Mein aktueller Weg

Hallo zusammen, ja ich weiß ich bin hier gerade nicht dehr oft *schäm* und eigentlich sollte ja hier schon bissel mehr zu lesen sein. Ist nicht so das das „Leben mit Borderline“ und co. so gerade läuft und es nichts zu berichten gibt.

Bin gut am Kämpfen. Die Depression hat mich immer noch gut im Wickel. Das ist anstrengend. Aber zum Glück hab ich meine Arbeit wieder und dann etwas Struktur, wobei das dann natürlich auch wieder anstrengt. Da es ja trotzdem Sommerferien des Kindes, mein Mann, Tiere und Haushalt gibt.

Auf Arbeit ist es gerade auch nicht leicht. Bei den Neuen gibt es noch keine Routine und es wird sehr viel vergessen oder bleibt liegen. Jedesfalls bei einer von beiden! Bin gerade echt froh das ich Nachtdienst habe und so alleine arbeite und nicht alles ausbügeln muss.

Das zwischenmenschliche ist immer noch nicht meins. Mit meiner Ex-Freundin versuche ich gerade wieder etwas in Kontakt zu treten. Ja, hab das NEIN wieder nicht geschafft! Aber es ist eben nicht wie vorher.  Und zwischen meiner Schwiegermutter und uns gibt es Funkstille. Da hat es ordentlich gekracht. Je älter sie wird desto weniger kann sie sich in andere einfühlen. Und Rentner haben ja nie Zeit. Da müssen sich 100% Arbeitnehmer sich denen anpassen und nicht umgekehrt… Definitiv ist das Zwischenmenschliche das schwierigste – immer noch an der ganzen DBT Geschichte! Gefolgt vom Selbstwert. Der ist gerade auch nicht der Beste! Das sieht man mir schon an. Ich habe wieder so zugenommen und bekomme einfach nicht die Wendung! Das ärgert mich sehr!

Von Therapie möchte ich gerade nichts wissen. Hab einfach nimmer das Gefühl das ich da weiter komme und brauche gerade meine übrige Energie für den Alltag. Noch zusätzlich mir nen Kopf darum zu machen ist gerade nicht drin. Ist gerade anstrengend genug!

Exfreundin hat mich besucht

Ein Jahr ist es schon her seit unserem großen Streit. Ein Jahr in dem ich ohne sie war und es mir auch recht bald gut ging, nachdem ich abgewägt habe was mir besser tut.

Ein Jahr nach heftigsten Suizidgedanken die auch sehr drängend waren.

https://meinwegmitborderline.wordpress.com/2014/04/27/heute-war-mal-wieder-krise-angesagt/

https://meinwegmitborderline.wordpress.com/2014/04/29/tag-2-nach-krise/

Und Jetzt steht sie vor der Tür und will mit mir reden! War das Emotional. Gut das ich mich aber auf so einen Augenblick vorbereitet habe. Ich hatte schon überlegt was ich ihr sage.

Es ging recht ruhig ab. Zum Glück! Ich habe ihr gesagt wie heftig mich das damals traf und ich Angst habe das irgendwann wieder so ein Moment kommen könnte.

Woher weiß ich ob sich unsere Kinder wieder vertragen? Sie hat ihrer Tochter nie die Wahrheit gesagt. Sie denkt imme noch das meine Tochter an dem Tag krank war und versteht nicht wieso wir uns seit damals nicht mehr treffen.

Ich bin gespannt wie sie reagiert wenn sie die wahrheit erfährt. Denn die Tochter ist sehr emotional und auch sehr nachtragend.

Auch weiß ich immer noch nicht was gut ist, was für mich stimmig ist. Das Jahr ohne uns war für mich okay. Ich habe gelernt das es kein wir mehr gibt. Ich habe Angst das es nicht mehr so wird wie es war. Ich habe Angst wieder in eine Art „Abhängigkeit“  zu geraten. Ich habe Angst…!!!

 

Die lieben Arbeitskollegen *Ironie off*

Im Moment bin ich gerade wieder emotional ziemlich geladen und hacke auf mir rum, weil ich so doof bin und emotional so instabil.

