Darf ich vorstellen… meine neuen Freunde

Inzwischen hat sich eine ganz besondere Liebe entwickelt. ❤

Ein neuer Skill.

Etwas ganz kostbares.

meine neuen FreundeAaron und MatzeAlexAaron 2Alina

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Skill: Um etwas Bitten

Checkliste – zum Skill:

um etwas Bitten

 –          Weiß ich alles notwendige um meine Bitte zu unterstreichen (siehe Orientierung auf das Ziel)

–          Weiß ich was ich genau möchte? Ziel?

Fähigkeit der anderen Person:

–          Kann sie mir geben was ich will? (Ganzheitliche Betrachtungsweise)

Freie Entscheidungsmöglichkeit:

–          Hat die Person freie Entscheidungsmöglichkeit?

–          Kann sie überhaupt zusagen oder hat jemand Macht über sie und beeinflusst die Situation?

Zeitpunkt:

            – Ist es ein guter Zeitpunkt für die Bitte? (In Ruhe, Blickkontakt…)

Die Beziehung zur anderen Person / Zuständigkeit:

–          Ist das, was ich möchte, der Beziehung angemessen?

–          Ist die Person gesetzlich oder moralisch verpflichtet mir zu geben was ich möchte?

(Interpersonelle Kreise – Personen können auch Kreise wechseln)

Rechte:

–          Bin ich befugt der anderen Person zu sagen, was sie zu tun hat?

–          Hindern mich eigene Erwartungen oder Grundannahmen (Falle ich zur Last? Gehe ich eine Verpflichtung ein?)an der Bitte?

Beziehung – Gegenseitigkeit:

–          Gebe ich der Person ebenso viel, wie ich es von ihr wünsche?

–          Bin ich bereit auch etwas zu geben, falls sie ja sagt?

(Hier geht es um die Balance zwischen geben und nehmen)

Ziele:

–          Ist die Bitte wichtig für langfristige Ziele?

Auswirkung:

–          Wird Zurückhaltung zum jetzigen Zeitpunkt die Situation entspannen, aber auf Dauer zu Problemen führen?

(Evtl. werden Grundannahmen von außen bestätigt)

 

Selbstachtung:

–          Verhalte ich mich kompetent?

 

Quelle: Interaktives Skillstraining für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie, A.R 2014

 

Das ganze noch als PDF – wer mag: Checkliste – um etwas bitten

Skill: Um etwas Bitten – meine Gedanken dazu

Modul: zwischenmenschliche Fertigkeiten

Skill: Um etwas Bitten – meine Gedanken dazu

Das ist genauso schlimm oder noch schlimmer wie Nein sagen, oder?

Ja, so sehe ich das. Wieso?

Vieles liegt auch da in alten Grundannahmen und Glaubenssätzen a la „ich bin nichts wert“, „ich bin ein Versager“,…. In der Angst aufzufallen, verwundbar zu sein. Das andere denken, das man nichts auf die Reihe bekommt. Am Perfektionismus – alles alleine gemeistert zu bekommen, was auch immer.

In der Bitte zeige ich Schwäche. Das ist mit einem Haufen von unangenehmen Gefühlen verbunden, die mich dann regelrecht auffressen. Sei es die Scham, die Schuld, die Angst, und es gäbe da sicher noch mehr zu nennen.

Die Angst vor dem Abgelehnt zu werden vor dem Anderen, ein Nein zu kassieren. An den bereits zuvor durchdachten absurden Gedanken was der Andere sagen und denken könnte.

Meine Ex-Freundin hatte zum Beispiel die Angewohnheit nicht ihre Bitte konkret vorzutragen, sondern immer über eine „Vor(an)frage“ mich zu fangen. Hast du da Zeit? – Somit weiß sie das ich da nichts vorhabe – und sie hat mich gleich auf der Beziehungsebene, wenn ich nun die Bitte für diesen Tag ablehne. Ich fühle mich schuldig und schaffe nicht nein zu sagen. Es brauchte sehr lange, bis ich diese Taktik überhaupt wahr nahm.

Wie man dem entkommt, interessiert euch vielleicht auch!? In dem ich erst mal eine Gegenfrage stelle wie z.B. „Wieso, um was geht es?“ steh ich nicht mehr in Bedrängnis.

Eine Bitte zu stellen heißt aber eigentlich MUT, Mut sich was zu trauen, was über die Jahre untergegangen ist. Was man in der Kindheit auf Grund von negativen Erfahrung abgeschafft hat. Als Schutz nicht weiter verletzt zu werden.

