Medikamentöse Einstellung – der Vergleich

Schon lange denke ich drüber nach mal über meine Medikamente zu berichten. Bitte experimentiert aber nicht an eurer Dosis rum, weil ihr bei mir seht ich nehm eine andere Dosis, ja!? Ich bin überwacht durch meine Psychiaterin.

Ich bin so stolz darauf, das ich immer mehr Dinge nicht mehr nehmen muss. Wenn ihr euch mal die ganzen Medis von 2011 und 2012 anschaut:

2011 nach dem 5 monatigen Aufenthalt ging ich raus mit:

Venlafaxin retard 300mg 1- 0 – 0 – 0

Venlafaxin  37,5mg 0-0- 1

Prazosin 2mg  0- 0- 0- 1 (gibt es nur noch über Frankreich als Minipress)

Seroquel 300mg 0-0-0- 1

Metoprolol 47,5mg 1-0-0-0

Tamsulosin 0,4mg 1-0-0-0

Lyrica 150mg 1-1-1-1

Atosil, Pipamperon, Seroquel noch als Bedarf

 

2012 nach 14 Wochen DBT Therapie ging ich raus mit:

Metformin 500mg 1- 1- 1

Catapresan 150 mg 0- 0- 0- 1

Torasemid 10 mg 1- 0- 0- 0

Metoprolol 47,5 mg ret. 1- 0- 0- 0

Tamsulosin 0,4 mg 1- 0- 0- 0

Lyrica 150 mg 1- 1- 1- 0

Seroquel 200mg 0- 0- 0- 1

Venlafaxin ret. 300mg 1- 0- 0- 0

Pipamperon als Bedarf

 

ja und nun Ende 2013 ist nur noch!!! das über:

Venlafaxin ret. 150mg 1- 0- 0 – 0 (150mg weniger)

Metformin 500mg 1- 1- 1 (und das wollen sie mir nun auch stibitzen)

Metoprolol 47,5mg ret. 1- 0- 0- 0

Seroquel 25 mg 0- 0- 0- 1  (also 275mg weniger)

Minipress 1 mg 0- 0- 0- 1  (1mg weniger)

Torasemid, Tamsulosin, Lyrica, Catapresan sind komplett raus und mein bedarfsmedikament hab ich 2012 das letzte Mal in der Klinik genommen.

Ich bin so stolz auf mich! Und meine Psychiaterin auch. Sie meinte, das ich ohne meinen Ehrgeiz nicht so viel abnehmen hätte können, da die medis ja „dick“ machen. Habe ja durch den ganzen Mist mit der Depression und Borderline 25 Kilo zugelgt gehabt. Die und nochmals 21 Kilo sind nun unten. Und es sollen nochmals 25 Kilo folgen :-). Ich bin Optimistisch. Das schaffe ich!!! 

Das Antidepressiva  will sie über den Winter bei 150mg lassen. Ist mir recht, den ich bin und bleibe chronisch depressiv. Kann aber ganz anders damit umgehen wie noch 2010. Und das Seroquel bekomme ich wohl auch nicht raus. Das brauche ich als Einschlafshilfe – sonst hört das Kopfkino nicht auf.

 

Advertisements

20.03.2013

Paar Tage sind verstrichen – ich habe gekämpft und bin solz das es mir wieder besser geht. 🙂

Ich bin stolz auf mich, wie gut ich die letzte Woche gemeistert habe, wo ich echt sehr knapp war. Ich hatte sowas von destruktive Gedanken, Gedanken, die mich gequält haben etwas anderes zu tun – ich bin standhaft geblieben.

Letzte Woche beinhaltete alle Süchte, dysfunktionale Gedanken, die ich je hatte – ein sehr breites Spektrum. Deshalb heißt es einerseits Verhaltensanalysen zu den einzelnen Situationen zu schreiben, aber auch eine positive VA gehört dazu, denn ich hab was großes geschafft.

