Skill Orientierung auf die Selbstachtung – Teil 3 von 3

 Skill Orientierung auf die Selbstachtung – Teil 3 von 3

Wie kann ich meinen Selbstwert stabilisieren?

Vieles davon gehört auch in das Modul Selbstwert. Das sind Skills wie:

  • Fairer Blick
  • Inseln
  • Frust ausbalancieren
  • Arbeit an den Glaubenssätzen
  • Validieren

 

Wichtig ist es seine Bedürfnisse achtsam wahr zu nehmen und dementsprechend zu handeln. Auch ist es wichtig seine Werte und Überzeugungen zu respektieren und ein positives Gefühl zu sich selbst zu entwickeln.

Auch hier hat Bohus und Wolf uns eine Checkliste an die Hand gegeben – die Fair-Skills:

Fairness: Sei fair zu dir, wie zu anderen Menschen auch

Rechtfertige dich nicht dauernd!

Entschuldige dich nicht für alles!

Jeder darf um etwas Bitten und eigener Meinung sein!!!!

 Akzeptanz: Akzeptiere deine Entscheidung und lass dich nicht davon abbringen!

Innere Werte: Opfere nicht deine Wertvorstellungen. Das ist kein Ziel und keine Beziehung wert!

 Realität: Vermeide es zu lügen!

Vermeide es dich hilflos zu geben wenn du es nicht bist

Vermeide es zu übertreiben!

 Quelle: Interaktives Skillstraining für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie.

A.R 2013

 

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Skill Orientierung auf die Beziehung – Teil 2 von 3

Hier geht es nun um Teil 2 von 3 –

Skill Orientierung auf die Beziehung

Ziel dieser Orientierung ist es: die Beziehung Aufrecht zu erhalten oder zu verbessern! Während ich versuche mein Ziel zu verfolgen und meine Selbstachtung trotzdem wahre.

Die Checkliste nach dem Skills Manual werden für das Beziehungsorientierte handeln von Bohus und Wolf hierfür LIVE Fertigkeiten genannt:

Lächeln:               Sei freundlich und liebenswürdig.

Formuliere Ärger höflich in einer „Ich“ Botschaft anstelle einer „Du“ Botschaft.

Vermeide verbalen oder körperlichen Angriff!

Interesse zeigen:          Zeige Interesse an deinem Gegenüber

                            Höre ihm zu ohne zu unterbrechen oder ins Wort zu fallen!

Validieren:            Zeige dem anderen, das du seine subjektive Sichtweise verstehst! Das heißt NICHT, das du das für das einzig richtige und wahre halten musst oder es gut heißt!!! Man anerkennt nur die subjektive Sichtweise des anderen!

Easy nehmen:         Lächle leicht! (siehe anderer Skill)

                            Sei humorvoll!

                            Schmeichel wenn nötig

                            Und besänftige!

Das positive: Unter diesen Fertigkeiten leidet dein eigener Selbstwert nicht! Aber es trägt enorm für eine entspanntere Beziehungsatmosphäre bei!

Quelle: Interaktives Skillstraining  für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie.

A.R 2013

 

Skill: Orientierung auf Ziel – Teil 1

Den Skill: Orientierung auf Ziel, Beziehung und Selbstachtung , teile ich in 3 Teile ein, damit es kein ganz soooo langer Artikel wird.

Hier geht es nun um Teil 1 von 3 –

Skill Orientierung auf das Ziel

Was brauche ich um ein Ziel erreichen zu können?

–         Zum einen brauche ich ein Ziel – Ist dies realistisch gesteckt?

–         Wie kann ich dieses Ziel erreichen? Durch Verhandlung mit dem Gegenüber (solange es auch andere betrifft), durch das ich Bitten oder Forderungen stellen.

In dem DBT Skills Manual von Bohus und Wolf gibt es dazu eine Art „Checkliste“: Die 3 „was“ B´s und die 3 „wie“ B´s:

Nun zu den „was“ B´s – Was ich tue:

1. Ich beschreibe, die momentane Situation so genau wie möglich, damit evtl. Missverständnisse ausgeräumt werden können. Am Besten begebe ich mich da in die Meta-Ebene, die Vogelperspektive – was sehe ich von dort, wenn ich auf die Situation hinabblicke? Wichtig ist es das unter dem Aspekt der Achtsamkeit zu tun – das heißt nicht zu bewerten und sachliche Informationen, ohne Gefühle!