Wieso kann ich nicht bei solchen Dingen einfach ruhig bleiben und schlagfertig? Wieso kann ich nicht denen mal klipp und klar sagen, das sie mit mir das nicht machen dürfen?

Was ist das Thema. Die Arbeitskollegen.

Die Arbeitskollegen, die einem das Wort im Mund umdrehen, bzw. zu ihren Dingen nicht stehen.

Arbeitskollegen, die in mir „Gefahr“ wittern, weil ich viel Input brauche und es auch schnell begreife. Und Dinge zügig abarbeite, weil ich nicht ständig Raucherpause mache, oder mit Kollegen in anderen Abteilungen tratsche. Ich arbeite mein Ding und gut ist.

Arbeitskollegen, die geschnallt haben, das ich mich nicht alleine da stehen lasse und mobben lasse. Ich mir bei Bedarf Hilfe hole durch unsere Chefin und sie da ein Auge drauf hält.

Arbeitskollegen, die wollten das ich den Dienstplan schreibe für den nächsten Monat und so was von Angst um ihre Stunden haben obwohl sie noch über 50 Plusstunden haben. Und ich um die 20. Und dann um jeden Dienst gefeilscht wird, obwohl klare Ansage von oben besteht. Stunden müssen abgebaut werden! Und dann bekommt man noch an den Kopf geknallt, das man nicht so kindisch sein soll wenn man nicht einssieht sich aktuell am PC einzuloggen wegen den Stunden. Wenn die Cheffin schon sagte, darum geht es nicht und es ist nicht notwendig. Und dann trotzdem als die Cheffin weg ist weiter darauf rumhackt und mich versucht zu zwingen.

Fakt ist, ich hab alles genau berechnet und das mehrfach. Fakt ist, ich bin es zuvor mit der Chefin durchgegangen und sie findet es gut, Fakt ist die Arbeitskollegen versuchen mich wo es geht zu „ärgern, provozieren, verunsichern“. Fakt ist, ich bin gestern eingesprungen, weil jemand krank war, obwohl ich selbst bis zu meinem Dienst Fieber bis auf 39°C entwickelt habe und mein Kind, als es von der Schule nach Hause kam krank war und sogar gebrochen hat und ich nicht gesagt habe ich muss heim (nur kurz nach Absprache mit der Chefin, um ihr Medizin zu geben- und das waren keine 20 min). Fakt ist, das ich auch heute nicht kommen hätte müssen. Aber ich bin gekommen weil ich Pflichtbewusst bin und das trotz Fieber. Und dann muss ich mich von vorne bis hinten ankotzen lassen.

Ich weiß nicht ob es gut war, aber ich habe die zwei gerade so stehen lassen und hab denen einen schönen Mittag gewunschen und bin gegangen. So was muss ich mir nicht bieten lassen.

Und jetzt sitze ich daheim und grüble und haben einen Hass über mich und meine Instabilität, das man mir emotional leider schnell ansieht wenn es mich trifft. Mir stehen dann Tränen in den Augen. Das ist mir so peinlich weil es absolut nicht professionell ist und eben wieder Futter für diese v.a. eine Arbeitskollegin.

Wann hört denn dieser Mist auf Arbeit endlich auf. Ich will doch nur meine Arbeit tun und eben gute Arbeit machen. Und wenn man gute Arbeit macht dann haben sie einem auf dem Kicker. Doofes Konkurenzdenken!

 

Die Arbeit hat mich wieder…

… und ich etwas mehr Antrieb oder Motivation oder wie man es nennen mag.

Ich war heute ganz erstaunt über mich, das ich freiwillig um 8 Uhr aufgestanden bin (ohne müde zu sein). Naja von Schmerzen reden wir hier nicht. Die sind da. Aber an die gewöhnt man sich, oder? Aber dieses fitte am Morgen hatte ich schon lang nimmer.

Es gibt nicht schlafen können und nicht fit, aber fit und das Gefühl gut aufstehen zu können, das gibt es sehr sehr selten.

