Lebenszeichen

Mich gibt es auch noch. Im Moment jedoch schwer am Kämpfen vor allem mit meinem inneren Schweinehund und dem Gewicht. Alte Muster versuchen wieder durchzubrechen, neue Muster die aber nicht gut sind versuchen heraus zu kommen. Ist gerade alles etwas schwierig und viel.

Solangsam würde ich den Juli als schwierigen Monat betitteln, wenn ich die letzten Jahre so anschaue.

Wichtig ist für mich einiger maßen meine seelische Balance zu halten und nicht abzustürzen. Dabei ist sehr wichtig meine Ziele klein stecken, mit To do Listen arbeiten und Pausen einbauen!!!

Ich bin aber froh wenn diese Woche rum ist. Zwar habe ich Urlaub aber es steht noch viel an und mein Perfektionismus ist leider auch noch da und macht es mir nicht gerade einfach mit allem.

Auch hat es meine Krankenkasse tatsächlich fertiggebracht einen Teil der Unterlagen wegen den Therapiestundenverlängerung zu verschlampen und mir nicht Bescheid zu sagen das nicht alles (obwohl alles im gleichen umschlag war) bei denen an kam. Somit musste nun alles nochmals raus, was natürlich nun extrem Zeit kostet. Somit sind die Stunden verbraucht und ich steh ohne was da. Meine Therapeutin macht zwar auf Sparflamme weiter so alle 2-3 Wochen aber irgendwie steckt mir die angst im Genick: Was wenn die weiteren Stunden nicht durch gehen?-  und ich kann irgendwie mich so gerade nicht richtig drauf konzentrieren. Dadurch bin ich gerade auch enorm angespannt und unangenehme Gefühle kochen deshalb in mir.

Werbeanzeigen

Ich hab es gewagt

… ich habe gestern mit der Therapeutin meiner Tochter gesprochen. Sie war sichtlich erstaunt darüber.

Sie wollte mit mir in einem Elterngespräch nochmals darüber reden, weil sie die sache nicht so sieht.

Ohje, ich will einfach das meine Tochter wieder mehr Freiräume für die Familie, die Schule und ihre Freunde hat. Der Stoff im neuen Schuljahr wird sicher auch mehr und ich will nicht ihr so ein Druck machen, schnell Essen, dann los, nach der Therapie wir können nicht noch auf den Spielplatz oder ins Schwimmbad – wir müssen heim du musst noch Hausaufgaben machen,…

Auch für Freunde treffen bleibt oft nur 1 oder 2 Tage in der Woche übrig, da wir sonst Termine haben.

Habe das blöde Gefühl, das sie (die Therapeutin meiner Tochter) überzeugen möchte, das es keine gute Idee ist nach den bewilligten Stunden aufzuhören. Sie meinte, das sie demnächst ein Verlängerungsantrag an die Krankenkasse stellt.

Sie ist oft in dem Elterngespräch richtig provokant. Mit so was kann ich gar nicht um gehen. Zum Eigenschutz lächel ich da und denk mir meine Sache, da ich von ihr sowieso keine Lösungen bekomm. Die muss ich mir selbst erarbeiten.

14.05.2013

Der Tag heute war voll gepackt aber doch sehr positiv. 🙂

Begrüßt wurde ich heute morgen von meiner Tochter mit einer Entschuldigung wegen dem verpatzen Muttertag. Voll süß. Sie hat mir Blumen gepflückt und ein Herz ausgeschnitten, darauf stand das sie sich entschuldigt. Ziemlich zeitgleich jedoch beichtete sie mir, das sie wieder in diesem verlassenen Haus war, was wir ihr verboten haben. Aber nicht genug. Dieses Mal nicht mit irgendwelchen Kindern, ne dieses Mal mit der Oma und der machte es nichts aus, das man nicht in fremdes Eigentum einfach so rein geht – ich dachte echt ich höre nicht richtig.
War verwundert wie ruhig ich blieb, obwohl ich innerlich kochte. Auch habe ich ihre Entschuldigung nicht gleich wieder vermiest. Habe ihr nur nochmal erklärt, das das nicht geht, weil das 1. fremdes Eigentum ist und 2. das Haus Einsturzgefährdet ist. Ich hoffe sie hat das nun endlich kapiert. Und mit meiner Schwiegermutter muss ich da echt nochmal drüber reden, das das ein absolutes NO-GO ist!!!