2. Jetzt geht es darum Bitten oder Wünsche klar zum Ausdruck zu bringen – auch Ablehnungen sollten klar formuliert werden!

3. Wichtig ist während der Beschreibung und der Bitte, den Gesprächspartner gut zu beobachten und positive Reaktionen zu bemerken und evtl. zu validieren. Dadurch fühlt sich auch der Gesprächspartner bestärkt. Validieren bedeutet, das Gesagte des Gegenübers zu unterstreichen und zu würdigen.

Auch können Sätze wie: „Wenn du … sagst, macht das mit mir …“; „Habe ich dich getroffen?“ ; „Liegt es an dem, oder an etwas anderem?“ – sehr hilfreich sein.

Bei den 3 „wie“ B`s geht es um das Wie und die Gesprächsführung:

1. Ich beharre auf meinem Wunsch oder auch meiner Absage. Angriffe durch das Gegenüber / Bedrohungen werde ich ignorieren. Am Besten sucht man sich ein Mantra – einen positiven Satz, den man sich immer und immer wieder sagt.

Mir reicht da oft einfach nur – „ich darf meine Meinung vertreten – ich darf das!“

2. Ich beeindrucke mein Gegenüber durch meine Selbstsicherheit! Ich bereite mich auf das Gespräch vor – das bedeutet ich überlege mir Argumente – lass mir aber auch durch den Kopf gehen, wie das Gegenüber evtl. reagieren könnte und bereite mich dafür vor. Auch bleibe ich ruhig – und atme tief und ruhig. Meine Körperhaltung bleibt aufrecht und locker, ich konzentriere mich auf das „leichte Lächeln“ – das ist das Lächeln, dass das Gegenüber nicht sehen muss. Das kann gut vor einem spiegel geübt werden.

3. Bieten – Oft kann das Ziel nicht uneingeschränkt erreicht werden. Deshalb ist es oft nötig zu überlegen, welchen Kompromiss ich eingehen kann, ohne an Selbstachtung zu verlieren! Ich muss bereit sein zu verhandeln!

Mir muss vornherein klar sein: a) Wie weit gehe ich Kompromisse ein?

 b) wo bleibe ich standhaft?

 Quelle: Interaktives Skillstraining  für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie.

A.R 2013

Einführung – Orientierung auf Ziel, Beziehung, Selbstachtung

Im Modul Zwischenmenschliche Fertigkeiten geht es wie man schon erahnen kann um die Interaktion mit anderen. Mir fällt das oft sehr schwer. Das ist ein Bereich, der trotz den vielen Übungen noch schwer fällt und immer wieder ins wanken bringt. Sei es familiäre Konflikte. Da sind v.a. Gefühle zu meiner Ursprungsfamilie, die mich ins wanken bringen aber auch Konflikte mit meinem Mann oder meiner Tochter. Meine Tochter ist, wie ich es schon öfter erwähnt habe mein Spiegel meine Seele. Sie übersetzt mein seelisches Befinden nach außen hin. Und das eben immer dann, wenn ich etwas nicht wahr haben will, überspielen will, weil es mich emotional ziemlich mitnimmt. Im Moment ist es die Arbeit und dadurch ist sie im Moment auf der Ebene wieder sehr aktiv und ich am Limit. Okay inzwischen weiß ich das ja und kann etwas lockerer damit umgehen, aber anstrengend bleibt es.

Weitere zwischenmenschliche Konfliktfelder können sein:

–         Arbeit / Arbeitskollegen

–         Nachbarschaft

–         Freunde

–         Aber auch Dienstleistungsunternehmen etc. können welche werden

Auf was kommt es in zwischenmenschlichen Beziehungen an?