Im Momemt bin ich am schauen, das ich mich stablisiert bekomme. Was auch ganz gut klappt. Der innere Ort – mein innerer Ort hilft mir inzwischen schon gut.

In der Skillsgruppe sind wir wieder bei Achtsamkeit angelangt. Das geht ganz gut. Integriere ich immer in kürzeren Sequenzen in meinen Alltag.

Gestern war ich noch an einem Vortag über Kinderängste. Puh, der hatte es echt insich, da da vieles von mir früher hochkam. Aber ich habe fleißig mitgeschrieben und werde es zu ´nem passenden Zeitpunkt für mich nochmals anschauen und in der Therapie bearbeiten.

Jahresrückblick 2012

Jahresrückblick 2012
– und meine Antworten

An welchen Traum erinnere ich mich?
Ich erinnere mich eher an negative Träume von ehemaligen Erlebnissen, die nicht sehr schön waren. Seit Ende diesen Jahres nehme ich ja auch wieder das Minipress 1 mg (französisches Produkt; gab es bis Sommer 2012 auch in Deutschland unter Prazosin 1mg) gegen Alpträume. Im Großen und Ganzen ist es mit den Alpträumen wieder besser geworden. Habe es aber zum Teil trotzdem noch. Inhalte dieser Träume sind Mobbingerfahrungen, Schuldzuweisungen / Rechtfertigungen, Feuer / Feueralarmgeschichten,…

Wer oder was hat mich wirklich überrascht?
Das mir die DBT Therapie so viel bringt.
Wenn ich überlege, wie negativ eingestellt ich 2011 gegenüber der Diagnose Borderline war, und ich es absolut nicht wahrhaben wollte.
Ich war ebenfalls überrascht, dass mein Arbeitgeber mich doch wieder nach der langen Krankheitsphase eingestellt hat. Anfang des Jahres hat die Geschäftsstelle nämlich noch gesagt, dass ich kein Recht auf Wiedereinstellung habe!
Auch war ich positiv überrascht, wie schnell ich im September eine neue Therapeutin und einen Psychiater gefunden hatte, nach dem es mit Fr. F. absolut nicht mehr ging. Hatte mich eigentlich schon auf längere Wartezeiten eingestellt.

Welche Person habe ich enttäuscht?
Meine Ex-Zimmerkollegin in der Thera. Es war leider Pflicht Regelverletzungen zu melden, besonders um sich selbst auch zu schützen. Dadurch beschuldigten mich auch einige mehr Mitpatienten, die von dem ganzen auch wussten, aber nichts sagten. Eine hatte sogar eine solche Wut, das sie mir in der letzten halben Woche mit Schlägen drohte! Das sorgte bei mir zum Lostreten von alten Erlebnissen.

Ich denke, dass ich evtl. Mitarbeiter auf Arbeit enttäuscht habe. Aber das berechtigter Weise. Ich habe da den Skill Orientierung auf den Selbstwert, Orientierung auf das Ziel angewandt. Ich lasse mir manches einfach auch nicht mehr bieten. Habe zu lange eingesteckt!

Welcher Streit ist gut ausgegangen?
Ich kann mich gerade an nur einen Streit erinnern, der nicht gut ausging. Sonst war alles danach wieder okay.

Was habe ich verloren oder gefunden?
Verloren habe ich mein „Zahnschutz“ – meine „Knirschschiene“. Und das auch erst vor ca. 1-2 Wochen. Ich habe absolut keine Ahnung, ob ich die aufgegessen habe im Schlaf, oder was auch immer mit ihr passiert ist *schäm*. Finde sie auf alle Fälle nimmer. Merke es so an den Verspannungen. Hoffe ich bekomme eine Neue vom Zahnarzt.

