Update

Wusste keine bessere Überschrift.

Das Gespräch mit der Frau vom Jugendamt habe ich hinter mich gebracht. Es war kurz – darüber war ich froh. Das war wohl ein Pluspunkt für mich, da wir uns schon kannten. Auch musste meine Tochter nicht dabei sitzen, konnte draußen spielen und wir besprachen nur was sich seit dem letzten Gespräch verändert hat.

Jetzt steht in etwas mehr als einer Woche noch das Hilfeplangespräch an, wo es dann um die spezielle Hilfe und Ziele geht. Da soll jeder für sich (unsere Tochter, mein Mann und ich sich Gedanken machen). Da ist auch unsere SPFH dabei.

Ansonsten habe ich mich die letzten Tage sehr viel abgelenkt mit Sport und Bewegung. Das tut so gut und ich habe es geschafft dank meines neuen Utensils jeden Tag über 10000 Schritte zu gehen. Auch meine Tochter ist sich viel mehr am bewegen. 🙂 Und wir machen das gemeinsam und können quatschen  – ungestört, da mein Mann da nicht mit geht. Heute haben wir uns den Hund unserer Nachbarn ausgeborgt. Das machen wir nun öfters.

Ich merke das es wieder aufwärts geht. Da bin ich froh drum. Meinte zu meiner Therapeutin auch schon, das ich am liebsten wieder die Medikamente runter schrauben würde, aber das soll ich doch bitte noch lassen, das es gerade ziemlich heftige Themen in der Therapie gibt. (Hat sie ja recht – nur da ist so was…. das mit dem Kopf durch die Wand will *grummel*) Werde es beobachten. Und bald habe ich auch wieder einen Termin bei der Psychiaterin.

Die Schichten meiner Psyche, wie sie es immer so nennt, werden immer mehr abgetragen. Verstehe Zusammenhänge zwischen meinem Verhalten im Hier und Jetzt (sei es Familie, Freunde, Beruf,…) immer besser. Ob das gut ist? Hm? Im Moment finde ich das ganz schön heftig. Merke wie ich auch immer wieder Fluchttendenzen habe. Versuche immer ganz schnell das Thema zu wechseln. Sei es in Dingen die ich erledigen sollte, beim Aufräumen, beim Buch lesen – fange zehn an und springe hin und her; was auch immer. Das ist richtig typisch für mich. Interessant wenn ich es schaffe das zu beobachten.

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Tag 2 nach Krise

Auch wenn es mir im Momemt verdammt schwer fällt mich aus dem Bett zu bewegen, aus meiner Sicherheitsburg, war ich heute bei Weight Watchers und in der Therapie.

Es kostet so viel Überwindung, weil es man mir anseht das es mir gerade nicht gut geht und viele danach fragen. Und das Fragen ist noch anstrengender. Wie kann ma das erklären? Psychische Krankheiten sind stigmatisiert. Depression geht ja vielleicht noch ein Hauch, aber Borderline?

Ja, ich zeige es nach außen nicht, nur das Lächeln fällt mir inzwischen auch schwer. Und das kennen die meisten von mir nicht. Versuche immer optimistisch zu sein, auch wenn es innendrin ganz anders aussieht und mich Selbstzweifel plagen.

Ja,  ich habe im Moment Suizidgedanken. Sie sind da. Sie nehmen mehr Raum ein. Meine Therapeutin weiß das. Das Durchspielen ist wieder da. Der Sinn des Lebens ist gerade recht fern. Dennoch kämpfe ich weiter.

Steh auf Autopilot! Es muss gehen! Kann meine Familie nicht im Stich lassen. Das kann ich ihnen nicht antun! So lange das noch ist, ist es gut. Nur nun darf nichts mehr wegbrechen!

Ich darf auf Arbeit nicht fehlen! Sonst schmeißen sie mich, jedenfalls wenn ich psychiatrisch stationär geh. Mutter-Kind Kur ist was anderes, das wird noch so akzeptiert aber bei gewissen Ex-Bereichskollegen sicher auch der Mund zerissen.  Nur ich brauch sie dringend, bevor ich ganz kompensiere!

(Auch da hat sich was getan während ich das hier schrieb. Die Praxis meine Psychiaterin hat angerufen. Meine Ärztin fällt länger aus. Es ist aber eine Gemeinschaftspraxis, die andere Ärztin übernimmt nun mein Attest und füllt es zusätzlich zu dem vom Hausarzt aus. 🙂  – da glaub ich doch wieder an das Gute und  an Fügung – Das tut heute echt gut und gibt mir Mut das sich bald wieder etwas ändert.)

