligt war. Ich habe mit ihr geredet. Und thematisiere das Thema immer wieder. Dennoch erscheint es mir auch ein Problem mit  zu „Katrin“ sein, weil sie sich aufdrängt. Und die anderen nicht in Ruhe lässt und die zwei anderen einfach auch nicht zu helfen wissen. Da Leticia immer wieder „petzt“, die anderen zwei nachahmt, nachspricht und z.B. meine Tochter das nicht den Lehrern anvertraut, sondern mir. Da sehe ich nicht nur den „Täter“ bei meiner Tochter und „Julia“, sondern auch bei „Katrin“.

Ich hoffe wir können die Sache so klären, das es nicht für alle eine tägliche Problematik wird. Den inzwischen ist es zumindest bei uns ein Dauerbrennpunkt.

Viele Grüße desweges 

Die Mail habe ich noch nicht abgeschickt, da ich eomtional gestern sehr tief drin steckte, dennoch möchte ich handeln. So geht es nicht weiter. Das macht mich und auch meine Tochter fertig.

Auch habe ich gestern mit der Mutter von „Julia“ geredet. Ihr hat es die Klassenlehrerin nicht so erzählt wie mir. Das das so Konsequenzen hat, wenn nochmals was ist. Das fand ich auch sehr merkwürdig. Wieso nur mir und ihr nicht? Habe es aufgeschrieben, weil mein Kopf ein Sieb war.

Fragen über Fragen…

 

 

 

 

 

 

Mobbing – altes holt mich ein

Hülfe! Hülfe!!!

Heute ist mal wieder ein heftiger Tag und ich versuche es mit fressen zu kompensieren. All das alte das gerade wieder zum Vorschein kommt.

Ich war Mobbingopfer. Mehrfach. Angefangen dezent im Kindergarten bis hin zur Realschulzeit und auch im Berufsleben schon mitgemacht.

Und nun? Nun ruft die Schule meiner Tochter an und berichtet, das sie und ihre Freundin ein Kind mobben. Es wurde nicht das Wort in den Mund genommen, aber genau das habe ich verstanden. Mobbing, Gewalt, Mobbing, Gewalt,… immer und immer wieder.

Gesagt wurde das nicht, aber mein Hirn und meine Emotionen haben sich darin erhängt!

Ich merke wie ich da in ein Ohnmachtsgefühl rutsche. Nicht mehr weiß was ich sagen und tun soll. Das einzig gute an der Sache war, das das ganze gestern die Lehrer erfahren haben vom „Opfer“ und meine Tochter mir das gestern bruchstückenhaft erzählt hat.

Ich bin nicht stolz. Nein! Was bin ich nur? Ich bin schockiert, enttäuscht, verärgert, Scham erfüllt, hilflos und ich fühle mich schuldig! Schuld, Schuld, Schuld kreist in meinem Hirn. Und ich fühle mich gelähmt, hilflos und ohnmächtig!

Ich fühle mich schuldig, das meine Tochter dabei mitmacht und ich sie nicht so erzogen bekommen habe, das das mal gar nicht geht. Sie sagt zwar immer wieder, das ihre Freundin die Ideen hatte und sie nur dabei war, aber ich weiß nicht was ich glauben kann und was nicht? Kann ich ihr vertrauen? Kann ich es nicht?

Als Mutter möchte man einerseits sein eigenes Kind schützen, aber auch der anderen Seite, wenn sie es war – wie bringe ich sie dazu es nicht mehr zu tun?

Es heißt ja so schön. Gib kleinen Kindern Wurzeln und großen Flügel, ist aber leichter gesagt als getan. Vor allem, wenn man seinem Kind nicht das weiter geben möchte, wie und was man  früher erlebt hat.

Ich brauche Sicherheit und Harmonie und das Gefühl nicht alleine zu sein / da zu stehen. Und nun? Alles ist gerade aufs Mal verpufft. Steh gerade vor nem Trümmerhaufen und bin am Sortieren und Retten.

KONFLIKT im INNERN und ÄUßERN!

Konflikte bringen mich aus der Balance. Ins Abseits. In die Krise. Ausmaß unbekannt. Ausmaß variabel.