–         meistens gibt es ein Ziel, ein Wunsch oder ein Bedürfnis das beide Parteien haben

–         es gibt eine Beziehungsart. Zum Teil eine sehr feste Beziehung, in einer Partnerschaft, zum Teil eine oberflächliche als Beispiel beim Arzt – der Arzt bekommt Geld für seine Leistung und ich bekomme eine Untersuchung, damit ich Gesund bleibe

–         dann gibt es noch einen dritten Bereich, der oftmals sehr unterschätzt wird. Die Selbstachtung. Wie geht es mir während des Kontaktes mit den Gegenüber. Wie fühle ich mich davor, währenddessen, danach? Gebe ich klein bei, weil ich einen sehr geringen Selbstwert habe oder kann ich dem gegenüber stand halten?

Vor jeder zwischenmenschlichen Situation, die für einen kritisch erscheint – man darüber nachgrübelt – Bauchgrummeln,… hat – sollte man sich deshalb im klaren sein, was denn das eigene Ziel dieses Kontaktes ist. Vor allem vor Bewerbungsgesprächen, Krisengesprächen,… ist es sinnvoll.

Nicht jedes Glied (die 3 Punkte von oben) kann gleichermaßen stark verfolgt werden, da es sonst zu keinem Ergebnis kommen wird. Wo  setze ich meine Prioritäten?

–         Wie wichtig ist es mir mein Ziel durchzusetzen?

–         Wie wichtig ist mir die Beziehung mit meinem Gegenüber? Was soll diese Person nach dem Gespräch über mich denken?

–         Wie möchte ich mich während des Gesprächs und danach fühlen? (hier geht es um die Selbstachtung)

Insgesamt habe ich 100% zu vergeben. Nun ist es an der Zeit diese zu verteilen! Auch ist wichtig dran zu denken, das ich mir nur Gedanken über meine 50% machen kann; der Anteil von mir und meinem Gespräch und Verhalten. Das von meinem Gegenüber kann ich nicht beeinflussen!

 Quelle: Interaktives Skillstraining  für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie.

A.R 2013

Was gerade so los ist…

Es ist sehr viel los und mein Hirn beschäftigt mich sehr viel. Auch emotional bin ich gerade eher in höheren Spannungszuständen unterwegs.

Auch mein Töchterchen ist wieder mal aktiv mit dabei. Sie ist und bleibt mein Spiegel meiner Seele nach außen. Wenn es mir „innerlich“ schlecht geht und nach außen es versuche zu verstecken – sie ist jemand die es merkt und das sehr sehr schnell und sehr intensiv. Und im Moment ist es wieder der Fall. Da hab ich auch das Gefühl das ich absolut unfähig bin als Mutter zu erziehen. Sie bohrt und macht und widersetzt sich so vielen Dingen. Das ist für mich dann eigentlich echt zum davon laufen. Bin so froh, das sie heute lange in der Schule ist und ich noch bissel für mich sein kann und das tun kann was mir gut tut – hier bei euch ❤

Arbeitstechnisch hatte ich zwischendurch das Gefühl, das es für mich wieder so einigermaßen geht, aber am WE gab es für mich schon wieder etwas das mich zweifeln lies. Meine Bereichsleitung sagte so beiläufig, das sie in der kommenden Woche zum Krisengespräch unserer Abteilung nicht da sein wird, da sie ein dringender Arzttermin hätte. Sie müsse es noch dem Verwaltungsleiter mitteilen und die anderen Kollegen fänden es besser wenn sie auch dabei sei, aber wir könnten es auch ohne sie machen. Soweit so gut.

Nun ließ mich mein Bauchgefühl etwas stuzig werden, na will sie damit nun erreichen das ich nicht komme und ich dann so dargestellt werde wie mir das Gespräch nicht wichtig wäre? Den Zettel hat sie wirklich an den Verwaltungsleiter geschrieben. Wer sagt aber, das sie den auch abgibt? Bzw. nicht ihre beste Freundin die zuletzt am WE Dienst hat ihn wieder rausnimmt?

Ich weiß da geht echt Paranoia mit mir durch, aber ich habe eben schon Mobbing auf Arbeit durch. Und ich weiß wie manche dreist sein können. Auch das Telefonat vor paar Wochen hat sie völlig umgedreht. Deshalb bin ich da lieber mal vorsichtig.