Es heißt Zeit zu überstehen, Gefühle zu lassen und aushalten und achtsames wahrnehmen. Pausen einbauen wo es geht. Das heißt im Moment für mich viel allein für mich sein und zu wissen mein Mann und meine Tochter sind da, aber sie lassen mir auch Zeit für mich! Bin im Moment nicht der Gesprächigste im alltäglichen Leben, denn vieles kann ich dort nicht sagen, weil dort gleich alle Alarmglocken gehen. Nur ganz wenige vertrauen mir und meiner Einschätzung ob es geht oder nicht.

Was hat mir die Therapie heute gebracht? Etwas mehr Selbstvertrauen, das ich die Situation gut gemeistert habe und doch einiges daraus mitnahm. Auch wenn es mir verdammt schwer fiel das mit meinen Gedanken und so zu sagen.

Es ist ein massiver Konflikt, der mein wunder Punkt getriggert hat. Und auch Hauptverletzungspunkt ist. Meine Angst Allein zu sein, Allein dazustehen. Dadurch brechen gerade auch wieder alle Symptome aus mir raus und vereinnahmen mich.

 Sicher trauer ich der kaputten Freundschaft hinterher, da es viel mit meinem Thema: Angst – sozial alleine dastehen –  zu tun hat. Es hat mir aber auch gezeigt wie sehr mich diese Freundschaft in Stress und Alarmbereitschaft setzt. Aus diesem Blickwinkel gesehen ist es auch Erleichterung. Keine Verpflichtung zu haben. Sein zu können wie es mir gerade geht, mich nicht verstellen zu müssen, weil man damit nicht umgehen kann, sich nicht ständig schuldig zu fühlen und abhängig …

Es hat mich darin bestärkt für mich und meine Tochter  und unsere Bedürfnisse einzustehen auch gegen jemand anders. Im Endeffekt auf das Nein Beharren.

Wichtig ist es für mich weiter an meinem Selbstwert zu arbeiten und da ich mich festige. (Fels in der Brandung werde). Ich soll weiter üben Emotionen zu bennenen und versuchen sie auszuhalten. Und nicht mich in Emotionen reinziehen zu lassen, die andere wieder erneut entfachen. Weiterhin ist es wichtig auf meine Bedürfnisse und mein Bauchgefühl zu hören und danach zu handeln. Was auch solangsam besser wird 😉

EFT werde ich erstmal etwas hinten anstellen, das es mir gerade in diesem „stürmischen Seewasser“ sonst zu arg von einem Problem ins nächste befördert. Ist mir auch passiert, als ich versuchte meine Essstörung wieder in den Griff zu bekommen. Aber jetzt weiß ich wieso das passiert ist.

Wie schnell 3, 4 Wochen vergehen

Hab gestern auf dem Kalender gesehen, das ich Dienstag seit langem – glaub 4 Wochen wieder Therapie habe. Voll ungewohnt.

Wie geht es mir ohne wöchentliche Therapiestunden? Hm? Stressfreier. Keine Therapiehausaufgaben, keine Vor- und Nachbereitung und weniger aufwühlen des Alten.

Ist es gut so? Glaube nicht. Versuche glaube ich gerade etwas zu vermeiden. Etwas was mir Angst macht, etwas was unangenehm ist und mich belastet, denn es geht an die Vergangenheit. Vergangenheit ist nicht gut. Da steckt viel dahinter. Vieles was ich doch gerne verdränge und nicht an die Oberfläche lassen möchte.

Im Moment geht es um die Bewilligung weiterer Stunden. Es sind noch 1-2 Stunden und dann sind die bewilligten Stunden voll. Auch weiß ich nicht, ob der Antrag an die Kasse bereits unterwegs ist, oder ob alles noch bei meiner Ärztin liegt und die ist ja, wie ich bereits geschrieben habe länger krank.

Will ich das? Will ich das nicht? Ich schwanke. Ich schwanke sehr. Wenn es mir gerade ganz gut geht, dann denke ich mir ich komme alleine klar, aber was ist, wenn ich wieder einbreche? Dann kann ich mich nicht strukturieren und analysieren und rutsche in alte Muster.

Wieso muss das so verdammt schwer sein, Entscheidungen zu treffen, mit der Krankenkasse zu kommunizieren, mit den Ärzten zu reden, sich behandeln lassen, Therapie zu machen,…

Merke immer wieder, das ich doch gerne auf dem alten, gewohnten, vertrauten und sicheren Weg bleiben möchte. Neues und unvorhersehbares macht mir Angst. Angst die mich nicht mehr aus dem grübeln raus lässt und Tag und Nacht begleitet.

