Mein 1. „The Work“ von Byron Katie – Erziehungsproblem

Hier möchte ich über mein „The Work“ von Byron Katie berichten.

Dieses Mal geht es um Erziehungsprobleme mit meiner Tochter.

Bin gespannt – auf eure Kommentare. Ich fand es sehr erleichternd für mich zu sehen das ich mich viel in dem „sollte“ bewege und eigentlich es mir besser gehen würde, wenn ich bei mir bleiben würde.

Hier nun mein 1. „The Work“

Habe das Skript aus dem Internet benutzt von Moritz Boerner.

Das Beschwerdeformular zu BYRON KATIES THE WORK

Wähle eine Situation aus deinem Leben aus Vergangenheit oder Gegenwart, die du als ungelöst erlebst. Schreibe, was dich frustriert, in Form einer Feststellung auf. Es ist besser, jetzt noch nicht über dich selbst zu schreiben! Urteile streng und ungeniert und sei kleinlich. Versuche bitte nicht, spirituell oder freundlich zu sein, sondern schreibe aus der Haltung eines quengeligen Kindes heraus. Jahrelang hat man uns beigebracht, nicht zu urteilen, und doch ist es immer noch das, was wir am besten können. Hab Spaß dabei! Nicht alle Punkte müssen ausgefüllt werden. Schreibe bitte einfache, kurze Sätze.

Wen oder was magst du nicht? Wer oder was ärgert dich? Wer oder was macht dich traurig, verletzt oder enttäuscht dich?
1. Was genau verursacht dir Stress, Kummer oder Schmerz?
Ich bin wütend auf meine Tochter, weil sie im Moment viele Regeln bricht und nicht einhält.

2. Wie sollen sie sich ändern? Was willst du von ihnen – was haben sie gefälligst zu tun? Ich will das meine Tochter sich an feste / klare Absprachen hält; sich nicht ständig widersetzt; sich drüber wegsetzt; bockig reagiert, wenn etwas nicht nach ihrem Kopf geht; rum jammert, bis sie das bekommt was sie will.

3. Was genau sollten sie denken oder nicht denken, tun oder fühlen? Welchen Rat hast du für sie? – Meine Tochter sollte unsere Regeln in der Familie akzeptieren.
– Meine Tochter soll sich nicht ständig widersetzen.
– Meine Tochter soll sich über die Regeln nicht ständig drüber wegsetzen.
– Meine Tochter soll nicht bockig reagieren / rumjammern wenn etwas nicht nach ihrem Kopf geht.

4. Brauchst du etwas von ihnen? Was hättest du dir gewünscht? Was sollen sie dir geben oder für dich tun, damit du glücklich bist?– Ich brauche von meiner Tochter, dass sie sich an unsere gemeinsamen Absprachen hält.
– Ich brauche von meiner Tochter, dass sie sich an die Regeln überwiegend hält.

5. Was denkst du über sie? Mache eine Liste.
– Meine Tochter ist frech.
– Meine Tochter ist überdreht.
– Meine Tochter ist in ihrer Welt und hört nicht zu.
– Meine Tochter ist wie ich sie nicht erzogen habe.

6. Was willst du mit dieser Person oder Sache oder welche Situation willst du nie wieder erleben?Ich will nie wieder erleben, dass sie sich erneut umdreht und doch geht obwohl ich es zweifach verboten habe.

Der Schlüssel zu THE WORK (nach Byron Katie)Untersuche jetzt jede Feststellung, die du aufgeschrieben hast, indem du die nachfolgenden Fragen und die Umkehrung anwendest. Diese Arbeit ist eine Meditation. Lies jede einzelne Behauptung von der Vorderseite und bearbeite sie nacheinander mit allen Fragen. Erlaube den Antworten, aus deinem Innern aufzusteigen. (Mit Nr. 6 beschäftigen wir uns später.)

Die Fragen

1. Ist das wahr? (Wie ist die Wirklichkeit?) NEIN
In wessen Macht steht das? Zu wessen Verantwortungsbereich gehört das?
Meine Tochter sollte unsere Regeln in der Familie akzeptieren. – es steht nicht in meiner Macht – Ich kann sie nur bitten. Ob sie es tut, oder nicht tut ist ihr Verantwortungsbereich.

2. Kannst du wirklich wissen, dass dein Glaubenssatz wahr ist? NEIN
Auf lange Sicht?
Kannst du wissen, dass es besser für dich wäre, wenn die Realität so wäre, wie du es dir vorstellst? Auf lange Sicht?
Kannst du wissen, dass es für Andere besser wäre, wenn die Realität anders wäre?