Heute war so ein Tag voller Tatendrang. Gleich mal Holzstapeln. Zu viel am Stück geht nicht, da die Schmerzen sonst doch zu heftig werden, aber bissel Bewegung – ja das war okay. Dann putzen und aufräumen. Bin gerade am Misten. Das war schon lange nötig. Gerade fällt es mir recht leicht Dinge auszusortieren, die ich nicht mehr brauche. Das muss ich auszunutzen. Sonst ist es eher – hm, das könnte ich mal noch gebrauchen und es gibt zig Stapel. Jetzt hab ich vor, das Haus mal so durchzumisten. Mal schauen wie lange das anhält!?

Heute musste ich auch das erste Mal nach laaaaaangen 2 Wochen wieder arbeiten. Hatte bissel Bammel davor, da ich a) sicher vieles am neuen Computerprogramm verpasst habe und durch das Aushilfsweise arbeiten doch nicht so viel Erfahrung damit habe wie die Hauptangestellten und b) weil ich die nächsten 2 Wochen mit der Arbeitskollegin arbeite, die mir nicht so Wohlgesonnen ist. Und wenn ich da dran denke wird es mir schon übel. Okay, wir haben nur gemeinsame Übergabe und noch ca. 2 Stunden gemeinsam, aber dann bin ich alleine. (Wenigstens ein Lichtblick).

Trotz des Nicht so tollen Aspektes der Kollegin – gehe ich super gerne dort arbeiten. Ich mag das Umfeld – das Klientel / die Patienten 🙂 Irgendwie ist meine Seele heute wieder richtig erblüht.  Soll nicht heißen, das ich meine Familie nicht mag, aber Familie alleine!? Ne, ist nicht meins. Immer wieder ne Auszeit tut gut.

Skill: Um etwas Bitten

Checkliste – zum Skill:

um etwas Bitten

 –          Weiß ich alles notwendige um meine Bitte zu unterstreichen (siehe Orientierung auf das Ziel)

–          Weiß ich was ich genau möchte? Ziel?

Fähigkeit der anderen Person:

–          Kann sie mir geben was ich will? (Ganzheitliche Betrachtungsweise)

Freie Entscheidungsmöglichkeit:

–          Hat die Person freie Entscheidungsmöglichkeit?

–          Kann sie überhaupt zusagen oder hat jemand Macht über sie und beeinflusst die Situation?

Zeitpunkt:

            – Ist es ein guter Zeitpunkt für die Bitte? (In Ruhe, Blickkontakt…)

Die Beziehung zur anderen Person / Zuständigkeit:

–          Ist das, was ich möchte, der Beziehung angemessen?

–          Ist die Person gesetzlich oder moralisch verpflichtet mir zu geben was ich möchte?

(Interpersonelle Kreise – Personen können auch Kreise wechseln)

Rechte:

–          Bin ich befugt der anderen Person zu sagen, was sie zu tun hat?

–          Hindern mich eigene Erwartungen oder Grundannahmen (Falle ich zur Last? Gehe ich eine Verpflichtung ein?)an der Bitte?

Beziehung – Gegenseitigkeit:

–          Gebe ich der Person ebenso viel, wie ich es von ihr wünsche?

–          Bin ich bereit auch etwas zu geben, falls sie ja sagt?

(Hier geht es um die Balance zwischen geben und nehmen)

Ziele:

–          Ist die Bitte wichtig für langfristige Ziele?

Auswirkung:

–          Wird Zurückhaltung zum jetzigen Zeitpunkt die Situation entspannen, aber auf Dauer zu Problemen führen?

(Evtl. werden Grundannahmen von außen bestätigt)

 

Selbstachtung:

–          Verhalte ich mich kompetent?

 

Quelle: Interaktives Skillstraining für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie, A.R 2014

 

Das ganze noch als PDF – wer mag: Checkliste – um etwas bitten

Skill: Um etwas Bitten – meine Gedanken dazu

Modul: zwischenmenschliche Fertigkeiten

Skill: Um etwas Bitten – meine Gedanken dazu

Das ist genauso schlimm oder noch schlimmer wie Nein sagen, oder?

Ja, so sehe ich das. Wieso?

Vieles liegt auch da in alten Grundannahmen und Glaubenssätzen a la „ich bin nichts wert“, „ich bin ein Versager“,…. In der Angst aufzufallen, verwundbar zu sein. Das andere denken, das man nichts auf die Reihe bekommt. Am Perfektionismus – alles alleine gemeistert zu bekommen, was auch immer.