Wo sehe ich die Probleme wegen der Therapie? Mir fällt es schwer, bei einem Thema zu bleiben. Innerhalb 2 Wochen sind manchmal ganz andere Problemfelder aktiv. Und dann möchte ich gerne an diesem Thema arbeiten. Meine Therapeutin meinte jedoch, das wir an einem Thema bleiben sollten. Damit wir voran kommen.

 Das stresst mich. Nicht, weil ich nicht an dem Thema bleiben möchte und arbeiten möchte. Nein, mir fällt es einfacher über die Glaubenssätze und Emotionen zu reden, die gerade aktiv ist. Wenn ich gerade kein wirkliches Problem mit meiner Tochter habe finde ich es schwer mich in eine solche Situation reinzudenken. In den letzten Wochen war nicht meine Tochter das „Problem“ – hin und wieder Kleinigkeiten, eher war es meine Unzufriedenheit mit mir und meinem Gewicht und dem Gefühl den stabilen Boden unter den Füßen verloren zu haben. Den Boden fand ich eine ganze Zeit sehr stabil. Bereits um Weihnachten rum glaubte ich das er zu brökeln beginnt. Trotzdem ignorierte ich es. Seit Januar tümple ich an 2-4 Kilo rum. Rauf und runter, runter und rauf. Die letzten 3 Wochen wurde es nur noch ein rauf. 2,5 Kilo. Und es ist, trotz EFT Klopfübungen so mühsam die wieder runter zu bekommen. Die Sucht nach Schoki ist wieder voll da. Das nervt mich gewaltig und führt zu Selbsthass.

Auch beschäftigt mich gerade der Kurantrag und ob meine Psychiaterin im Juli beim nächsten Termin wieder da ist. Was wenn nicht? Wo bekomme ich meine Medis v.a. das Minipress? Jetzt hab ich es weiter bewilligt bekommen und nun ist die Ärztin krank und nicht da. Bin am überlegen heute mal zum Hausarzt zu gehen und mit ihm drüber zu reden. Wegen der Kur und wegen des Medikamentes. Zumal, wenn ich auf ABC Gesund höre dringend mal wieder Manuelle Therapie nötig ist. Hab ganz schöne Schmerzen im Ledenwirbel- und Halswirbelbereich.

Therapiekoller

Ich haber gerade den absoluten Therapiekoller! Ich mag meine Therapeutin, sie ist gut, sie hilft mir sehr, doch irgendwie ist gerade bei mir richtig die Luft raus.

Mich strengt es total an die Hausaufgaben zu machen. Ich habe viel Übungsfeld im alltäglichen Leben und ich mache viel, damit es mir besser geht, doch strengt es mich enorm an auch noch an die Hausis zu denken.

Bei mir ist die Luft raus. Früher war ich so konsequent und habe mich gleich dran gemacht mein Therapiebuch ins reine zu schreiben und die Hausis zu machen, jetzt schieb ich es bis zum letzten Drücker. Diesmal kam mir sogar der Gedanke die Therapiestunde abzusagen.

Was ist nur los mit mir? Ich versteh das nicht. Wie gesagt es liegt nicht an der Thera. Wir verstehen uns gut.

Nur irgendwie schaffe ich es im Moment nicht noch mehr aufzunehmen. Mein Alltag tümpelt vor sich hin. Ich komme klar – sicher nicht perfekt – kann man mit einer emotional instabilen Persönlichkeitsstruktur sicher auch nicht erwarten aber es ist okay. Ich bin ewig Selbstverletzungsfrei (fast 12 Monate, wenn ich das richtig gesehen habe), meine Essstörung habe ich mit Ausnahme der letzten Woche auch im Griff, suizidale Gedanken kommen und gehen, sind aber nie drängend oder Spruchreif,…

Kindererziehung fällt mir wie immer nicht leicht, klappt aber ganz gut. Auch in der Schule läuft es bei der Tochter ganz gut.

Probleme in der Beziehung zu meinem Mann gibt es keine. Hat sich auch sehr zum positiven gewandelt. Die finanzielle Entlastung durch seinen neuen Job tat uns sehr gut. Das war schon sehr oft ein Zoffpunkt.

