Reduktion der Medikamente

Im Moment kommt der Blog, das Bloggen echt zu kurz. Ist leider so, hoffe es ändert sich auch wieder.
Ich bekomme den Alltag hin, ist inzwischen schon anstrengender wie anfangs als ich angefangen habe so viel zu Arbeiten, aber es geht.
Zu kurz kommt jedoch im Moment schon meine Zeit für mich. Das muss sich noch einpendeln.
Alles andere Familie, Haushalt haben eben Vorrang!
Trotz dem VIEL bin ich am Medikamente reduzieren. Wieso gerade jetzt? Weil ich es leid bin immer noch an Gewicht zuzunehmen. So darf es nicht weiter gehen!
Zudem bin ich gut abgelenkt. Die letzte Tablette vom Lyrica raus ist immer ziemlich heftig.
Ich habe seit dieser Woche das Lyrica nun komplett raus. Die Körperschmerzen sind zwar dadurch mehr, aber Aushaltbar. Alles kann man eben nicht haben. So schade das auch ist.
Auch das Venlafaxin nimm ich abends und morgens nun schrittweise raus. Mal schauen wie weit ich komm.
Meine Psychiaterin weiss das so in dem Umfang nicht. Erfährt sie dann beim nächsten Termin Anfang April. Aber bis jetzt hatte sie nie was dagegen weil ich schon ganz gut merke ob es geht oder nicht.
Würde ja so gerne mal von den ganzen Sachen runter kommen.

38 Tage noch…

… dann geh ich in Kur 🙂

Sooooo langsam wird es Zeit! Wobei ich mich seelisch schon wieder ganz schön berappelt habe. Ich hoffe jedoch, das ich die Schubladen des Unterbewusstseins, die mich dieses Jahr so mächtig aus der Bahn geschmissen haben aber in der Kur mal etwas anschauen kann, damit sie mich nicht wieder so tief ziehen.

Zum einen  muss ich endlich mal die Trauer um meine Oma, die ich als Mutter sehe zulassen / ziehen lassen. Es ist schon über 20 Jahre her und es belastet mich immer noch imens.

Aber auch muss ich mir über Grenzen gegenüber meinen Eltern klar werden. Zum eineb was ich will und eben nicht will und wie ich es schaffe, das ich diese durchsetzen kann.

Auch das Thema Tochter und Schule muss besprochen werden. Aber dazu muss ich evtl. mal ein gesonderten Post schreiben. Ich habe immer mehr den Verdacht das meine Tochter wie auch mein Mann Asperger Syndrom oder auf alle Fälle Züge haben. Möchte das in der Kur dazu ne Verhaltensbeobachtung gemacht wird.

Und eigentlich reichen die 3 Wochen für soooo viel gar nicht aus. Denn da wären noch meine Schmerzen, mein Gewicht,…

Die Schmerzen habe ich zum Glück seit rund 2 Wochen ganz gut im Griff. Meine Psychiaterin hat mir Lyrica hochdosiert auf 3 Mal täglich und seit dem bin ich wieder ein Mensch am Stück 😉 Davor hatte ich immer das Gefühl ich bestehe aus Einzelteilen und muss mich, wenn ich mich bewegen möchte, erst sortieren. Klar weg ist  es nicht, aber erduldbar. Bin gespannt was der Schmerztherapeuth dazu sagt. Der soll Diagnostik machen. (Oh, wie ich unbekannte Ärzte mag *bibber*) Da es mir wieder besser geht würde ich ja am liebsten sagen – muss das sein? Ist doch nicht nötig! Hab doch was was hilft. Ist doch egal was das ist.

Übrigens noch 15 Mal arbeiten, und 2 Fortbildungen dann geht es an die Nordsee. Das klingt ja noch viel besser. Darf ich das gleich bitte am stück absolvieren? Das wäre soooo schön.

Morgen müssten meine Kurunterlagen eintrudeln. Eine Mitkurende hat sie gestern bekommen. Hier in den Süden geht es wohl länger *schimpf*

Mich packt gerade schon der Vorkurkoller 🙂

Borderline Verhalten – mal wieder mehr (denn je!?)