In der Bitte zeige ich Schwäche. Das ist mit einem Haufen von unangenehmen Gefühlen verbunden, die mich dann regelrecht auffressen. Sei es die Scham, die Schuld, die Angst, und es gäbe da sicher noch mehr zu nennen.

Die Angst vor dem Abgelehnt zu werden vor dem Anderen, ein Nein zu kassieren. An den bereits zuvor durchdachten absurden Gedanken was der Andere sagen und denken könnte.

Meine Ex-Freundin hatte zum Beispiel die Angewohnheit nicht ihre Bitte konkret vorzutragen, sondern immer über eine „Vor(an)frage“ mich zu fangen. Hast du da Zeit? – Somit weiß sie das ich da nichts vorhabe – und sie hat mich gleich auf der Beziehungsebene, wenn ich nun die Bitte für diesen Tag ablehne. Ich fühle mich schuldig und schaffe nicht nein zu sagen. Es brauchte sehr lange, bis ich diese Taktik überhaupt wahr nahm.

Wie man dem entkommt, interessiert euch vielleicht auch!? In dem ich erst mal eine Gegenfrage stelle wie z.B. „Wieso, um was geht es?“ steh ich nicht mehr in Bedrängnis.

Eine Bitte zu stellen heißt aber eigentlich MUT, Mut sich was zu trauen, was über die Jahre untergegangen ist. Was man in der Kindheit auf Grund von negativen Erfahrung abgeschafft hat. Als Schutz nicht weiter verletzt zu werden.

 Helfen heißt auch Interesse am anderen zu haben. Jemand der Hilfe braucht zu unterstützen und für einen Moment eine Gemeinschaft sein. Aus dem Helfen heraus entseht Dankbarkeit des Gegenüber was wiederum ein gutes Gefühl einem selbst gibt.

Um etwas Bitten bekomme ich sicher nicht im Hochstressbereich hin, einer Anspannung von 70% hin. Bei einer Anspannung von 30-60 ist es sicher machbar. Das ganze braucht Übung, aber hilft mit der Zeit ungemein.

Inzwischen schaffe ich das schon bei richtig schwierigen Themen, wie die Beantragung einer sozialpädagogischen Familienhilfe beim Jugendamt, oder bei sonst einer Behörde. Klar läuft das noch nicht spontan ab. Es braucht Vorbereitung, Bedenkzeit, ein Abwägen des Für und Widers – aber ich trau mich!  🙂

Skill: Nein sagen

Skill: Nein sagen  

Was ist das Ziel dieses Skills? Überlegt und freiwillig nein oder ja sagen, weil man es selbst möchte.

Checkliste zum Nein – Sagen

–   Ist die Bitte des anderen klar und deutlich formuliert?

– Was ist das genau, was ich tun soll? (Eine Arbeit, ein Gefallen, soll ich etwas geben?,…)

–  Weiß ich evtl. was ich ablehnen werde?

Meine Fähigkeit:

–          Will ich der Person das geben oder tun, was sie möchte?

–          Wie viel Zeit, Lust, Kraft und Energie habe ich gerade selbst dafür?

–          Was muss evtl. Leiden oder zurücktreten, wenn ich der Bitte nachkomme?

–          Wer ist es, der mich um einen Gefallen bittet?

 Freie Entscheidungsmöglichkeit:

–          Hat die Person Macht über mich? (Vorgesetzter,…)

Zeitpunkt:

–          Ist es ein günstiger Zeitpunkt nein zu sagen? (Oder doch lieber unter vier Augen, oder persönlich und nicht am Telefon, …)

Wichtig ist es das Anliegen, der anderen Person fertig anhören und sie Ausreden lassen!

Rechte:

–          Würde ein Nein, die Rechte der Person verletzen? (z.B. in der Erziehung)

–          Bin ich verpflichtet der Person das zu geben, was sie von mir möchte?

Zuständigkeit:

–          Liegt die Bitte innerhalb ihrer Befugnis?

–          Betrifft die Bitte mich direkt und kann ich es entscheiden? Oder muss ich andere hinzuziehen, die es mitentscheiden müssen, weil es sie auch betrifft?

