Ohne Therapie

Da sich bei mir meine Arbeitszeiten und -umfang seit Januar so massiv verändert haben, bin ich im Moment auch ohne Therapie. Ich hätte auch nur noch so ca. 6 Stunden, dann lauft die Therapie aus und dann ist erstmal Pause angesagt.

Wie es sich so ohne Therapie / Therapeut lebt? Ungewöhnlich gut. Davor hatte ich vor dem Punkt ohne Therapeut dazu stehen echt Angst, aber inzwischen denke ich kaum noch daran das mir was fehlt.

Oft sind mir doch Elemente der Therapie bewusst und ich weiß was ich tun kann, wenn ich mich im seelischen Müll veliere.

Auch bedeutet es für mich das ich weniger Terminstress habe, bzw. sich das mit der Arbeit aufhebt. Arbeit und Therapie unter zu bekommen und dann noch die weight Watchers Treffen ist im Moment echt mühsam.

Wenn ich mal frei habe, brauche ich auch das frei für mich. Ich verbringe es dann oft zu Hause alleine. Ich brauche dann meine Ruhe. Oft bin ich gerade am Ausmisten was wir hier absolut nicht mehr brauchen und so viel Platz weg nimmt. Das tut gut und befreit auch meine Seele. Klingt doof – ist aber so!

 Es nimmt mir Ballast, ich fühle mich freier, weiger eingeengt und sehe, das wir in naher (oder ferner) Zukunft vielleicht endlich ein Raum im Haus mehr zur Verfügung haben.

Ich habe hier sehr lange gebraucht bis ich mich an die umgebung, an das Haus und alles gewöhnt hatte. Da war so viel „fremdes“ und meine Dinge wurden hier gar nicht gebraucht, da alles schon da war und auch kein Platz großartig war um meine ganzen Sachen hier unterzubringen. Hier lagern noch Dinge aus 3 Generationen!!! Jetzt miste ich eben alles durch auf:

– hoher Erinnerungswert / Wertvoll (bleibt)

– alt, kaputt, vermaket, nicht brauchbar – kommt weg

– neuer, aber doppelt und dreifach – 1 Vorrat, Rest kommt weg

So in etwa.

Mal sehen wie lange ich jetzt keine Therapietermine ausmache. Abbrechen will ich nicht, aber ich will mich auch nicht stressen wenn ich merke das es gerade ohne ganz gut läuft.

Auch die Medikamente schraube ich gerade alleine runter. Zum Glück lässt mir da meine Psychiaterin recht viel Freiraum. Sie merkt, das ich da ganz gut auf meinen Körper hören kann. Auch das Lyrica kann ich gut runterfahren. Und die Schmerzen im Körper sind erträglich.

Das Thema Tod verfolgt mich…

Montag und Dienstag war wirklich der absolute Tiefpunkt.

Wie ihr vielleicht auch in den Medien gehört habt ist ein 3 jähriges Kind vom „Stiefvater zu Tode geprügelt“ worden. Für mich war es schon schlimm diese Nachricht am Freitag zu hören, war jedoch für mich noch auf Distanz haltbar (wegen den Emotionen). Als ich jedoch Montag als meine Tochter aus der Schule kam das erste Mal damit konfrontiert wurde das das bei uns im Ort passiert ist war es für mich nicht mehr so „weit weg“. Im Internet fand ich dann noch Bilder mit dem Hof, auf dem es passiert war und dann konnte ich 1 und 1 zusammenzählen. Es brach über mich ein. Ich kannte das Kind, ich kenne den Stiefvater, ich kenne den Hof, ich kenne die Mutter,…

Ich war schockiert, ich war sprachlos, ich war entsetzt….

Alles brach über mich herein. Den Kampf um mein Trauererlebnis mit meiner Oma und dann noch das…. Alles war zu viel…

Selbstverletzungsdruck, Gedanken um den Sinn oder Unsinn des Lebens, keinen Sinn mehr sehen, alles war dabei…

Auch am Dienstag stand ich völlig neben mir. Meine Therapeutin sprach mich drauf an. Erstmal konnte ich gar nicht reden. Irgendwann brach etwas in mir auf und ich musste ersteinmal weinen.