Im  Moment weiß ich auch nicht so recht was los ist mit mir, bzw. bin ich enttäuscht, das wieder mehr Symptome der Borderline Störung in den Vordergrund treten. Dachte echt zwischenzeitlich das ich den Mist bald los hab – abgeschüttelt oder so! (Klar weiß ich das das Quatsch ist, aber war halt so Wunschdenken).

Jedenfalls sieht man es mir wohl an, das es mir gerade nicht so gut geht. Werde öfters drauf angesprochen und vor der Psychiaterin konnte ich es auch nicht verbergen. Ich weiß selbst nicht. Mir ist alles zu viel, bin so schnell gereizt, so schnell erschöpft, ein HB Männchen,…

Wie oft denke ich mir wie schön es wäre auch „Medikinet“ zu haben um einfach mal etwas strukturierter zu sein. Ich hasse mein inneres und äußeres Chaos! Es stresst mich gerade alles. Der Tagesablauf ist so noch recht neu. Mache gerade so gut wie die komplette Woche Urlaubsvertretung – somit fast täglich Dienst und dann eben noch Kind, Hausaufgaben, Haushalt und co.  Ich bin platt.

Dann kommt noch hinzu, dass mein Wecker um 4 Uhr das erste Mal klingelt, das mein Mann nicht verschläft  – er ist noch in der Probezeit. Dann bin ich endlich eingedöst, dann bimmelt unser Wecker.

Steh gerade wieder unter Dauerstrom und schaff es gerade nicht runter zu fahren. Fühl mich gerade im Hamsterrad, obwohl es kein Grund gibt sich so zu fühlen, hatte schon viel stressigere Zeiten. Alles wäre / ist gut planbar und doch bringt mich alles ins wanken.

Doof wenn man mit sich und dem Ist Zustand nicht zufrieden ist. Und das gelernte gerade so weit weg erscheint und man ohnmächtig dasteht und nicht will, nicht kann!!! Ich hasse solche Zustände!!!

Ich habe wieder vermehrt Schneiddruck. Zudem steh ich da aber unter Druck (selbstgemacht) weil ich zum Betriebsarzt sollte und der ja nichts feststellen soll! Nicht das er mich als psychisch krank abstempelt und ich irgendein Verbot kassiere. Aber der Druck, die Sehnsucht ist sehr groß. Hätte nicht gedacht, das es mir nochmals sooooo viel ausmacht. Auch merke ich, das durch diesen Druck und das Ankämpfen mein Verlangen nach „ungesundem“ Essen wieder größer wird. Ich könnte futtern, futtern, futtern!

Das macht mich alles so traurig und hilflos. Ich möchte flüchten in eine „andere“ Welt. Andere Gedanken und Gefühle und ich weiß es geht nicht! Gerade habe ich wieder das Gefühl ich steh vor einem nicht überwindbarem Berg, den ich nie und nimmer bewältigen kann.

Ich will alles alleine schaffen, will nicht erzählen was mir sorgen macht, mich bedrückt, weil ich es nicht kann. Und dann wieder zu sehen, das gewisse Leute doch merken das etwas mit einem nicht stimmt. Obwohl ich dachte, das meine Maske perfekt sitzt!?

Das war ein Faustschlag ins Gesicht, ein Wachrütteln in die Realität, in meinen Ist-Zustand, was mir mein Gewicht wohl auch wiederspiegelt! Mein Gewicht bleibt seit einigen Wochen bei +- 97 Kilo. Das ist echt zum Kotzen!

Meine Psychiaterin hat heute das Antiodepressiva unter Diskussion mit mir und meiner Panik vor Erneuter Gewichtzunahme auf 225 mg erhöht. Sie meinte, damit ich wieder Energie schöpfe. Recht hat sie, aber das eingestehen fällt mir schwer. Fühle mich wieder als Versager auf der ganzen Linie. Schuld, Scham, Wut, Ärger- auf mich! – die ganze Bandbreite ist wieder da!

Scheiß Emotionen ich will sie nicht!!!