SCHOKOLADE, Essen, viel Essen, ja das ist mein Seelentröster. Innerlich schreit es in mir und ich fühle mich hilflos. Hilflos, Allein gelassen, nicht verstanden, nicht geholfen, wieder einmal allein mit all dem Scheiß.

Andere dysfunktionale Gedanken sind da, sie können zum Glück noch gut durch Essen kompensiert werden, aber wie lange?

Was haben die Kinder angestellt? Sie haben das andere Mädchen gezwungen um dazuzugehören Papier aus der Toilette zu fischen. Das ist wohl das krasseste. Aber auch Dinge von ihr zu verlangen „du musst so und so oft die Stufen rauf und runter laufen, weil ich Prinzessin bin“ kamen,…

Was ist die Konsequenz von der Schule an die Mädels? Das geht zum Schulleiter. Wenn nochmals was vor kommt in dieser Art, egal ob mitgemacht oder allein gemacht kommt es zum Schulausschluss und es wird Aktenkundig. Bei erneutem Vorfall kommt es zum Schulverweis. – *Klatsch* das saß. Bin schockiert und schiebe Panik. Was ist wenn sie sich wieder bereden lässt mitzumachen und sie erwischt wird und die andere nicht? Was ist wenn???

Wir sollen zu Hause drüber reden. Als Konsequenz hab ich mir überlegt das sie heute nicht ins Schwimmbad darf und so auch nicht ihre Freundin sehen darf. Wir sprechen heute über Mobbing,  Gewalt, Androhen, Ferundschaft,… Sie soll sich eine Wiedergutmachung überlegen.

Was ist aber, wenn sie heute einsichtig ist, sich entschuldigt und das ganze wieder von vorne los geht? Was ist dann?

CHAOS, ANGST, PANIK…

vermischt mit WUT , GROLL,… und alten Erinnerungen…

Betriebsarzt – Hilfe oder Falle?

Heute hatte ich auf Arbeit ein Gespräch. Die Leitung schlägt vor, das ich mich beim Betriebsarzt vorstelle, um klar zu haben ob ich gesundheitlich fit bin oder nicht.

Fällt denen früh ein, nach inzwischen 7 Jahren in diesem Betrieb!? Aber egal. Ich dachte mir, das das gar keine so dumme Idee ist. Dann glauben sie es mir wenigstens endlich, das ich nicht krank bin! Und meine Arbeitskollegen können reden wie sie wollen.

Bin da hin und her gerissen. Wollen sie mich nun dadurch „los bekommen“ oder hat das Gemobbe von Kollegen dann endlich ein Ende und man glaubt dann mir, das ich mich gut selbst einschätzen kann und ja auch in Therapie bin? Ich weiß es nicht.

Ich war jedenfalls stolz auf mich, wie gelassen ich heute zu diesem Gespräch ging, obwohl ich nicht wusste was auf mich zu kommt. Ich lerne dazu. Das sind ganz tolle, neue Erfahrungen, die einem Mut geben.

Im Moment gibt es große Baustellen…

… gewisse Leute schaffen es immer und immer wieder meine wunden Punkte zu finden und diese dann so lange zu drücken, bis es mir an die Substanz geht.

Ich würde sagen, das so ein Punkt gerade wieder erreicht ist. Ich glaube mit Mobbing Nr. 3 lag ich gar nicht so verkehrt. Wieder alle gegen einen (mich). Ist nichts neues. Nur das ich mich inzwischen anders zu wehren vermag.

Das dumme ist jedoch, das mich das ganze einfach nicht kalt lässt. Ständig nicht zu wissen was als nächstes kommt. Wann wieder ein Gespräch kommt, wo ich alleine dastehe, wann mir wieder das Wort im Mund umgedreht wird und andere die „gelogene“ Aussage unterstreichen.

Wieso darf ich nicht einfach sein und meine Arbeit machen, wieso gibt es das ständige vergleichen mit anderen. Wieso  muss man immer bewerten und hintenrum lästern? Wieso muss man Leute gegen andere aufhetzen? Wieso kann man nicht mal zufrieden sein? Wieso muss man alte Wunden wieder öffnen und immer wieder Salz reinstreuen? Wieso kann man nicht die Vergangenheit ruhen lassen? Oder eben beide Seiten sehen? Wieso muss es immer um Schuld und Unschuld gehen?