–          Beziehung – Gegenseitigkeit:

–          Ist die Bitte der Beziehung angemessen?

–          Was ist seine Motivation für die Bitte?

–          Bin ich der Person einen Gefallen schuldig?

–          Tut die Person viel für mich?

Realitätsprüfung! – evtl. darüber mit Person sprechen, verhandeln

Ziele:

–          Sind mir die möglichen Konsequenzen bewusst?

–          Ist die Ablehnung wichtiger wie die Beziehung?

–          Werde ich evtl. unangenehme Gefühle haben, weil ich nein gesagt habe? Kann ich damit umgehen?

–          Steht ein Nein im Konflikt mit langfristigen Zielen? (siehe Orientierung auf Beziehung, Ziel und Selbstachtung)

–          Wird Zurückhaltung zum jetzigen Zeitpunkt die Situation entspannen aber auf Dauer zum Problem führen?

Selbstachtung:

–          Was sagt mein Bauchgefühl / Intuition?

 

Manchmal ist es sinnvoll zuvor den Skill „Vorsicht Falle“ anzuwenden oder auch ein Gefühlsprotokoll zu schreiben.

Angst vor Konsequenzen beim Nein sagen drängen uns z.T. dazu nein oder ja zu sagen. Oft stecken irgendwelche Glaubenssätze und Grundannahmen aus der Vergangenheit dahinter, das einem das „NEIN“ schwer fällt.

Das zeigt, das es oft nicht damit getan ist den Skill Nein sagen zu üben. Hier geht es oft auch um Glaubenssätze und Umgang mit Gefühlen.

Ein wichtiger Bestandteil dieses Skills ist es zu Warten. Sich Zeit geben für die Entscheidung. Dazu gehört es auch um eine Bedenkzeit zu Bitten und auch auf diese zu bestehen.

Wenn es zum Nein kommt, muss dieses auch nicht ausführlich begründet werden. Denn: ICH habe ein RECHT NEIN zu sagen!!!

So wird man auch ernster genommen und der Selbstwert kann wachsen 😉

NEIN ist nicht automatisch etwas gegen einen persönlich. Oft gibt es gute gründe für das Nein, welche wir nicht immer sehen. Evtl. kann man später nochmals darüber reden und die Gründe erfragen damit man es besser versteht. Schreien bedeutet kein automatisches „NEIN“ – der Gegenüber weiß durch die Emotionalität nicht was Sache ist. Es zeigt nur die Unsicherheit und man ist nicht Glaubwürdig!

 Anbei die Checkliste als PDF zum Ausdrucken: Checkliste Nein sagen

Quelle: Interaktives Skillstraining für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie, 5 Tipps zum Nein sagen von Tanja Konnerth (Zeitzuleben)

A.R 2014

Modul: Zwischenmenschliche Fertigkeiten – Skill: Nein sagen – meine Gedanken dazu

Modul: Zwischenmenschliche Fertigkeiten – Skill: Nein sagen – meine Gedanken dazu

Ich weiß, das ich mich hier schon ewig nicht mehr mit Modulneuigkeiten und Skills gemeldet habe. Das Leben in der Realität fordert mich ganz schön. Familie, Arbeit und meine Mitmenschen fordern mich immer noch sehr, denn Fakt ist: manche Skills fallen mir immer noch sehr schwer und dazu gehören v.a. Skills aus den Modulen zwischenmenschliche Fertigkeiten und Selbstwert. Diese 2 Module sind mir auch noch nach 3 Jahren DBT ein Graus.

Das soll nicht heißen das ihr es gar nicht erst versuchen sollt anzuwenden, nein, es bedeutet eher, das dass eben ein langwieriger Prozess ist, der es aber Wert ist anzugehen!

Zu einem meiner Knackpunkte gehört eben auch das Nein sagen. Ich habe eben ein Helfersyndrom. Ich versuche immer und überall alles retten zu wollen und biete mich einerseits schon selbst an oder eben andere fragen mich und ich sag mal wieder „JA“ statt entweder zu sagen „ich brauche kurz Bedenkzeit“ oder ein deutliches „NEIN“.

