Drehschwindel

Im Moment habe ich ziemlich mit Drehschwindel zu kämpfen. Kennt das jemand von euch?

Das ist echt übel. Hab das immer mal wieder, aber gerade hab ich das sehr oft und langanhaltend. Und diesmal nicht nur im Bett, sonder auch im Sitzen und Stehen.

Im Moment fühle ich mich auch wieder arg gestresst. Ich arbeite viel und auch zu Hause ist es gerade sehr viel. Meine Tochter vereinnahmt mich sehr. Habe das Gefühl ich kann nie für mich sein und einfach nur mal das tun was ich möchte. Ständig steht irgendjemand da und will was von mir oder ich habe im Hinterkopf was ich noch alles zu erledigen habe. Was mich auch nicht zur Ruhe kommen lässt.

Abends falle ich dann tod müde ins Bett, weiß aber genau das ich ohne Schlafmedi nicht schlafen kann.

Ist gerade echt wieder ein Teufelskreis.

Borderline & Umgang mit Stress

1. In welchen Situationen gerätst du besonders schnell und stark unter Stress? Termin und Zeitdruck, wenn ich psychisch labil bin / stärker depressiv bin, bei emotionale Verstrickungen, wenn sich Vergangenes mit der Gegenwart vermischt und ich nicht im hier und jetzt bin, sondern beim Erlebten von früher,…

2. Welche Stresssymptome treten bei dir auf? Unruhe, nicht still sitzen können, Anspannung v.a. Schulter, HWS, Kiefer, beschleunigte Herzfrequenz, schwitzen, kalte Hände / Hitze im Wechsel, oberflächliche Atmung, genervt sein, Fressattacken…

3. Wie verhältst du dich, wenn du weißt, dass dir eine stressauslösende Situation bevorsteht? (z.B.: Vermeidest du solche Situationen? Versuchst du sie so lange wie möglich zu verdrängen?) Zum Teil schon. Ich versuche sie zu umgehen, bzw. auch wenn möglich abzusagen. Auch versuche ich es zu verdrängen.

Es kann auch passieren, das ich mit Symptomen wie Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit reagiere.

Den Stress vorab „wegfressen“ (was ja quatsch ist und auch nicht geht) – ist auch möglich. Das ist dann mein „Verdrängmodus“.

Auch kann ich manchmal unausstehlich zu meinen Mitmenschen sein. Gleich genervt und auch impulsiv, was ich dann oft auch hinterher bereue, aber im Moment nicht sehe.

4. Welche Skills helfen dir in einer extremen Stresssituation? Achtsamkeit – v.a. Atmung, Metalligelball, Kaugummi kauen, Sport davor/ danach (Nordic Walking,…), radikale Akzeptanz

Manchmal ist es auch einfach nur sinnvoll raus aus der Situation zu gehen. Sei es richtig raus oder der Vorwand „ich muss auf Toilette“,…

5. Welche Skills wendest du an, um solch eine extreme Stresssituation zu entschärfen, bevor sie überhaupt richtig entsteht? EFT in Gedanken, Fuß-Gashebelatmung, ACHTSAMKEIT!!!

6. Wie beeinflusst Stress deinen Umgang mit anderen Menschen? (z.B.: Bittest du sie um Hilfe? Bist ihnen gegenüber feindselig und aggressiv?)Leider ja. 😦 Das ist auch das was mich sehr belastet, da ich seh, das ich da so enorm im Verhalten  kippe und in dem Moment es nicht auf die Reihe bekomme, freundlicher, ruhiger und gelassener zu reagieren. Da ist so viel altes an Emotionen, die ich da spüre und leider auch dementsprechend reagiere.

Und danach? Dann kommt die Schuld die mich regelrecht auffrisst. Auch ist es nicht ein Öffentlichkeitsproblem, sondern es trifft immer nur die eigene Familie 😦 Und genau die, die können für den ganzen Mist erst recht nichts 😦

Ich habe so Angst, das dadurch meine Tochter genauso emotional instabil wird wie ich.

7. Wie verhältst du dich, wenn du merkst, dass ein dir nahestehender Mensch in einer extremen Stresssituation steckt? Ich versuche meine Hilfe anzubieten.

Meine Tochter ist da mir sehr ähnlich. Bei ihr versuche ich auch mit Akzeptanz und Umgang mit Gefühlen „zu arbeiten“. Sie weiß oft nicht was sie da gerade so in diese verzwickte Situation bringt.