Jetzt bin ich eben die ganze Zeit am überlegen. Soll ich mich nochmals erkundigen ob wirklich das Gespräch ausfällt, oder soll ich einfach davon ausgehen und nicht zu dem Termin erscheinen. schließlich hat sie gesagt das der Termin ausfallen muss!? Als möglichen Beweis habe ich mir den Zettel kopiert, den sie an den Verwaltungsleiter geschrieben hat. Sicher ist sicher. Nicht das ich wieder als Lügner da stehe und ich es eben zum x-ten mal nicht bin, aber die anderen eben zusammenhalten!

Dieses Hirnchaos macht viel mit mir. Ich bekomme den Alltag gut hin, nur es macht mich etwas anfällig im Hinblick auf das Essen. Tagsüber läuft alles gut, aber abends fang ich an – etwas unkontrolliert zu futtern. Positiv daran ist, das ich eine Besserung sehe. Früher waren es ganz andere Mengen – jetzt liege ich mit den Kalorien / Punkten noch gut und im grünen, manchmal etwas „gelben“ Bereich. Trotzdem wurmt es mich und macht mich anfällig im Bereich ABC Gesund.

Auch das Auto Thema war dieses Wochenende sehr aktuell. Den mein Auto wurde überraschender weise  für Onkel TÜV fertiggemacht. Dann hieß es plötzlich der KFZ Meister, der die ASU macht sei im Krankenhaus und dann fällt evtl. der TÜV flach, dann machte der Prüfer TÜV und ASU selbst und nun wollte mein Auto nicht 😦     TÜV kam er durch, nur ASU stimmten paar Werte nicht. Nun heißt es wieder Teile bestellen und warten, einbauen lassen und nächste oder übernächste Woche neuer Versuch. ich hoffe so, das mein Auto noch eine Runde drüber schafft. Ist eben halt schon 25 Jahre alt. Ohne Auto ist es hier echt nicht möglich. Mach das ja schon eine Weile mit und anfangs dachte ich echt – klar kein Problem. Aber inzwischen merke ich wann es wo hapert. Zum Dienst rechtzeitig kommen, Kind zur Therapie fahren und holen, Kinder Taxi zu Freunden machen, Großeinkauf mit einem Smart for two – ein absolutes NO-GO! – auch wenn mal etwas kleines fehlt,…. zur Post zu kommen um Paket wegzuschicken, Arzttermine, Apotheke,… alles super kompliziert.

 

Betriebsarzt – Hilfe oder Falle?

Heute hatte ich auf Arbeit ein Gespräch. Die Leitung schlägt vor, das ich mich beim Betriebsarzt vorstelle, um klar zu haben ob ich gesundheitlich fit bin oder nicht.

Fällt denen früh ein, nach inzwischen 7 Jahren in diesem Betrieb!? Aber egal. Ich dachte mir, das das gar keine so dumme Idee ist. Dann glauben sie es mir wenigstens endlich, das ich nicht krank bin! Und meine Arbeitskollegen können reden wie sie wollen.

Bin da hin und her gerissen. Wollen sie mich nun dadurch „los bekommen“ oder hat das Gemobbe von Kollegen dann endlich ein Ende und man glaubt dann mir, das ich mich gut selbst einschätzen kann und ja auch in Therapie bin? Ich weiß es nicht.

Ich war jedenfalls stolz auf mich, wie gelassen ich heute zu diesem Gespräch ging, obwohl ich nicht wusste was auf mich zu kommt. Ich lerne dazu. Das sind ganz tolle, neue Erfahrungen, die einem Mut geben.

Im Moment gibt es große Baustellen…

… gewisse Leute schaffen es immer und immer wieder meine wunden Punkte zu finden und diese dann so lange zu drücken, bis es mir an die Substanz geht.

Ich würde sagen, das so ein Punkt gerade wieder erreicht ist. Ich glaube mit Mobbing Nr. 3 lag ich gar nicht so verkehrt. Wieder alle gegen einen (mich). Ist nichts neues. Nur das ich mich inzwischen anders zu wehren vermag.