Fragen über Fragen…

Wahrheit darf man nicht sagen…

… so kommt es mir vor.

Zuerst wird gefragt was los ist und wenn man dann sagt was Sache ist – reagieren andere völlig impulsiv.

Huch? Das war doch sonst meine alte Rolle. Und nun? Nein, ich bin schön ruhig geblieben und habe Argument um Argument gebracht. Klar beschäftigt mich das ganze immer noch und mein Hirn kommt nicht zur Ruhe. Bin völlig angespannt. Aber diese neue Art und Weise von mir hat mich überrascht und irgendwie macht es mich ein wenig stolz.

Normalerweise lege ich auf, beende das Gespräch, flüchte. Ich war es aber nicht. Es gibt jedoch die große Angst in mir – dank verschiedener Glaubenssätze – das ich gerade etwas losgetreten habe, da ich ja wie immer alleine da stehe. Kommt nun Mobbinggeschichte Nr.3???

Ich hoffe es nicht. Ich will mich diesmal von Anfang an wehren. Ich bin Erwachsen und habe dazu gelernt! Ich muss nicht mehr in die Opferrolle. Ich bin gleich viel wert wie die anderen. Ich muss nicht allem zustimmen und ich darf meine Meinung und meine Argumente vertreten. Klar muss man Komprisse schließen. Das bedeutet aber nicht, das man seine Wertvorstellungen und Ziele völlig aufgeben muss.

 

Zwischenmenschliches – wie es mich immer wieder in Stress versetzt

Das ist mal wieder ein typischer Fall in meinen Interaktionen mit anderen. Hatte heute Nacht sogar ein Alptraum deswegen, obwohl ich etwas gegen Alpträume als Medi habe.

Manches geht mir so nah, das ich mich gedanklich und emotional nicht distanzieren kann. Und durch frühere Erfahrungen beziehe ich alles auf mich und reime mir irgendetwas zusammen.

Vielleicht zum Anfang paar Erklärungen hier. Ich war vor einigen Jahren und in der Schulzeit Mobbingopfer. Somit beschäftigen  mich Konflikte sowieso gern, v.a. nachts. 

Jetzt wollte ich auf Arbeit meine Prozentzahl erhöhen, weil es mir

a) psychisch einiges besser geht – ich nicht weiß wann es mir überhaupt so mal ging

b) meine Tochter größer wird / ist und in der Schule ist und ich so gut wie zu Hause bin, da ich überwiegend nachts oder am Wochenende arbeite.

c) ich das Geld gut gebrauchen könnte.  War mir schon am überlegen einen anderen 2. Job zu suchen (das aus Grund b und c)

und auf Arbeit gerade Personalmangel herrscht, keiner wirklich eingestellt wird oder die dann nichts sind und wieder gehen und man doch einspringen muss. Ich habe somit das Angebot gemacht. Jetzt wird aber ständig nochmals wegen diesem oder jenem nachgefragt. Zuletzt ging es dann auch über meine Erkrankung und ob ich meine Grenzen kenne und ob ich im Team arbeiten kann. Da wurde ich dann innerlich ziemlich misstrauisch. Als dann noch ein baldigen Termin angesetzt wurde um mit allen Beteiligten drüber zu sprechen und auch die obersten Chefs  der Arbeit da sind ging meine „Hirnwichserei“ (- tschuldigt für den Ausdruck – find den aber passend für mein Gedankenwirrwarr. ) erst richtig los.

Ich bin im Moment eigentlich stabil, aber da merkte ich dann wie dieses gedankliche Chaos mich dazu bringt wieder mehr dysfunktional zu denken. Ich habe nichts umgesetzt, aber es kostete jede Menge Arbeit an mir!

Wie komme ich aus dem Gespinne raus? Eigentlich würde ich mich am liebsten vor diesem Termin in naher Zukunft drücken. Flucht war immer schon mein Weg.  Ich bin schon soweit, das psychosomatische Beschwerden wegen dem ganzen hinzukommen. Nicht schön. Solang ich aber nur negativ denke wird das leider auch nicht besser. Ich muss nun durch Skills wie Vorsicht Falle, Orientierung auf Ziel, Beziehung und Selbstachtung, Arbeit an den Grundannahmen / Glaubenssätzen schauen was mich unterstützen kann das ich positiver an das ganze und vor allem „ruhiger“ an die Sache rangehen kann. So bin ich wieder das kleine, stille Mäuschen, das ganz viel Angst vor den vielen, vielen Katzen hat und so nichts mehr sagen kann, die Hälfte vergisst und vor allem sich nicht produktiv durch Argumente wehren, bzw. behaupten kann.

