Ich bin am Limit

Sowas von!

Und ich weiß ich muss funktionieren!

Gedanken kreisen wieder um Selbstverletzung, Essen hilft nicht mehr, es ist da eher so das ich nicht mehr wirklich essen kann da ich zu erschöpft dazu bin.

Auch kreisen die Gedanken um das Nicht mehr sein, wobei ich weiß das ich v.a. mein Kind nicht alleine lassen möchte, aber im Moment ist alles so verdammt anstrengend und kein Ende ist in Sicht. Mein Mann ist immer noch in der Klinik. Bald beginnt seine Reha, dann ist er wieder länger fort.

Arbeit ohne Ende, über 130 Überstunden und kein Ende in Sicht. Kaum Zeit für zu Hause. Und wenn dann bin ich so erschöpft das ich eigentlich gar nichts will außer meine Ruhe.

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Anflug von Panik…

Gestern war kein guter Tag. Bin gegen Mittag an den Briefkasten, weil ich sehnsüchtig auf die Einladungsmappe von der Kurklinik warte.

Mein Herz pochte ganz schnell, Hitzeschauer, Unruhe – es war nur ein kleiner, normaler Briefumschlag. Mein hatte eine Vorahnung ausgesprochen, das ist super gefährlich. Wenn er was ausspricht dann trifft es oft in irgendeinerweise zu.

Ich machte den Brief auf: Sehr geehrte Frau desweges,

bezüglich des Aufenthaltes in unserer xxx Klinik für Mutter & Kind haben wir aus  medizinischer Sicht noch einige Fragen an Sie und bitten um Rückruf…

Uhrzeit die angegeben war war verstrichen, habe es trotzdem probiert. Hatte Glück und sie stellten mich durch.

Der Antrag ist vom April, da steht auch drin, das ich suizidale Gedanken hatte, aber Absprachefähig war, das ich SV Druck hatte. Und das lesen die erst jetzt!? obwohl sie mir schon einen Termin in 33 Tagen gaben? Das ist denen nun riskant und sie wollten von mir den aktuellen Stand wissen und auch einen Bericht meiner Psychiaterin und meiner Therapeutin um ein endgültiges okay oder ein Ablehnung auszusprechen.

Habe dann gleich an beide eine Mail geschrieben. Meine Therapeutin antwortete mir trotz Urlaub bereits abends und meine Ärztin heute morgen.

Ich bin so froh, das die Kommunikation zwischen denen und mir so gut klappt! Der Bericht von meiner Ärztin geht heute raus. Dann legt die Ärztin das der Psychologin dort vor und sie beschliesen ob ich kommen darf.

Jetzt heißt es Daumendrücken! Ich brauche die Kur jetzt und nicht erst irgendwann. Ich habe schon so lange warten müssen. Zumal auch der Dienstplan von November schon steht. Das wäre für den Arbeitgeber auch super doof.

 

Ich lebe…

…. zwar mehr schlecht als recht aber es geht!

Es ist ein auf und ab im letzten, unteren Drittel. Freude ist mir sowas von fern. Echt beängstigend, wenn man mal so eine längere Zeit ohne heftigen depressiven Schub erlebt hat.

Dieses Mal hat es mich aber wohl richtig doll erwischt. Seh ich an den Symptomen die auftreten.

Ist gerade auch eine heftige Zeit. Meine Kollegin ist krank, somit hatte ich übelst viele Stunde diese Woche zu leisten. Bin diese Woche bei über 51 Stunden. Regulär ist eine 25h Woche.

Okay es lenkt mich ab und ich mache kein Blödsinn, dennoch hab ich Mühe mein Hirn zu sortieren. Muss immer gleich eine Notiz machen, bevor ich etwas vergesse.  Jedoch bleibt sehr viel v.a. im Privaten auf der Strecke, da ich einfach nur müde und erschöpft bin.

Schlafen ist gerade auch ein leidiges Thema. Geht gar nicht. Trotz Medikament zur Nacht. Ab 1 Uhr bin ich spätestens stündlich wach. Das nervt gewaltig. Deshalb habe ich nun das Medikament selbst erhöht. Ist ja wirklich die geringste Menge. Hatte davon schon die 12 fache Dosis. Nimm nun 50 mg. Hab meiner Ärztin ne Mail geschrieben, das sie es mir vielleicht noch absegnet.  Somit bekomme ich wenigstens etwas mehr Schlaf. Wache noch auf, aber die Wachphasen soind kürzer.

Das Thema Essen – da sag ich nur alte Muster dazu. Ich bin heftigst depressiv – zack Essenskontrolle wird schwächer. Esse viel ungesundes – Süßkram eben. Punkte berechne ich diese Woche kaum. Versuch am Wochenende spätestens wieder die Kontrolle zu bekommen. Gerade jetzt, wo ich fast 50 Kilo abgebommen habe. Paar 100 g fehlen mir noch. Das will ich nicht wieder futsch machen. Aber Stress und psychische Labilität sind bei mir ein enormer Anfälligkeitsfaktor.