Ganz wild erzählte ich von den ganzen Geschehnissen, die mich die letzten Monate überrollten. Unsere letzte Therapie war Ende Oktober oder so, also verdammt lange her. Es tat gut diesen ganzen Gedankensalat mal loszuwerden und sich verstanden fühlen. Wie gesagt habe ich hier im alltäglichen Leben niemand mit dem ich darüber richtig reden kann. Es war so emotional wie schon lange nicht mehr. Nach der Therapiestunde war ich erschöpft aber auch erleichtert.

Paar Stunden später hatte ich das erste Mal wieder das Gefühl das es mir etwas Erleichterung brachte und es mir langsam etwas besser geht und nicht mehr alles komplett schwar ist.

Therapie beenden? Auf die Suche nach einer anderen Therapieform gehen?

Inzwischen sind fast schon 3 Wochen rum seit ich wieder von der Mutter Kind Kur zurück bin. Der Alltag hat mich völlig wieder. Inzwischen fällt mir das funktionieren nicht mehr ganz so schwer.

Das Therapiethema hängt mir noch ziemlich nach. Die Therapeutin dort hat etwas angestoßen. Ist es wirklich an der Zeit mit meiner Therapeutin aufzuhören? Bin ich wirklich an einem Punkt an dem ich nicht weiter komme? Was hilft mir denn weiter?

Ich war ja schon hin und wieder Therapiemüde.

So auch jetzt.  Ich habe das Gefühl auf der Stelle zu treten und nur an Problemen  im Umfeld zu arbeiten, die immer wieder auftreten aber an den Dingen, die weit in der Tiefe schlummern, mich prägten an die komme ich nicht.

Ich merke wie stark mich der Gedanke an den Tod meiner Oma vor über 20 Jahren dieses Jahr prägt und es mir psychisch recht schlecht geht, ich merke das ich den Tod immer noch nicht verarbeitet habe.

Auch komme ich mit dem IST Zustand, dem Verhältnis zu meinen Eltern  nicht klar. Wie sie mich immer noch vereinnahmen, obwohl ich eine eigene Familie, einen Job und mein eigenes Leben habe.

Die Therapeutin dort meinte ob inzwischen vielleicht eine Art Abhängigkeit besteht. Ich merke, das ich nicht weiter komme es aber nicht sagen kann, weil ich Angst habe sie zu verletzen!? Auch das ich merke, das ich etwas anderes in Richtung Trauma / Tod / Verlust brauche und sie evtl. nicht die Kompetenz hat!?

Ich merke einfach immer wieder wie wir uns im Kreis drehen. Ich komme vom Thema ab (unbewusst wahrscheinlich weil das dahinter schmerzt) und sie schafft es nicht dort wieder anzuknüpfen oder mich dort hin zurück zu holen. Wisst ihr was ich meine? Ich sehe nur wie die Stunden weniger werden und ich nicht in die Tiefe komme!

Ich hab in meiner Hilflosigkeit dann auch eine Mail an meine Therapeutin geschrieben:

Hallo Frau XXX,
 
lange Zeit ist verstrichen. Weihnachten rückt näher und ich bin halbwegs im Alltagstrott wieder angekommen. Bin seit dem 10.12 aus der Kur zurück. Die Kur hat mir so gut wie nichts gebracht. Leider. Außer das sie mir viele Fragen und keine Antworten gebracht hat und mich erneut ins wanken und grübeln gebracht hat.
 
Mir ist bewusst geworden, das ich gerade nicht weiter komme. Dort in der Klinik gab es nur Gespräche, wenn ich dringend jemand gebraucht habe. Insgesammt 95 min. Die Therapeutin und ich sind zu dem Entschluss gekommen, das mich wohl Verhaltenstherapie im Moment nicht weiter bringt. Ich weiß theoretisch ganz gut bescheid was ich ändern sollte, jedoch blockiert mich innerlich was, was das nicht immer umsetzen lässt. Auch meinte diese, das ich evtl. da nochmals zu nem anderen Zeitpunkt stationär dran gehen sollte. Oder eben eine andere Therapieform (wg. Vergangenheit).
 