Das dumme ist jedoch, das mich das ganze einfach nicht kalt lässt. Ständig nicht zu wissen was als nächstes kommt. Wann wieder ein Gespräch kommt, wo ich alleine dastehe, wann mir wieder das Wort im Mund umgedreht wird und andere die „gelogene“ Aussage unterstreichen.

Wieso darf ich nicht einfach sein und meine Arbeit machen, wieso gibt es das ständige vergleichen mit anderen. Wieso  muss man immer bewerten und hintenrum lästern? Wieso muss man Leute gegen andere aufhetzen? Wieso kann man nicht mal zufrieden sein? Wieso muss man alte Wunden wieder öffnen und immer wieder Salz reinstreuen? Wieso kann man nicht die Vergangenheit ruhen lassen? Oder eben beide Seiten sehen? Wieso muss es immer um Schuld und Unschuld gehen?

Fragen über Fragen…

Wahrheit darf man nicht sagen…

… so kommt es mir vor.

Zuerst wird gefragt was los ist und wenn man dann sagt was Sache ist – reagieren andere völlig impulsiv.

Huch? Das war doch sonst meine alte Rolle. Und nun? Nein, ich bin schön ruhig geblieben und habe Argument um Argument gebracht. Klar beschäftigt mich das ganze immer noch und mein Hirn kommt nicht zur Ruhe. Bin völlig angespannt. Aber diese neue Art und Weise von mir hat mich überrascht und irgendwie macht es mich ein wenig stolz.

Normalerweise lege ich auf, beende das Gespräch, flüchte. Ich war es aber nicht. Es gibt jedoch die große Angst in mir – dank verschiedener Glaubenssätze – das ich gerade etwas losgetreten habe, da ich ja wie immer alleine da stehe. Kommt nun Mobbinggeschichte Nr.3???

Ich hoffe es nicht. Ich will mich diesmal von Anfang an wehren. Ich bin Erwachsen und habe dazu gelernt! Ich muss nicht mehr in die Opferrolle. Ich bin gleich viel wert wie die anderen. Ich muss nicht allem zustimmen und ich darf meine Meinung und meine Argumente vertreten. Klar muss man Komprisse schließen. Das bedeutet aber nicht, das man seine Wertvorstellungen und Ziele völlig aufgeben muss.

 

Zwischenmenschliches – wie es mich immer wieder in Stress versetzt

Das ist mal wieder ein typischer Fall in meinen Interaktionen mit anderen. Hatte heute Nacht sogar ein Alptraum deswegen, obwohl ich etwas gegen Alpträume als Medi habe.

Manches geht mir so nah, das ich mich gedanklich und emotional nicht distanzieren kann. Und durch frühere Erfahrungen beziehe ich alles auf mich und reime mir irgendetwas zusammen.

Vielleicht zum Anfang paar Erklärungen hier. Ich war vor einigen Jahren und in der Schulzeit Mobbingopfer. Somit beschäftigen  mich Konflikte sowieso gern, v.a. nachts. 

Jetzt wollte ich auf Arbeit meine Prozentzahl erhöhen, weil es mir

a) psychisch einiges besser geht – ich nicht weiß wann es mir überhaupt so mal ging

b) meine Tochter größer wird / ist und in der Schule ist und ich so gut wie zu Hause bin, da ich überwiegend nachts oder am Wochenende arbeite.

c) ich das Geld gut gebrauchen könnte.  War mir schon am überlegen einen anderen 2. Job zu suchen (das aus Grund b und c)

und auf Arbeit gerade Personalmangel herrscht, keiner wirklich eingestellt wird oder die dann nichts sind und wieder gehen und man doch einspringen muss. Ich habe somit das Angebot gemacht. Jetzt wird aber ständig nochmals wegen diesem oder jenem nachgefragt. Zuletzt ging es dann auch über meine Erkrankung und ob ich meine Grenzen kenne und ob ich im Team arbeiten kann. Da wurde ich dann innerlich ziemlich misstrauisch. Als dann noch ein baldigen Termin angesetzt wurde um mit allen Beteiligten drüber zu sprechen und auch die obersten Chefs  der Arbeit da sind ging meine „Hirnwichserei“ (- tschuldigt für den Ausdruck – find den aber passend für mein Gedankenwirrwarr. ) erst richtig los.