 Helfen heißt auch Interesse am anderen zu haben. Jemand der Hilfe braucht zu unterstützen und für einen Moment eine Gemeinschaft sein. Aus dem Helfen heraus entseht Dankbarkeit des Gegenüber was wiederum ein gutes Gefühl einem selbst gibt.

Um etwas Bitten bekomme ich sicher nicht im Hochstressbereich hin, einer Anspannung von 70% hin. Bei einer Anspannung von 30-60 ist es sicher machbar. Das ganze braucht Übung, aber hilft mit der Zeit ungemein.

Inzwischen schaffe ich das schon bei richtig schwierigen Themen, wie die Beantragung einer sozialpädagogischen Familienhilfe beim Jugendamt, oder bei sonst einer Behörde. Klar läuft das noch nicht spontan ab. Es braucht Vorbereitung, Bedenkzeit, ein Abwägen des Für und Widers – aber ich trau mich!  🙂

Skill: Nein sagen

Skill: Nein sagen  

Was ist das Ziel dieses Skills? Überlegt und freiwillig nein oder ja sagen, weil man es selbst möchte.

Checkliste zum Nein – Sagen

–   Ist die Bitte des anderen klar und deutlich formuliert?

– Was ist das genau, was ich tun soll? (Eine Arbeit, ein Gefallen, soll ich etwas geben?,…)

–  Weiß ich evtl. was ich ablehnen werde?

Meine Fähigkeit:

–          Will ich der Person das geben oder tun, was sie möchte?

–          Wie viel Zeit, Lust, Kraft und Energie habe ich gerade selbst dafür?

–          Was muss evtl. Leiden oder zurücktreten, wenn ich der Bitte nachkomme?

–          Wer ist es, der mich um einen Gefallen bittet?

 Freie Entscheidungsmöglichkeit:

–          Hat die Person Macht über mich? (Vorgesetzter,…)

Zeitpunkt:

–          Ist es ein günstiger Zeitpunkt nein zu sagen? (Oder doch lieber unter vier Augen, oder persönlich und nicht am Telefon, …)

Wichtig ist es das Anliegen, der anderen Person fertig anhören und sie Ausreden lassen!

Rechte:

–          Würde ein Nein, die Rechte der Person verletzen? (z.B. in der Erziehung)

–          Bin ich verpflichtet der Person das zu geben, was sie von mir möchte?

Zuständigkeit:

–          Liegt die Bitte innerhalb ihrer Befugnis?

–          Betrifft die Bitte mich direkt und kann ich es entscheiden? Oder muss ich andere hinzuziehen, die es mitentscheiden müssen, weil es sie auch betrifft?

–          Beziehung – Gegenseitigkeit:

–          Ist die Bitte der Beziehung angemessen?

–          Was ist seine Motivation für die Bitte?

–          Bin ich der Person einen Gefallen schuldig?

–          Tut die Person viel für mich?

Realitätsprüfung! – evtl. darüber mit Person sprechen, verhandeln

Ziele:

–          Sind mir die möglichen Konsequenzen bewusst?

–          Ist die Ablehnung wichtiger wie die Beziehung?

–          Werde ich evtl. unangenehme Gefühle haben, weil ich nein gesagt habe? Kann ich damit umgehen?

–          Steht ein Nein im Konflikt mit langfristigen Zielen? (siehe Orientierung auf Beziehung, Ziel und Selbstachtung)

–          Wird Zurückhaltung zum jetzigen Zeitpunkt die Situation entspannen aber auf Dauer zum Problem führen?

Selbstachtung:

–          Was sagt mein Bauchgefühl / Intuition?

 

Manchmal ist es sinnvoll zuvor den Skill „Vorsicht Falle“ anzuwenden oder auch ein Gefühlsprotokoll zu schreiben.

Angst vor Konsequenzen beim Nein sagen drängen uns z.T. dazu nein oder ja zu sagen. Oft stecken irgendwelche Glaubenssätze und Grundannahmen aus der Vergangenheit dahinter, das einem das „NEIN“ schwer fällt.

Das zeigt, das es oft nicht damit getan ist den Skill Nein sagen zu üben. Hier geht es oft auch um Glaubenssätze und Umgang mit Gefühlen.

Ein wichtiger Bestandteil dieses Skills ist es zu Warten. Sich Zeit geben für die Entscheidung. Dazu gehört es auch um eine Bedenkzeit zu Bitten und auch auf diese zu bestehen.