Ich weiß nicht wieviel Stunden ich von der Verlängerung überhaupt noch hätte!? Danach ist sowieso wohl erstmal 2 Jahre Pause oder so fällig, oder laut Standart der Krankenkasse?
 
Ich weiß gerade gar nichts. Mir ist gerade alles zu viel und zu anstrengend und doch ist das innere „du musst“. Allso  funktioniere ich eben und fühle mich gerade noch geschlauchter als zuvor. Das hat vorher funktioniert und funktioniert auch hoffentlich weiter.
 
Ich weiß nicht ob es Sinn macht nochmals einen Termin auszumachen, oder ob ich eher hier die Therapie beenden soll!?
 
Auch werden sie sicher nun ersteinmal Urlaub haben.
 
Ich wünsche ihnen und ihrer Familie ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
 
Viele Grüße xxx
 
zurück kam:
Mail 1:
Liebe Frau xxx,
 
hier eine kurze Stellungnahme.
Sie kommen im Moment nicht weiter.
Es liegt wohl weniger an der Therapiemethode.
Aber wir können versuchen herauszufinden, an was es hängt.
Oder haben Sie falsche Erwartungen.
Wir werden sehen- wir können ein imaginativen Verfahren versuchen.
In diesem Sinne, in ihrem Sinne ist es gut, wenn Sie noch ein paar Stunden kommen.
 
Beste Grüße
xxx
 
Mail 2:
Liebe Frau xxx,
 
ich wollte Ihnen noch 2 Buchtitel empfehlen, die sich auch für das Durcharbeiten eignen.
Und möglichweise Ihr Weiterkommen begünstigen.
Hay Louise: Wahre Kraft kommt von innen.
Röhr H.P.: Die Kunst der Wertschätzung
 
Mit besten Grüßen
xxx
 
Tja und nun? Ich bin genauso unschlüssig wie zuvor. Ich bin froh gerade das die Feiertage dazwischen sind. Ich bin froh keine Entscheidung fällen zu müssen und doch bin ich am Grübeln…
 
Theorie bin ich gut. Kenne mich gut aus, aber die Praxis….
 
Ich merke auch immer wieder so einen inneren Widerstand bei manchen Dingen, die ich neu „einüben“ will. Es blockiert mich dann. Innerlich ist dann etwas bockiges das sich absolut dagegen streubt und es ist dann kaum möglich dagegen anzukommen.
 
Versteht ihr mich? Quassel hier glaub nur Chaos zusammen.
 
Einerseits will ich aufhören, andererseits habe ich Angst alleine dazustehen…

Zurück aus der Kur

Schwer das ganze in Worte zu fassen. So schwer, weil ich mir mehr erhofft hatte und viele Erkenntnisse sehr Schmerzen und ein dickes Fragezeichen aufwerfen.

Ich habe einerseits vielen positiven Eindrücken dort erleben dürfen aber ich bin auch mit vielen offenen Themen und Fragen nach Hause „entlassen“ worden. Mir wurde im Abschlussgespräch von psychosozialer Seite gesagt, das ich eigentlich stationär gehen sollte. Eigentlich alleine. Die Traumatas / Trauergeschichte wollten sie hier nicht aufmachen, weil sie Angst hatten, das ich zu instabil werde. Auch soll ich schauen, ob ich nicht emotional abhängig von der Therapeutin bin und ich deshalb das Gefühl habe nicht in die Tiefe zu kommen. Ich soll fragen ob ich evtl. nicht ein anderen Therapeut suchen soll der mit Traumata und Tod / Trauer mehr Erfahrung hat,…

Das ganze habe ich zwar schon ziemlich am Anfang realisiert, das ich dort falsch bin, das ich mit meinen Problemen dort zu komplex bin und das sie in einer so großen Einrichtung da gar nicht ran gehen können von der Personalkapazität aber dennoch hatte ich Hoffnung mir selbst helfen zu können, wenn ich nur mal wieder schaffe runter zu fahren und eine Auszeit zu haben.