Der Drang nach Blut ist sehr groß. Wie oft denke ich daran, das ich mir etwas besorgen muss. Es einfach tun. Ohne Gedanken daran, was die anderen denken und sagen. Ohne den Gedanken daran, was dann mit meiner Arbeit ist – weil ich ja noch zum Betriebsarzt muss, ohne Gedanke was andere sagen wegen den Narben (v.a. mein Mann und meine Tochter). Einfach das tun, wonach man sich sehnt. Blut, Blut, Blut und Schmerz.

Borderline Verhalten – mal wieder mehr (denn je!?)

Im  Moment weiß ich auch nicht so recht was los ist mit mir, bzw. bin ich enttäuscht, das wieder mehr Symptome der Borderline Störung in den Vordergrund treten. Dachte echt zwischenzeitlich das ich den Mist bald los hab – abgeschüttelt oder so! (Klar weiß ich das das Quatsch ist, aber war halt so Wunschdenken).

Jedenfalls sieht man es mir wohl an, das es mir gerade nicht so gut geht. Werde öfters drauf angesprochen und vor der Psychiaterin konnte ich es auch nicht verbergen. Ich weiß selbst nicht. Mir ist alles zu viel, bin so schnell gereizt, so schnell erschöpft, ein HB Männchen,…

Wie oft denke ich mir wie schön es wäre auch „Medikinet“ zu haben um einfach mal etwas strukturierter zu sein. Ich hasse mein inneres und äußeres Chaos! Es stresst mich gerade alles. Der Tagesablauf ist so noch recht neu. Mache gerade so gut wie die komplette Woche Urlaubsvertretung – somit fast täglich Dienst und dann eben noch Kind, Hausaufgaben, Haushalt und co.  Ich bin platt.

Dann kommt noch hinzu, dass mein Wecker um 4 Uhr das erste Mal klingelt, das mein Mann nicht verschläft  – er ist noch in der Probezeit. Dann bin ich endlich eingedöst, dann bimmelt unser Wecker.

Steh gerade wieder unter Dauerstrom und schaff es gerade nicht runter zu fahren. Fühl mich gerade im Hamsterrad, obwohl es kein Grund gibt sich so zu fühlen, hatte schon viel stressigere Zeiten. Alles wäre / ist gut planbar und doch bringt mich alles ins wanken.

Doof wenn man mit sich und dem Ist Zustand nicht zufrieden ist. Und das gelernte gerade so weit weg erscheint und man ohnmächtig dasteht und nicht will, nicht kann!!! Ich hasse solche Zustände!!!

Ich habe wieder vermehrt Schneiddruck. Zudem steh ich da aber unter Druck (selbstgemacht) weil ich zum Betriebsarzt sollte und der ja nichts feststellen soll! Nicht das er mich als psychisch krank abstempelt und ich irgendein Verbot kassiere. Aber der Druck, die Sehnsucht ist sehr groß. Hätte nicht gedacht, das es mir nochmals sooooo viel ausmacht. Auch merke ich, das durch diesen Druck und das Ankämpfen mein Verlangen nach „ungesundem“ Essen wieder größer wird. Ich könnte futtern, futtern, futtern!

Das macht mich alles so traurig und hilflos. Ich möchte flüchten in eine „andere“ Welt. Andere Gedanken und Gefühle und ich weiß es geht nicht! Gerade habe ich wieder das Gefühl ich steh vor einem nicht überwindbarem Berg, den ich nie und nimmer bewältigen kann.

Ich will alles alleine schaffen, will nicht erzählen was mir sorgen macht, mich bedrückt, weil ich es nicht kann. Und dann wieder zu sehen, das gewisse Leute doch merken das etwas mit einem nicht stimmt. Obwohl ich dachte, das meine Maske perfekt sitzt!?

Das war ein Faustschlag ins Gesicht, ein Wachrütteln in die Realität, in meinen Ist-Zustand, was mir mein Gewicht wohl auch wiederspiegelt! Mein Gewicht bleibt seit einigen Wochen bei +- 97 Kilo. Das ist echt zum Kotzen!

Meine Psychiaterin hat heute das Antiodepressiva unter Diskussion mit mir und meiner Panik vor Erneuter Gewichtzunahme auf 225 mg erhöht. Sie meinte, damit ich wieder Energie schöpfe. Recht hat sie, aber das eingestehen fällt mir schwer. Fühle mich wieder als Versager auf der ganzen Linie. Schuld, Scham, Wut, Ärger- auf mich! – die ganze Bandbreite ist wieder da!

Scheiß Emotionen ich will sie nicht!!!