War morgens schon ziemlich wuschig / angespannt. Hatte heute Gyn-Vorsorge. Hab es aber echt gut gemeistert und ich weiß es ist nun wieder für ein halbes Jahr Ruhe. Die ich da gefunden habe ist aber eine ganz liebe – hatte zum Teil das Gefühl ich bin bei meiner Therapeutin und nicht bei meiner Gynäkologin.

Den einzigen Anschiss den ich kassierte war, das ich in der Uni Ambulanz nicht war wegen meinem PCO und das ich mich in der Diabetesambulanz auch noch nicht hab Blicken lassen. Ja, ja – ich werde versuchen mich zu bessern. Hab wenigstens schon mal die Telefonnummern rausgeschrieben und vorgenommen das morgen in Angriff zu nehmen.

War heute viel auch mit Internetrecherchen beschäftigt. Meine DBT Skillstherapeutin meinte gestern zu mir, ob ich es mir nicht überlegen würde wegen der Essstörung stationär zu gehen. Prien sei da die Top Adresse. Das ganze kam deshalb, weil ich feststelle, das im Moment gerade ich wieder alles über das Essen bzw. Fressen auslebe und ich in kurzer Zeit wieder über 7 kg zugelegt habe und das mich richtig fertig macht ich es aber nicht schaffe da wieder mit Wake up gegenzusteuern. Meine Thera meint, das es wohl so aussieht, das das Essen bei mir ein Suchtcharakter hat, zumal ich schon recht früh viel Gewicht zusammen hatte. Auch hatte ich einen kurzen Besuch bei meiner Psychiaterin, weil ich da was von ihr brauch, da nun die Erstbewilligung der Therastunden nun ausläuft. Hab ihr das mit dem Gewicht auch erklärt und das ich im Moment gerade wieder sehr mit dem Leben am Kämpfen bin – da war sie etwas irritiert. Sie will mich deshalb nun auch schon in einem Monat wieder sehen. Was ich auch okay finde, denn dieser Kampf mit dem Gewicht ist super anstrengend und demotivierend.

Auch war ich am Kuchenbacken. Meine Mutter hat morgen Geburtstag und wurde heute nun Entlassen. Sie ist aber immer noch „Fußlahm“ und deshalb habe ich das übernommen.

Habe aber beschlossen, das ich nächstes Jahr im Mai versuch zu verschwinden (Maischlaf – so etwas wie Winterschlaf bei den Tieren fände ich nicht schlecht 😉 ) dann müsste ich nicht diese Gefühlsladung ertragen. Muttertag, Geburtstag meiner Mutter, mein Geburtstag – das ist einfach alles zu viel! Und für mich nicht zu handeln, da mich die Gefühlswelle überschwappt.

Jetzt muss ich aber schauen das ich ins Bett komme und mein Kopfgequassel schaffe auszunocken. Morgen ist nochmals ein anstrengender Tag. Gespräch mit der Thera meiner Tochter – auch immer sehr aufwühlend und dann eben der Geburtstag meiner Mutter.

Ein Schritt aus dem Sumpf

… pssst leise, nicht das es gleich wieder vorbei damit ist.

Heute habe ich mich dazu gezwungen, das Haus mal etwas aufzuräumen. Da kann ich doch bissel stolz sein.