Die Krise wegen meines Autos letzte Woche hab ich mit einem Essrückfall gut überstanden. Ich hab mich selbst nicht fertig gemacht ich  habe es akzeptiert, das mein Körper Essen brauchte -ungesundes, süßes,…. – ich habe es zugelassen. Ich hab mich nicht unter Druck gesetzt. Ich versuchte Punkte Punkte sein zu lassen und aß worauf ich Lust hatte. Es sind sicher 1-3 kg mehr. Egal. Seit gestern bin ich wieder im Programm. 

Ich rutschte in etwas altes hinein. Den Selbstverletzungsdruck puffert ich durch Essen, durch viel Essen, ungesundes Essen. Sicher nicht mehr die Mengen wie früher, aber ich aß und auch so gut wie ohne schlechtes Gewissen. Es tat gut von dieser enormen Anspannung runter zu kommen.

Ihr seht, es gibt Themen für die Therapie, aber ich mag gerade nicht. Ich bin es leid – ich mag nicht. Irgendetwas streubt sich in mir. Ich würde am liebsten alles hinschmeißen. Aber ich weiß ich bereue es dann. Es ist so viel, v.a. wenn es um die Vergangenheit geht nicht aufgearbeitet, aber im Moment ist mir alles zu viel und doch habe ich Angst ein Schlussstrich zu ziehen. Ist es Passivität, Erschöpfung,…? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur das ich nicht will!

 

 

Therapieupdate

Heute hatte ich nach 3 oder 4 Wochen wieder Therapie. Meine Thera fragte, wie es in der Zeit ging. Ich komme erstaunlich gut klar, auch dann wenn viele unerwartete Dinge auf mich einrieseln, die mich ins wanken bringen.

Es macht mir gar nicht so viel Angst wie erwartet, wenn ich sooo viel Luft zwischen den einzelnen Stunden habe.  Ich genieße die Zeit, für die Ausarbeitung. Ich kann die Zeit viel intensiver nutzen um im alltäglichen Umfeld zu üben und mir schwierige Situationen zu notieren, die ich in der Therapie ansprechen möchte.

Auch passt das mit den längeren Abständen zum Thema Gewaltfreie Kommunikation. Ich erarbeite mir die Inhalte selbst und bespreche mit ihr die Übungen. Das tut mir sehr gut.

Das nächste Mal wollen wir über Konfliktsituationen und  Konfliktverhalten sprechen.

Meine Notizen – mein Erarbeitetes zu Gewaltfreier Kommunkikation Teil 2

Notizen zu dem Buch „Respektvoll miteinander Leben“ von S. Hart und V. Kindle Hodson

Der Unterschied zwischen Macht-über-Erziehung und Macht-mit-Erziehung:

Ausdrucksformen von:

Macht-über- Erziehung

Macht-mit-Erziehung

Ich will, dass du sofort machst. Wenn nicht…

Ich möchte, dass wir eine Lösung finden, die für alle passt.

Ich weiß, dass du spielen willst, aber du musst…

Ich bin traurig, wenn einer von uns von einer Entscheidung ausgeschlossen ist.

Wie oft muss ich dir das noch sagen?

Ich würde gerne hören, wie das für dich klingt.

Ich will dich nicht noch einmal darum bitten müssen!

Ich bin froh, wenn wir zusammenarbeiten.

Mach einfach was dir gesagt wurde.

Ich frage mich, was du gerade brauchst.

Keine Widerrede!

Wärst du bereit…?

Mir ist egal, was du davon hältst!

Ich frage mich, was du denkst, wenn du das hörst?

 

Bitte hilf mir zu verstehen, was du darüber denkst.

 

–         Eine Macht-mit Grundlage zu bauen heißt, dass Eltern und Kinder kooperieren, um gemeinsam zu entscheiden, was das Beste für die Kinder ist.

–         Was getan wird geschieht im gegenseitigen Einvernehmen

–         Familienmitglieder kommen regelmäßig zusammen, um ihre Vereinbarungen zu überprüfen.

–         Eltern, die Macht-mit-Erziehung ausüben, haben keine Angst davor, was ihre Kinder zu sagen haben. Sie haben erkannt, dass es weder Zustimmung noch Ablehnung bedeutet, wenn sie ihren Kindern zuhören. Sie wissen das zuhören oft nur der Beginn eines Dialoges ist und dass sie später die Möglichkeit haben, auch ihre eigenen Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse ehrlich mitzuteilen.