Ich bin im Moment eigentlich stabil, aber da merkte ich dann wie dieses gedankliche Chaos mich dazu bringt wieder mehr dysfunktional zu denken. Ich habe nichts umgesetzt, aber es kostete jede Menge Arbeit an mir!

Wie komme ich aus dem Gespinne raus? Eigentlich würde ich mich am liebsten vor diesem Termin in naher Zukunft drücken. Flucht war immer schon mein Weg.  Ich bin schon soweit, das psychosomatische Beschwerden wegen dem ganzen hinzukommen. Nicht schön. Solang ich aber nur negativ denke wird das leider auch nicht besser. Ich muss nun durch Skills wie Vorsicht Falle, Orientierung auf Ziel, Beziehung und Selbstachtung, Arbeit an den Grundannahmen / Glaubenssätzen schauen was mich unterstützen kann das ich positiver an das ganze und vor allem „ruhiger“ an die Sache rangehen kann. So bin ich wieder das kleine, stille Mäuschen, das ganz viel Angst vor den vielen, vielen Katzen hat und so nichts mehr sagen kann, die Hälfte vergisst und vor allem sich nicht produktiv durch Argumente wehren, bzw. behaupten kann.

Habt ihr mir noch eine Idee? Dummerweise ist meine Therapeutin nun krank. Eigentlich wollte ich es mit ihr besprechen, weil mich das echt überfordert und die Zeit mir rennt.

DBT Modul – Zwischenmenschliche Fertigkeiten

DBT Modul – Zwischenmenschliche Fertigkeiten

Endlich hab ich mal etwas Zeit um wieder etwas einzustellen.

Worum geht es in diesem Modul? 

–         Um das Miteinander mit  einer oder mehreren, weiteren Personen.

–         Wie man am Besten sein Bedürfnis äußert und am Besten ausdrückt.

–         Wie man seine Beziehungen pflegt und neue knüpft.

–         Man lernt Problemorientiertes Arbeiten, indem man analysiert und schaut, was gerade für einen auch langfristig sinnvoll ist.

–         Auch wird man darin bestärkt sich für seine Rechte einzusetzen, selbstständig Konflikte zu lösen, Selbstbewusster aufzutreten

–         Man lernt anderen Menschen seinen Standpunkt zu erläutern und um etwas zu bitten, oder auch Nein zu sagen

–         Man lernt „Ich Botschaften“ an das Gegenüber zu senden und über die eigenen Gefühle zu sprechen, anstelle von „man tut…“, „du hast…“

–         Man lernt Nachdruck zu verleihen bei wichtigen Bedürfnissen, Wünschen, Bitten und Nein sagen

–         Man lernt Angriffe evtl. zu ignorieren – abzuschätzen ob dies sinnvoll wäre / Impulskontrolle

–         Zu kommunizieren ohne zu drohen und zu bewerten

–         Schulung der verbalen und non-verbalen Kommunikation

–         Sich nicht Rechtfertigen zu müssen

–         Auch geht es um Humor, Anerkennung, Fairness, eigene Werte und Aufrichtigkeit

–         Grundannahmen und Glaubenssätze bewusst machen und sinnvollere Alternativen finden

 

Hier ist es wichtig für sich klar zu bekommen, was ich möchte:

a)    Lege ich Wert darauf mein Ziel durchzusetzen?

b)    Lege ich einen  hohen Wert auf die Beziehung zwischen dem Gegenüber und mir?

c)     Oder ist es mir wichtig, das mein Selbstwert nicht leidet und ich meine Selbstachtung wahren kann?

 

Ein typisches Merkmal von Borderline ist das ständige Schwanken zwischen Konfrontation und / oder Rückzug bzw. Vermeidung von unangenehmen Situationen und Konflikten. Das Modul soll einem helfen Sicherheit im Umgang mit anderen Menschen zu erlangen und  den Selbstwert zu stärken.

Quelle: Interaktives Skillstraining  für Borderline-Patienten von Bohus/Wolf, Schattauer Verlag, meine Mitschriebe der DBT Skillsgruppe & stationäre Therapie.

A.R 2013