8.Würdest du dich im Allgemeinen als stressanfällig oder eher als stressresistent bezeichnen? Eindeutig als stressanfällig. Ich nehme auch so viele Dinge meiner Mitmenschen an, das es bei mir schnell geht das das Maß voll ist. Meine Thera meint da immer „ich nehme jeden Ball an“. Und sie hat Recht. Auch wenn ich was nicht verbockt habe, habe immer ich das Gefühl ich muss das wieder „beheben / richtig machen“.

Nein sagen / ablehnen ist was, was mir immer noch sehr große Probleme macht. Leider merken das auch oft meine Mitmenschen, so das ich auch oft in meinem Leben „ausgenutzt“ wurde.

9. Denkst du, dass Borderliner größere Probleme beim Umgang mit Stress haben als andere Menschen?Ich denke sie sind anfälliger dafür, da Borderline Patienten ja schon sowieso Probleme mit Anspannung haben und eigentlich ständig als „Porsche“ unterwegs sind. Die Anspannung ist oft unerträglich.

Leider lösen Stressreaktionen ja so gut wie immer negative Emotionen aus, und die triggern oft auch irgendetwas.

Und auch braucht es bei Borderline Patienten oft einiges länger, bis sie sich wieder von einer solchen Situation erholt haben und wieder alles okay ist. Geht mir auf alle Fälle oft so.

10. Was war in deinem Leben die bisher größte konkrete Stresssituation? Da gab es so einige in meinem Leben. Leider! Eine sehr heftige Stresssituation war der Tod meiner Oma – was mich bis heute noch sehr stark belastet. Und das ist nun schon fast 22 Jahre her.

Ich lebe…

…. zwar mehr schlecht als recht aber es geht!

Es ist ein auf und ab im letzten, unteren Drittel. Freude ist mir sowas von fern. Echt beängstigend, wenn man mal so eine längere Zeit ohne heftigen depressiven Schub erlebt hat.

Dieses Mal hat es mich aber wohl richtig doll erwischt. Seh ich an den Symptomen die auftreten.

Ist gerade auch eine heftige Zeit. Meine Kollegin ist krank, somit hatte ich übelst viele Stunde diese Woche zu leisten. Bin diese Woche bei über 51 Stunden. Regulär ist eine 25h Woche.

Okay es lenkt mich ab und ich mache kein Blödsinn, dennoch hab ich Mühe mein Hirn zu sortieren. Muss immer gleich eine Notiz machen, bevor ich etwas vergesse.  Jedoch bleibt sehr viel v.a. im Privaten auf der Strecke, da ich einfach nur müde und erschöpft bin.

Schlafen ist gerade auch ein leidiges Thema. Geht gar nicht. Trotz Medikament zur Nacht. Ab 1 Uhr bin ich spätestens stündlich wach. Das nervt gewaltig. Deshalb habe ich nun das Medikament selbst erhöht. Ist ja wirklich die geringste Menge. Hatte davon schon die 12 fache Dosis. Nimm nun 50 mg. Hab meiner Ärztin ne Mail geschrieben, das sie es mir vielleicht noch absegnet.  Somit bekomme ich wenigstens etwas mehr Schlaf. Wache noch auf, aber die Wachphasen soind kürzer.

Das Thema Essen – da sag ich nur alte Muster dazu. Ich bin heftigst depressiv – zack Essenskontrolle wird schwächer. Esse viel ungesundes – Süßkram eben. Punkte berechne ich diese Woche kaum. Versuch am Wochenende spätestens wieder die Kontrolle zu bekommen. Gerade jetzt, wo ich fast 50 Kilo abgebommen habe. Paar 100 g fehlen mir noch. Das will ich nicht wieder futsch machen. Aber Stress und psychische Labilität sind bei mir ein enormer Anfälligkeitsfaktor.

Der Drang nach Blut ist sehr groß. Wie oft denke ich daran, das ich mir etwas besorgen muss. Es einfach tun. Ohne Gedanken daran, was die anderen denken und sagen. Ohne den Gedanken daran, was dann mit meiner Arbeit ist – weil ich ja noch zum Betriebsarzt muss, ohne Gedanke was andere sagen wegen den Narben (v.a. mein Mann und meine Tochter). Einfach das tun, wonach man sich sehnt. Blut, Blut, Blut und Schmerz.

Was für ein grausliger Morgen

… puh, heute ist nicht mein Tag und da verfall ich doch auch gleich wieder alten Grundannahmen. Ätzend!

Kurz nach 4 Uhr oder halb fünf hat mich meine Tochter geweckt und ihr Blutbad präsentiert. Ihr Zimmer, der Flur, das Bad… überall Blut. Sie hatte Nasenbluten, hat nicht gleich Tempos gefunden und somit Wolldecken, Bett, zig Kissen, Boden, Waschbecken und so weiter vollgesaut. Ihhhhh!!!! Aus dem Schlaf raus so was – schockt auch mich im Moment auch wenn ich in diesem Bereich arbeite.