Wenn es zum Nein kommt, muss dieses auch nicht ausführlich begründet werden. Denn: ICH habe ein RECHT NEIN zu sagen!!!

So wird man auch ernster genommen und der Selbstwert kann wachsen 😉

NEIN ist nicht automatisch etwas gegen einen persönlich. Oft gibt es gute gründe für das Nein, welche wir nicht immer sehen. Evtl. kann man später nochmals darüber reden und die Gründe erfragen damit man es besser versteht. Schreien bedeutet kein automatisches „NEIN“ – der Gegenüber weiß durch die Emotionalität nicht was Sache ist. Es zeigt nur die Unsicherheit und man ist nicht Glaubwürdig!

 Anbei die Checkliste als PDF zum Ausdrucken: Checkliste Nein sagen

Quelle: Interaktives Skillstraining für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie, 5 Tipps zum Nein sagen von Tanja Konnerth (Zeitzuleben)

A.R 2014

Modul: Zwischenmenschliche Fertigkeiten – Skill: Nein sagen – meine Gedanken dazu

Modul: Zwischenmenschliche Fertigkeiten – Skill: Nein sagen – meine Gedanken dazu

Ich weiß, das ich mich hier schon ewig nicht mehr mit Modulneuigkeiten und Skills gemeldet habe. Das Leben in der Realität fordert mich ganz schön. Familie, Arbeit und meine Mitmenschen fordern mich immer noch sehr, denn Fakt ist: manche Skills fallen mir immer noch sehr schwer und dazu gehören v.a. Skills aus den Modulen zwischenmenschliche Fertigkeiten und Selbstwert. Diese 2 Module sind mir auch noch nach 3 Jahren DBT ein Graus.

Das soll nicht heißen das ihr es gar nicht erst versuchen sollt anzuwenden, nein, es bedeutet eher, das dass eben ein langwieriger Prozess ist, der es aber Wert ist anzugehen!

Zu einem meiner Knackpunkte gehört eben auch das Nein sagen. Ich habe eben ein Helfersyndrom. Ich versuche immer und überall alles retten zu wollen und biete mich einerseits schon selbst an oder eben andere fragen mich und ich sag mal wieder „JA“ statt entweder zu sagen „ich brauche kurz Bedenkzeit“ oder ein deutliches „NEIN“.

Und das macht wieder deutlich was an meinem Selbstwert. Das nagt. Denn im Nachhinein sehe ich den Fehler. Denn ich habe keine Zeit für mich und das was mir wichtig ist, da ich überall springe und meine Bedürfnisse übergehe.

 An was liegt das?

–         ich möchte niemandes enttäuschen / verletzen,

–         ich will nicht egoistisch wirken

–         ich möchte Harmonie

–         ich möchte nicht abgelehnt / verlassen werden

–         ein Nein löst viele Glaubenssätze und unangenehme Gefühle in mir aus

–         das Gefühl diese unangenehme Gefühle nicht aushalten zu können

– Angst vor Konsequenzen

 

Heute war mal wieder Krise angesagt

… ich darf wohl nicht schreiben, das es mir gut geht. Schwuppdiwupp sieht das ganze anders aus.

Vorsicht – denkt an euch – der Text ist nicht ohne – evtl. Trigger!!!

Was war der Auslöser?

Meine Freudin ihre Tochter ist mit meiner Tochter genauso befreundet wie wir beide. Sie kennen sich aus dem Kindergarten, inzwischen gehen sie in unterschiedliche Schulen, aber zusammen in die Ergo. Vor einigen Wochen hat es ihre Freundin ganz wüst mit ihr getrieben. Sie haben meine Tochter in der Ergo als „Erzfeindin“ betittelt. Das hat meine Tochter ziemlich mitgenommen. Seit da sind die zwei wie Hund und Katze. einer zickt immer.

Wir wurden bei der Tochter meiner Freundin zur Kommunion eingeladen. Meine Tochter wollte dort nicht hin, hab es meiner Freundin gesagt, sie hat es nicht akzeptiert und mich doch überredet hinzugehen und prompt heute morgen hat meine Tochter dann sowas von getickt. Auch fiel zuvor von meiner Freundin, das es sonst besser wäre wenn wir nichts mehr miteinander machen.

Ich habe versucht meine Tochter umzustimmen, weil mir die Freundschaft wichtig ist. Sie ist im Endeffekt die einzige Freundschaft die nun schon einige Jahre hält und das macht sie mir nun kaputt.