Durch das geputzte war mein Gedankenchaos auch etwas weniger, bzw. ich konnte den unangenehmen Emotionen etwas entgegensetzen. Ich bin stolz, das ich dem SV Druck auch so gut widerstehen kann. Da passt ja das Übungsthema langfristige Stresstoleranzskills aus der Skillsgruppe super dazu. Einmal eben radikale Akzeptanz zu der Imaginationsübung von Montag im Einzel, leichtes Lächeln wende ich auch oft an, da es mir im Moment durch die unangenehmen Gefühle eigentlich nicht danach ist und ich merke wie ich v.a. im Kiefer, HWS und Schulterbereich total angespannt bin. Entscheidung für einen neuen Weg und innere Bereitschaft übe ich täglich. Im Moment wär es mir super lieb mit dem Kopf durch die Wand zu gehen und endlich den Mist ausknipsen, aber nein – DBT ist angesagt. Ich will mich ja ändern. In der Geduld muss ich mich aber noch seeeehhhhrrrr üben!

Gestern war ein Tag, wo ich echt dachte ich muss zur Krisenintervention. Das war echt nicht mehr schön. Ich fühlte mich total allein gelassen und nicht verstanden. Ich hab das Gefühl ich kann mit niemand richtig reden. Ich brauche soooo lange bis ich mal schaffen das belastende raus zu lassen.
Mein Mann meinte nur, als ich sagte mir geht es im Moment gesundheitlich nicht so gut – „Wann geht es dir überhaupt mal gut!?“ – Das saß! Gefühlsmäßig ist und bleibt er einfach ein Trampel. Na wenn er nicht den Unterschied sieht, was ich in der Therapie schon geleistet habe!? Das macht mich echt traurig.

In letzter Zeit hör ich öfter (jetzt abgesehen von meinem Mann) – meinst nicht, das es nun bald mal gut ist mit Therapie!? Bringt die überhaupt was? Das bringt mich dann auch ins wanken und lässt mich wieder mal denken, ja, ich sollte einfach mein Leben so im Griff haben ohne Therapie, ohne Medis, ohne Ärzte. Das setzt mich innerlich unter Druck, ich hab das Gefühl ich muss schnell machen, schnell alles aufarbeiten, schnell gesund sein,…. Ich fühle mich verfolgt, verfolgt von den Erwartungen anderer, verfolgt von meinem inneren Kritiker, meinem ES. Für mich die Botschaft: Ich kann nichts, ich muss schneller, besser sein,….

29.12.2012

Heute habe ich das erste Mal geschafft, mich seit der letzten Thera um die Hausaufgaben zu kümmern. Ich habe noch nicht alles erledigt, bin aber dran.

Ich habe nun mit nem Ernährungstagebuch begonnen. Ich soll mal aufschreiben, was ich so esse, und wieso ich zu dem Zeitpunkt esse.

Auch habe ich mich heute seit längerem mal wieder gewogen. Das war ganz schön frustrierend. Hatte 123,5 kg. Innerhalb von wenigen Wochen sind es wieder 8,5 kg mehr :-(. Sowas macht mich dann echt wütend. Das ich meine blöde Esssucht nicht im Griff habe. Es ist nun mal so, ich kann jetzt nur schauen, dass es nicht noch mehr wird.

Mein Ziel ist es auf alle Fälle bis Mitte Februar wieder bei 115kg zu sein. Das würde nämlich bedeuten, das ich dann in einem Jahr wenigsten 30 kg Abnahme geschafft habe. Ob ich das schaffen werde!? Ich hoffe es! Bin aber auch recht optimistisch.

Habe mich die letzten Tage bissel schlau gemacht über die basische Ernährung. Das ist ja Teil von Wake up. Habe auch noch paar neue leckere Rezepte gefunden. Spätestens am 2.1 möchte ich ja mit Wake up wieder starten. Im Moment achte ich darauf, das ich schon mal mehr trinke.

Es sind nur kleine Schritte, aber es sind welche 🙂