3. Wie reagierst du, was geht in dir vor, wenn du diesen Gedanken denkst?
Wie behandelst du dich selbst? Wie fühlt sich das an?
Ich selbst bringe mich auf die Palme, ich bin gestresst, wütende, verärgert und habe gar keinen Spaß an diesem Streit. Ich tu das, was ich als Kind früher so gehasst habe. Ich hasse mich dafür. Ich schreie rum und motze mein Kind an. Ich bin hilflos und überfordert mit der Situation. Ich weiß mir in dem Moment nicht anders zu helfen.
Wie behandelst du Andere? Wie fühlt sich das an?Ich behandle meine Tochter erniedrigend, weil ich mir in dem Moment nur mit Schreien Gehör verschaffe, ihr drohe und ich sie einschüchtere. Ich fühle mich dabei nicht gut. Es ist als würden meine Sicherungen durchbrennen.
a) Kannst du einen friedvollen Grund sehen, an diesem Gedanken festzuhalten, einen Grund, der keinen Stress verursacht?
b) Kannst du einen Grund sehen, diesen Gedanken loszulassen?
(Bitte versuche aber nicht, ihn loszulassen.)

4. Wer oder wie wärst du ohne diesen Gedanken?
Wie würdest du dich dann fühlen? Fühle es jetzt!
Ich hätte eine liebevolle Beziehung zu meiner Tochter ohne ständige Schuldgefühle. Ich wäre sicher nicht so gestresst und könnte sie viel besser verstehen und ihr Regelverstöße besser verzeihen.

5. Finde die Umkehrung(en). Kehre deine Aussagen um
Was sie tun oder nicht tun sollten (etc.):.
a) auf mich:
Ich bin wütend auf mich, weil ich im Moment viele Regeln breche und sie nicht einhalte.
Ich will das ich mich an feste / klare Absprachen halte; ich mich nicht ständig widersetze; mich drüber wegsetze; bockig reagiere, wenn etwas nicht nach meinem Kopf geht; ich rum jammere, bis ich das bekomme was ich will.
Ich sollte unsere Regeln in der Familie akzeptieren.
Ich soll mich nicht ständig widersetzen.
Ich soll mich über die Regeln nicht ständig drüber wegsetzen.
Ich soll nicht bockig reagieren / rumjammern wenn etwas nicht nach meinem Kopf geht.
Ich brauche von mir, dass ich mich an unsere gemeinsamen Absprachen halte.
Ich brauche von mir, dass ich mich an die Regeln überwiegend halte.
Ich bin frech.
Ich bin überdreht.
Ich bin in meiner Welt und höre nicht zu.
Ich bin wie ich mich nicht erzogen habe.

b) auf den anderenMeine Tochter ist wütend auf mich, weil sie ich im Moment viele Regeln breche und sie nicht einhalte.
Meine Tochter will das ich mich an feste / klare Absprachen halte; ich mich nicht ständig widersetze; ich mich drüber wegsetze; ich bockig reagiere, wenn etwas nicht nach meinem Kopf geht; rum jammere, bis ich das bekomme was ich will.
Ich sollte die Regeln meiner Tochter akzeptieren.
Ich sollte mich nicht ständig meiner Tochter widersetzen.
Ich sollte mich über die Regeln meiner Tochter nicht ständig drüber wegsetzen.
Ich sollte nicht bockig auf meine Tochter reagieren / rumjammern wenn etwas nicht nach meinem Kopf geht.
Meine Tochter braucht von mir, dass ich mich an unsere gemeinsamen Absprachen halte.
Meine Tochter braucht von mir, dass ich mich an die Regeln überwiegend halte.
Ich bin frech zu meiner Tochter
Ich bin überdreht zu meiner Tochter
Ich bin in meiner Welt und höre meiner Tochter nicht zu.
Ich bin so wie meine Tochter mich nicht erzogen hat?