In mir spielten sich alle möglichen Zenarien durch und ich fühlte mich verdammt schuldig. Schuldig das ich da nicht hingehe (habe abgesagt!), schuldig, weil ich denen den Tag versaue (ihre Tochter ist sehr emotional anfällig), schuldig!!! Auch fühlte ich mich als Versager. Ich die wieder mal eine Freundschaft zerstört, ich die sich vom Kind auf der Nase rumtanzen lässt, …

Ich habe gebrüllt, war richtig impulsiv. Mein Mann machte mir dann auch noch Vorwürfe a la – ist das jetzt die Rache oder willst das sie sich in 1-2 Jahren auch die arme aufschlitzt und einen psychischen Knachs ab hat!?

In dem Moment sah ich nur rot – auch noch von ihm Schuldvorwürfe und die Bestätigung das ich alles nur Schade. S***** Gedanken schossen mir durch den Kopf, welche auch nen gewissen Drang annahmen. Ne Zeit lang war ich mir heute nicht sicher ob ich stationär zur Krisenintervention gehen sollte.

Damit es nicht völlig eskalierte zog ich mich um, sagte meinem Mann bescheid und ging walken. Das Wetter passte zu meiner Laune und meinen Emotionen. Ich ging trotzdem. – Jetzt im Nachhinein bin ich verdammt stolz drauf, das ich nicht ins Auto stieg und wirklich gleich die situation verließ ohne irgendwelche Dinge mitzunehmen oder noch was anderes zu tun. Sogar mein Mann hat mich gelobt, das das echt super war, bevor mir die Hand ausrutscht, ich sie verbal niedermache oder sonst was.

Völlig durch den Wind lief ich den mittelschweren Nordic Walking Waldweg. Mit wildem Kopfkino, das Gefühl das ich Dinge höre die nicht sind, alles so unwirklich und es tat so verdammt weh.

Ich wunderte mich, wie ich den richtigen Weg überall nahm, den heute war ich nicht beim Achtsamen Walken heute war ich Autopilt und musste schauen mein Leben wieder in den Griff zu bekommen.

Ich fühlte mich einerseits wütend, enttäuscht, traurig, hilflos und völlig allein!

Dann waren auch wieder da die Scham, die Schuld, die Angst.

Zwischendurch dann auch einfach nur Schwere im Körper und Leere und bekam nichts mit.

Die Gedanken rasten und liesen mich einfach nur laufen, egal wie schmuddelig und nasskalt es da war.

Ich weiß nicht wie lange ich unterwegs war. Ich war komplett nass und mir war es kalt, mein Rücken schmerzte. Aber wenigstens war ich nicht mehr geladen gegenüber meiner Tochter und sah sie nimmer als Schuldige, die meine Freundschaft vermasselt hat.

Ich machte mir Gedanken ob es eine wahre Freundschaft ist /war. Dazu gesondert mal etwas mehr.

Ich liebe meine Tochter und kann sie verstehen, das sie das mit der Erzfreundin /-feindin verletzt hat. Ich muss es akzeptieren und vielleicht seh ich nur so, ob es eine wirkliche Freundschaft war!?

Ich merke das mir das ganze ziemlich nachhängt und mich manche Dinge noch arg beschäftigen und ich fix und alle bin. Auch merke ich das die Depression immer noch an mir nagt und schnell ins Tief befördert.

Ich merke wie ich mich nach einer neutralen Person, einem Sicherheitsanker für unsere Familie sehne v.a. für meine Tochter, wenn ich mit ihr im Konflikt steh. Ich bin am überlegen ob ich versuchen soll wieder eine SPFH zu bekommen. Ich bin und bleibe instabil. Und ich glaube der Wunsch, auf eine Mutter Kind Kur hat das auch gezeigt. Im Moment fühle ich mich doch recht schnell wieder überfordert. Ich hoffe wir bekommen sie durch. Der Antrag ist bei der Hausärztin, die kommende Woche kann ich ihn abholen.

Happy new year

Nun mein Wunsch an euch in „gedoodelter“ Form.

Ich wünsche euch ein glückliches, gesundes, erfolreiches neues Jahr. Mit wenigen unverhofften, stressigen  Momenten die eure innere Balance ins Wanken bringen!!!

 

happy 2014

Zentangle / Zendoodle habe ich im Sommer im Schwimmbad bei einer Bekannten kennengelernt und auf Wunsch stell ich nun mal ein Werk von mir ein.  Es ist inzwischen auch ein Skill von mir geworden. Zentangle / Zendoodle hat für mich etwas meditatives. Dieses Jahr habe ich auch vor ein Keilrahmenbild mit Zendoodle zu gestalten. Ich bin gespannt wie das klappt.