Nun gut. Arme Maus versorgt und getröstet, Bett frisch gemacht, grob alles geputzt, sie ins Bett gebracht und auch mich wieder schlafen gelegt. Nur dumm das ich ziemlich lange brauche um wieder einzuschlafen und Mister Wecker um 6 Uhr geht.

Ja dann „Guten Morgen“  – mit nicht so toller Laune Frühstücken. Das Gewichtsplus von Gestern – Griechisch Essen im Hinterkopf – natürlich nicht gesund gefrühstückt. Tochter war natürlich heute morgen auch nicht ganz fit, Mann auch genervt. Toller Montag morgen.

Hab dann danach schnell Wäsche in die Waschmaschine geworfen, das ich vor der Arbeit das noch erledigt habe und kam nicht um das Bett rum. Nochmals kurz aufs Ohr legen – bitte. *Seufz* Nun denn. Es getan und ständig wieder wach gewesen. Jetzt fühl ich mich noch geräderter und habe Mühe in die Spur zu kommen. Mein Bauch macht Loopings nach dem Essen, mein Kreislauf fährt Achterbahn,….

Dann rief auch noch die Lehrerin an, das meine Tochter nun lange Nasenbluten hatte und sie nicht weiß ob ich sie abholen soll. Sie will es nun dochnochmals abwarten, meldet sich evtl. nochmals. Jetzt sitze ich hier und warte ob ein Anruf kommt….

Und weiß das ich später arbeiten muss um 11 Uhr. Heute nen Zwischendienst und um 16 Uhr düse ich nach der Arbeit direkt zum letzten Mal DBT Skillsgruppe. Heute ist Abschied und ich darf auch kommen. Passt also alles perfekt heute.

Ich hoffe nur das sich die Grundannahmen, das der Tag nun heute so dooooooooofffffff weiter geht nicht!!!!! bestätigt.

 

27.1.2013 Im Stress

Im Stress – das passt für die vergangene, vergehende Woche.
Und es ist immer wieder erschreckend, was das mit mir und meiner Stimmung macht.

Erstmal habe ich wieder ne mega fette Erkältung angezogen und zweitens habe ich wieder mein Gleichgewicht verloren.

Ich bin die Woche nur am rödeln. Ich habe heute den vierten Dienst diese Woche und das sind mindestens ein, wenn nicht zwei Dienste zuviel.

Zum Glück kann ich mich die Woche wieder ausruhen. Die nächsten Diennste sind erst das kommende WE 🙂 .

Mein Selbstwert hat diese Woche wieder ein Knacks abbekommen. Ich werde es analysieren mit Hilfe meiner Therapeutin und vielleicht auch wieder Diary Card zur Regelmäßigkeit machen!Heute abend heißt es erstmal noch VA schreiben. Hab da im Dienst keine Zeit zu.

Gewichtstechnisch bin ich sehr auf morgen gespannt, denn ich habe diese Woche wie in den Programmen beschrieben mir mehr, für mich eigentlich als verbotene Dinge wie „Kuchen“, „Schokolade“ etc. gegönnt. Habe diese aber, welch ein Wunder genießen können, ohne das mein innerer Kritiker mich klein macht. Das fand ich eine super tolle Erfahrung! Auch das Gewicht ging zum Teil trotzdem nach unten. 🙂

Auch muss ich dringend die Beziehung zu meiner Tochter und meinem Mann ins Auge fassen, da da auch sehr viel Klärungsbedarf da ist. Meine Tochter setz mich gerade sehr unter Druck, in dem sie wenn ich arbeite sehr viele Dinge anstellt, die mich betreffen. Sei es Dinge kaputt zu machen, verbotene Dinge trotzdem tun, Chaos hoch zehn zu veranstalten.

Zudem hat sie gerade die Masche das sie weint, mich abends nicht gehen lässt, sagt sie fühlt sich nicht gut – nur um mir ein schlechtes Gewissen zu machen, bzw. mich dazu zu bringen das ich nicht zur Arbeit gehe (was gar nicht geht!).
Gestern zum Beispiel hat sie sich so reingesteigert, das sie sogar erbrochen hat. In dem Momemt ist auch so viel Wut da, die nichtmal ihr gehört. Das macht mich so traurig und Hilflos und ich fühl mich dann wieder schuldig. Klar ich tröste sie, versuch ihr zu erklären das wir das Geld brauchen,… nur irgendwann muss gut sein!