War natürlich nicht so, denn es war einfach zu laut und zu viele Menschen und eben eine Mutter Kind Kur, wo auch das Kind Bedürfnisse hat. Angefangen im eigenen Apartment. Draußen, über einem, auf dem Flur – oft Gerenne und Geschreie,… Oder die Reinigungskräfte, die ja nur ihre Arbeit machen – aber man dann flüchtet, weil sie zu zweit im Apartment rumflitzen. Im Speisesaal, wo Kinder ohne Aufsicht rumrennen, schreien, ans Büffet gehen,… ohne das die eigenen Mütter etwas auf die Kinder achten. In den Anwendungen – Gruppen sehr viele Leute, was für mich oft zu viel war. Kein Kinderfreier Rückziehort – auch in der Cafeteria Kinder, die alleine rumflitzen.

Mag sein das es jetzt enorm Kinderfeindlich scheint. Ja, ich habe selber eine Tochter. Jedoch sollte doch jeder etwas auf das Miteinander achten. Und Kinder die nicht raus dürfen, weil es die Mutter zu windig findet toben eben dann dort, wo andere Ruhe suchen. In der Cafeteria, im Speisesaal, im Apartment,… Ich bin mit meiner Tochter viel ans Meer gelaufen, oder in die nächsten Orte, oder war Schwimmen,… Aber manchmal habe ich mich einfach mal nach Ruhe gesehnt.

Die Therapeutin, die ich im Laufe der Kur bekam war toll. Sie hatte eine herzliche, direkte Art. Sie konnte in kurzer Zeit Knackpunkte erkennen und regte zum Grübeln an. Sei es das magische Band zu meinen Eltern, aber auch das mit der Therapie, das es an der Zeit wäre dort zu schauen wie ich weiter komme, das mich manche Dinge nicht mehr so aus der Bahn schmeißen. Das war sehr schmerzlich zu realisieren und hängt mir auch jetzt noch arg nach.

Ich fühle mich, wie so oft im Leben überrumpelt, hilflos, voller Schmerz.

Themen wie die unbearbeitete Trauer wegen dem Tod meiner Oma (besser gesagt Ziehmutter), das unlösbare magische Band zu meinen Eltern, das Kompensieren der Gefühle durch Essen und die enorme Zunahme waren sehr prissante und stark gegenwärtige Probleme wo ich auch nicht wirklich Hilfe in dieser Klinik erfuhr.

Ich habe den Abstand und die Zeit mit meiner Tochter genossen, jedoch habe ich meine Kurziele hier nicht erreichen können. Die Klinik war viel zu groß für mein unruhiges Seelenleben. Erst in der Halbzeit schaffte es mein Körper aus dem Hamsterrad durch die Quarantäne meiner Tochter runter zu fahren. Jedoch kompensierte ich dann, da ich da dann plötzlich stark mit meinen Problemen und Gedanken und Gefühlen konfrontiert wurde.

Familienaufstellung / Familienstellen

Hallo zusammen,

dieses Mal brauche ich mal euren Rat / eure Erfahrungen. Ich hoffe ich bekomme antworten!? 😉

Meine Therapeutin will mit mir in der nächsten Therapiestunde mit mit mir eine Familienaufstellung machen. Wir machen das ohne andere Personen. Nur wir zwei.

Ich bin da noch bissel unschlüssig, was ich davon halten soll. Was wird da gemacht? Was wird da besprochen? Wie emotional wird das? Und,und,und….