Ein Tipp – da ich es schöner finde auf dickerem Block zu  malen  nutze ich ein Mandala Block . Ich drehe die Seiten einfach um.

Skill Orientierung auf die Beziehung – Teil 2 von 3

Hier geht es nun um Teil 2 von 3 –

Skill Orientierung auf die Beziehung

Ziel dieser Orientierung ist es: die Beziehung Aufrecht zu erhalten oder zu verbessern! Während ich versuche mein Ziel zu verfolgen und meine Selbstachtung trotzdem wahre.

Die Checkliste nach dem Skills Manual werden für das Beziehungsorientierte handeln von Bohus und Wolf hierfür LIVE Fertigkeiten genannt:

Lächeln:               Sei freundlich und liebenswürdig.

Formuliere Ärger höflich in einer „Ich“ Botschaft anstelle einer „Du“ Botschaft.

Vermeide verbalen oder körperlichen Angriff!

Interesse zeigen:          Zeige Interesse an deinem Gegenüber

                            Höre ihm zu ohne zu unterbrechen oder ins Wort zu fallen!

Validieren:            Zeige dem anderen, das du seine subjektive Sichtweise verstehst! Das heißt NICHT, das du das für das einzig richtige und wahre halten musst oder es gut heißt!!! Man anerkennt nur die subjektive Sichtweise des anderen!

Easy nehmen:         Lächle leicht! (siehe anderer Skill)

                            Sei humorvoll!

                            Schmeichel wenn nötig

                            Und besänftige!

Das positive: Unter diesen Fertigkeiten leidet dein eigener Selbstwert nicht! Aber es trägt enorm für eine entspanntere Beziehungsatmosphäre bei!

Quelle: Interaktives Skillstraining  für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie.

A.R 2013

 

Skill: Orientierung auf Ziel – Teil 1

Den Skill: Orientierung auf Ziel, Beziehung und Selbstachtung , teile ich in 3 Teile ein, damit es kein ganz soooo langer Artikel wird.

Hier geht es nun um Teil 1 von 3 –

Skill Orientierung auf das Ziel

Was brauche ich um ein Ziel erreichen zu können?

–         Zum einen brauche ich ein Ziel – Ist dies realistisch gesteckt?

–         Wie kann ich dieses Ziel erreichen? Durch Verhandlung mit dem Gegenüber (solange es auch andere betrifft), durch das ich Bitten oder Forderungen stellen.

In dem DBT Skills Manual von Bohus und Wolf gibt es dazu eine Art „Checkliste“: Die 3 „was“ B´s und die 3 „wie“ B´s:

Nun zu den „was“ B´s – Was ich tue:

1. Ich beschreibe, die momentane Situation so genau wie möglich, damit evtl. Missverständnisse ausgeräumt werden können. Am Besten begebe ich mich da in die Meta-Ebene, die Vogelperspektive – was sehe ich von dort, wenn ich auf die Situation hinabblicke? Wichtig ist es das unter dem Aspekt der Achtsamkeit zu tun – das heißt nicht zu bewerten und sachliche Informationen, ohne Gefühle!

2. Jetzt geht es darum Bitten oder Wünsche klar zum Ausdruck zu bringen – auch Ablehnungen sollten klar formuliert werden!

3. Wichtig ist während der Beschreibung und der Bitte, den Gesprächspartner gut zu beobachten und positive Reaktionen zu bemerken und evtl. zu validieren. Dadurch fühlt sich auch der Gesprächspartner bestärkt. Validieren bedeutet, das Gesagte des Gegenübers zu unterstreichen und zu würdigen.

Auch können Sätze wie: „Wenn du … sagst, macht das mit mir …“; „Habe ich dich getroffen?“ ; „Liegt es an dem, oder an etwas anderem?“ – sehr hilfreich sein.

Bei den 3 „wie“ B`s geht es um das Wie und die Gesprächsführung:

1. Ich beharre auf meinem Wunsch oder auch meiner Absage. Angriffe durch das Gegenüber / Bedrohungen werde ich ignorieren. Am Besten sucht man sich ein Mantra – einen positiven Satz, den man sich immer und immer wieder sagt.