Quelle: Respektvolles miteinander leben

Die eigene Analyse tut weh, denn meine Eltern waren eindeutig „Macht – über – Erziehung“ Erzieher und leider merke auch immer wieder das ich in diese Fallen hinentrete. Okay, etwas positives hat es. Ich bin ein Mischtyp 😉 und ich habe erkannt, das ich mich zum wohle aller verändern möchte!

Was bedeutet Respekt für mich?

–         Das man einander ausreden lässt und nicht ins Wort fällt.

–         Das man die Bedürfnisse des anderen respektiert und achtet

–         Versucht Konflikte auch ohne Schreien, totreden und Streiten zu lösen

–         Wenig Diskussionen bei Dingen, die sein müssen (Zähne putzen,…)

–         Ab und an Danke zu sagen

–         ….

 

Über Respekt habe ich folgendes im WWW gefunden:

Respekt (lateinisch respectus „Zurückschauen, Rücksicht, Berücksichtigung“, auch respecto „zurücksehen, berücksichtigen“) bezeichnet eine Form der Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Ehrerbietung gegenüber einem anderen Lebewesen (Respektsperson) oder einer Institution. Eine Steigerung des Respektes ist die Ehrfurcht, etwa vor einer Gottheit.

Antonyme sind Respektlosigkeit, Missachtung und gesteigert Verachtung.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Respekt

Die unterschiedlichen Bedeutungen von Respekt

Die Klage ist weit verbreitet. Was genau aber ist Respekt? In der Alltagssprache hat der Begriff unterschiedliche Bedeutung. Der Senior meint damit die Höflichkeit und Umgangsformen der Jugend. Für den Meister ist es eine Frage des Gehorsams: Wenn der Lehrling nicht spurt, dann ist das respektlos. Der Abteilungsleiter im Unternehmen deutet womöglich die kritischen Nachfragen des Mitarbeiters als mangelnden Respekt vor der Hierarchie. Und wenn einer „Respekt vor Kampfhunden“ äußert, ist Angst im Spiel. Vor allem aber wird Respekt so verstanden: als Achtung und Anerkennung des Gegenübers.

„Respekt kann sich in Höflichkeit ausdrücken, muss er aber nicht“, sagt Dr. Tilman Eckloff, Mitbegründer der „Respect Research Group“ in Hamburg, die die Bedeutung des Respekts in Schule, Beruf und Gesellschaft wissenschaftlich untersucht. „Ob er wirklich vorhanden ist, zeigt sich besonders deutlich bei einem Konflikt: Respektiere ich die Meinung des Partners als gleichwertig?“…

 

Respektforscher Dr. Eckloff unterscheidet diesen horizontalen „Respekt auf Augenhöhe“ vom vertikalen „Leistungsrespekt“, mit dem wir zu einem Menschen aufblicken, weil wir zum Beispiel sein außergewöhnnliches Talent oder seine Lebensleistung bewundern.

Quelle: http://www.apotheken-umschau.de/Psyche/Mehr-Respekt-bitte-212961.html

Das fand ich sehr interessant!

Respekt in der Gfk bedeutet die Bedürfnisse und gegenwärtigen Gefühle des Gegenübers zu sehen und zu schätzen. Das bedeutet hinter dem Verhalten des Gegenübers eben auch die Gefühle und Bedürfnisse zu sehen.

Meine Notizen – mein Erarbeitetes zu Gewaltfreier Kommunkikation Teil 1:

Meine Notizen und Erarbeitetes zu dem Buch: „Respektvoll miteinander leben“ von S.Hart und V. Kindle Hodson

Was habe ich selbst von meinen Eltern gelernt? Was haben sie zu mir gesagt? (Habe ich überhaupt die Hälfte dessen gehört)?

Auch ich habe nicht wirklich viele positive Erfahrungen und Erlebnisse, da viel auf Sätze mit: „du musst,…“ „du sollst…“ „Wenn du nicht, dann…“  „aber“…

Auch habe ich immer wieder das Gefühl, das ich meine Kindheit kaum noch kenne, und wenn dann eher negatives oder anhand von Bildern. Auch kommen immer wieder Gefühle hoch, die zu alten Situationen gehören und in dem Moment gerade gar nichts zu tun haben. Das sind Gefühle wie Wut und Ärger, Schuld und Scham.

 Ich habe bei vielem gesagt, das ich das nie so machen möchte wie meine Eltern, und doch mache ich doch Dinge zum Teil gleich in der Erziehung, was ich eigentlich nie wollte. Wie ich manche Dinge gehasst habe und nun? – ich bin nicht besser. Die alten Muster sind super schwierig zu durchbrechen.