Wenn ich dran denke ist es mir mulmig, weil ich nicht weiß wie das ganze abläuft. Zumal ich ja jetzt schon merke wie sehr ich immer noch nicht den Tod meiner Oma vor über 20 Jahren zu kämpfen habe. Sie hat mich groß gezogen, sie war da körperlich wie emotional. Ich musste sie zum Schluss als 10 jähriges Kind pflegen, bis meine Eltern von der arbeit kamen,…

Auch wie mich immer noch Handlungen und Äußerungen meiner Eltern beeinflussen und mich das unsichtbare Band festhält und nicht loslässt und ich so beeinflusst werde…

Ich bin einfach unschlüssig!

Therapiemüde!?

Ich hatte das Thema schon mal (siehe hier: Therapiekoller) und so ähnlich ist es nun wieder. Nur dieses Mal habe ich es selbst als solche nicht realisiert, obwohl es auch schon paar Wochen so geht.

Meine Therapeutin sprach es beim letzten Mal an, als ich nicht so recht es geschafft habe Fragen zu beantworten. Ich merkte nur das sich innerlich etwas streubt aber ich wusste nicht was.

Seit der letzten Therastunde war es dann so, das mich das Thema nicht mehr in Ruhe lies und ich darüber nach dachte. Bin ich wirklich Therapiemüde? Will ich mit der Therapie aufhören? Ist mir was zu viel? Oder zu wenig? Liegt es an mir? Liegt es an der Therapeutin? Bin ich zu faul zur Therapie?

Fakt ist, ich bin im Moment recht schnell erschöpft. Ich habe wenig Zeit für mich. Was sich jedoch in der Schulzeit wieder ändert.

Ich wünsche mir mehr Zeit für mich.

Ich wünsche mir Ruhe.

Ich wünsche mir, das man meine Grenzen respektiert und nicht ständig „gefühlt“ überschritten werden. – Das hat aber nichts mit der Therapie zu tun, oder doch? Denn genau das ist glaube ich der Knackpunkt. Das Thema Glaubenssätze und Vergangenheit, Ursprungsfamilie, Abgrenzung gegen der Ursprungsfamilie.

Und so bald mir die Gefühle zu heftig, zu viel werden, dann versuche ich Mittel und Wege zu finden um zu FLÜCHTEN!

Sei es Flucht aus der Therapie in Form von Pause – wieder Gras über die Gefühle wachsen zu lassen in Form von Fettpölsterchen oder auch in Form von  Therapieabbruch- a la Schubladen schließen. (Was ich jedoch erst in der letzten Therapiestunde so gesehen hatte.- Damals ging es das erste Mal richtig in die Tiefe (Tod meiner Oma / Thema Sexualität wurde kurz drüber geblickt) mit der anderen Therapeutin und Schwubs war ich wieder im Selbstverletzungsmodus / und auch dann im „kein Vertrauen mehr“, und co. mich alleine fühlen, im Stich gelassen fühlen,…

Ich glaube ich habe Angst davor bei mir und meinen Gefühlen zu sein und zu bleiben! Solange es nur kurz ist und nicht zu intensiv, bekomme ich das inzwischen hin. Aber wenn es zu schmerzhaft und intensiv wird bin ich weg. Entweder in Form von Dissoziation oder in Kombination mit Aggieren und der Flucht.

Meine Vermeidungsstrategien? Thema wechseln, ablenken in jeglicher Form, Bücher lesen, mich mit Problemen anderer beschäftigen,… Nur nicht zu lange und zu intensiv sich mit mir selbst auseinander setzen.

Auch hatte ich gelesen, das es manchmal solche Phasen gibt, kurz bevor es einen Durchbruch gibt. Zurückblickend stimme ich dem zu. Und auch dieses Mal war wohl das der Fall. Die letzte Therapie-Stunde hat sehr viel in mir bewegt. Und ich hoffe ich komme endlich dem Kern etwas näher und kann dann irgendwann auch mal mit manchen Dingen abschließen.

Mal wieder Hamsterrad Gefühl

Gerade ist bei mir gerade wieder alles zuviel. Ich bin müde und erschöpft. Der normale Alltag schlaucht mich, wenn ich viele Termine habe und das hatte ich. Ich schaffe es jedoch nicht weniger Termine zu haben, jedenfalls in manchen Wochen.