Mir reicht da oft einfach nur – „ich darf meine Meinung vertreten – ich darf das!“

2. Ich beeindrucke mein Gegenüber durch meine Selbstsicherheit! Ich bereite mich auf das Gespräch vor – das bedeutet ich überlege mir Argumente – lass mir aber auch durch den Kopf gehen, wie das Gegenüber evtl. reagieren könnte und bereite mich dafür vor. Auch bleibe ich ruhig – und atme tief und ruhig. Meine Körperhaltung bleibt aufrecht und locker, ich konzentriere mich auf das „leichte Lächeln“ – das ist das Lächeln, dass das Gegenüber nicht sehen muss. Das kann gut vor einem spiegel geübt werden.

3. Bieten – Oft kann das Ziel nicht uneingeschränkt erreicht werden. Deshalb ist es oft nötig zu überlegen, welchen Kompromiss ich eingehen kann, ohne an Selbstachtung zu verlieren! Ich muss bereit sein zu verhandeln!

Mir muss vornherein klar sein: a) Wie weit gehe ich Kompromisse ein?

 b) wo bleibe ich standhaft?

 Quelle: Interaktives Skillstraining  für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie.

A.R 2013

Einführung – Orientierung auf Ziel, Beziehung, Selbstachtung

Im Modul Zwischenmenschliche Fertigkeiten geht es wie man schon erahnen kann um die Interaktion mit anderen. Mir fällt das oft sehr schwer. Das ist ein Bereich, der trotz den vielen Übungen noch schwer fällt und immer wieder ins wanken bringt. Sei es familiäre Konflikte. Da sind v.a. Gefühle zu meiner Ursprungsfamilie, die mich ins wanken bringen aber auch Konflikte mit meinem Mann oder meiner Tochter. Meine Tochter ist, wie ich es schon öfter erwähnt habe mein Spiegel meine Seele. Sie übersetzt mein seelisches Befinden nach außen hin. Und das eben immer dann, wenn ich etwas nicht wahr haben will, überspielen will, weil es mich emotional ziemlich mitnimmt. Im Moment ist es die Arbeit und dadurch ist sie im Moment auf der Ebene wieder sehr aktiv und ich am Limit. Okay inzwischen weiß ich das ja und kann etwas lockerer damit umgehen, aber anstrengend bleibt es.

Weitere zwischenmenschliche Konfliktfelder können sein:

–         Arbeit / Arbeitskollegen

–         Nachbarschaft

–         Freunde

–         Aber auch Dienstleistungsunternehmen etc. können welche werden

Auf was kommt es in zwischenmenschlichen Beziehungen an?

–         meistens gibt es ein Ziel, ein Wunsch oder ein Bedürfnis das beide Parteien haben

–         es gibt eine Beziehungsart. Zum Teil eine sehr feste Beziehung, in einer Partnerschaft, zum Teil eine oberflächliche als Beispiel beim Arzt – der Arzt bekommt Geld für seine Leistung und ich bekomme eine Untersuchung, damit ich Gesund bleibe

–         dann gibt es noch einen dritten Bereich, der oftmals sehr unterschätzt wird. Die Selbstachtung. Wie geht es mir während des Kontaktes mit den Gegenüber. Wie fühle ich mich davor, währenddessen, danach? Gebe ich klein bei, weil ich einen sehr geringen Selbstwert habe oder kann ich dem gegenüber stand halten?

Vor jeder zwischenmenschlichen Situation, die für einen kritisch erscheint – man darüber nachgrübelt – Bauchgrummeln,… hat – sollte man sich deshalb im klaren sein, was denn das eigene Ziel dieses Kontaktes ist. Vor allem vor Bewerbungsgesprächen, Krisengesprächen,… ist es sinnvoll.

Nicht jedes Glied (die 3 Punkte von oben) kann gleichermaßen stark verfolgt werden, da es sonst zu keinem Ergebnis kommen wird. Wo  setze ich meine Prioritäten?

–         Wie wichtig ist es mir mein Ziel durchzusetzen?

–         Wie wichtig ist mir die Beziehung mit meinem Gegenüber? Was soll diese Person nach dem Gespräch über mich denken?

–         Wie möchte ich mich während des Gesprächs und danach fühlen? (hier geht es um die Selbstachtung)

Insgesamt habe ich 100% zu vergeben. Nun ist es an der Zeit diese zu verteilen! Auch ist wichtig dran zu denken, das ich mir nur Gedanken über meine 50% machen kann; der Anteil von mir und meinem Gespräch und Verhalten. Das von meinem Gegenüber kann ich nicht beeinflussen!

 Quelle: Interaktives Skillstraining  für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie.

A.R 2013