 Von meinen Eltern gelernt habe ich:

–         man muss „christlich“ sein, an Gott glauben, beten, beichten, zur Kirche gehen, Freitags darf man kein Fleisch essen, kein Sex vor der Ehe… (oft in Verbindung mit Schuld und Scham, aber auch Wut und Ärger)

–         nicht in Kino, Disco, Party gehen zu dürfen, abends nicht weg zu dürfen

–         Alkohol und Zigaretten nicht sein dürfen, Essen schon

–         Nicht studieren zu dürfen, weil sie mich nicht finanziell unterstützen können, aber mein Bruder wird seit 6-8 Jahren finanziell monatlich unterstützt – und nicht zu knapp!

–         Man darf nicht seine Meinung äußern, immer schön ja sagen und dankbar sein

–         Man darf nicht widersprechen

–         Man muss sparen – und ich kann es immer noch nicht *schäm*

–         Man muss anderen helfen und muss seine Bedürfnisse hinten anstellen.

–         Man darf keine Gefühle zeigen, darf nicht impulsiv sein

–         Über Tod wird nicht gesprochen

–         Man darf niemand heiraten, der nicht katholisch ist.

–         Man muss vorsichtig sein, mit wem man über was redet.

–         Leuten zu misstrauen          

–         Und und und

 

Notizen:

Eltern haben die Möglichkeit, Beispiel und Modell für das zu sein, was ihre Kinder leben und lernen sollen…

Das Ziel ist, authentisch und in Klarheit mit dem zu Leben, was für einen wichtig und wahr ist! Nicht die Perfektion!

Eventuell kann es befreiend sein, das Ideal der perfekten Eltern aufzugeben.

 Das zu Hause soll ein sicherer Ort sein, an dem Kinder die Lektionen für das tägliche Leben lernen, man Bedürfnisse wahrnimmt und berücksichtigt und das in wechselseitiger Beziehung.

 Das Zuhause ist die Grundlage für alle späteren Beziehungen.

 Ein liebevolles zuhause ist frei von Angst, der Quelle aller Konflikte.

Was bedeutet für mich Kooperation?

Bevor ich mich mit Gfk auseinandergesetzt habe, war ich der Meinung das Kooperation bedeutet: du machst was für mich und ich mach etwas für dich. Jedoch bringt mich es schnell aus der Bahn, wenn meine Tochter viel Widerspricht. Da merke ich dann das kleine Kind in mir, das super wütend wird, was sich dann auch oft in meiner Lautstärke oder meiner – Wortwahl widerspiegelt. Auch gibt es zum Teil Rachepläne – ich weiß albern – wie ich das Verhalten meinem Kind „heimzahlen“ könnte.

 Es ist in meinem Verständnis von Kooperation leider viel Druck dahinter. Wenn, dann… Bevor du…. musst du… Im Endeffekt treffe ich oft die Entscheidungen und mein Kind muss sich fügen.

In der Gfk bedeutet Kooperation, das man zusammen arbeitet. Echte Kooperation kann nicht erzwungen werden. Zwang missachtet die Bedürfnisse des Gegenübers und hat Widerstand, Auseinandersetzungen, verletzte Gefühle, Kämpfe, Bestrafungen zur Folge.

Wann und unter welchen Umständen könnte bei meinen häuslichen Operationen das Ko- wegfallen?

–         unter Zeitdruck, Stress

–         wenn es mir nicht gut geht und ich keine Kraft und Geduld habe

–         wenn ich das Gefühl habe irgendjemand etwas beweisen zu müssen (Perfektionismus)

 

Und wenn das Ko- wegfällt – was sind die Folgen meines Handelns?

–  kaum mehr Blickkontakt

–  ich werde laut

–  drohe z.T. mit Konsequenzen

– Distanziere mich

 

Welche Punkte könnten zur Kooperation in meinem Zuhause beitragen?

–         meine Familie in Entscheidungen mit einbeziehen

–         Wenn mir etwas am Verhalten des Gegenübers auffällt – sagen was ich sehr und was ich denke das es sein könnte… und die Antwort des Gegenübers abwarten

 

Notiz zu dem Buch:

Wenn Eltern lernen, Kooperation in ihren Familien zu leben, werden sie für ihre Kinder, für andere Eltern und Gemeindemitgliedern zu Modellen der Veränderung.

Veränderungen in den letzten Wochen…

… ja, ja, die habe ich zu genüge.