So hatte ich Montag frei und alles war gut.

Dienstag dann Stadt-Tag (Weight Watchers Gruppe, Friseur)  und Therapie. Dieses Mal war die Therapie sehr intensiv. Ich glaube es hat in mir sehr viel bewegt, jedoch auch ganz schön geschlaucht. Ich habe es angesprochen, das ich die Therapiemüdigkeit spüre, die sie im letzten Mal ansprach, als ich keine Antwort auf paar Fragen wusste. Ich habe es für mich analysiert und geschaut was da dahinter stecken könnte. Aber dem sollte ich wohl einen gesonderten Beitrag widmen. Auch waren wir am Thema Tod der Oma vor 20 Jahren dran. Dieser Tod beschäftigt mich immer noch enorm und lässt mich nicht los. Auch habe ich große Schwierigkeiten allgemein mit dem Thema Tod. Sei es mit Verwandten oder auch anderen Leuten, wenn ich zu einer Beerdigung sollte, Beileid aussprechen sollte, etc.  Auch sind wir auf das Thema Elternstimmen und dominante Elternstimmen gestoßen was  mich die ganze Woche noch ziemlich beschäftigt.  Und dann will meine Tochter seit Dienstag auch nimmer zur Schule, obwohl Montag alles gut war. Dieses leidige Thema mit einer Mitschülerin. Das belastet unsere Familie gerade sehr. Und ich hätte große Lust sie deshalb von der Schule zu nehmen.

Habe deshalb auch am Donnerstag der Lehrerin eine Mail geschrieben. Ich hoffe das Thema erledigt sich dann Zeitnah mal. Es ist eben nicht, das nur unsere Mädels das andere Kind ärgern, sondern der Hauptgrund ist das andere Mädchen was die zwei Freunde auseinander bringen will und die beste Freundin meiner Tochter für sich haben möchte. Und zudem klaut das andere Mädchen auch. Meiner Tochter wollte sie wieder ein Stift entwenden.

Ab Mittwoch musste ich nun wieder jeden Tag arbeiten und dann gab es meist noch irgendwelche zusätzlichen Termine, die ich erledigen musste. Und abends bin ich dann Tod müde ins Bett gefallen.

Gestern und heute hatte ich lange Dienste – den kompletten Tag. Und es ist sowas von ruhig. Ich geh schon auf Arbeitssuche, aber wenn man unter der Woche schon fleißig war ist da natürlich auch nimmer viel. Dann sind 10 Stunden EWIG. Und früher gehn ist nicht, da eben abgedeckt sein muss.

Lyrica nimm ich nun auch schon wieder über ner Woche, weil ich keine Lust habe jede Nacht Novalgin zu nehmen, aber die Schmerzen wollen nicht verschwinden. Und das trotz Lyrica, Bewegung, Physio / Krankengymnastik und auch hin und wieder Schmerzmedikament. Wenigstens sind die „Karpaltunnel Symptome“ verschwunden, bzw. gebessert.

Montag wird es zum Glück ruhiger und ich hoffe ich fühle mich dann auch wieder besser und mehr im Gleichgewicht. Da ist dann meine Urlaubsvertretung rum.

Finde es immer wieder schockierend wie schnell sich das „Hamster-Rad Gefühl“ entwickle. Belastbar bin ich nicht wirklich und meine Akkus leeren sich schnell. Hoffe das sich das nach der Kur im November dann auch wieder bessert.

Positives vom Tag

Von meiner Therapeutin:
 
Liebe Frau —-,
 
da muss ich wirklich nochmal loben.
Wie Sie an sich arbeiten.
Danke für den Link, Märchen sind immer eine Anregung.
Nach den Ferien kann ich Ihnen noch was zum Thema Froschkönig ausleihen.
 