Und das macht wieder deutlich was an meinem Selbstwert. Das nagt. Denn im Nachhinein sehe ich den Fehler. Denn ich habe keine Zeit für mich und das was mir wichtig ist, da ich überall springe und meine Bedürfnisse übergehe.

 An was liegt das?

–         ich möchte niemandes enttäuschen / verletzen,

–         ich will nicht egoistisch wirken

–         ich möchte Harmonie

–         ich möchte nicht abgelehnt / verlassen werden

–         ein Nein löst viele Glaubenssätze und unangenehme Gefühle in mir aus

–         das Gefühl diese unangenehme Gefühle nicht aushalten zu können

– Angst vor Konsequenzen

 

Nur für heute

 

Nur für heute . . .

 

Nur für heute

werde ich mich bemühen,

den Tag zu erleben, ohne das Problem meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.

 

Nur für heute

werde ich die größte Sorge für mein Auftreten pflegen:

vornehm in meinem Verhalten; ich werde niemanden kritisieren, ja ich werde nicht

danach streben, die anderen zu verbessern, nur mich selbst.

 

Nur für heute

werde ich in der Gewissheit glücklich sein, dass ich für das Glück

geschaffen bin, nicht nur für die andere, sondern auch für die Welt.

 

Nur für heute

werde ich mich an die Umstände anpassen, ohne zu verlangen, dass

die Umstände sich an meine Wünsche anpassen.

 

Nur für heute

werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen; wie

die Nahrung für das Leben notwendig ist, so ist die gute Lektüre notwendig für das

Leben der Seele.

 

Nur für heute

werde ich eine gute Tat vollbringen, und ich werde es niemandem

erzählen.

 

Nur für heute

werde ich etwas tun, das ich keine Lust habe zu tun; sollte ich mich in

meinen Gedanken beleidigt fühlen, werde ich dafür sorgen, dass niemand es merkt.

 

Nur für heute

werde ich ein genaues Programm aufstellen. Vielleicht halte ich mich

nicht genau daran, aber ich werde es aufsetzen. Und ich werde mich vor zwei Übeln

hüten: vor der Hetze und der Unentschlossenheit.

 

Nur für heute

werde ich fest glauben – selbst wenn die Umstände das Gegenteil

zeigen sollten – , dass die gütige Vorsehung Gottes sich um mich kümmert als gäbe

es sonst niemanden in der Welt.

 

Nur für heute

werde ich keine Angst haben. Ganz besonders werde ich keine Angst

haben, mich an allem zu freuen, was schön ist, und an die Güte zu glauben.

 

Papst Johannes XXIII.

Quelle: http://www.bistum-eichstaett.de/fileadmin/homepagebilder/glaube-und-leben/woche-fuer-das-leben/gebete.pdf

 

Die „schwarze“ Woche nimmt keine Ende!?

Also ich kann wirklich sagen, das ich diese Woche streichen möchte. Die Woche meint es nicht gut mit mir / uns.

Vom Montag habe ich ja schon berichtet. Nicht genug.

Dienstag – Kollegin sagt sie sei krank. Für das sie krank ist konnte sie noch lange mit einer anderen Abteilung über die arbeit lästern. Da eine im Urlaub ist, 2 –  400 Euro Kräfte nicht flexibel sind hab ich natürlich mal wieder gesagt ich übernehme. Dienstag abend nach dem Weight Watchers Treffen ruft mein Mann an, das Tochter seit über 1 Stunde wieder Nasenbluten hat. Das ging dann nochmals eine Stunde. Habe unseren Hausarzt spät noch angerufen und der meinte wenn es mit dem Griff den er mir erklärte nicht aufhöre muss ich mit ihr in die HNO Klinik. Zum Glück half es aber. Es war dennoch eine kurze Nacht.

Mittwoch nahm ich Tochter dann mit auf Arbeit. Ging gut. Kein Nasenbluten, mittags hatten wir Therapie und abends sprang ich dann noch zum Nachtdienst ein. Dort hatte ich enorme Hustenattacken, somit war auch kaum an Schlaf zu denken.