Habt ihr mir noch eine Idee? Dummerweise ist meine Therapeutin nun krank. Eigentlich wollte ich es mit ihr besprechen, weil mich das echt überfordert und die Zeit mir rennt.

Kleine Schritte…

… zu gehen ist nicht einfach. Vor allem dabei nicht das Ziel zu verlieren.

Die letzte Woche war sehr anstrengend und für mich eibe große Herausforderung. Ich bin stolz es geschafft zu haben.

Es standen einige Dinge an. Unter anderem der Geburtstag meiner Tochter. Den Tag hatte sich die Schwiegermutter so gut wie für sich reserviert. Sind dann mit meinen Eltern und der Schwiegermutter in ein großes Schwimmbad.

Samstag war Kindergeburtstag angesagt. Meine Tochter wollte dieses Jahr als Motto Pippi Langstrumpf. Es waren dieses mal sehr viele Kinder. Mit meiner Tochter waren es 12 Kinder. 4 Jungs, der Rest Mädels. Zum Glück hatte ich eine ganz liebe Hilfe.

Sonntag wurde mit Gotti und Familie  und meinen Eltern nochmals gefeiert / gegrillt.

Und diese Woche habe ich noch Urlaub – zum Glück. Ich schaue bewusst darauf, das ich diese Woche nicht so viel mache, den Sonntag war dann echt mein Limit erreicht. Ich konnte nicht mehr. Ich war abends sowas von kaputt und genervt und meine Tochter hat ja super feine Antennen und fing dann natürlich auch das Gebocke ohne Emde an. Zum Glück konnte ich alle destruktiven Handlungsimpulse / Gedanken / Handlungsdränge abwenden. *freu*

Gestern beim Einkaufen musste ich auch aufpassen, das ich nicht in etwas altes hineinrutsche. Ich war noch in meinem Auto auf dem Parkplatz, als mir der junge Mann rechts neben mir, zwei mal seine Autotür gegen mein Auto donnerte und noch dabei grinste. Dann meinte er ich soll doch anders auf den Parkplatz fahren, da er noch Frau und Kind im Maxi Cosi dabei hat und so diese nicht aussteigen können. Ich meinte, das ich auf meinem Parkplatz in meinen Grenzen stehe und er dann eben ein anderen Parkplatz nutzen soll (es gab genügend freie Plätze, auch unter anderem Eltern Kind Parkplätze mit mehr Freiraum  neben dem Auto). Die haben mich dann übelst betittelt. Mit fetter Kuh, die nun einkaufen geht um Schokolade zu kaufen und und und – und das über den ganze n Parkplatz geschrien. Bin dann einkaufen gegangen und an der Kasse fing das gleiche Spielchen von vorne an. Auch wieder richtig übel. Ich solle doch lesen, ich würde auf nem Behindertenparkplatz stehen, sei zu faul zum laufen, na musste jetzt deine Kilos im Fitnessstudio abtrainieren,… (stand direkt neben dem beghinderten Parkplatz – war also ein normaler Parkplatz. Meinte nur sie sollen doch mal die Schilder lesen lernen, bevor sie den Mund aufmachen.) Und bin gegangen.

Das triggerte mich so. Es erinnerte mich an die Mobbinggeschichten in der Schule. Ich war sowas von wütend, traurig,… Sowas passiert einem obwohl ich keine 10 mehr bin und dann bei Leuten, die ich nicht kenne und man eigentlich meinen müsste das sie andere Menschen einfach auch tolerieren könnten. Ich habe nichts verbrochen, stand ganz normal auf meiner Parkplatzmarkierung und bin nur, weil ich es eilig hatte nicht umgeparkt. Was ich auch nicht musste. Der Fehler lag ja nicht bei mir in meinem Parkverhalten sondern von denen. Wenn ich weiß, das ich Platz brauche für das Kind muss ich eben so partken das das auch geht, oder?