Gefunden hatte ich Geld. Das lag neben dem Automaten in der Sparkasse. Habe es aber ehrlicherweise abgegeben und nicht behalten. Und zudem habe ich eine super nette und hilfsbereite neue Therapeutin gefunden, bei der ich auch das Gefühl habe, dass es in der Therapie vorwärts geht.

Welchen Wunsch habe ich mir erfüllt?
Ich habe mir ein neues Handy gegönnt. Ich wollte schon lange ein Touch-Screen-Handy. Und das habe ich mir Ende November gegönnt – ein Samsung S2.

Welchem Vorsatz bin ich treu geblieben?
Das ich abnehmen möchte. Ich habe in seit Februar 2012 ca. 23 Kilo abgenommen. Bis Februar möchte ich die 30 Kilo Abnahme wieder voll bekommen.
Ich bin froh „Wake up“ kennengelernt zu haben!

Welche neuen Freunde habe ich gewonnen?
Einige! Durch meine stationäre DBT Therapie und die Skillsgruppe habe ich einige neue und wertvolle Freunde kennengelernt. Es ist so schön und hilfreich Leute zu kennen, die genauso „ticken“ wie man selbst und die ähnliche Probleme haben. Denn es ist leider so, das viele Leute einem doch nicht verstehen, die nicht ähnliches erlebt haben.

Was war mein glücklichster Tag?
Ein sonniger Tag im August oder September. Wir (ich und meine Tochter) waren sehr lange in einem wunderschönen Schwimmbad, das auch gleichzeitig eine Seebademöglichkeit vorweist. Es war super schön und man fühlte sich wie im Urlaub.

Dort hat meine Tochter auch noch das Seepferdchen Abzeichen gemacht. Und es war wahnsinnig, wie sie sich gefreut hatte, als sie bestanden hatte. Sie hat sogar fast geweint.

Was war mein traurigster Moment?
Als mein Opa im Juli starb. Da kam so viel altes, verdrängtes wieder hoch. Das hat mich wieder enorm nach unten gezogen. Mir wurde da bewusst, dass ich den Tod von meiner Oma ❤ immer noch nicht verkraftet habe, obwohl das schon ca. 20 Jahre her ist.

Was war mein größter Erfolg?
Meine Gewichtsabnahme von ca. 23 Kilo in 10 Monaten. Dank sei Wake up.

Worauf bin ich stolz?
Auf meine Tochter und auch auf meinen Mann. Auch fasziniert es mich wie stark mein Mann ist. Wie er die zwei langen Klinikaufenthalten von mir gemeistert hat!!!

Worin bin ich stärker geworden?
In Skills rund um mich, um meinen Selbstwert, Selbstakzeptanz. Auch habe ich schon bissel was in zwischenmenschlichen Fertigkeiten wie um was bitten, nein sagen dazu gelernt, oder eben auch auf Arbeit Orientierung auf meinen Selbstwert und das Ziel.

Auch glaube ich, das ich mehr Erziehungsfertigkeiten entwickelt hab und ich wieder selbstsicherer im Umgang mit meiner Tochter bin.

Welcher Abschied fiel mir schwer?
Der Abschied von meiner ehemaligen Therapeutin. Auch wenn vieles zwischen uns nicht gut lief, hat sie mich in meiner schweren Zeit begleitet. Sie hat mich in die Klinik eingewiesen. Ich weiß nicht, ob ich noch am Leben wäre, wenn sie nicht gewesen wäre.

Der Abschied aus der Klinik, nach der 14-wöchigen DBT Therapie. Wir waren einfach doch recht lange zusammen.

Was hat sich zum Guten gewendet?
Mein Weg mit Borderline. Ich bin in Therapie und arbeite an mir, das ich meiner Tochter ein besseres Leben bieten kann, als ich es hatte!

Hast du in diesem Jahr etwas dazugelernt?
Ja einiges an Skills aus der DBT Therapie, basische Ernährung auf was es da ankommt, Erziehungsfertigkeiten im Tripel P Kurs,…

Was hast du am 1. Januar in diesem Jahr gemacht?
Ich habe mit meiner Familie reingefeiert und am Nachmittag musste ich leider wieder in die Klinik zur stationären Therapie fahren.