Zum einen hatte ich letzte Woche endlich mal eine Woche – oder so gut wie eine Woche ohne Arbeit 🙂 Ich mach´s ja super gern, aber manchmal braucht man auch Zeit für sich und die war gekommen.

Dann bin ich schweren Herzens nicht mehr in der DBT Skillsgruppe, obwohl sie noch bis ca. Dezember gegangen wäre, da ich niemand für meine Tochter habe, es abends ist und ich sie nicht so lange alleine lassen kann und mitgehen wollte sie nicht. a) weil sie es langweilt in nen fremden Raum zu sitzen b) sonst sehr spät erst ins Bett kommt. Nun gut – jetzt wurschtel ich mich alleine durch, wobei ich im Moment recht gut zurecht komme und mir trotzdem noch Feedback wegen Skills bei der Skillstherapeutin holen dürfte. Dankeschön 🙂

Es ist wieder Schule – und ich habe den Morgen für mich. Jipppiiiiiieeee!!!!! Das heißt aber nicht das es mir langweilig wird. Das auf keinen Fall. Hinterm Haus liegt ein rießen Holzhaufen der unter das Dach gebracht werden möchte, dann gibt es noch dummerweise viele Fenster, Wäsche, Schränke die auf etwas Pflege,… warten,…   und der Sport möchte ich nicht vernachlässigen.

Therapie habe ich nun auch nur noch alle 2-3 Wochen. Wieso? Weil ich es so wollte, da ich schauen möchte wie es mir in der  Zeit ohne so geht. Im Moment läuft alles relativ rund. Oder die Dinge die da gerade „brennen“ bringen mich nicht mehr ganz so aus der Bahn. Ich nutze die „Brandstellen“ um zu üben und dann in der Therapie gut besprechen zu können. Und ich weiß ich könnte mir sonst ein Zusatztermin / Gespräch holen.

Meine Medikamente werden weniger. Was mich sehr freut! Heute hatte ich wieder Termin bei der Ärztin. Das Lyrica geht nun über 2-4 Wochen komplett raus. Danach kommt das Seroquel zur Nacht dran und irgendwann später auch das Venlafaxin – aber soll nun erst mal bleiben. Zum Hausarzt geh ich noch und frage ob er noch was an der Wassertablette und am Blutdruckmedikament machen kann. Dann wird es überschaulicher.

Mein Gewicht purzelt. Im Moment etwas langsamer, aber das liegt an mir. Bin gerade nicht ganz so im Plan. Abnahme ja, nur eben nicht so viel. Habe es im Blick – und das ist wichtig!

Im Oktober waage ich nun den ersten Schritt in einen neuen Zweig. Ich werde eine Fortbildung zum Thema Säuglingsernährung, Einführung in die Familienkost mitmachen und gegen später ist mein Wunsch den Ernährungsberater zu machen. Heute habe ich mir dazu ein richtig tolles Buch geholt. Teuer – aber gut. Und meine Ernährungslehre und chemie Unterlagen aus der Abiturzeit habe ich mir auch mal wieder rausgekramt. 😉

JA, ja – das Thema viel ist mal wieder präsent, aber ein Zeichen meiner Persönlichkeit. Ein gutes Zeichen ist es, wenn alles noch so seine Struktur hat – was im Moment der Fall ist!

Viel ist wieder um – und meine Angst / Sorge

Der Tag gestern war sehr kurzweilig, den ich hatte ordentlich zu tun. Hätte manchmal mich verdoppeln oder verdreifachen sollen – so viel war es. Hatten gestern ein ordentliches Unwetter und ich musste nicht nur Kranke versorgen auf Arbeit, sondern auch ganz fleißig Wasser aus Räumen entfernen 😦  (Jetzt hab ich Muskelkater wo ich schon lange keinen mehr hatte)

Auch sonst ist es emotional gerade wieder viel. Ferien stressen mich arg. Dieses komplett sich auf der Pelle sitzen ist nicht meins. Heute waren wir auch noch in der Stadt. Mein Vater wollte das ich ihn und meine Mutter begleite. Meine Mutter wird morgen operiert.

Solche Dinge bringen mich auch ganz schön aus der Bahn und dann auch noch die Lyrica Reduktion. Die ist da gerade etwas ungeschickt. Aber das möchte ich jetzt nicht unbedingt wieder hoch schrauben.