Donnerstag hatte ich dann einen Termin in der Schule als Lesemutter. Also nichts mit Ausruhen. Dummerweise gab es um die Schule auch keine freien Parkplätze. Ich parkte auf einem total vereisten Parkplatz. Wollte nur ganz wenig dort drauf stehen, das ich wieder wegkomme, doch mein Auto rutschte fast auf den Vordermann drauf, an wegkommen war nicht mehr zu denken. Abends ist der Parkplatz lehr. So beschloss ich bis zum Bahnhof zu laufen und mit dem Bus heimzufahren – im Regen und dann knapp den Bus verpasst – und fast 1 Stunde warten müssen. Zum Glück musste ich nicht zum Spätdienst weil das dann doch zu viel gewesen wäre. Früh und Nachtdienst hintereinander ist ja eigentlich schon verboten! Nachmittags bekam ich dann auch noch Schüttelfrost. Mit 39 Grad Fieber und Bauchkrämpfen holte ich dann noch mein Auto am Abend. Bis dahin dachte ich mir noch – okay – bis morgen nachmittag geht es wieder. Pustekuchen. Die Krämpfe wurden immer massiver das wir zeitweise schon überlegten den Arzt anzurufen. Irgendwann wechselte das über in ständige Toilettengänge und um 4 Uhr meinte meine Tochter noch, das sie auch mit machen muss. Sie weinte weil sie  Ohrenschmerzen hatte. Also musste ich auch dort sie noch trösten, etc.

Situation von Freitag: „Und heute hab ich eine „kranke Mutter“ hier sitzen. Die platt ist, noch fiebert und starken Reizhusten hat. Ich würde gern schlafen, aber das sieht meine Tochter anders. Die zickt rum. Sie hat Schmerzmedikament intus und meint sie braucht Animation. Sie droht mit “wenn, dann…. Sätzen und versucht ihren Kopf durchzusetzen. Werden jetzt zum Arzt gehen, denn morgen möchte ich gern wieder arbeiten. Zu Hause ist es keine Erholung und meine Ex Arbeitskollegen werden sich wieder das Maul über mich zerreisen, weil ich heute krank bin  und sie sonst morgen einspringen müssten. Und das will ich nicht!

Ich hoffe es wird nun besser. Das einzigste positive. Die Waage zeigte vorher 97,0 kg. Somit sind es nun 48 Kilo weniger seit Februar 2012!“

Nach längerem hin und her mit meiner Ärztin-Chefin bin ich Samstag arbeiten gegangen. Ich meinte Freitag zu ihr, das sich sonst meine Kollegen aus dem Nachtdienst nur das Maul über mich zerreisen würden und ich dann wirklich gefundenes Fressen für die bin. Auch der Arzt war Freitag nicht begeistert als ich sagte ich wolle so morgen arbeiten. Aber was tut man nicht alles um nicht noch mehr „gemobbt“ zu werden. Fieber ist logischerweise noch nicht weg. Das zackelt von morgens bis abends. Ich halte es mit Paracetamol und Novalgin im Rahmen des erträglichen. Magen Darm Virus ist durch, das einzig gebliebene ist diese ollen Bauchkrämpfe immer ab Nachmittags bis Abends, dann ist der Spuk vorbei. Und meine Lunge fühlt sich schwer an – super schwer – bin schnell aus der Puste. Meine Chefin weiß, das ich das mit dem Arbeiten trotz Krank nur mache, damit ich nicht noch mehr Zoff mit den „Exen“ habe.  Sie hat auch geschaut, das sie jemand für Samstag findet, obwohl ich gesagt habe ich komme wieder. Sie hat für morgens jemand gefunden, damit ich wenigstens Samstag nur einen halben Dienst arbeite.

Und heute Sonntag bin ich den Frühdienst für eine kranke Kollegin eingesprungen. Da war sie auch sehr dankbar. Heute mittag hab ich dann mehr im Bett verbracht als alles andere. Sollte noch so viel vor Weihnachten tun – geht aber nicht.

Morgen habe ich frei. Geh dann nochmals zum Arzt, denn vielleicht bräuchte ich doch ein Antibiotika. Weiß noch nicht wie ich Heilig Abend Querflöte spielen soll mit so wenig „Luftvolumen“ das ich mobilisieren kann.

Dann hoffe ich das KW 51 nun beendet ist und Woche 52 besser wird!?