Bis dahin, gute Zeit
 
Das tat richtig gut. Weiß auch nicht…
Im Moment fällt es mir nicht gerade leicht mein „inneres Chaos“ zu fühlen und dann auch noch mehr in die Tiefe zu gehen und es anzuschauen.
 
Hab bissel gegoogelt und mehr zum Thema Froschkönig gefunden 😉

Dauerbrennpunkt im Moment

Absoluter Dauerprennpunkt im Moment ist die momentane Schulsituation meiner Tochter.

Um das ganze für Leser verständlich zu machen muss ich noch auf andere Artikel im Blog verweisen.

Meine Tochter hat enorme Schwierigkeiten mit einer Klassenkammeradin. Und laut Klassenlehrerin wurde diese von meiner und einer anderen in der Klasse gemobbt siehe hier: Mobbing – altes holt mich ein

Gestern in der Therapie habe ich genau diese Situation besprochen. Also war ich emotional morgens in der Therapie schon voll drin und anschließend ging es zum gemeinsamen Grillen mit der Klasse von meiner Tochter. Das ganze hat mich dann so zum Kochen gebracht, das ich wirklich völlig neben der Spur war.

Dieses Grillen, hat mir das was mir meine Tochter die vergangene Woche mitgeteilt hat nochmals bestätigt. Dieses „Opfer“ Kind möchte sich wohl zwischen die zwei Freunde drängeln. Sie möchte die Freundin von der Freundin meiner Tochter werden und meine Tochter ins Abseits befördern. Das ist mein Eindruck. Und das wird von der Schule nicht gesehen!

Ich erkläre hier noch mal was so war: 

Nun kam meine Tochter letzte Woche mal sehr wütend und weinend aus der Schule und sagte alles sei doof. Bruchstückchenhaft habe ich Teile mitbekommen, aber nicht alles.

Ein Tag später rief mir die Klassenlehrerin an, das sie dringend mit mir reden muss. Meine Tochter und ihre beste Freundin (nennen wir sie Julia)  würden Dinge von einem anderen Kind  verlangen, worüber sie ganz schockiert war. Sie habe es gestern erst von dem anderen Kind ( sagen wir mal Katrin)  gesagt bekommen. Sie sagte mir, das die zwei Mädels sie gezwungen hätten Papier mit der Hand aus dem Klo zu fischen, das sie „Katrin“  unter Druck setzten, das sie 10 Mal das ganze Schulhaus hoch und runter laufen soll, sonst wären sie nicht ihre Freundin („Julia“ wollte Prinzessin spielen), meine Tochter hätte gesagt, sie soll Scheiße von der Hand lecken (was ich mal gar nicht glaube). Sie meinte, das dass ganze nun an den Schulleiter gehen muss. Beim nächsten Mal würde es laut Schulgesetz Aktenkundig werden und zum Schulausschluss für einen Tag oder so führen und danach je nach weiterer Sachlage kommt es zum Schulverweis. Sie hat mich gebeten mit meiner Tochter darüber zu reden. Ich habe mit ihr beredet, das meine Tochter als Konsequenz „Julia“ am Nachmittag nicht im Schwimmbad treffen darf und das wir das Thema (Mobbing, Gewalt, Freundschaft, Gefühle,…) zu Hause besprechen. Hab mir Unterlagen aus dem Internet herausgesucht und wir haben das durchgesprochen. Sie hat auch eine Entschuldigung für „Katrin“ mitgenommen. Als Entschuldigung wollen wir mal ein Nachmittag nur meine Tochter, „Katrin“ und ich was zusammen unternehmen.

Desweiteren wollten die Lehrer, die 3 auch in der Pause trennen. Die Regel ist, das immer ein Tag einer von beiden mit „Katrin“ spielen muss, und die andere mit jemand anders aus der Klasse. Ich habe jedoch mitbekommen, das „Katrin“ das gar nicht will mit meiner Tochter. Nur mit „Julia“. (Siehe den Brief, den ich an die Lehrerin geschrieben habe).