Morgen habe ich seit längerem mal wieder Therapie. Ist komisch. Auch da ich weiß es ist nun morgen und dann paar Wochen wieder nicht wegen dem Urlaub meiner Therapeutin. Bin am überlegen, ob ich für die 15 Stunden, die ich nochmals von der KK bewilligt bekam nun 2 oder 3 Wochen Abstände mit der Thera vereinbare.  Dann hat das ganze Zeit zum sich Setzen und aber auch gleichzeitig versuch ich mich bissel von der Patienten Therapeuten Beziehung abzunabeln. Meine Angst ist groß, das eben bald alles (DBT Skillsgruppe, SPFH Einsatz und Einzeltherapie) rum ist und ich dann ohne etwas da stehe und es nicht packe.  So macht es bei mir  im Moment gerade ein guten Eindruck aber ich  hab da echt noch Bedenken.

 

Jipi 15 Stunden sind durch…

… ich bin so froh. Der Gutachter hat weitere 15 Stunden Therapie bewilligt. Meine liebe Therapeutin hat mich gerade informiert. 🙂

Auch sonst geht es ganz gut. Bin gerade hier ziemlich wenig aktiv – tut mir leid. Im Moment dreht sich viel um meine Essstörung. Bin da sehr am kämpfen. Klar spielen auch dort Emotionen und so mit.

Auch habe ich gerade viele Termine. Zudem ist mein Urlaub leider auch schon wieder rum.

Heute ist mal ein „ich bleib zu Hause“ Tag, denn es schüttet enorm. Regenwetter ist nicht meins, wobei es für die Natur natürlich dringend notwendig war.

Letzte Woche war ich 4 mal in der Stadt. Einmal Psychiater Termin. Wir haben das Lyrica nun weiter reduziert. bis jetzt vertrage ich es ganz gut. Kaum Unruhe, was ich sonst enorm hatte.  Donnerstag geht es nochmals um einen Schritt runter, dann ist es bald draußen. Mal schauen was es dann mit meinem Gewicht macht.

Dienstag war WW Treffen. Hm, kleine Abnahme aber immer hin.

Donnerstag hatten wir 2 Termine in der Uni. ich in der Diabetes Ambulanz und meine Tochter in der KJP wegen des Zeugnisses. Bei mir wurde nach dem HBa1c Wert geschaut – Ergebins hab ich noch nicht. Zudem habe ich da eine interessante Broschüre entdeckt. Da ging es um ein kleinen Eingriff, der einem hilft in einem Jahr bis zu 20 % des Gewichtes zu verlieren. Habe da gleich mal gefragt was das kosten würde und ob ich dafür geeignet wäre. Gegen Magenband und co. sträube ich mich. Das Ding wird nach einem Jahr wieder entfernt. Sie muss das mit der Oberärztin noch bereden, mehr erfahre ich dann im Brief. Das wäre so klasse, wenn dadurch das Gewicht wieder etwas runter geht – das wäre Motivation pur. Im Moment habe ich das Gefühl, das ich gerade gewichtstechnisch festhänge.

In der KJP konnte ich schön Zwischenmenschliche Fertigkeiten üben. Das ist echt ein Schwachpunkt bei mir. Fühle mich oft so schnell angegriffen, das ist echt furchtbar. Der Termin ist rum und wir haben wenigstens nun ein Plan wie es weiter geht. Die Therapie meiner Tochter werde ich nun definitiv nicht weiter führen. Und in der Schule werden wir es mit nem speziellen Punkteplan versuchen, evtl. wird vor dem Halbjahreszeugnis nochmals zusammengesessen (Lehrerin, Ergothera, Familie und Arzt) und  besprochen was wir tun.

Freitag war auch sehr spannend. Ich habe Hypnose ausprobiert. Es ging um Süßigkeitenentwöhnung. Das war eine sehr interessante Erfahrung. Bin auch sehr froh, das ich es mit machen durfte, da normalerweise Borderline ein Ausschlusskriterium ist. Da ich aber recht stabil bin im Moment, meine Psychiaterin und Therapeutin dahinter steht durfte ich es wagen 🙂 Und bis jetzt ist es wirklich so: „Süßigkeiten, Kuchen und andere Leckereien sind mir völlig egal.“ Das Mantra hat sich richtig eingebrannt. Mein Körper zeigt zwar noch gewohnte Abläufe, aber ich habe gar kein Verlangen mehr danach und esse es dann auch nicht. Es ist deshalb zwar noch etwas verwirrend weil ein Teil sagt ich mache nun das…. und der andere Teil in mir sagt – nö will ich nicht, brauch ich nicht und setzt sich auch durch ohne Kampf.  Skeptisch bin ich noch aber solangsam wird es weniger.