c) das GegenteilIch bin nicht wütend auf meine Tochter, weil sie im Moment viele Regeln einhält und nicht bricht.
Ich will das meine Tochter sich nicht an feste / klare Absprachen hält; sich ständig widersetzt; sich drüber wegsetzt; bockig reagiert, wenn etwas nach ihrem Kopf geht; rum jammert, bis sie das bekommt was sie will.
Meine Tochter sollte nicht unsere Regeln in der Familie akzeptieren.
Meine Tochter soll sich ständig widersetzen.
Meine Tochter soll sich über die Regeln ständig drüber wegsetzen.
Meine Tochter soll bockig reagieren / rumjammern wenn etwas nicht nach ihrem Kopf geht.
Ich brauche von meiner Tochter, dass sie sich nicht an unsere gemeinsamen Absprachen hält.
Ich brauche von meiner Tochter, dass sie sich nicht an die Regeln überwiegend hält.
Meine Tochter ist nicht frech.
Meine Tochter ist nicht überdreht.
Meine Tochter ist nicht in ihrer Welt und hört zu.
Meine Tochter ist wie ich sie erzogen habe.

1) Ist es wahr, dass er mich verstehen sollte? (Werde still. Lass die Antwort aus deinem Innern kommen.)

2) Kann ich wirklich wissen, dass das wahr ist?
Wie sieht die Wirklichkeit aus?
Versteht er mich?
Kann ich wirklich wissen, was das Beste für ihn oder mich ist?
Und auf lange Sicht?
Kann ich es auf lange Sicht wissen?

3) Wie verhalte ich mich, wenn ich diesen Gedanken denke? Wie wirkt es sich aus? (Mache eine Liste.)
Wie behandle ich mich selbst?
Wie behandle ich meine Tochter? (Stell dir deine Tochter vor, während du so reagierst: Was siehst du?)
Kann ich einen Grund sehen, diesen Gedanken loszulassen? (Bitte versuche nicht, ihn loszulassen.)
Kann ich einen Grund finden, an diesem Gedanken festzuhalten, der keinen Stress verursacht? (Werde still, während deine eigene Weisheit sich dir zeigt.)

4) Wie wäre meine Situation oder wer wäre ich ohne diesen Gedanken? (Sieh dich in der Gegenwart des vermeintlichen Feindes, der dich verstehen sollte. Jetzt stell dir vor, wie du diesen Menschen ansiehst – nur für einen Moment – ohne den Gedanken “Er sollte mich verstehen”. Beobachte. Was siehst du?)

Solange ich diesen Menschen nicht als meinen Freund ansehen kann, auch wenn er mich nicht zu verstehen scheint, ist meine “Arbeit” noch nicht beendet!!!

Manchmal gibt es mehrere Umkehrungen, jede einzelne ist genauso wahr oder wahrer als das, was du geschrieben hast. Berichtige nun dein Urteil über dich, und berichtige dein Urteil über den, den du beschuldigt hast und versuchtest zu ändern. Tue dies für deinen eigenen inneren Frieden. Merke, wie du jedes mal ärgerlich oder gestresst wirst, wenn du willst, dass andere das tun, was du für das Beste hältst. Freu dich drauf! Freu dich auf die Umkehrungen, sie sind stets dein Rezept fürs Glücklichsein!

Die Nummer Sechs – Die Umkehrung für Statement Nr. 6 lautet “Ich bin bereit, wieder zu erleben …” und dann “Ich freue mich darauf wieder zu erleben …”
Ich bin bereit wieder das zu erleben, dass meine Tochter sich erneut umdreht und doch geht obwohl ich es verboten habe und ich freue mich darauf, wenn ich das erleben darf und wenn auch nur in Gedanken weil ich dann „The Work“ wieder machen kann!

“Ich bin bereit, wieder…” und “Ich freue mich darauf, wieder …” Füge evtl. an: “… und wenn auch nur in Gedanken” und/oder “… weil ich dann THE WORK wieder machen kann”.
Jedes mal, wenn du denkst, du willst nie wieder Streit erleben, sei bereit und freu dich drauf. Bei Nr. 6 geht es darum, das gesamte Denken und alles Leben zu umarmen. Wenn diese Sache wieder geschieht, oder du nur daran denkst, halte inne, geh sanft mit dir um und mache dann wieder THE WORK. Bevor nicht aller Hass aufgelöst ist, ist deine Arbeit nicht getan.

In unserer Macht stehen nur unser Denken, unser Fühlen und unser Handeln !!!
(Wie viele Male in jeder Minute verlässt du dich selbst und begibst dich in den Machtbereich von Anderen?)

Quelle: Internet: Moritz Boerner • Autor der Taschenbücher „Byron Katies The Work“, „Gemeinsam lieben“,

Falls ihr Anregungen und Kritik oder Fragen habt, einfach per Mail melden.

Meinwegmitborderline

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