Mir hat das ganze dennoch ziemlich den Boden unter den Füßen weggezogen und je mehr da vorfällt, desto mehr bekomme ich ein Hals. Da meine als „Täter“ da steht und anscheinend widerliche Dinge verlangt und „Katrin“ als Opfer, die Arme dasteht. Zumal sie eben den zweien seit der ersten Klasse ständig hinterher rennt und die zwei das aber gar nicht wollen!

Gibt es da für mich die Möglichkeit das so zu schreiben, wie ich es formuliert habe? Oder ist das zu krass? Was kann ich tun?

Am liebsten würde ich meine inzwischen von dieser Schule nehmen, doch ne wirklich Alternative habe ich nicht, da das eine Sprachheilschule ist und auf der normalen Grundschule geht sie mir unter.

Ich hoffe ihr könnt das Chaos  nachvollziehen.  Bei mir im Kopf herrscht gerade deshalb ziemliches Chaos.

Die Mail, die ich gerne an die Klassenlehrerin schicken würde:

Hallo Fr. ,

Ich habe die Situation diese Woche mit meiner Tochter, „Julia“ und „Katrin“ beobachtet und muss feststellen, das da gerade meines Erachtens etwas schief läuft.

Die Freundinnen, dürfen beide in die Pause, dürfen aber nicht zusammen spielen. Fakt ist. Wenn „Katrin“ mit meiner Tochter spielen soll, geht sie zu den großen Jungs und spielt nicht mit meiner Tochter. Nur dann wenn sie mit „Julia“ spielen darf spielt sie mit ihr. (Das habe ich von meiner Tochter,  „Julia“ und auch die Schwester von Julia gehört, die, die Klasse 4 besucht).

Katrin“   drängt sich zwischen die beiden. Das ist mein Eindruck. Mein Eindruck von dem Erzählten von  meiner Tochter und auch das was ich heute auf dem Spielplatz beobachtet habe.  

Das die Mädchen in der Klasse, im Unterricht getrennt werden kann ich verstehen. Was ich inzwischen nicht verstehen kann ist das über ihre freie Zeit in der Pause bestimmt wird.

Katrin“ ist nicht so beliebt. Das höre ich auch von anderen Eltern. Zum Beispiel hat sie sich beim Geburtstag bei meiner Tochter aufgedrängt und wollte eingeladen werden, das gleiche war bei „Julius“ der Fall. Das kann Frau xxx bestätigen.

Vielleicht müsste man da im neuen Schuljahr auch mal gemeinsam zusammen sitzen und auch mit den Eltern von „Katrin“ reden.

Ich will nicht abstreiten, das meine an der Sache mit der Toilette beteiligt war. Ich habe mit ihr geredet. Und thematisiere das Thema immer wieder. Dennoch erscheint es mir auch ein Problem mit  zu „Katrin“ sein, weil sie sich aufdrängt. Und die anderen nicht in Ruhe lässt und die zwei anderen einfach auch nicht zu helfen wissen. Da Leticia immer wieder „petzt“, die anderen zwei nachahmt, nachspricht und z.B. meine Tochter das nicht den Lehrern anvertraut, sondern mir. Da sehe ich nicht nur den „Täter“ bei meiner Tochter und „Julia“, sondern auch bei „Katrin“.

Ich hoffe wir können die Sache so klären, das es nicht für alle eine tägliche Problematik wird. Den inzwischen ist es zumindest bei uns ein Dauerbrennpunkt.

Viele Grüße desweges 

Die Mail habe ich noch nicht abgeschickt, da ich eomtional gestern sehr tief drin steckte, dennoch möchte ich handeln. So geht es nicht weiter. Das macht mich und auch meine Tochter fertig.

Auch habe ich gestern mit der Mutter von „Julia“ geredet. Ihr hat es die Klassenlehrerin nicht so erzählt wie mir. Das das so Konsequenzen hat, wenn nochmals was ist. Das fand ich auch sehr merkwürdig. Wieso nur mir und ihr nicht? Habe es aufgeschrieben, weil mein Kopf ein Sieb war.

Fragen über Fragen…