Hast du dich äußerlich in diesem Jahr verändert?
Das kann man denke ich laut sagen. Meine Haarlänge ist etwas gewachsen, meine Haare haben Farbe erhalten und dann habe ich noch 2-3 Kleidergrößen an Gewicht verloren!

Hast du dich innerlich verändert?
Auch das beantworte ich klar mit ja. Ich bin durch die ganze Therapie viel reflektierter, nicht mehr ganz so impulsiv.
Auch habe ich durch die Achtsamkeit und DBT dazu gelernt, dass man im „hier und jetzt“ leben soll und diese Momente auch genießen sollte. Auch war ich sehr überrascht, das es mir einiges besser geht, wenn ich mehr auf die positiven Dinge achte und auch, wenn ich Dinge, die nicht so gut laufen wahrnehme und nicht gleich bewerte bzw. verurteile.

Es sind sehr schöne Fragen, die die schönsten und traurigsten Augenblicke nochmal zurück holen. Das gibt Mut und Kraft für das neue Jahr.
Viel Freude beim Rückblick. Aber nicht die Vergangenheit, sondern die Zukunft ist das, wo wir genauer hinschauen sollten. Aus der Vergangenheit können wir lernen – die Zukunft können wir beeinflussen.

Es sind noch paar Fragen, aber im Moment fehlt mir gerade die Zeit daran weiter zu arbeiten. Ich hoffe ich schaffe es demnächst.
Beschreibe dieses Jahr in 3 Worten:
Welche Lieder verbindest du mit diesem Jahr?
Nenne Daten aus diesem Jahr, die du niemals vergessen wirst!
Welchen Tag möchtest du am liebsten ganz schnell vergessen?
Welche Person hat dir in diesem Jahr den Kopf verdreht?
Hat dich in diesem Jahr jemand enttäuscht?
Hast du in diesem Jahr jemanden geküsst?
Warst du dieses Jahr im Krankenhaus?
Warst du im Ausland?
Möchtest du noch jemandem danken und warum?
Hast du 2012 neue Freunde gefunden?
Einen neuen Style gefunden?
Hast du 2012 viel gefeiert?
Welche Menschen sind dir 2012 besonders ans Herz gewachsen?
Hattest du 2012 Liebeskummer?
Wo begann 2012 für dich?
Hattest du Probleme mit der Polizei?
Hast du etwas gekauft, was über 500,00 € gekostet hat?
Hat jemand, den du kennst, geheiratet?
Ist jemand, den du kennst, umgezogen?
Wo wohnst du jetzt?
Beschreibe deinen Geburtstag!
Welcher war dein Lieblingsmonat
Bereust du etwas?
Was willst du in 2013 ändern?
Hast du einen neuen Job angenommen?
Hast du ein neues Hobby hinzugewonnen?
Bist du glücklich, dass 2012 bald vorbei ist?
Was erhoffst du dir für 2013?
Zugenommen oder abgenommen?
Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Mehr ausgegeben oder weniger?
Der hirnrissigste Plan? Die gefährlichste Unternehmung?
Die teuerste Anschaffung?
Das leckerste Essen?
Das beeindruckenste Buch
Der ergreifendste Film
Die beste CD
Filme die du im Kino angeschaut hast?
Die meiste Zeit verbracht mit…?
Die schönste Zeit verbracht damit…?
Vorherrschendes Gefühl 2010
2012 zum ersten Mal getan?
2012 nach langer Zeit wieder getan?
3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Schönste Momente des Jahres:
Die wichtigsten Personen 2012:
Urlaube / Kurztrips 2012:
Liebstgetragenen Kleiderstücke:
Geliebt / Entdeckt:
Gehasst / Genervt: